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15.03.2009, 11:53


tradersjournal


TOP THEMEN
.Finanzkrise:
24. Kapitalanlegertagung
in Zürich
.Van Tharp Kolumne:
Die vier Grundprinzipien des
Van Tharp Institute – Teil II
TRADERS
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AAAAAAAAAAAAAAAAAA LLLLLLL LL LLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL EEES WAS MAN ZUM TRADEN BRAUCHT
nJournalNR. 03/09
10.02.2009
Inhalt
1. Editorial
2. Newstrading
CFC Industriebeteiligungen:
Goldene Zeiten für Sanierer?
3. Trading Inside
Mais mit Dreiecksformation vor Stabilisierung
5. Indexanalyse
Nasdaq 100 startet weiteren Aufwärtsschub bis…
7. Anlagezertifikate
Gold – Das Kaufsignal ist etabliert
8. Know How
Dauerhafte Tradingerfolge
9. Finanzkrise
24. Kapitalanlegertagung in Zürich
11. Van Tharp Kolumne
Die vier Grundprinzipien des
Van Tharp Institute – Teil II
13. Leserbriefe
14. Buchbesprechung
Tradingstrategien (nicht) nur für Extremsituationen
17. Chartgalerie
Metro, Douglas, Roth + Rau, E.ON
20 . Szenemonitor
22. Neues aus dem Web
Editorial

Was für ein US-Präsident! Und was für ein
Unterschied zum Vorgänger George W.
Bush, der seinen Spitznamen „lame duck“
(lahme Ente) umso mehr zu Recht verdient.
Ein Stakkato an neuen Initiativen,
eine Überzeugungskraft wie sie nur wenige
Charismatiker je hatten, und – zumindest
scheinbar – eine moralische Integrität, wie
man sie in Politikerkreise für gewöhnlich
nicht findet (Freunde der Verschwörungstheorie,
dass Obama nur eine Marionette
des bösen Establishments ist , mögen bitte
darüber hinweglesen).
Besonders gefallen mir Obamas klare
Worte zu den unerhörten Bonus-Exzessen
der Banker und Manager. Es ist tatsächlich
beschämend, dass in einem derartigen
Katastrophenjahr wie 2008 nochmal
über 20 Mrd. EUR an Prämien geflossen
sind. Prämien für was muss man sich doch
fragen! Für eine derart perfekte Beinahe-
Zerstörung des ganzen Finanzsystems?
Der Gipfel ist aber, dass diejenigen die
sich an den staatlichen Tropf hingen und
um Hilfe winselten ebenso dreist Boni an
die Führungskräfte und Dividenden an die
Aktionäre verteilten wie der Rest. Völlig
zu Recht macht Obama daher klar, dass
in Zukunft diejenigen, die Staatshilfe beanspruchen,
eine Kappung der Managergehälter
hinnehmen müssen. 500 TSD US-
Dollar/ Jahr, das ist immer noch mehr als
der US-Präsident verdient. Und der leistet
mit absoluter Sicherheit mehr als diese

angeblichen Top-Kräfte, deren Haupttalent
es ist den eigenen Profit auf Kosten der
Allgemeinheit zu maximieren. Ich würde
mir auch keine Gedanken machen, dass zu
„diesen Löhnen“ (als wenn 500 TSD Dollar
wenig Geld wären…) die Topkräfte nicht
zu halten seien. Die völlig überzüchtete
Finanzbranche wird wohl auf lange Zeit
nicht mehr die Größe erreichen, die sie die
letzten Jahre einnehmen konnte. Und so
gibt es nun zwangsweise von New York bis
London Legionen von Investmentbankern,
deren beruflicher Existenzzweck dauerhaft
in Frage gestellt wird. Wenn hier die Marktgesetze
noch funktionieren, dann müssen
die Branchenlöhne, die zuvor ungesund
explodiert waren und auch auf der Gehaltsebene
die Entrückung der Finanz-von
der Realwirtschaft belegten, auf Normalmaß
schrumpfen. Jede Krise hat eben auch
ihre guten Seiten...
Die Aktienmärkte scheinen so langsam
ihre Böden zu finden. Das Jahr 2009 ist
auch spannend, weil es die Chance hat den
Statistik-Mythos „Januar-Indikator“ zu widerlegen.
Demnach sei ein Börsenjahr mit
schlechtem Januar (und dieser Januar war
einer der miesesten überhaupt!) mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit auch insgesamt
schlecht. Ich setze auf die Ausnahme, die
die Regel bestätigt!

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Daniel Kühn


02 I Newstrading I TRADERSJournal Mehr Wissen

Newstrading

CFC Industriebeteiligungen:
Goldene Zeiten für Sanierer?


Sanierungsspezialisten wie Aurelius, Arques und eben auch CFC bekommen oft Unternehmen „geschenkt“. Unprofitable
Gesellschaften in Sondersituationen oder in Randbereichen, die von Konzernen abgestoßen werden sollen. Die Aktie der
CFC ist dabei sogar fast noch günstiger als geschenkt: Obwohl der Konzern profitabel ist, liegt der Börsenwert nur marginal
über dem Cashbestand. TJ sprach mit Vorstand Marcus Linnepe

Ist die Finanzkrise eher Chance oder Risiko der 08er-Gewinn wohl bei rund 12-15 Mio.

TJ-Fazit:

für das Geschäftsmodell von CFC? Einerseits EUR. Aussagekräftiger sind da rein operative
18 Mio. EUR Börsenwert klingt angesteigt
der Deal-Flow natürlich enorm an, „drei Erträge fürs laufende Jahr, festlegen lassen

sichts der Fundamentaldaten äubis
vier Deals pro Tag“ bekommt Linnepe will sich Linnepe allerdings verständlicher


ßerst günstig. Für 2009 wäre das ein
angeboten. Andererseits: In der Wirtschafts-weise nicht. Analystenschätzungen sagen

KGV von 3, ohne Berücksichtigung
krise sind die „gekauften“, ohnehin meinst für 2009 einen Umsatz von 245 Mio. EUR des Cashbestandes! Allerdings ist
angeschlagenen Unternehmen auch eher und ca. 6 Mio. EUR Gewinn voraus. Aller-natürlich die Frage, inwieweit man
anfällig dafür, insolvent zu gehen. Bisher ge-dings gilt es zu bedenken: 1. Es ist nach wie überhaupt für 2009 eine Prognose
abgeben kann. Man sollte auch

schah dies allerdings noch nicht – muss aber vor Krise, Prognosen also schwierig. Und 2.
immer mit der Pleite des einen oder

ständig im Hinterkopf behalten werden. will Linnepe dieses Jahr noch 4 bis 5 Unanderen
Portfoliounternehmens

Momentan hat CFC folgende Unternehmen ternehmen akquirieren. Nach der Restzah


rechnen, das ist nun mal Teil des
im Portfolio: Den Kochgeschirrhersteller lung aus einem Portfolioverkauf hat er dazu

Geschäfts -und CFC wird schlechtem
Berndes, den Einbauküchenhersteller For-mehr als 15 Mio. EUR zur Verfügung.

Geld nie gutes hinterherwerfen (im
mat, das Telco-Unternehmen Elcon Sys-Unterschied zu so manchem Großtemtechnik,
das Elektronikunternehmen

CFC Industriebeteiligungen
ISIN: DE000A0LBKW6
Besprechungskurs: 2,80 EUR
Aktienzahl: 6,4 Mio.
Börsenwert: 18 Mio. EUR
Internet: cfc-eu
konzern). Nach einem Radikalaus-
Letron, und den Damenmoden-Hersteller

verkauf muss die Aktie technisch den
Boden finden. Auf alle Fälle interes


delmod. Das Textilunternehmen Rosner
sant mit einem glänzenden Chance


(ebenso Damenmode) wurde soeben dem
Risiko-Verhältnis!

Konzern hinzugefügt. Allein der Textilbereich
soll 2009 ca. 100 Mio. EUR Umsatz machen,
im Gesamtkonzern wurden 2008 rund
175 Mio. EUR umgesetzt. Wegen eines Sondereffektes
(Teilverkauf des Portfolios) lag

Anzei



03 I Trading Inside I TRADERSJournal Mehr Wissen

Trading Inside

Commitment of Traders (CoT)


Mais mit Dreiecksformation vor Stabilisierung

Die Rohstoffpreise haben in 2008 große
Preishochs gebildet, die in den kommenden
12 Monaten nicht wieder im Blick
stehen werden. „Boom and Bust“-Zyklen
bei nachwachsenden Rohstoffen wie Sojabohnen,
Weizen oder auch Mais zeigen für
die vergangenen 40 Jahre immer wieder
starke Anstiegsphasen an, die dann heftig
korrigiert werden und von Seitwärtsbewegungen
abgelöst werden, in denen es
lediglich zu temporären Preisrallies kommt.
Der Hintergrund dieser Muster ist die Möglichkeit,
die Produktion aufgrund von gestiegenen
Preisen relativ schnell ausweiten
zu können. Dies ist bei Erdöl oder Industriemetallen
in dieser Form nicht möglich. Der
Maispreis hat zwischen Juni und Dezember
in lediglich 6 Monaten 60% Kursverlust
verzeichnet und stabilisiert sich zuletzt. Im
CoT-Report vom 03.02.2009 besitzen die
Commercials eine Netto-Long-Positionierung
von 52.106 Kontrakten, zuletzt hatten
sie vor über drei Jahren sowie in den Jahren
der breiten Bodenbildung in 2004/5 eine
größere Netto-Long-Positionierung.
Das bemerkenswerte an der Positionierung
der Commercials ist der Umstand, dass sie
eine größere Netto-Long-Positionierung
als im Dezember 2008 besitzen, obwohl
die Preise momentan auf einem höheren
Niveau liegen. Ihr Verhalten spricht damit
für eine preisliche Bodenbildung auf diesem
erhöhten Niveau. Im Preischart ergibt
sich eine Art Fehlausbruch auf der Unterseite,
der eine V-Form als Umkehrformation
besitzt. Die Bewegung seit dem Preishoch
im Januar wirkt korrektiv und die Dreiecksformation
lässt eine Ausbruchsbewegung
nach oben erwarten. Saisonal bildet der
Mais üblicherweise einen kleinen Preisboden
aus und steigt dann bis März.

TJ-FAZIT
CBei Mais wird zwar kein neuer Boom beginnen, es bildet sich jedoch eine
Stabilisierung der Preise, die aufgrund des Verhaltens der Commercials eine
Rally erwarten lässt, welche bei einem Ausbruch aus der Dreiecksformation
bereits das Thema der kommenden Tage sein dürfte.
Alexander Hirsekorn,
wellenreiter-invest
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05 I Indexanalyse I TRADERSJournal Mehr Wissen

Indexanalyse


Nasdaq 100 startet
weiteren Aufwärtsschub bis…


Rückblick: Noch im November kam es im
Nasdaq 100 zu einem weiteren Kurseinbruch
bis knapp über die Marke von

1.000 Punkten. Der Index konnte sich
anschließend fangen und zunächst bis
auf 1.251 Punkte, zum Jahreswechsel
auch auf 1.286 Punkte erholen. Die
Notierungen fielen mit Beginn des
neuen Jahres ebenfalls zurück, allerdings
zeigte der Index gegenüber
dem Gesamtmarkt relative Stärke.
Der Unterstützungsbereich um 1.149
Punkte konnte in der Summe gehalten
werden, bevor es darüber in den
vergangenen Wochen wieder deutlich
nach oben ging. Das Hoch bei 1.286
Punkten wird somit erneut erreicht.
Charttechnischer Ausblick: Der Index kann
zunächst im Bereich der 1.286 Punkte
nochmals nach unten abprallen, deutlich
unter 1.251 Punkte sollten die
Notierungen dabei allerdings nicht
mehr nachgeben. Geht es anschließend
über 1.286 Punkte auf ein neues
Hoch auf Schlusskursbasis, dann bietet
sich Folgepotenzial bis in den Bereich

1.330 Punkte, mittelfristig bis auf 1.383
Punkte. Abgaben unter 1.175 Punkte
müssen aus Sicht der Bullen vermieden
werden, da i9n diesem Fall bereits wieder
Verluste bis auf 1.091-1.019 Punkte
drohen.
Marko Strehk

Kursverlauf seit 17.07.2008 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Kursstand: 1.281,65 Punkte
Chart: Nasdaq 100 D
Spekulation auf
steigenden Nasdaq 100:


Name: MINI LONG ZERTIFIKAT auf
Nasdaq 100
WKN: 721785
ISIN: NL0000266849
Fälligkeit: open end
Bezugsverhältnis: 0,01
Strike: 882,00 Punkte
KnockOut: 940,00 Punkte
Kursstand: 2,91:2,94 Euro
Hebel: 3,39



Spekulation auf
fallenden Nasdaq 100:


Name: MINI SHORT ZERTIFIKAT auf
Nasdaq 100
WKN: AA1D9P
ISIN: NL0006463432
Fälligkeit: open end
Bezugsverhältnis: 0,01
Strike: 1.640 Punkte
KnockOut: 1.540 Punkte
Kursstand: 2,73:2,76 Euro
Hebel: 3,44



Anlage Idee: Die angelaufene Rallye
kann gehebelt sejr gut über den Mini-
Long mit der WKN: 721785 gehandelt
werden. Es bietet sich an, gegebenen-
falls einen Rücksetzer auf 1.251 Punkte
abzuwarten oder bei einem Ausbruch
über 1.286 Punkte aufzuspringen. Er-
reicht der Index die 1.383 Punkte, dann
bietet sich für die wahrscheinliche Ab-
wärtsreaktion der Mini-Short mit der
WKN: AA1D9P an. Gehebelt kann dieses
Zertifikat auf für einen noch möglichen
Rückfall unter die 1.175 Punkte genutzt
werden.

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07 I Anlagezertifikate I TRADERSJournal Mehr Wissen

Anlagezertifi kate

Gold – Das Kaufsignal ist etabliert


Rückblick: Wie in den vergangenen Wochen
beschrieben, ist die Ausgangslage
für das neue Jahre im Goldpreis
sehr bullisch. Der Kursverlauf korrigierte
das Jahr 2008 über, nachdem gleich
zum Beginn des Jahres ein Hoch bei

1.032 $ markiert wurde. Diese Konsolidierung
stellt sich übergeordnet als
bullische Flaggenformation dar. Dabei
fiel Gold vor allem im Herbst stark zurück
und erreichte die bei 694 $ liegende
Unterstützungszone. Ab November
sprangen die Notierungen oberhalb
dieses Kursniveaus wieder an, um sich
dem Abwärtstrend bei 880 $ zu nähern.
Dieser wird nun im neuen Jahr
klar nach oben durchbrochen. Gold
erreicht bereits die bei 931 $ liegende
Widerstandsmarke.
Charttechnischer Ausblick: Die Ausbruchsbewegung
aus der Korrektur des vergangenen
Jahres ist bei Gold vollzogen,
ein neues Kaufsignal damit etabliert.
Der Kursverlauf kann nun durchaus
noch im Bereich der 931 $ konsolidieren
und einen Rücksetzer auf den
gebrochenen Abwärtstrend bei 870 $
ausbilden. Dies bleibt abzuwarten und
würde das bullische Chartbild nicht gefährden.
Geht es dann über die 931 $
auf Wochenschlusskursbasis, dann ist
der Weg bis auf 1032 $ frei. Abgaben
unter 840 $ sollten aus Sicht der Bullen
vermieden werden.

Marko Strehk

Kursstand: 903,55 $
Open-End-Tracker-Zertifikat
auf Gold


WKN: BN2GLD
ISIN: DE000BN2GLD5
Laufzeit: open end
Bezugsverhältnis: 1:1
Aktueller Briefkurs: 89,43 Euro
Währungsgesichert: Ja


Anlage Idee: Um langfristig von dem
generierten Kaufsignal zu profi tieren,
bietet sich das Open End Tracker Zertifikat
mit der WKN: BN2GLD an. Dieses
Zertifikat entwickelt sich unbegrenzt
mit dem Goldpreis, so dass erste Positionen
bereits eröffnet werden können.
Diese sind vergrößerbar, wenn der
Anstieg auch über 931 $ klar gelingt.
Eine Absicherung bietet sich dann unter
845 $ an. Vor allem ist das Zertifi kat
währungsgesichert, so dass die Entwicklung
des Wechselkurses EUR/USD
keinen Einfluss besitzt. Dies ist vor allem
langfristig entscheidend, da Gold sich
teilweise in enger Korrelation mit dem
Währungspaar entwickelt.



08 I Know How I TRADERSJournal Mehr Wissen

Know How


Dauerhafte Tradingerfolge


Wann steige ich in einen Trade ein und
wann am besten aus? Das ist die alles entscheidende
Frage – darin sind sich alle Trader
einig. Die richtige Antwort auf diese
Frage zu finden, eine perfekte Lösung, mit
der man niemals verliert und immer nur
gewinnt, der heilige Gral des Tradings – der
große Traum eines jeden Traders.

Auch die erfolgreichsten Top-Trader erleiden
Verluste – aber Ihre Gewinne überwiegen
bei Weitem. Sie wissen genau welche
Strategien in welchen Marktsituationen
funktionieren.

Seit 1999 beschäftig sich Rene Berteit, technischer
Analyst und Trader bei GodmodeTrader.
de, intensiv mit den Märkten und
dem Trading von Aktien, Währungen, Rohstoffen
und den großen Indizes wie dem
Dow Jones und dem Dax.
Sein Fokus liegt aktuell auf dem Trading des
Dow Jones und des Dax im kurzfristigen Zeitfenster.
Dabei nutzt er eine spezielle Methodik
um dem Markt kontinuierlich Gewinne
zu entlocken, seine Antwort auf die Fragen
aller Fragen - das Ausbruchstrading.

Rene Berteit: Das Ausbruchstrading ist nicht
neu, ganz im Gegenteil. Es hat den Crash
1929 genau so überdauert wie die aktuelle
Finanzkrise nur scheint diese einfache Methodik
ein bisschen in Vergessenheit geraten
zu sein, sie ist angesichts der hochkomplexen
Möglichkeiten in der technischen
Analyse einfach nicht mehr „in“ - zumindest
kann ich mich diesem Eindruck manchmal
nicht erwehren. Vielleicht liegt es daran,
dass Sie mit einem Ausbruchstrade niemals
am Tief kaufen oder am Hoch verkaufen
bzw. Shorten werden. Vielleicht auch daran,
dass Sie mit dem Traden von Ausbrüchen in

Seitwärtsphasen einige Versuche brauchen
werden, um in einen erfolgreichen Trade
zu gelangen? Vielleicht aber auch deshalb,
weil es zu einfach scheint - es fehlt die
Mystik, das große Geheimnis?

Dies sind durchaus Argumente, nur darf
dabei nicht vergessen werden, dass quasi
jede markante Bewegung, ob in Aktien,
in Rohstoffen, im Dax oder im Dow Jones,
sei es im 5 Minutenchart oder auf Wochenbasis
mit einem Ausbruch beginnt.
Aus brüche aus Trendlinien, Formationen,
Ranges oder einfach über lokale Hochs
und Tiefs bilden die Basis einer jeden
großen Bewegung und hier zeichnen sich
Ausbrüche aus Kurshochs und -tiefs besonders
aus, denn Sie werden keine Trendbewegung
finden, in der es nicht mindestens
zu einem Ausbruch über solche Hochs und
Tiefs kommt.

Sie sind skeptisch?
Hier ein Beispiel:

Jedes dieser lokalen Hochs und Tiefs stellt
einen potenziellen Kauf- bzw. Verkaufstrigger
dar. Können Sie ein potenzielles
Hoch im Chart ausmachen, bietet Ihnen
dieses die Möglichkeit, eine sogenannte
Stoppbuy - Order leicht über diesem Hoch
zu platzieren. Vice versa bietet Ihnen jedes
so Tief die Möglichkeit, eine Verkaufsorder -
eine Stoppsell - Order - zu platzieren, sobald
sie ein solches Tief ausmachen können.

Grundsätzlich böten sich Ihnen bei allen
Hochs und Tiefs potenzielle Einstiegsgelegenheiten.
Aber es ist nicht wirklich sinnvoll,
jedes dieser lokalen Hochs und Tiefs
durchzuhandeln. Rene Berteit

Erfahren Sie mehr über Ein- und Ausstiegssignale
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Nutzen Sie die Möglichkeit Herrn Berteit
persönlich als einen von zwei Referenten
des Seminars „Die perfekten Ein- und Ausstiegssignale“
am 9.3.2009 in der Börse
München zu treff en. Nähere Informationen
finden Sie hier.



09 I Finanzkrise I TRADERSJournal Mehr Wissen

Finanzkrise

24. Kapitalanlegertagung
in Zürich
Die Zfu-Tagungen in Zürich (zfu.ch) sind seit jeher ein besonderes Schmankerl, da in dem
hochkarätigen Teilnehmerfeld auch ausgewiesene Contrarians und Mahner zu Wort kommen.
So ist es denn auch nicht überraschend, dass die Versammlung in 2009 ganz im Zeichen der von

vielen vorausgesagten Krise stand…


Und so war es zunächst die große Bärenversammlung
in Zürich: Fast scheint es, als
seien die ewigen Mahner am Ziel angekommen,
da angesichts des Krisenjahres 2008
die Erkenntnis vieler Investoren reifte, dass
das Finanzsystem in dieser Form nicht überlebensfähig
sein kann. Das Pendel schlägt
von Laissez-faire, Deregulierung und freiem
Welthandel in Richtung Interventionismus
und Quasi-Sozialismus. So sieht es z.B.
Barclays-Chefvolkswirt Thorsten Polleit, der
vor allem die Wettbewerbsnachteile von
gesunden Banken durch die Staatsgarantien
für angeschlagene Institute kritisiert. Er
zitiert Friedrich von Hayek, einer der wich


tigsten Vertreter der österreichischen Nationalökonomie:“
Eine Gesellschaft, die den
Wettbewerb beseitigt oder die Gewinne
sozialisiert, zerstört die eigene Dynamik“.
Polleits Gedanken zu einem „Finanzsystem
2.0“ sehen eine Rückkehr zum Goldstandard
und damit eine wirkliche Währungsreform
vor. Um eine komplette Absicherung der Bilanzsummen
der Banken im Euro-Raum mit
Zentralbank-Gold zu erreichen, müsste der
Goldpreis nach seinen Berechnungen auf

40.000 Euro / Unze ansteigen. Berücksichtigt
man die ungleiche Verteilung des Goldes
unter den einzelnen Ländern, dann erscheint
ein solcher Ansatz allerdings realitätsfremd.
Generell versäumte es kein Referent, auf
Gold in physischer Form hinzuweisen, dieser
sei ein unverzichtbarer Baustein eines
Depots. Als Goldexperte bezeichnete Paul
van Eeden (Cranberry Capital) ein rein auf
Vertrauen basierendes Geldsystem sogar
als „Schwachsinn“, lehnte aber eine Goldpreisbindung
ab und überraschte mit der
Aussage, dass der Goldpreis momentan
leicht überbewertet sei. Nach seinem Modell
würde der faire Wert von Gold knapp
unterhalb von 800 US-Dollar liegen.
Tagungsleiter Philipp Vorndran wusste
das Auditorium mit einer Anekdote zu erheitern,
die Euro-Skeptiker interessieren

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10 I Finanzkrise I TRADERSJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Finanzkrise – 24. Kapitalanlegertagung in Zürich

dürfte. So gebe es bereits Menschen, die
sich aufgrund von Bonitätsgründen nur bestimmte
Euro-Scheine haben ausbezahlen
lassen. Sie akzeptierten nur solche, die aus
Deutschland, der Niederlande oder Österreich
stammen (und entsprechend ein X, P
oder N vor der Seriennummer haben).
Der momentane Börsenstar und Inbegriff
des Börsenbären, Prof. Noriel Roubini,
meldete sich mit einer weiteren Hiobs-Prognose
zu Wort. Nach seinen Berechnungen
betrage der gesamte Abschreibungsbedarf
der US-Banken 3,6 Bio. US-Dollar (3.600
Milliarden US-Dollar). Angesichts eines
kumulierten Eigenkapitals von 1,5 Bio-US-
Dollar, seine die US-Banken de facto insolvent
bzw. überschuldet, ähnliches gelte
auch für Großbritannien. Die wirtschaftliche
Beschreibung für die USA nannte er
„Stag-Deflation“. Da die Arbeitslosigkeit auf
9 bis 10% steigen werde und gleichzeitig
die Nachfrage gering sei, würden Löhne
und Preise nicht anziehen können. Die lang
laufenden Zinsen sollten hingegen mittelfristig
wieder steigen, da sich die Staaten
weiter verschulden würden.
Roubini plädiert für eine radikale Bereinigung
des US-Finanzsystems, wobei sogar
Tabubrüche einkalkuliert werden müssen.
Die Schulden der Banken und Haushalte
müssten runter, „notfalls durch Vertragsbruch“.
Roubini schlägt also eine erzwungene
Abwertung aller Schulden vor, was
auf der Gegenseite (diejenigen die die
Forderungen halten) einer Teilenteignung
entspricht. Wichtig sei eine nachhaltige
Vertrauensbildung. Was Roubini hingegen
nicht erwähnte, war der Umstand, dass solche
Maßnahmen von der heutigen Generation
an Politikern nicht erwartet werden
können und dass diese wohl auch kaum
vertrauensfördern wirken können. Für den
S&P 500 sieht er ein Kursziel von etwa 500
bis 600 Punkten.
Felix Zulauf sieht das Deleveraging jetzt auf
den Verbraucher zukommen, wofür er in
den USA weitere 3 bis 5 Jahre veranschlagt.

Rund 20% betrage der Rückgang des Nettovermögens
der Privathaushalte in den USA,
was das Verbraucherverhalten nachhaltig
ändern dürfte und zu einer höheren Sparquote
in der Zukunft führen dürfte. In Europa
sei der Konsument besser aufgestellt,
während die Banken Eigenkapitalprobleme
haben. Dies zu ändern sei oberstes Gebot.
Bei den Rohstoffen sieht Zulauf den Zyklus
als beendet an, die Inflationsraten und Zinsen
bleiben niedrig (Überkapazitäten), der
Euro steht laut dem Schweizer Vermögensverwalter
vor einer Zerreißprobe wegen
der unterschiedlichen Entwicklung der
Euro-Staaten. Die lang laufenden Zinsen
(Bund-Rendite) sieht er in der Tendenz
noch einmal auf 2% fallen, allerdings bewege
sich der Abwärtstrend der Renditen
bei Staatsanleihen in der letzten Phase ihrer
Bewegung. Der Goldpreis sei bei einem
Ausverkauf in Richtung 700 US-Dollar in
diesem Jahr ein Kauf, für den S&P 500 rechnet
er ähnlich wie Roubini mit einem Risiko
von etwa 600 Punkten.
Marc Faber (Dr. Doom) sieht das Jahr 2007
als ein Scheidejahr einer Generation an. Man
werde später danach entscheiden, ob man
vor oder nach 2007 geboren wurde. Faber
sieht zudem die geopolitischen Risiken stark
steigen. Die US-Staatsanleihen seien die
nächste Blase, die platzen werde. Chancen

sieht der Antizykliker vor allem in Rohstoff werten,
die extrem überverkauft sind, und
mittlerweile auch in Technologiewerten an
der Nasdaq. Insofern war Faber in diesem
Jahr bei weitem nicht so skeptisch wie es sein
Spitzname „Dr. Doom“ ausdrücken würde.
Der optimistischste Referent im Plenum war
Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer
Landesbank, die nach seinen Aussagen
keine einzigen „toxischen Wertpapiere“
im Bestand hatten und haben. Hellmeyer
erwartet für 2009 eine Erholung im DAX in
Richtung der Marke von etwa 6.000 Punkten
und findet Blue Chip Aktien attraktiv,
da das Gros der Aktien auf ihre Bewertung
zum Buchwert gefallen sind.
Der Behavioral Finance-Analyst Alfons
Cortes ist anhand seiner Momentummodelle
auch zuversichtlicher und hat bereits
45% seiner Gelder in Aktien investiert und
gab sich zuversichtlich für Aktien, da die
Stimmung im vierten Quartal 2008 seltene
Extremwerte erreicht habe. Den Goldpreis
sah er hingegen in einer Transformationsphase.
Diese Zwischenphase sei seiner
Ansicht nach noch nicht zu bewerten, ob
es sich um eine anbahnende Trendwende
zum negativen oder lediglich eine längere
Korrekturphase handeln würde.

Daniel Kühn und Alexander Hirsekorn

TJ-FAZIT
CDie Stimmung war düsterer als jemals zuvor, dies zeigen Themen wie eine
Goldpreisbindung zu einem aus heutiger Sicht astronomischen Kurs. Die
Probleme aus der Kreditkrise werden sich aber nach Ansicht aller Experten
nicht in kürzester Zeit wieder in Wohlgefallen auflösen, die Auswirkungen
werden vor allem realwirtschaftlich auch ein Begleiter zu Beginn der kom-
menden Dekade bleiben. Insofern liegt der Konsens der Experten auf einer
zunächst anhaltend deflationären Phase aufgrund zu hoher Verschuldungs-
kennziffern beim Verbraucher, so dass eine neue nachhaltige Boomphase
nicht zu erwarten ist, sondern sich allenfalls „Scheinblüten“ als temporäre
Verbesserungen für 2009 zeigen sollten. Dazu beitragen wird der neue Trend
des Kapitalmarktes 2009, der unter dem Motto „Big government“ steht.

T 11 I Van Tharp Kolumne I TRADERSJournal Mehr Wissen eil IIT 11 I Van Tharp Kolumne I TRADERSJournal Mehr Wissen eil II
Die vier Grundprinzipen
des Van Tharp Institute


– Welche Tradingchancen
ergeben sich 2009?

von Van K. Th arp, Ph.D.

Wo liegen in diesem Jahr die größten
Handelschancen? Und gibt es sie überhaupt?
Nehmen wir beispielsweise
die Märkte in den USA. Hier hat das
renommierte Finanzmagazin Barron’s
10 Experten zu den Aussichten des US-
Aktienmarktes im Jahr 2009 befragt.
Alle 10 Fachleute sind derselben Meinung
– die Aktienkursen werden auf
das Jahr gerechnet zwischen 10 und
20 Prozent steigen! Ich denke, dass es
sicherlich Tage geben wird, an denen
wir solche Kurssteigerungen sehen
werden, aber ich bezweifele dies für
das Gesamtjahr 2009.

In den Medien wird häufig kolportiert,
dass die Märkte ihren Boden
am 21. November 2008 gefunden
hätten, als der S&P-500 Index unter
die Marke von 740 Punkten gefallen
war. Weiterhin wird behauptet, dass
sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte
2009 wieder erholen wird.
Ich habe dazu eine ganz andere Meinung
und sage, dass sich sowohl die
Märkte als auch die Wirtschaft nicht
so schnell erholen werden. Die meisten
Leute die in den Medien darüber
spekulieren, dass eine wirtschaftliche
Trendwende bevorsteht, haben keine
Ahnung von der Materie über die sie
berichten! Die erste Handelswoche

im neuen Jahr begann zwar freundlich,
doch zeichnete sich hier schon
ein klarer Trend hin zu einer volatilen
Seitwärtsbewegung der Märkte ab.
Wenn man bedenkt, dass der Markt
in der schlechtesten Woche in 2008
rund 18 Prozent verloren hatte – und
dies ist noch gar nicht so lange her

– dann kann man das derzeitige Börsenniveau
natürlich als Beginn eines
volatilen Bullenmarktes deuten.
Ich meine hingegen, dass es sich hierbei
nur um einen statistischen Zufallstreffer
handelt, der einem ein solches
Signal vorgaukelt, denn wir sollten
unser Augenmerk eher auf einen mittelfristigen
Zeitraum legen um zu beurteilen,
wohin die Märkte tendieren
werden. Nur weil sich in die Börsen
von ihren Tiefstständen leicht erholt
haben, ist dies noch lange kein Indikator
für eine andauernde Trendwende.
Dazu ist der Beurteilungszeitraum
einfach zu kurz.

Sind Aktien aktuell
tatsächlich billig?

Lassen Sie mich dies näher erläutern.
Allein wenn man sich den Chart des
S&P 500 auf Jahresbasis anschaut,
kann man alles Mögliche hineininter


pretieren. Mancher sieht Flaggen, eine
Kopf-Schulter-Formation, oder eine
Seitwärtsbewegung mit einer Range
von 200 Punkten. Dabei kann sich der
Markt bei dieser Art von Range sowohl
nach unten als auch nach oben bewegen
– doch niemand kann dies genau
vorhersagen.
Außer die Medien natürlich – Sie haben
ja bekanntlich das Ende der Bärenmarkte
auf den 21. November 2008
gelegt! Die Medien sagen, Aktien sind
derzeit billig. Ich stellen mir bei solchen
Aussagen allerdings gerne die
Frage: Billig, im Vergleich zu was?

Verglichen mit dem Kursniveau zu Beginn
des Jahres 2008 sind die Aktien
sicher billig, dies sieht man deutlich an
den niedrigen KGVs der im S&P 500 gelisteten
Unternehmen. Aber das ist ja
nur ein einziges Bewertungskriterium
und spiegelt nicht im Entferntesten das
Gesamtbild wider.

Die Medien sagen ferner, man sollte
sich jetzt mit Unternehmensanleihen
eindecken. Doch Vorsicht, denn meiner
Ansicht nach, ist dies die nächste
große Blase, die platzen wird! Wenn
man genau hinsieht, reißt die Zahl der
schlechten Nachrichten aus Unternehmenskreisen
nicht ab. So mussten


12 I Van Tharp Kolumne I TRADERSJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Van Tharp Kolumne

allein im Jahr 2008 rund 140.000 Großhandelsunternehmen
schließen. Die
Auslastung von Fabriken beläuft sich
in einigen Gegenden der USA auf unter
75 Prozent der möglichen Kapazitäten
und vielen Unternehmen schließen
den laufenden Betrieb, sobald die Quote
70 Prozent erreicht hat!

Dann bleibt noch die Frage: Was passiert,
wenn die Leute aufhören Staatanleihen
zu kaufen, weil sie mit diesen Papieren
kaum noch Renditen erzielen?
Auch darüber haben sich die Leute, die
nur rosige Aussichten für 2009 verbreiten,
keine Gedanken gemacht!

Das weitere Vorgehen und die
Chancen in der Krise

Bei diesen düstern Aussichten wäre die
einzig logische Vorgehensweise, seine
Bestände zu liquidieren und Cash zu
halten – doch die Zentralbank möchte
dies anscheinend nicht – sonst würden
sich die Gutgabenzinsen nicht dem
Nullniveau nähern. Dann doch lieber
investieren oder traden. Da ich für den

Aktienmarkt mit einer längerfristigen
Seitwärtsbewegung rechne und für die
meisten Rohstoffmärkte und für Immobilien
gar einen Bärenmarkt erwarte,
sind hier nun meine allgemein gehaltenen
Vorschläge für das Handelsjahr
2009:

• Nehmen Sie den Markt genau unter
die Lupe, auf dem Sie handeln
wollen.
• Achten Sie darauf, dass die Positionsgröße
die Sie handeln auch Ihrem
Kontostand angemessen ist.
• Nutzen Sie im aktuellen Umfeld
lieber Systeme, die auf kurzfristige
Handelsstrategien ausgelegt
sind. Wenn Sie zum Beispiel davon
ausgehen, dass die Börsen im Gesamtsjahr
10 bis 15 Prozent zulegen
werden, Sie aber einen Gewinn in
dieser Höhe an einem einzigen Tag
generieren können, warum sollten
Sie dann darauf ein ganzes Jahr
lang warten? Das macht doch keinen
Sinn.
• Sollten Sie ein vermeidliches
Schnäppchen ausmachen, prüfen
Sie es ganz genau – auch auf die
langfristige Sicht – und investieren
Sie nicht mehr als 3 bis 5 Prozent
ihres Tradingkontos in diese Position.
Viel Erfolg bei Ihren Handelsgeschäften!


TJ-FAZIT

C
Die Finanzmarktkrise ist noch
nicht vorbei.

C
Gefahren lauern vor allem bei
Rohstoffen und Immobilien.

C
Selektives Vorgehen lohnt sich
in jedem Fall.

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13 I Leserbriefe I TRADERSJournal Mehr Wissen

Leserbriefe:

Ihre Fragen an die TJ-Redaktion


Fragen bitte an infotradersjournal


Sehr geehrtes TradersJournal
Ich beziehe mit auf Herr Kühn's Beitrag:
"Der Goldstandard: Ein praktikables Konzept
für das neue Jahrtausend?", den ich in
godmode-trader las. Er schreibt dort:
"Wenn man eine Summe von 40.000 EUR,
dafür bekommt man in manchen Gebieten
schon eine kleine Eigentumswohnung, mit
einer Unze Gold, 31,1 Gramm!, deckt, dann
kann man es gleich sein lassen. Von einem
inneren Wert in die Höhe zu sprechen ist
wohl leicht daneben kalkuliert." Herr Kühn
unterliegt hier wohl einem Trugschluss:
Würde man den Goldstandard einführen,
würde Papiergeld einer Hyperinflation
unterliegen. Somit könnte man nie und
nimmer mit 40'000 EUR eine Wohnung
kaufen, sondern man müsste vielleicht
2 Mio. EUR bezahlen, was dann ca.
60 Unzen entsprechen würde. Da Gold
aus einem Wertschöpfungsprozess heraus
entsteht, hat es sehr wohl einen
'inneren' Wert, nämlich dessen Herstellkosten,
welche bei ca. $200 liegen. Wenn
also Geld durch Gold gedeckt ist, kann
keine Hyperinflation in astronomischem
Ausmasse entstehen. Zudem, wenn der
Goldpreis fallen würde, würden alle anderen
Preise für Waren und Leistungen auch
fallen, denn alles ist ja mit Gold gedeckt.
So wird man also auch wenn Gold auf ein
Minimum fällt, immer noch ca. 60 Unzen
für eine Wohnung bezahlen müssen. Dahingegen
tendiert der Herstellungswert
von Papier- und Buchgeld gegen Null.
Wenn also die Leistung und Arbeit mit
Papiergeld gedeckt ist, wird im Falle ei


ner Geldentwertung auf ein Minimumwert,
welcher eben bei NULL liegt, eine
Wohnung trotzdem nicht für Null EUR zu
kaufen sein, denn ich glaube selbst Herr
Kühn wird nicht gratis arbeiten wollen. Ich
hoffe das leuchtet Ihnen und Herr Kühn
ein. Weiter schreibt er: "Die diversen Goldstandards
in der Geschichte sind allesamt
von den Regierenden wieder abgeschaff t
worden…schon alleine dieser Fakt sollte
der Diskussion Einhalt gebieten." Wie er
darauf kommt, dass Regierungen vernünftig
handeln, bleibt er dem Leser schuldig.
Man sollte sich erstens fragen: Wo sind
diese Regierungen heute? Zweitens, und
noch wichtiger: Warum hat man den Goldstandard
scheinbar immer wieder eingeführt?
Das kann doch nur heissen, das da
was schief gegangen sein muss und man
nun wieder zurück zum alt bewährten gefunden
hat. (stark gekürzt….)

Sie beziehen sich auf folgenden Artikel:

//boerse-go/artikel/zeigen/
articleId/1149391

Sie schreiben einerseits:“ Würde man den
Goldstandard einführen, würde Papiergeld einer
Hyperinflation unterliegen. Somit könnte
man nie und nimmer mit 40'000 EUR eine
Wohnung kaufen, sondern man müsste vielleicht
2 Mio. EUR bezahlen“ und dann: „Wenn
also Geld durch Gold gedeckt ist, kann keine
Hyperinflation in astronomischem Ausmaße
entstehen“. Na was denn jetzt?
Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie der
Meinung, dass bei Einführung des Goldstandards
das Papiergeld sofort drastisch ent


wertet würde, und dann aber stabil bliebe?
Ich nehme jetzt mal Ihr Beispiel auf: Was vorher
40.000 EUR kostet, dafür muss man nach
dem Tag X dann 2 Mio. EUR zahlen…das ist
das 50-fache – quasi über Nacht 4000% Inflation
also. Ich möchte Sie mal darauf hinweisen,
dass wir derzeit eine Infl ationsrate
von ca. 0% haben, und in den Jahren davor
bei 1-3% p.a. waren.
Die 4000% Inflation, die Sie off ensichtlich
gerne als Preis für darauf folgende Stabilität
in Kauf nehmen, könnten wir ebenso gut in
rund 40 Jahren mit jeweils 10% Infl ationsrate
abarbeiten (Zinseszins eingerechnet,
wobei wir so hoch praktisch nie lagen seit
Gründung der Bundesrepublik). Wäre das
nicht angenehmer?

Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum Sie unter
solchen Prämissen für den Goldstandard
sein können? (außer Sie sitzen auf haufenweise
davon oder haben Schulden…). Die
Prämisse, warum es bei der Einführung des
Standards sofort zu Hyperinfl ation kommen
muss ist mir auch nicht klar. Das Gold einen
inneren Wert hat sehe ich genauso…mindestens
so hoch wie die Förderkosten, da
haben Sie völlig Recht .
Weiter schreiben Sie: „Wie er darauf kommt,
dass Regierungen vernünftig handeln, bleibt
er dem Leser schuldig.“
Das habe ich natürlich nicht geschrieben.
Warum sollte ich auch?
Alles in allem konnte ich Ihnen in Teilen
leider nicht folgen – und ich glaube auch
nicht, dass es irgendjemanden gibt, der einen
Goldstandard einführen will mit Folgen,
wie Sie sie skizziert haben.


14 I Buchbesprechung I TRADERSJournal Mehr Wissen

Buchbesprechung


Tradingstrategien (nicht)
nur für Extremsituationen


– Nutzen Sie Gier, Angst und
Panik zu Ihrem Vorteil
Von Philipp Kahler


Handelssysteme sind ein sehr guter Weg,
um einen Tradingplan ohne Emotionen
umzusetzen. Die Emotionen anderer Trader
bewegen den Markt, sind für die Trends und
Rückschläge des Marktes verantwortlich.
Mit Handelssystemen kann man davon systematisch
profitieren und so Jahr für Jahr
ein positives Handelsergebnis erzielen.
Der Computer, als persönlicher Handelsassistent,
wird einen rechtzeitig über mögliche
Chancen in den Märkten informieren.
Als Trader übernimmt man die Entwicklung
und die Umsetzung eines Tradingplans, der
Computer erhält die Aufgabe, den Markt
Tick für Tick in Realtime nach neuen Signalen
zu durchsuchen. So entgeht einem
keine Chance und man kann abseits der
täglichen Hektik mit der Neuentwicklung
von stabil arbeitenden, systematischen Tradingansätzen
und der konsequenten Umsetzung
der generierten Trades befassen.

Der Autor Philipp Kahler stellt sich in diesem
Buch wichtige Fragen, beispielsweise
warum viele Händler Verluste machen und
nur die wenigsten regelmäßige Gewinne
erzielen. Stimmt etwa das Instrumentarium
der technischen Analyse nicht? Können
viele Trader diese Muster immer nur
im Nachhinein erkennen, nicht jedoch so

rechtzeitig, dass man sie zum Traden nutzen
könnten? Seine Antwort darauf ist, dass
meistens der Mensch selbst das schwächste
Glied auf dem Weg zum Börsenerfolg ist. Es
sind nicht die zweideutigen Aussagen der
technischen Analyse, sondern meist die eigenen
Fehler der Trader, welche die Rendite
am Ende des Jahres schmälern. Mit Hilfe
des Computers lassen sich Kahlers Meinung
nach jedoch viele dieser Probleme
beseitigen. Mit dem Rechner hat man ein
Werkzeug zur Hand, mit dessen Hilfe man
objektive Tests über die Chancen und Risken
einer gewählten Tradingstrategie anfertigen
kann. Man muss nicht mehr blind
die Tradingstrategien des neuesten Gurus
nachahmen, sondern kann seine eigenen
Marktvorstellungen auf ihre Profitabilität
überprüfen.

Die Grundlagen der Handelssysteme

Mit diesem Buch möchte der der Autor den
Leser in das Thema systematischer Handel
und Handelssystementwicklung einführen.
Die ersten Kapitel des Buchs widmet sich
daher der Beschreibung des Marktes. Wie
entwickeln sich Kurse, was bedeuten die
Begriffe Wahrscheinlichkeit, Mittelwert und
Standardabweichung? Was kann man über
den Zufall aussagen und wie beeinflusst

dies das eigene Risikomanagement? Dieses
Wissen ist von Vorteil, wenn man neue
Tradingstrategien entwickeln will. Kahler
zeigt dem Leser die Fallen der Statistik,
doch ebenso Möglichkeiten, um mit Hilfe
der Statistik gute und schlechte Handelssysteme
zu unterscheiden. Je mehr man
über die Natur der Börse weiß, umso geringer
ist die Gefahr, sich von dem nichts sagendem
Kursgezappel verwirren zu lassen.
Je mehr man über die der Natur der Börse
weiß, desto einfacher wird es auch, Ausnahmesituationen
zu erkennen und mit dem
richtigen Trade zu nutzen. Wer sich noch
nie mit dem Thema Statistik befasst hat,
für den werden die ersten Seiten vielleicht
etwas trocken und theoretisch klingen. Mit
ein wenig Neugier sollten sie jedoch auch


15 I Buchbesprechung I TRADERSJournal Mehr Wissen

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Fortsetzung – Buchbesprechung – Tradingstrategien (nicht) nur für Extremsituationen

für Leser ohne mathematisches Vorwissen
verständlich sein.

Im darauf folgenden Kapitel wird der
Leser in eine besondere Art der computergestützten
Charttechnik eingeführt.
Anstatt nach den klassischen Mustern der
technischen Analyse zu suchen, wird ein
charttechnischer Ansatz vorgestellt, der
auch einem Computer vermittelt werden
kann, und mit dem der Rechner umgehen
kann. Das Ziel dieses Ansatzes soll es
sein, die signifi kanten Wendepunkte des
Marktes zeitnah zu erkennen und sie für
die Trenderkennung und die Platzierung
der Stopps zu verwenden.

Nach der Charttechnik werden die verschiedenen
Indikatoren vorgestellt. Was
sind Indikatoren und was können sie einem
über den Markt erzählen? Wie hoch ist
ihre wirkliche Aussagekraft? Welche Indikatoren
funktionieren und welche helfen
einem auch dann, wenn sie sich nicht so

verhalten wie vermutet? Wie werden bestehende
Ansätze verbessert, so dass die
Interpretation einfach wird und sie sich
komfortabel in Verbindung mit Handelssystemen
verwenden lassen? Anhand von
praktischen Beispielen bringt einem der
Autor bekannte und neue Indikatoren und
deren Anwendung näher. Es geht ihm dabei
nicht um den neuesten Indikator aus
der Raketentechnik, sondern darum, dass
man als Trader Methoden kennen lernt, um
sinnvoll mit Indikatoren zu arbeiten.

Nach dem Durcharbeiten der Grundlagenkapitel
hat man als Leser das nötige Werkzeug
zur Handelssystementwicklung in der
Hand. Mithilfe von vielen praktischen Beispielen
kann man zudem diese Grundlagen
vertiefen. Ziel ist es, dass man für sich selbst
in etwa abschätzen kann, was möglich ist
und was dem Reich der Phantasie überlassen
bleibt. Die Beispiele können direkt
umgesetzt werden oder als Ausgangsbasis
für eigene Entwicklungen dienen.

Handelssysteme in der Praxis

Nachdem man jetzt über grundlegendes
Marktwissen verfügt, werden in den weiteren
Kapiteln einige in der Praxis verwendete
Handelssysteme präsentiert. Dies
dient dazu, dem Leser das Vorgehen bei
der Systementwicklung zu verdeutlichen.
Man lernt, wie Systeme aufgebaut sind, wie
man sie testet, und wie man anhand dieser
Ergebnisse einen tragfähigen Trading- und
Risikoplan entwickelt.

Sollten man aber nicht planen, sich selbst
in das Abenteuer Systementwicklung zu
stürzen, sondern lieber auf den Einsatz
von gekauften oder gemieteten Systemen
vertrauen, dann hält dieses Kapitel alle Informationen
zur Bewertung von Handelssystemen
bereit. Wie wird die Performance
des System beurteilt, wie sieht es mit der
Stabilität der Ergebnisse aus? Wie universell
einsetzbar ist das System, welches Risiko
geht man beim Einsatz ein, welche Fehler
darf man dabei nicht machen?

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16 I Buchbesprechung I TRADERSJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Buchbesprechung – Tradingstrategien (nicht) nur für Extremsituationen

Der Autor ist der Meinung, dass Glück an
der Börse zwar nie schaden kann, doch
mit den hier präsentierten Tradingansätzen
und Handelssystemen wird Glück kein
wesentlicher Faktor für den Tradingerfolgs
des Einzelnen mehr sein.

Theorie der effi zienten Märkte

Sehr gut gefallen hat mir das Kapitel über
die Theorie der effizienten Märkte. Sie
besagt, dass der aktuelle Kurs immer alle
verfügbaren Informationen abbildet. Dies
ist schnell geschrieben, hat jedoch starke
Auswirkungen darauf, wie man den Markt
schlagen will. Am Markt bildet sich der
nächste Kurs immer dort, wo die Mehrheit
des kaufwilligen Kapitals genauso
von seinem Vorteil überzeugt ist, wie es
die Verkäufer von ihrem sind. Wenn jedoch
alle verfügbaren Informationen im
Kurs abgebildet sind, dann kann man sich,
egal wie man es anstellt, keinen Vorteil gegenüber
den anderen Marktteilnehmern
herausarbeiten. Dies würde das Ende des
Tradens und die Rückkehr zum Buy-andHold-
Ansatz bedeuten.

Nun, ganz so effektiv sind die Märkte nicht,
jedoch meist deutlich effektiver, als es den
Händlern lieb ist. Um die Markteffi zienz zu
verstehen, muss man sich zunächst mit dem
Begriff Information auseinandersetzten.
Information kann zum Beispiel eine noch
nicht allgemein bekannte Nachricht sein.
Ist man zum Beispiel ein gut informierter
Händler und nutzt sein Informationsnetzwerk,
um etwas aus der Vorstandsetage

einer interessanten AG zu erfahren, dann
kommt man unter Umständen in den Besitz
von Insider-Informationen. Setzt man diese
Informationen in einen Trade um, hat das
natürlich Auswirkungen am Markt. Hierzu
eine Beispiel: Nachdem man erfahren hat,
dass in den nächsten Tagen eine Übernahme
einer bestimmten AG bevorsteht, beginnt
man heute zu kaufen. Dadurch dass
man nun kauft, es aber keine neuen Gründe
gibt, die Aktie zu verkaufen, treibt man
den Preis der Aktie nach oben. Dies wird
man solange tun, bis der Aktienkurs dort
steht, wo man das Übernahmeangebot erwartet.
Ob der Trade ein Gewinn wird oder
nicht, steht auf einem anderen Blatt. Von
Bedeutung hierbei ist, dass man selbst die
Markteffi zienz hergestellt hat! Auch wenn
die Information über das bevorstehende
Übernahmeangebot noch immer nicht
allgemein bekannt ist, hat man selbst den
Preis schon so weit getrieben, dass aus
der Information über die Übernahme kein
weiterer Gewinn zu ziehen ist. Es sind also
alle Informationen, auch wenn sie nur ein
Marktteilnehmer hat, im Preis der Aktie enthalten.
Wie man derartige Informationen
in ein gewinnbringendes Handelssystem
umsetzt - erfährt man, wenn man das Buch
selbst gelesen hat!
Das klingt zu Anfang ein wenig wirr – doch
dahinter verbirgt sich eine gründliche Beschreibung
der psychologischen Komponenten
des Glücksspiels.
Warum spielen Menschen? Bis vor 100
Jahren schien darüber niemand wirklich
viel nachgedacht zu haben. Anscheinend

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Tradingstrategien (nicht) nur für Extremsituationen –
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war offensichtlich, dass Leute zum Spaß
spielten oder weil sie damit Geld zu gewinnen
versuchten, oder beides. Viele
Leute äußerten ihr Missfallen daran: Manche
waren der Ansicht, es sei unmoralisch
oder pietätlos; andere, es sei Verschwendung
und führe nur zu weiteren Lastern;
wieder andere meinten, es bringe soziale
Probleme mit sich. Aber meistens war
die Kritik schlichtweg die: Glücksspiel sei
Zeit- und Geldverschwendung – nutzlos,
aber nicht an sich schlecht. Wie dem auch
sei, wie damals so auch heute spielten die
meisten Leute. Doch es gibt Menschen die
spielen vernünftig und es gibt welche die
zocken, die alles verlieren. Brown beschönigt
in diesem Kapitel nichts und erklärt aus
mentaler Sicht die Unterschiede zwischen
erfolgreichen Spielern und denjenigen die
dem Druck nicht standhalten können.

TJ-FAZIT
CDieses Buch zeigt ausführlich,
wie man eigene und funktio-
nierende Handelssysteme ent-
wickelt.
CDas Werk ist auch für Laien und
Tradingneulinge sehr gut ge-
eignet.
CWenn man den Markt langfristig
schlagen will – sollte man sich
schnellstens mit den hier vorge-
stellten Themen beschäftigen.

17 I Chartgalerie I TRADERSJournal Mehr Wissen

Chartgalerie (Teil 1)


METRO - Bullen haben kurzfristig Vorteile, aber ...

Metro - WKN: 725750 - ISIN: DE0007257503, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 28,24 Euro
Kursverlauf vom 13.06.2008 bis 10.02.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Die letzten Wochen waren für die Aktionäre
von Metro nach einer langen Durststrecke wieder etwas
erfreulicher. Denn nach dem Tief bei 16,78 Euro von Ende
Oktober zog die Aktie steil an. Bis auf ein Hoch bei 30,67
Euro kletterte der Kurs der Aktie.
Diese Rallye wurde anschließend zunächst auf 23,20 Euro
abverkauft. Dort zeigte sich aber wieder so starkes Kaufinteresse,
dass die Aktie sogar den Widerstand bei 27,06
Euro überwand.
Oberhalb dieser Marke konsolidiert die Aktie in den letzten
Tagen seitwärts.

Charttechnischer Ausblick: Das Chartbild der Metro

- Aktie macht kurzfristig einen bullischen Eindruck Ein
Anusbruch über 30,67 Euro ist möglich. Aber erst dieser
Ausbruch kann als Startsignal für eine Rallye bis ca. 35,94
Euro gelten.
Sollte die Aktie allerdings unter 27,06 Euro zurückfallen
und zwar per Tagesschlusskurs, dann wären zumindest
Stopp Loss Verkäufe bis ca. 23,20 Euro zu erwarten.
DOUGLAS - Kurzfristig Potential bis maximal ...

Douglas Holding - WKN: 609900 - ISIN: DE0006099005, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 30,74 Euro
Kursverlauf vom 16.12.2008 bis 10.02.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Die Aktie von Douglas erreichte im Mai 2007
ein Hoch bei 50,39 Euro. Seit diesem Hoch wird der Wert
deutlich abverkauft, er befindet sich also übergeordnet in
einer Abwärtsbewegung.
Bis Januar 2008 war hinter diesem Abverkauf viel Druck.
Die Aktie fiel als unter hohem Tempo auf 30,00 Euro zurück.
Seitdem hat sich das Tempo des Abverkaufs aber
deutlich reduziert. Dennoch fiel der Wert Ende Oktober
2008 fast auf die Unterstützung bei 26,24 Euro zurück.
Von dort aus konnte sich der Wert zwar deutlich erholen,
zu einer Bodenbildung kam es aber nicht. Vielmehr wurde
die Erholung an den eher kurzfristigen Abwärtstrend, der
aktuell bei 34,01 Euro verläuft wieder abverkauft, allerdings
nicht vollständig, sondern „nur“ auf 28,12 Euro.
In den letzten beiden Wochen erholte sich der Wert wieder
von diesem Rücksetzer.

Charttechnischer Ausblick: Die kurzfristige Aufwärtsbewegung
der letzten Tage kann noch etwas andauern.
Ein Anstieg in den Bereich um 34,01 Euro wäre sogar
möglich.
Sollte die Aktie aber per Wochenschlusskurs unter 26,24
Euro abfallen, dann dürfte es zu einer massiven Beschleunigung
der Abwärtsbewegung kommen. Auf 20,41 Euro
dürfte die Aktie sehr schnell zurückfallen.



Thomas Vittner
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»John Craciun hat das einzige relevante
Buch über alte japanische Charts
wie Kagi, Renko und Three Line Break
geschrieben.«
TradersJournal
»Ohne Renko- und Kagi-
Charts hätte ich die vergangenen
Jahre nicht so erfolgreich
traden können.«
Dr. Konstantin Hellersted
Im Westen nichts Neues? Von wegen! Die alten japanischen
Chartsysteme werden bei uns noch immer nicht richtig gewürdigt.
Doch damit ist jetzt Schluss! John Craciun informiert
den Leser detailliert über die Hintergründe dieser
Methode und vermittelt ihm ideale Instrumente, um Märkte
erfolgreich zu analysieren und zu bewerten.
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in brillant einfachen Worten, worauf es beim
Trading tatsächlich ankommt, wie man das Geschäft
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19 I Chartgalerie I TRADERSJournal Mehr Wissen

Chartgalerie (Teil 2)


ROTH + RAU erabeiten sich weitere Erholungschancen

Roth + Rau -WKN: A0JCZ5 - ISIN: DE000A0JCZ51, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 14,50 Euro
Kursverlauf vom 13.08.2008 bis 10.02.2009 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Stück für Stück konnten die Käufer in den
vergangenen Wochen diverse bärische Faktoren in den
Aktien von Roth + Rau nach oben aushebeln. So gelang
Ende Januar der Ausbruch über die seit September 2008
federführende Abwärtstrendlinie. Auch die ältere Trendkanalunterkante
konnte wieder zurückerobert werden und
parallel dazu gelang gestern der Ausbruch über die exp.
GDL 50 sowie den horizontalen Widerstand bei 14,39 Euro
per Tagesschluss.
Damit hat sich das Chartbild in den vergangenen Wochen
sukzessive verbessert, aber noch ist die Aktie nicht aus der
Gefahrenzone. Vor allem müssen diese Signale nun durch
Nachhaltigkeit und weitere Kaufdynamik bestätigt werden.
Dies ist vor allem vor dem Hintergrund eines mittelfristig
immer noch intakten Abwärtstrends wichtig, denn
noch kann die aktuelle Stabilisierung nicht als vollendete
Bodenformation interpretiert werden.

Charttechnischer Ausblick: Gestern gelang den Käufern
in Roth + Rau ein kleines Kaufsignal, mit dem nun
weitere Erholungsgewinne möglich sind. Einfach wird es
aber nicht, denn im Bereich von 16,14 Euro bis 17,40 Euro
warten einige Widerstände auf die Käufer.
Fällt die Aktie jetzt wieder per Tagesschluss unter 21,20
Euro zurück, so muss mit einem Ende der Erholung und
einer neuen Verkaufswelle gerechnet werden. Weitere
Kursverluste bis auf 9,18 Euro sollten dann eingeplant
werden.

E.ON - Handlungsbedarf erst, wenn ...

E.ON - WKN: ENAG99 - ISIN: DE000ENAG999, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 24,79 Euro
Kursverlauf vom 11.06.2009 bis 09.02.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Die Aktie von E.ON befindet sich seit 28.10.2008
nach einem Tief bei 22,75 Euro in einer Konsolidierungsbewegung
innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends.
Am 23.01.2009 setzte die Aktie fast auf der unteren Begrenzung
diese Formation auf. Seitdem bewegt sie sich
seitwärts unterhalb eines kleinen Widerstands bei 26,45
Euro. Die untere Begrenzung der Konsolidierungsformation
liegt bei 23,58 Euro.
In den letzten Tage neigte die Aktie bereits leicht zur Schwäche.
Sie konnte den Aufschwung im Dax nur bedingt mitmachen.


Charttechnischer Ausblick: Trendimpulse ergeben
sich aber erst mit einem Tagesschlusskurs über 26,45 Euro
(= Kaufsignal mit Ziel bei ca. 29,10 Euro) oder mit einem
Tagesschlusskurs unter 23,58 - 22,75 Euro (=Verkaufssignal
mit Ziel bei ca. 17,50 Euro.)


20 I Szenemonitor I TRADERSJournal Mehr Wissen
Wasser in der Wüste
„Überall ist etwas los, nur nicht in meiner Stadt. Weit und breit
gibt es kostenlose Angebote für Trader, nur nicht dort, wo ich
mich befinde und eigentlich werden andere Städte sowieso immer
vorgezogen.“ FALSCH!
Aber wie soll es auch funktionieren, dass ein berufstätiger Börsia-
ner nach Feierabend das eine oder andere interessante Seminar
besuchen kann, wenn dafür eine weite Strecke zurückgelegt wer-
den muss. Nahezu unmöglich! Genau aus diesem Grund versucht
kurs plus – ein Zusammenschluss zwischen dem FinanzBuch Verlag,
BörseGo und der TRADERS’ – Tradingveranstaltungen bundesweit
zu ermöglichen. Damit Trader nicht auf dem Trockenen sitzen
steht das aktuelle Highlight schon in den Startlöchern: Kosten lose
Abendseminare mit Birger Schäfermeier in Leipzig, Heidelberg,
Nürnberg, Berlin und vielen weiteren Städten.
TJ meint:
Diese Veranstaltung mit dem Titel „Trading für Einsteiger
und die Besonderheit beim Traden mit einem kleinen Konto“
ist ein MUST HAVE für jeden Trader. Mehr Information unter
20 I Szenemonitor I TRADERSJournal Mehr Wissen
Wasser in der Wüste
„Überall ist etwas los, nur nicht in meiner Stadt. Weit und breit
gibt es kostenlose Angebote für Trader, nur nicht dort, wo ich
mich befinde und eigentlich werden andere Städte sowieso immer
vorgezogen.“ FALSCH!
Aber wie soll es auch funktionieren, dass ein berufstätiger Börsia-
ner nach Feierabend das eine oder andere interessante Seminar
besuchen kann, wenn dafür eine weite Strecke zurückgelegt wer-
den muss. Nahezu unmöglich! Genau aus diesem Grund versucht
kurs plus – ein Zusammenschluss zwischen dem FinanzBuch Verlag,
BörseGo und der TRADERS’ – Tradingveranstaltungen bundesweit
zu ermöglichen. Damit Trader nicht auf dem Trockenen sitzen
steht das aktuelle Highlight schon in den Startlöchern: Kosten lose
Abendseminare mit Birger Schäfermeier in Leipzig, Heidelberg,
Nürnberg, Berlin und vielen weiteren Städten.
TJ meint:
Diese Veranstaltung mit dem Titel „Trading für Einsteiger
und die Besonderheit beim Traden mit einem kleinen Konto“
ist ein MUST HAVE für jeden Trader. Mehr Information unter
kursplus.
Termine für Trader
14.02.2009
Börsentag Nürnberg
(nuernberger-boersentag)
09.03.2009 München – Die perfekten Ein- und Ausstiegssignale
Tagesseminar mit Rüdiger Born und Rene Berteit
20./21.03.2009
Frankfurt – Anlegermesse
(anlegermesse-frankfurt)
25.03.2009 München – So schützen Sie ihr Geld!
kostenlose Abendveranstaltung
26.03.2009 Stuttgart – So schützen Sie ihr Geld!
kostenlose Abendveranstaltung
30.03.2009 München – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
31.03.2009 Frankfurt – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
01.04.2009 Düsseldorf – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
01.04.2009 Hamburg – So schützen Sie ihr Geld!
kostenlose Abendveranstaltung
02.04.2009 Hannover – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
02.04.2009 Düsseldorf – So schützen Sie ihr Geld!
kostenlose Abendveranstaltung
18.04.2009 Düsseldorf – Trading für Berufstätige
Tagesseminar mit Carl-Wilhelm Düvel und Philipp Kahler
20.04.2009 Heidelberg – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
21.04.2009 Nürnberg – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
22.04.2009 Leipzig – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
23.04.2009 Berlin – Trading für Einsteiger
kostenlose Abendveranstaltung mit Birger Schäfermeier
24. – 26.04.2009
Stuttgart – INVEST
(messe-stuttgart/invest)
29.04.2009
Online-Workshop zum Tagesseminar
"Trading für Berufstätige"
mit Carl-Wilhelm Düvel und Philpp Kahler
15.05.2009 Frankfurt – Erfolgreich Anlegen mit Trend Following
Tagesseminar mit Heiko Aschoff
15. – 20.05.2009
Playa Granada, Spanien – Trading Intensiv Coaching –
Tipps und Tricks für erfolgreiches Trading.
Intensivseminar mit Birger Schäfermeier
28.05.2009 Düsseldorf – Daytrading LIVE
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
29.05.2009
Düsseldorf – Trading für Einsteiger –
Das Aufbauseminar
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
08.06.2009 München – Daytrading LIVE
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
09.06.2009
München – Trading für Einsteiger –
Das Aufbauseminar
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
18.06.2009 Frankfurt – Daytrading LIVE
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
19.06.2009
Frankfurt – Trading für Einsteiger –
Das Aufbauseminar
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
27.06.2009 Berlin – Kurzfristige Tradingstrategien für den Dax.
Tagesseminar mit Rene Berteit und Rocco Gräfe
06.07.2009 Berlin – Daytrading LIVE
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
07.07.2009 Berlin – Trading für Einsteiger – Das Aufbauseminar
Tagesseminar mit Birger Schäfermeier
Szenemonitor
Top-Picks 2009 kostenlos!
Die globalen Top-Empfehlungen der führenden US-Börsenbriefe.
Diesen Service präsentiert die BörseGo AG in Zusammenarbeit mit
dem US-Finanzdienst „Thestockadvisors“. Der Top Pick Report
2009 repräsentiert die besten Aktien-Tipps der führenden Köpfe
der US-Finanznewsletter-Branche. Lesen Sie hier, was Ihnen die
Gurus aus den USA für das Jahr 2009 ans Herz legen wollen. An-
leger finden bereits seit gut zwei Jahren jedes Wochenende 3-4
aktuelle Top Picks der besten US Börsenbriefe auf der Startseite
der Webseite boerse-go
Die Studie „Top-Picks 2009“ können Sie kostenlos nach erfolgter
Registrierung herunterladen unter boerse-go/down-
loads

21 I Szenemonitor I TRADERSJournal Mehr Wissen
Szenemonitor
Traden als zweites Standbein
Zwei Seminare zum Preis von einem
Sie müssen Ihren sicheren Job nicht aufgeben, um an der Börse
kontinuierlich profitabel zu handeln. Denn auch nach Feierabend
können Sie von den Kursschwankungen an den Märkten profi tie-
ren. Dafür müssen Sie optimal vorbereitet sein, denn das Traden
am Feierabend läuft nach etwas anderen Regeln. Die bekannten
Tradingansätze wie z.B. Ausbrüche aus der opening range kom-
men für Sie nicht in Frage, während der Eröffnung sitzen Sie ja
noch im Büro.
Die optimalen Tradingansätze und wie Sie diese in der Praxis
umsetzen, gehören zu den Inhalten des Seminars „Trading für
Berufstätige“, welches am 18. April 2009 in Düsseldorf stattfi ndet.
Die Referenten Carl-Wilhelm Düvel und Philipp Kahler, selbst aktive
Trader, zeigen Ihnen den für Ihr Zeit- und Geldkonto geeigneten
Handelsansatz und machen Sie fit für die Börse – unabhängig von
der Marktphase und immer mit dem klaren Ziel: Börsengewinne
beim Trading am Abend.
Zwei Wochen nach dem Seminar findet der dazugehörige Online-
Workshop statt, in dem Sie die Möglichkeit haben, alle nach dem
Präsenzseminar aufkommenden Fragen zu klären. Außerdem
werden die Referenten live handeln und zeigen Ihnen damit das
praktische Vorgehen beim Traden nach Feierabend.
Die Chat-Themen ab Februar:
//premium.godmode-trader/chat
12.02. – 19:00
LIVE Tradingchat – DOW Jones intraday
kurzfristig sowie Soft Commodities
Moderator: André Tiedje - Trader bei GodmodeTrader
16.02. – 19:00
21 I Szenemonitor I TRADERSJournal Mehr Wissen
Szenemonitor
Traden als zweites Standbein
Nach obenprofil pn
Gast 

15.03.2009, 11:53


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