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Name: Nils
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07.10.2008, 17:06


&GodmodeTrader
F rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2708 – 06. Okt. 2008
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Die negativen Signale häufen sich...
Seite 4 Forex Video-Check
Seite 5 CFD Trading
Seite 7 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Kerzenchart (Candlestick-Chart)
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/USD, EUR/JPY
Devisen Galerie: EUR/SEK
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 11 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Südafrikanischer Rand in Bedrängnis
Seite 11 Impressum/Disclaimer
&GodmodeTrader
F rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2708 – 06. Okt. 2008
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Die negativen Signale häufen sich...
Seite 4 Forex Video-Check
Seite 5 CFD Trading
Seite 7 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Kerzenchart (Candlestick-Chart)
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/USD, EUR/JPY
Devisen Galerie: EUR/SEK
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 11 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Südafrikanischer Rand in Bedrängnis
Seite 11 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Situation um die Hypo Real Estate zeigt, dass die Kreditkrise
von den USA nach Europa geschwappt ist. Vor diesem Hintergrund
konnte der US-Dollar auf den höchsten Stand seit 13 Monaten
ansteigen. Trotz dieser Tatsache hält sich das Gold relativ zu den
anderen Rohstoffklassen, die kräftig Federn lassen mussten, fest.
Der um rund 200mal größere OTC-Markt für „Papiergold“ hat
registriert, dass sich der physische Markt verknappt, da Anleger
und Menschen, die um die Sicherheit ihres Geldes besorgt sind,
in Goldmünzen und –barren umschichten. Lieferverzögerungen
von zwei oder mehr Wochen sind die Regel. Das gilt dabei nicht
nur für Deutschland, sondern auch für die USA. Gerade dort ist die
Kredit- und Bankenkrise unmittelbar zu spüren. Auch wenn das
700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket nun verabschiedet
wurde, ist noch unklar, wie es angewandt werden wird. Fest steht:
Es muss um jeden Preis versucht werden, eine weitere Ausbreitung
der Kreditkrise, die eine Vertrauenskrise ist, zu vermeiden.

Denn umso länger Kredite und Liquidität fehlen, umso stärker
werden auch die realwirtschaftlichen Auswirkungen sein. Diese
realwirtschaftlichen Auswirkungen treffen früher oder später auch
den deutschen Arbeitsmarkt und den normalen Bürger, der nichts
mit den Exzessen an der Wall Street zu tun hatte. In den USA gehen
bereits Hunderttausende Jobs verloren. Es gilt die Faustregel, dass
die makroökonomischen Trends sechs Monate benötigen, um in
Europa anzukommen. Frankreich hat bereits offiziell zugegeben,
in einer Rezession zu sein. Irland ebenso. Auch in Deutschland fiel
das Wachstum zuletzt um 0,5 Prozent. Die realwirtschaftlichen
Konsequenzen der Kreditkrise sind also bereits Realität. Es gilt nun,
Schadensbegrenzung zu betreiben und die Krise einzudämmen.

Herzlichst, Ihr
Jochen Stanzl



Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten:

Die negativen Signale häufen sich...

Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die

Informationen für die Börsen bedeuten.

Montag:

Der Gesamtindex der Geschäfts- und Verbraucherstimmung
für die Euro-Zone notiert im September bei 0,1 nach
zuvor 0,2.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im September
bei -0,79. Im Vormonat hatte der Geschäftsklimaindex
bei -0,33 notiert. Die erste Veröffentlichung für August ist damit
-0,28 nach unten revidiert worden.

Die persönlichen Auslagen sind in den USA im August um
0,5 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich von
0,2 % bis 0,3 %. Im Vormonat waren die persönlichen Auslagen
um 0,1 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von
0,2 % nach unten revidiert.

Die persönlichen Einkommen sind in den Vereinigten
Staaten im August um 0,5 % gestiegen. Erwartet wurde ein
Anstieg um 0,3 %. Im Vormonat waren die Einkommen um -0,6
% gesunken. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten
-0,7 % nach unten revidiert.

Dienstag:

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland
liegt im August in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik
bei 40,27 Mio. und damit um 1,4 % über dem Vorjahresniveau.
Zum Vormonat kletterte die Zahl der Erwerbstätigen
um 0,3 % nach -0,1 % im Vormonat.

Die Zahl der Erwerbslosen lag saisonbereinigt im August bei
3,10 Mio. und damit 1,5 % unter dem Juli-Stand von 3,15 Mio.
Im August 2007 waren es noch 3,57 Mio. gewesen, ein Rückgang
somit um 13,0 %. Die Erwerbslosenquote für August liegt
bei 7,2 Mio. nach noch 7,3 im Juli bzw. 8,3 Mio. im Vorjahresmonat.


Die EU harmonisierte Erwerbslosenquote lag im August mit
7,2 % unter der des Vorjahres in Höhe von damals noch 8,3 %.

Der deutsche Großhandelsumsatz ist im August gegenüber

dem Vorjahresmonat um nominal 5,1 % gestiegen, real gleichzeitig
um 1,6 % gesunken nach zuvor 13,5 % bzw. 5,2 %. Im kalender-
und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der
Umsatz des Großhandels nominal um 0,1 % gefallen, real hat
er um 0,5 % gewonnen, nach 1,7 % bzw. 1,3 % im Vormonat.

Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte in Deutschland
sind im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem entsprechenden
Halbjahr 2007 um 4,0 % auf 506,6 Mrd. Euro gestiegen. Gleichzeitig
vermehrten sich die öffentlichen Ausgaben um 2,1 % auf
nun 513,5 Mrd. Euro.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im September
saisonbereinigt um 29.000 auf 3,081 Mio. zurückgegangen,
ohne Bereinigung sinkt die Zahl um rund 3,6 % auf 3,081 Mio..

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone
für September geht von einer Jahresteuerung von 3,6 %
aus. Im Monat zuvor hatte die Jahresteuerung bei 3,8 % gelegen.


Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im September
bei 56,7. Erwartet wurde er im Bereich 53 bis 54. Im Vormonat
hatte der Index noch bei 57,9 gestanden.

Unser Kommentar:

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex signalisiert eine leichte
Entspannung, zumindest ist der Wert besser ausgefallen als befürchtet.
Angesichts der Börsenlage ist das erstaunlich. Man muss
abwarten, ob das ein einmaliger Ausrutscher war.

Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im September bei
59,8. Erwartet wurde er im Bereich 55,0. Im Vormonat hatte er bei
58,5 notiert. Damit wurde die ursprüngliche Veröffentlichung von
56,9 nach oben revidiert.

Das ist wirklich bemerkenswert: Je stärker die Krise um sich greift,
desto höher klettert der Vertrauensindex in den USA. Fast könnte
man Zweifel an der Erhebungsmethode bekommen. Es wird interessant
sein, zu beobachten, wie sich das weiter entwickelt.

Seite 2

Makrodaten-Check
Der deutsche Einzelhandelsumsatz ist im August gegenüber dem
Vorjahr nominal um 0,3 % gestiegen nach zuvor +3,8 % (revidiert
von 3,1 %),real war ein Rückgang um 3,0 % zu verzeichnen, nach
zuletzt noch +0,6 %.

Mittwoch:

Im kalender- und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat
ist der Umsatz des Einzelhandels um nominal 3,6 % geklettert
nach zuletzt noch -0,8 %, real um 3,1 % gestiegen nach
-1,0 % im Vormonat.

Der deutsche Einkaufsmanagerindex für September notiert
bei 47,4. Erwartet wurde der deutsche Index mit einem Stand
von 48,1. Das Vormonatsniveau hatte bei 49,7 gelegen.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone steigt im August auf
7,5 %. Im Vormonat hatte sie bei 7,4 % gelegen, ein Jahr zuvor
hatte sie ebenfalls 7,4 % betragen.

Der US-amerikanische ISM Index notiert im September bei
43,5 %. Erwartet wurde er im Bereich 49,5 bis 50,1 %. Im Vormonat
hatte der Index noch bei 49,9 % notiert.

Unser Kommentar:

Die negativen realwirtschaftlichen Signale häufen sich. Erstmals
sind kürzlich die Aufträge für die US-Industrie stark gefallen, was
sie in Deutschland schon seit Anfang 2008 tun. Auch die Konsumausgaben
lassen nach. Jetzt ist auch der wichtige ISM-Index erstmals
seit Beginn der Finanzkrise auf ein tiefes Rezessionsniveau
abgerutscht.

Zuletzt sind so viele negative Faktoren zusammengetroffen, wie
noch nie seit Beginn der Finanzkrise. Die kritische Belastungsgrenze
für die US-Wirtschaft scheint überschritten. Möglicherweise
wird die Krise länger dauern als erwartet: Erst wenn schlechte
Nachrichten keine Kursrückgänge mehr auslösen, ist aus antizyklischer
Sicht das Gröbste überstanden.

Die US-amerikanischen Bauausgaben sind im August unverändert
geblieben. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich von 0,4
bis 0,5 %. Im Vormonat waren die Bauausgaben in den USA um
-1,4 % zurückgegangen. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor
veröffentlichten -0,6 % nach unten revidiert.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind
in der vorangegangenen Woche um 4,3 Mio. Barrel gestiegen,
nach zuvor -1,5 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA
im Wochenvergleich um 0,9 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt
einem Minus in Höhe von 5,9 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das
Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten
Staaten um 2,3 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -4,2 Mio.
Barrel.

Donnerstag:

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im
August zum Vormonat um 0,5 % gefallen nach zuvor +1,3 %
(revidiert von +1,1 %). Im Jahresvergleich sind die Preise der Erzeuger
in der Industrie um 8,5 % geklettert nach zuvor +9,2 %.

Unser Kommentar:

Die gesunkenen Ölpreise machen sich nun auch bei den Erzeugerpreisen
bemerkbar. Für Optimismus an der Inflationsfront ist es
jedoch zu früh: Mit einer Jahresrate von 8,5 Prozent bewegt sich
der Preisauftrieb weiterhin auf hohem Niveau.

Die Europäische Zentralbank belässt die Zinsen erwartungsgemäß
unverändert bei 4,25 %.

Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 497.000 gestiegen.
Erwartet wurden 440.000 bis 475.000 neue Anträge nach zuvor

493.000 (revidiert von 496.000).
Die US-amerikanischen Industrieaufträge sind im August um 4,0
% gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich 2,0 bis 2,9 %.
Im Vormonat waren die Industrieaufträge um 0,7 % gestiegen. Damit
wurde der Vormonatswert von +1,3 % nach unten revidiert.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“)
sind in der letzten Woche um 87 Bcf auf 3.110 Bcf gestiegen. Im
Vorjahr hatten sie bei 3.247 Bcf gelegen.

Freitag:

Der deutsche Dienstleistungsindex für September notiert
bei 40,1. Erwartet wurde der Index bei 38,7. Im Vormonat hatte
er noch bei 42,8 gestanden.

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Eurozone im August gegenüber
dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung um
0,3 % gestiegen. Im Jahresvergleich ist der Umsatz des Einzelhandels
in der Eurzone im Berichtsmonat um 1,8 % gesunken.

Seite 3

Makrodaten-Check
Die US-amerikanische Arbeitslosenquote liegt im September
bei 6,1 %. Erwartet wurde die Quote mit 6,1 % nach schon
6,1 % im Vormonat. Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft)
ist in den USA im September um 159.000 zurückgegangen.


Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind in den USA im
September 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet
wurde ein Anstieg um 0,3 %. Im Vormonat waren die Stundenlöhne
um 0,4 % geklettert.

Die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden liegt in
den USA im September bei 33,6. Damit war im Vorfeld bereits
gerechnet worden. Gerechnet wurde mit 33,7 Stunden pro Arbeitswoche.


Der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI)
für September notiert bei 50,2 %. Erwartet wurde der NMI im
Bereich 50,0 bis 50,4 % nach zuvor 50,6 %.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
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Zum Autor:


Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
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s
Seite 4

CFD Trading CFD Trading
CFD Profi-Trading


Lufthansa AG –
Verkaufssignal ist bestätigt

Lufthansa AG – Kürzel LHA (DE)– Aktuell: 13,38 Euro

Charttechnische Situation: Bei der Aktie der Deutsche Lufthansa
gelang nach der von 12,59 Euro ausgehenden Erholung eine Stabilisierung
im Bereich des Key-Levels bei 14,83 Euro. Die Aktie lief
dort mehrere Wochen seitwärts, konnte allerdings nicht weiter nach
oben ausbrechen. Der schwache Gesamtmarkt drückte die Notierungen
dann unter die 13,89 Euro zurück, wobei ein Verkaufssignal
ausgelöst wurde. Der Pullback in der vergangenen Woche kann als
Bestätigung des Verkaufsignals gesehen werden, die Aktie fällt bereits
wieder unter die 13,89 Euro zurück.

Trading: Der Einstieg Short in das bestätigte Verkaufssignal bietet
sich direkt an. Ziel ist zunächst der Bereich 12,59 Euro, bei sehr
schwachem Markt auch 11,14 Euro. Eine Absicherung bietet sich
oberhalb des Hochs der Gegenbewegung bei 14,26 Euro an.

Lufthansa: Einstieg: Short direkt
Stopp-Loss gesamt: 14,26 Euro
Risiko bis Stopp Loss: 6,58 %
Möglicher Gewinn bis 12,59 Euro (CRV ca. 0,90)
Möglicher Gewinn bis 11,14 Euro (CRV ca. 2,55)
Lufthansa AG – Verkaufssignal ist bestätigt
Novartis: Einstieg: Direkter Kauf
Stopp-Loss gesamt: 56,75 CHF
Risiko bis Stopp-Loss: - 6,51%
Möglicher Gewinn bis 63,85 CHF (CRV ca. 0,80)
Möglicher Gewinn bis 74,00 CHF (CRV ca. 3,37)
Novartis – Trendwende vor Bestätigung
Novartis –
Trendwende vor Bestätigung


Novartis – Kürzel NOVN (CHF)– Aktuell: 60,70 CHF

Charttechnische Situation: Novartis löste bereits mit dem Ausbruch
über die 57,00 CHF eine bullische Trendwendeformation nach oben
auf. Es gelang der Aktie anschließend der Anstieg an den Widerstand
bei 63,85 CHF, hier fielen die Notierungen in den Vorwochen wieder zurück.
Der moderate Rückfall innerhalb einer bullischen Flagge wird auf
den 57,00 CHF wieder aufgefangen, darüber gelang zuletzt die Ausbildung
eines Doppelbodens. Bleibt die Aktie über den 60,40 CHF, dem
Kaufsignal des Doppelbodens, dann eröffnet sich Folgepotenzial bis
inn den Bereich 63,85 CHF. Darüber würde eine größere Trendwendeformation
mit einem Ziel im Bereich 75,00 CHF nach oben ausgelöst.

Trading: Ein einstieg bietet sich bei Novartis relativ direkt an, gegebenenfalls
kann auch eine Stopp-Buy-Order über den 61,55 CHF gesetzt
werden. Der Stopp-Loss lässt sich unter dem letzten Tief spätestens
setzen. Es bietet sich an, nicht mehr als 1% des verfügbaren Kapitals
in einer Position zu riskieren.

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Seite 5

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Anbei sehen Sie eine Kerzenchartdarstellung exakt des Kursverlaufsabschnitts,
den auch der eingangs eingeblendete Linienchart
Der GodmodeTrader ChartlehrgangKerzenchart (Candlestick-Chart)
Der GodmodeTrader ChartlehrganguDie gesamte Länge (Höhe) des dünnen senkrechten Strichs
zeigt im Tages-Kerzenchart die Schwankungsbreite des
uDie gesamte Länge (Höhe) des dünnen senkrechten Strichs
zeigt im Tages-Kerzenchart die Schwankungsbreite des
zeigt. Es ist der Kursverlauf vom DAX seit 29.11.2005. Wie erwähnt,
erfolgt die Umstellung von einem Charttyp auf den anderen mit
einem Mausklick. Die Umstellung vom Linienchart auf den Kerzenchart
ist ebenfalls vergleichbar mit einer Lupenfunktion. Im
Kerzenchart ist der Kursverlauf durch eine Aneinanderreihung
so genannter Kerzen (Candlesticks) dargestellt. Eine Tageskerze
zeigt den Eröffnungs- und Schlußkurs, den Höchst- und Tiefskurs
sowie die gesamte Handelsspanne des Tages an. Soweit also die
gleichen Informationen, wie die des Balkencharts. Durch den Kerzenkörper
und die Farbe desselben steht neben dem genannten
Informationsgehalt aber ganz klar die visuelle Darstellung der
„Netto-Bewegung“ des Tages im Vordergrund. Der Kerzenkörper
zeigt den Abstand zwischen Eröffnungs- und Schlußkurs an. Der
charttechnische Analyst kann also sehr schnell sehen, ob und in
welchem Ausmaß beispielweise im Tages-Kerzenchart der Kurs
am Tag gestiegen oder gefallen ist. Weltweit handelt es sich bei
der Kerzenchartdarstellung um eine der gebräuchlichsten überhaupt.
Auf GodmodeTrader.de nutzen wir für die charttechnische
Analyse ebenfalls vornehmlich Kerzencharts. Entwickelt wurden
sie in Japan, weshalb die einzelnen Figuren und Muster ursprünglich
auch japanische Bezeichnungen tragen.


Anbei die schematisch Kerzendarstellung.
Oben wird eine Verlustkerze, darunter eine Gewinnkerze gezeigt.


u
Das untere Ende des dünnen Strichs zeigt den Tiefstkurs an,
im Tages-Kerzenchart also den Tagestiefstkurs.

u
Das obere Ende des dünnen Strichs zeigt den Höchstkurs an,
im Tages-Kerzenchart also den Tageshöchstkurs.

Tages an.

u
Der Kerzenkörper zeigt den Abstand zwischen Eröffnungs-
und Schlußkurs an, demzufolge die eigentliche
„Netto-Kursbewegung“.

u
Bei einer Verlustkerze ist der Kerzenkörper schwarz (oder rot).
Hier liegt der Schlußkurs unter dem Eröffnungskurs. Der Kurs
ist in dem besagten Intervall also gefallen. Es ist eine
schwache Kerze.

u
Bei einer Gewinnkerze ist der Kerzenkörper weiß (oder grün).
Der Schlußkurs liegt hier über dem Eröffnungskurs. Der Kurs
ist also gestiegen. Es ist eine starke Kerze.

u
Der dünne Strich über dem Kerzenkörper wird oberer
Schatten (Docht) genannt. Beispielweise bei einer Tages-
Verlustkerze heißt dies, dass der Kurs intraday über das Eröff
nungskursniveau ansteigen konnte, das Tageshoch erreichte,
anschließend aber wieder zurückfiel. Bei einer Tages-Gewinnkerze
bedeutet dies, dass der Kurs intraday über das Schluß
kursniveau ansteigen konnte, das Tageshoch ausbildete,
dann aber wieder zurückfiel.

u
Der dünne Strich unter dem Kerzenkörper wird unterer
Schatten (Lunte) genannt. Bei einer Tages-Verlustkerze heißt
dies, dass der Kurs intraday unter das eigentliche Schlußkursniveau
abfiel, das Tagestief erreichte, sich dann aber wieder
erholen konnte. Bei einer Tages-Gewinnkerze bedeutet dies,
dass der Kurs intraday unter das Eröffnungskursniveau abfiel,
das Tagestief ausbildete, dann aber wieder deutlich ansteigen
konnte.


Seite 7

Major Currencies: EUR/USD, EUR/JPY
Euro gegenüber US-Dollar

erreicht ein erstes Abwärtsziel, aber…

EUR/USD Kurs: 1,3568 USD
Tageschart (log) seit 12.02.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Der Euro markierte nach langfristiger Aufwärtsbewegung
bei 1,6019 USD ein Hoch im April 2008 und startete
eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. Aus dieser
entwickelte sich schließlich eine obere Umkehrformation
(Doppeltop), deren Aktivierung schließlich zu einem deutlichen
Kursrutsch von EUR/USD bis 1,3882 USD führte. Eine
anschließende Kurserholung wurde in den vergangenen
Wochen wieder komplett abverkauft. Der Euro kam in den
letzten Tagen wieder deutlich unter Druck und rutschte auf
neue Jahrestiefs ab. Heute erreicht EUR/USD die exp. GDL 200
(EMA200) auf Wochenbasis bei 1,3567 USD als kurz- und evtl.
mittelfristige Unterstützung. Das kurzfristige Chartbild zeigt
sich ebenso wie das mittelfristige weiter stark angeschlagen.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro trifft hier im Bereich
bei 1,3530 - 1,3567 USD auf mögliche Unterstützung, von wo
aus eine Kurserholung initiiert werden könnte. Allerdings
zeigt sich im sehr kurzfristigen Bild eine beschleunigte
Abwärtsbewegung, welche sich auch problemlos durchsetzen
und das Währungspaar direkt weiter abrutschen lassen
könnte. Gelingt heute und morgen keine nachhaltige
Stabilisierung im Bereich bei 1,3530 -1,3567 USD, wären
direkt weitere Kursverluste bis 1,3470 und darunter 1,3373
USD möglich. Gelingt hingegen hier bei 1,3530 - 1,3567 USD
eine Stabilisierung und anschließend ein Anstieg über 1,3882
USD, wäre eine Kurserholung bis 1,4081 und ggf. sogar
1,4282 - 1,4307 USD möglich. Erst ein nachhaltiger Anstieg
über 1,4307 USD würde eine größere Erholung bis 1,4568

Euro gegenüber japanischem Yen

USD nach sich ziehen.

mit massivem Kurseinbruch

Rückblick: Der Euro markierte gegenüber dem Yen nach
einer langfristigen Aufwertungsphase ein Mehrjahreshoch
bei 169,96 JPY im Juli 2008 und startete eine deutliche

EUR/JPY Kurs: 140,37 JPY
Abwärtskorrektur. Im September erreichte das Währungspaar Tageschart (log) seit 09.01.2004 (1 Kerze = 1 Woche)
die Kreuzunterstützung bei 147,73 JPY zurück, wo auch eine
flache, langfristige Aufwärtstrendlinie verläuft. Dort prallte
EUR/JPY zunächst nach oben hin ab. Diese erste Erholung
wurde aber wieder komplett abverkauft, mit dem Rückfall
unter 150,72 JPY startete ein extremer Kursrutsch. EUR/JPY
verlor in den letzten Tagen massiv an Wert. Das kurzfristige
Chartbild ist bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro hat gegenüber
dem Yen die mittelfristig zentrale Schlüsselstelle bei
147,73 JPY nachhaltig gebrochen, was mit einer heftigen
Abwärtsbewegung quittiert wird. Aktuell erreicht EUR/
JPY die Horizontalunterstützung bei 140,92 JPY. Hier bei
140,92 JPY oder auf Grund der extremen Abwärtsdynamik
ggf. erst bei 137,00 -137,77 JPY sollte EUR/JPY eine
Kurserholung starten und bis 144,00 -145,00 und ggf.
147,73 JPY ansteigen. Ob darüber hinaus eine weitere
Aufwärtsbewegung möglich wird, bleibt abzuwarten. Das
mittelfristige Chartbild ist jetzt massiv angeschlagen.

Erst eine nachhaltige Rückkehr über 150,72 JPY würde
das Chartbild wieder aufhellen und dem Währungspaar
eine größere Kurserholung ermöglichen. Unter 137,00 JPY
drohen mittelfristig weitere Abgaben bis ca. 126,00 JPY.


Seite 8

Devisen-Galerie: EUR/SEK
EUR/SEK Kurs: 9,7726 SEK

Tageschart (log) seit 03.03.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Euro gegenüber schwedischer
Krone - Rallyebewegung
geht weiter bis…

Rückblick: Der Euro startete gegenüber der schwedischen
Krone Ende im Mai eine Aufwärtsbewegung, welche nach
vier erfolglosen Ausbruchsversuchen in den letzten Monaten
im September schließlich zum dynamischen Anstieg über
den Widerstand bei 9,4900 SEK führte. Es folgte eine steile
Rallyebewegung, das erste Zwischenziel bei 9,6460 SEK
wurde schnell überwunden. Aktuell steigt EUR/SEK wieder in
Richtung neues Jahreshochs bei 9,8019 SEK an. Das Chartbild
ist auf sämtlichen Zeitebenen bullisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro sollte die laufende
Rallyebewegung gegenüber der schwedischen Krone in
den kommenden Wochen und Monaten weiter fortsetzen.
Kursgewinne bis an den Widerstand des Hochs aus 2001 bei
9,9975 SEK werden jetzt bei einem Anstieg über 9,8019 SEK
möglich.

Unter 9,6000 SEK sollte das Währungspaar jetzt idealerweise
aber nicht mehr zurückfallen, eine Abwärtskorrektur bis
9,4900 - 9,5160 SEK wird dann wahrscheinlich.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader.de erschienen sind:

GBP/USD



EUR/CHF



EUR/CZK



EUR/GBP



Seite 9

Neues aus dem Web
GOLD -
Hier wird eine riesen Schlacht geschlagen!


Gold glänzt im Rohstoffsektor mit enormer relativer Stärke.
Gold hält sich auf relativ hohem Niveau, während ringsherum
um das Edelmetall das Gros der Basiswerte aus dem Rohstoffsektor
in Grund und Boden gestampft wird.



Gold weg -- Geld weg ?

Der Titel dieser Analeptember 2008 kann man wohl als den
bislang dramatischsten der bisherigen Weltwirtschaftskrise beschreiben.
Man kam kaum hinterher, die sich zuspitzende Lage
zu erfassen. Besonders interessant war der enorme Anstieg
bei Gold an einem Tag von über 100 $. Dieses Zeichen führte
mit dazu, dass der Gold und Silbermarkt für handliche Größen
fast ausgetrocknet ist. Die amerikanische und kanadischen
Prägeanstalten nehmen bis Januar 2009 keine Bestellungen
mehr entgegen -- und bis Januar ist noch ein langer Weg - der
American Buffalo wird nun auch erst mal nicht weiter geprägt.



Die Kernschmelze, der Dominoeffekt,
das Platzen der Rohstoffblase

DIn der zurückliegenden Woche ist der Goldindex um sage
und schreibe -19% eingebrochen. Der Amex Oil Index gab
um -14% ab, der Oil Service Sector Index sogar um -20%, der
Amex Natural Gas Index gab um -14% ab. Unter den Aktien
des Rohstoffsektors stehen die Goldminen (bezogen auf die
gesamte bisher abgelaufene Korrektur) bemerkenswerterweise
besonders stark unter Abgabedruck. Die Aktien aus dem
Energiesektor werden nun mit nicht unerheblicher zeitlicher
Verzögerung ebenfalls gnadenlos abverkauft. Und seit
vergangener Woche gehen sogar die absoluten Lieblinge der
Rohstoffinvestoren, die Agraraktien wie Monsanto und Potash,
in Sell Offs über.



Kann der Ölpreis auf 60 $ fallen ? - „Yes, we can“

Der Titel dieser Analyse lautet „Kann der Ölpreis auf 60 $ fallen
? - „Yes, we can ...“ . Das kommt davon, wenn man zwischenzeitlich
Wahlkampfvideos der US Präsidentschaftskandidaten sichtet.
Kleiner Spaß am Rande.


Wissen? Das geht auch einfacher!
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Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,3568 +))
USD/JPY 103,12 )_)
GBP/USD 1,7574 ++)
USD/CHF 1,1413 _)+
USD/CAD 1,085 _))
AUD/CAD 0,8005 +++
AUD/USD 0,7462 +))
AUD/JPY 77,02 +))
AUD/CHF 0,8515 ++)
CHF/JPY 90,45 ++)
CAD/JPY 95,1 +++
EUR/JPY 140,37 )__
EUR/CHF 1,553 )+)
EUR/TRY 1,825 ___
EUR/CZK 24,788 _)+
EUR/GBP 0,7742 +)_
EUR/HUF 249,46 _)+
EUR/NOK 8,3711 _))
EUR/PLN 3,455 _)+
EUR/SEK 9,7726 ___
EUR/ZAR 11,845 _)_
GBP/CHF 2,0063 +++
GBP/CAD 1,9065 )+)
NZD/USD 0,6476 ++)
USD/DKK 5,4824 _))
USD/HKD 7,7671 ++)
USD/NOK 6,1503 _)+
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(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
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Registergericht: Amtsgericht München,
Register-Nr: HRB 169607,
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27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
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Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
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Seite 11

Makro View
Südafrikanischer Rand in Bedrängnis


Innenpolitische Probleme und

hohe Inflation belasten


Der südafrikanische Rand ist im laufenden Jahr erheblich unter
die Räder gekommen und hat gegenüber dem US-Dollar nahezu
30%, gegenüber dem Euro knapp 20% an Wert verloren.
USD/ZAR legte bis in Sichtweite der 8,80er-Marke zu, während
EUR/ZAR nach Höchstkursen oberhalb der 13,00 aktuell um die
11,90 pendelt. Belastend für Südafrikas Valuta wirkten sich vor
allem die innenpolitischen Probleme und die hohe Inflationsrate
aus.

Die Abwertungswelle des Rand gewann zuletzt nochmals erheblich
an Kraft, nachdem der südafrikanische Präsident Thabo
Mbeki auf Druck seiner eigenen Partei, des Afrikanischen Nationalkongresses
(ANC), seinen Rücktritt eingereicht hatte. Der in
der Wirtschaft hoch angesehene Finanzminister Trevor Manuel
sowie neun weitere Minister haben sich dem Rücktritt von
Mbeki angeschlossen und damit für massive Verunsicherung
unter ausländischen Investoren gesorgt.

Die politischen Querelen in Südafrika erreichten mit dem
erzwungenen Rücktritt von Thabo Mbeki ihren vorläufigen Höhepunkt.
Der im Ausland kritisch gesehene Jacob Zuma ist der
neue Vorsitzende der regierenden ANC-Partei, was viele Anleger
aus Übersee bereits mit Kapitalabflüssen quittierten. Hinzu
kommt die wegen der erneut verschärften globalen Finanzkrise
ohnehin bestehende Neigung zur Repatriierung von Risikokapital,
die sich negativ auf die Kursentwicklung des Rand
auswirkt. Die Tatsache, dass die südafrikanischen Finanzmärkte
eine überdurchschnittliche Abhängigkeit von ausländischen
Investoren aufweisen, machte sich hier entsprechend bemerkbar.


Eine leichte Entspannung zeichnete sich ab, nachdem bereits
vier Tage nach der Entmachtung des südafrikanischen Präsidenten
Thabo Mbeki durch die eigene Partei mit Kgalema
Motlanthe ein neuer Staatschef durch das südafrikanische Parlament
gewählt wurde. Motlanthe ist stellvertretender Parteivorsitzender
des regierenden ANC-Partei, dürfte aber nur ein
Übergangspräsident bleiben. Politische Beobachter rechnen
damit, dass Motlanthe nur bis zur spätestens im Juli 2009 anstehenden
nächsten Wahl das Amt innehaben wird, danach dürfte
Parteichef Jacob Zuma das Amt übernehmen, gegen den die
Korruptionsvorwürfe noch längst nicht ausgeräumt sind.

Der auf Ausgleich bedachte Motlanthe versicherte, dass auch
unter einem künftigen Präsidenten Zuma keine radikalen
Wirtschaftsexperimente geplant seien. Die Wirtschaftspolitik
der Vorgängerregierung wolle er weiterführen, hieß es. Zudem
setzte er den im In- und Ausland beliebten Finanzminister
Trevor Manuel wieder in sein Amt ein, der aus Solidarität
zu Mbeki seinen Rücktritt eingereicht hatte. Manuel leitete
das Finanzressort bereits seit zwölf Jahren und wird mit dem
langandauernden Wirtschaftsaufschwung Südafrikas in dieser
Periode identifiziert.

Während die politische Unsicherheit bleibt, ihren Höhepunkt
aber überschritten haben dürfte, richtet sich der Blick auf die
gleichfalls eingetrübte wirtschaftliche Situation Südafrikas. Als
zentrale Problematik stellt sich hier die zweistellige Inflationsrate
dar, die im August auf satte 13,7% im Jahresvergleich zulegte.
Die Konsensschätzung von 13,6% wurde damit nochmals
übertroffen, auch gegenüber dem Vormonatswert von 13,4%
ergibt sich ein sattes Plus. Untypisch für die Industriestaaten
liegt die Teuerung in der Kernrate sogar höher: hier gab es im
August einen Preisanstieg von 14,3% nach zuvor 13,7% zu verzeichnen.


Bislang hat die südafrikanische Notenbank mit kräftigen Zinsanhebungen
gegengesteuert und den heimischen Leitzins
auf 12,00% nach oben geschraubt. Die Amtszeit des für eine
entschlossene Inflationsbekämpfung stehenden Notenbankchefs
Tito Mboweni endet jedoch im nächsten Jahr, wobei angesichts
der geänderten politischen Situation völlig unklar ist,
wer ihm nachfolgen wird. Somit bleibt auch an der Zinsfront
eine gesteigerte Unsicherheit, zumal die bisherigen Leitzinsanhebungen
nicht verhindern konnten, dass die Inflation weiter
deutlich zulegte.

Des Weiteren zeigt die südafrikanische Ökonomie angesichts
global sinkender Rohstoffnachfrage nachhaltige Abschwächungstendenzen.
Das Minus in der August-Handelsbilanz lag
mit 5,1 Milliarden ZAR noch höher als der geschätzte Fehlbetrag
von 4,9 Milliarden ZAR, im Juli wurde mit -14,3 Milliarden
ZAR der Konsens von -3,8 Milliarden ZAR völlig verfehlt. Das
BER-Geschäftsklima brach im dritten Quartal von 45,0 auf 34,0
Punkte ein, während sich die Tendenz rückläufiger Einzelhan-

Seite 12

Makro View
delsumsätze mit einem Juli-Minus von 4,6% nach zuvor -1,5%
beschleunigt fortsetzte.

Praktisch alles spricht demnach für weitere Kursverluste des
südafrikanischen Rand: eine an Schwung verlierende Wirtschaft,
ein unsicherer Zinsausblick, innenpolitische Probleme
sowie die im Zuge der Finanzkrise anhaltende Tendenz zum
Verkauf von Hochzinswährungen. EUR/ZAR sollte bald wieder
die 12,50er-Marke anvisieren und damit den seit Oktober 2007
etablierten langfristigen Aufwärtstrend trotz des jüngsten Kursrücksetzers
verteidigen können, während USD/ZAR angesichts

der aktuellen Dollar-Stärke noch größeres Aufwärtspotenzial
besitzt. Der Sprung über den Widerstandsbereich von 8,2500
lässt hier mittelfristig Kursgewinne bis zur 9,30er-Marke erwarten.


Volker Zenk
FXdirekt Bank

Jens Lüders
FXdirekt Bank


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Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

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1,10%
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1,87%
2,81%
3,29%
4,22%
4,31%
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6,29%
6,61%
-30,00%-25,00%-20,00%-15,00%-10,00% -5,00% 0,00% 5,00% 10,00%
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Änderung in % gg. V
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Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2008

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