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Trainee 

Anmeldedatum: 31.12.2008
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31.12.2008, 16:30


UPDATE 2808

& GodmodeTraderF rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2808 – 13. Okt. 2008
Seite 1 Editorial & GodmodeTraderF rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2808 – 13. Okt. 2008
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Die Krise geht ihren Weg ...
Seite 4 CFD Trading
Seite 6 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Kerzencharts (Candlesticks) – So lese ich sie!
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/USD, USD/JPY
Devisen Galerie: EUR/CZK
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 11 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Aufwärtskorrektur fällig –
Stoxx-Branchenindizes nach massivem Kursverfall mit Chancen
Seite 11 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Eine Mixtur aus Verzweiflung und Faszination regierte die
Marktteilnehmer die letzten Wochen seit der Pleite von Lehman
Brothers. Verzweiflung, weil das Finanzsystem in seinen
Grundfesten nie derart am Abgrund stand und erstmals seit
Ende des Krieges kollektive Existenzängste das Geschehen
beherrschten. Und eine dunkle Faszination wegen des unbestimmten
Magengefühls, dass man gerade historisch einmalige
Zeiten erlebt.
Durch das entschlossene Auftreten der Regierungen und
Notenbanken weltweit kann es jetzt gelingen, wieder ansatzweise
so etwas wie Vertrauen herzustellen. Nicht KANN,
sondern MUSS. Denn viele Schüsse haben wir nicht mehr. Die
Menschen waren und sind, unter dem Trommelfeuer medialer
Untergangsmusik, schon soweit ihre letzten Kröten zuhause
unter der Matratze zu verstecken. Cash ist King in diesen Tagen

– aber wie Altmeister Warren Buffett erst kürzlich wieder in
einem sehenswerten Interview (_//_godmode-trader.
de/de/boerse-analyse/Interview-mit-Buffett-Finanzkriseund-
ihre-Folgen,a1008149,c65.html) feststellte: Cash bringt
nichts, wenn man dauerhaft darauf sitzt; und schon gar nicht
angesichts einer Geldpolitik, die in den kommenden Jahren
fast zwangsläufig wieder zu deutlichen Infl ationstendenzen im
Vermögensbereich führen wird. Es ist ein Faszinosum dieser
Vertrauenskrise, dass sie zwar das Finanzsystem an sich in Frage
stellt, aber trotzdem zu einer starken Liquiditätspräferenz in
eben diesem Geld führt – auch wenn es teilweise zu Ausweichbewegungen
kommt, wie in dem allerdings (noch) sehr kleinen
physischen Goldanlagemarkt.
Die Krise zeigt auch erneut sehr deutlich den fi nanzpolitischen
Unterschied zwischen den USA und Europa. Die unterschiedliche
Ausrichtung der Notenbankregime trat nie deutlicher
zutage. Offensichtlich erst unter großen Schmerzen und
wohl auch erheblichem politischen Druck konnte sich die
EZB zu einer längst überfälligen Zinssenkung durchringen.
Die Überbetonung der Inflationsgefahren ist angesichts der
extremen Rezessionsgefahr als rein akademisch zu betrachten.
Die Fed dagegen ist dem Wachstum ebenso wie der Preisstabilität
verpflichtet und kann daher weit flexibler agieren.
Äußerst spannend wird die weitere Entwicklung des Währungspaares
US-Dollar/Euro. Die Repatriierung von US-Vermögen
sorgt ebenso wie die Nachfrage von Banken, die Kredite in US-
Dollar aufnahmen und nun in derselben Währung zurückzahlen
müssen , für anhaltenden Druck auf den Euro. Dieser Trend ist
offenbar sogar weit stärker als das gegenläufi ge Bestreben
von Staaten wie China, die ihre stark dollardominierten Devisenreserven
diversifizieren. Nicht wenige Stimmen stellen
die Europäische Währungsunion gar mittelfristig wieder in
Frage. Die Heterogenität der Staaten tritt in massiven Renditedifferenzen
der Anleihen zutage. Italien z.B. muss einen
Prozentpunkt mehr zahlen als Deutschland. Nicht auszudenken
was passiert, wenn der erste Staat der Eurozone seine Anleihen
nicht mehr an den Investor bringt… man wird sich mit dem
Gedanken anfreunden müssen, dass das eine oder andere Land
mittelfristig wieder aus der Währungsunion ausscheidet. Und
an das Aufnehmen neuer Staaten in den Währungsverbund ist
derzeit überhaupt nicht zu denken.

Herzlichst, Ihr
Daniel Kühn



Makrodaten-Check Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten: Die Krise geht ihren Weg ...

Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die

Informationen für die Börsen bedeuten.

Montag:

Der sentix-Gesamtindex fällt im Oktober auf -27,8, es ist der
tiefste Stand seit Erhebungsbeginn im Jahr 2002.

Unser Kommentar:

Dass der sentix-Index auf den tiefsten Stand seit 2002 abgefallen
ist, lässt aus antizyklischer Sicht hoff en: Die Stimmung ist off ensichtlich
so schlecht, dass Besserung in Sicht sein dürfte. Sollte das
G-7-Treffen greifbare Ergebnisse liefern, könnte schon die kommende
Woche einen Stimmungsumschwung bringen.

Dienstag:

Der Auftragseingang der Industrie ist im August in Deutschland
auf Monatssicht um 3,6 % gegenüber Vormonat gestiegen.


Mittwoch:

Das Bruttoinlandsprodukt ist in der Euro-Zone im zweiten
Quartal 2008 ist BIP um 0,2 % gesunken. Im vorangegangenen
Quartal hatte das Quartalswachstum bei 0,7 % gelegen. Im Jahresvergleich
liegt das Wachstum bei 1,4 % nach 2,1 % im Quartal
zuvor.

Der US-amerikanische Index zu den anstehenden Hausverkäufen
ist im August um 7,4 % auf 93,4 gefallen. Erwartet wurde
hingegen ein Rückgang um 1,0 %. Im Vormonat hatte der
Index revidiert bei -2,7 % gestanden. (nach zuvor -3,2 % ).

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories)
sind in der vorangegangenen Woche um 8,1 Mio. Barrel gestiegen,
nach zuvor +4,3 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den
USA im Wochenvergleich um 7,2 Mio. Barrel ausgeweitet, nach
zuletzt einem Plus in Höhe von 0,9 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das
Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten
Staaten um 0,5 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor -2,3 Mio.
Barrel.

Donnerstag:

Die deutsche Handelsbilanz weist für August einen Überschuss
in Höhe von 10,6 Mrd. Euro aus nach 13,8 Mrd. Euro (revidiert von
13,9 Mrd. Euro) im Vormonat und 14,3 Mrd. Euro ein Jahr zuvor.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im
verarbeitenden Gewerbe real in Deutschland im August um
2,2 % gestiegen. Im Vormonat hatte das Minus -1,1 % betragen,
im Juni wurde ein Anstieg um 1,5 % verzeichnet. Der Inlandsumsatz
ist im August-Jahresvergleich um 2,8 % geklettert, der
Umsatz mit dem Ausland um 1,2 %

Die deutschen Großhandelspreise sind im September gegenüber
dem Vormonat um 5,8 % gestiegen nach -1,8 % im Vor-

Sie haben eine Frage?
Wir haben die Antwort!
0800-818 30 50
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Makrodaten-Check Makrodaten-Check
monat. Im Jahresvergleich ist der Preisindex des Großhandels
in Deutschland um 0,6 % geklettert nach zuvor +7,4 %.

Die wichtigsten Zentralbanken senken die Leitzinsen in einer
konzertierten Aktion um bis zu 0,5 Prozentpunkte.

Unser Kommentar:

Dass die Leitzinssenkung der Notenbanken wirkungslos verpuff t,
weist darauf hin, dass an den Börsen ein Punkt erreicht ist, von
dem an die Krise nicht mehr ohne Weiteres zu stoppen ist. Die Ereignisse
dürften sich jetzt ihren Weg bahnen, ganz gleich, was die
Notenbanken tun.

Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 478.000 gefallen.
Erwartet wurden 475.000 neue Anträge nach zuvor 498.000 (revidiert
von 497.000).

Der Großhandelsumsatz in den USA ist im August um 1,0 %
zurückgegangen.

Die US-amerikanischen Lagerbestände im Großhandel sind
gleichzeitig um 0,8 % geklettert. Das Verhältnis Lagerbestände
gegenüber Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt in den Staaten
im Berichtsmonat leicht verschlechtert bei 1.10.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“)
sind in der letzten Woche um 88 Bcf auf 3.198 Bcf gestiegen. In
der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um
87 Bcf gestiegen, im Vorjahr hatten sie bei 3.315 Bcf gelegen.

Der „Pending Home Sales Index“ ist in den USA von Juli bis
August stärker gestiegen als erwartet. Das lässt darauf schließen,
dass sich die Talfahrt am US-Häusermarkt zumindest verlangsamt.
Der von der National Association of Realtors (NAR)
veröffentlichte Index der Pending Home Sales – dabei handelt
es sich um Absichtserklärungen, in den kommenden Monaten
ein Haus zu kaufen – legte von Juli bis August um 7,4 Prozent
zu. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.
Damit lag der Index 8,8 Prozent höher als vor einem Jahr und
auf dem höchsten Stand seit Juni 2007. Er bezieht sich auf Käufe
aus dem Häuserbestand, nicht auf Neubauten.

Unser Kommentar:

Offensichtlich gibt es einige Antizykliker, die bei den ausgebombten
Immobilienpreisen auf Schnäppchenjagd gehen. Doch man
sollte die Immobilien-Krise deshalb noch nicht abhaken: Kontra-
Anleger sind oftmals etwas zu früh dran.

Ob jetzt tatsächlich wieder mehr Immobilien verkauft werden,
muss man erst einmal abwarten. Dagegen sprechen die zunehmend
schwache Verfassung des US-amerikanischen Arbeitsmarkts
und die gestiegenen Bonitätsanforderungen der Banken bei der
Kreditvergabe. Die Zahlen zu Hausverkäufen in den kommenden

Monaten werden mehr Aufschluss darüber geben, ob sich die Immobilienkrise
dem Ende zuneigt.

Nach Angaben des Informationsdienstleisters Forclosures.com
wurden in den USA im September insgesamt 107.500 Immobilien
zwangsvollstreckt. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat
einem Plus von 6,6 Prozent. Vom zweiten zum dritten
Quartal stellt sich ein Zuwachs von 25,8 Prozent ein. Es ist davon
auszugehen, dass die Zahl der Zwangsvollstreckungen bis Jahresende
die Schwelle von einer Million erreicht. Die Zwangsvollstreckungsanträge
sind jedoch im September landesweit infolge
deutlicher Rückgänge in Kalifornien, Michigan und Texas um
2,4 Prozent gesunken, heißt es weiter bei Foreclosures.com

Freitag:

Im Juli ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland insgesamt
im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,2 % zurückgegangen.

Die US-amerikanische Handelsbilanz weist für August ein
Defizit in Höhe von 59,1 Mrd. US-Dollar aus. Erwartet wurde ein
Minus im Bereich von 59,5 bis 60,0 Mrd. US-Dollar. Im Vormonat
hatte das Defizit noch bei 61,3 Mrd. US-Dollar gelegen. Somit
wurde der Vormonatswert von zunächst veröff entlichten 62,2
Mrd. US-Dollar revidiert.

Die US-amerikanischen Importpreise sind im September um -3
% gefallen nach zuletzt -2,6 %. Ohne Öl sind die Einfuhrpreise in
den Vereinigten Staaten um -0,9 % gefallen nach zuvor -0,5 %.

Die US-amerikanischen Exportpreise sind im September insgesamt
um -1,0 % gefallen nach zuvor -1,7%. Ohne landwirtschaftliche
Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um -1,0% gefallen
nach zuletzt -0

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die
Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen fi nden
Sie unter

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Seite 3

CFD Trading CFD Trading
CFD Profi -Trading


Linde AG – Auf Unterstützung jetzt mit
erhöhten Chancen

Linde AG – Kürzel LIN (DE)– Aktuell: 64,22 Euro

Charttechnische Situation: Bei Linde kam es in den vergangenen
Monaten zunächst zu einer ausgedehnten Konsolidierung im Bereich
einer Handelsspanne zwischen 92,20 Euro und 73,72 Euro. Der Rückfall
aus dieser Zone führte dann in den beiden vergangenen Wochen
zu einem massiven Abverkauf, die Aktie stürzte Senkrecht mit dem
Markt ab. Auf der bei 57,59 Euro liegenden Unterstützung konnten
sich die Notierungen dann fangen, so dass sich ausgehend von diesem
Niveau jetzt die Chance einer größeren Erholung bietet.

Trading: Der Einstieg bietet sich bei Linde zunächst direkt an. Ziel ist
der Bereich 73,72 Euro, mittelfristig bei stabilerem Markt durchaus
auch 80,00 Euro. Der Stopp-Loss sollte spätestens unter den 57,20
Euro gesetzt werden. Es bietet sich an, das Risiko der Position nicht
über 1 % des Depotkapitals ansteigen zu lassen.

Linde AG: Einstieg: Direkter Kauf
Stopp-Loss gesamt: 57,20 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 10,93 %
Möglicher Gewinn bis 73,72 Euro (CRV ca. 1,35)
Möglicher Gewinn bis 80,00 Euro (CRV ca. 2,25)
Linde AG – Auf Unterstützung jetzt mit erhöhten Chancen
K+S AG: Einstieg: Direkter Kauf
Stopp-Loss gesamt: 34,50 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 21,12%
Möglicher Gewinn bis 53,41 Euro (CRV ca. 1,05)
Möglicher Gewinn bis 62,11 Euro (CRV ca. 1,99)
K+S AG – Nach dem Abverkauf vor Gegenbewegung
K+S AG – Nach dem Abverkauf vor
Gegenbewegung

K+S AG – Kürzel SDF (DE)– Aktuell: 43,74 Euro

Charttechnische Situation: K+S AG brach nach einem Zwischenhoch
bei 84,02 Euro in den vergangenen Wochen massiv ein. Die Aktie
hatte dabei mit dem Rückfall unter die 62,11 Euro ein weiteres großes
Kaufsignal ausgelöst und fiel direkt weiter nach unten durch. In der
vergangenen Woche konnten sich die Notierungen hier bereits stabilisieren,
es gelang eine Seitwärtsbewegung im Bereich des langfristig
maßgebenden Aufwärtstrends bei 39,20 Euro. Davon ausgehend
springt die Aktie jetzt mit dem Markt an. Es eröffnet sich so die Chance
einer größeren Erholung.

Trading: Ein Einstieg bietet sich mit dem Überwinden von 43,15 Euro
bereits direkt bei K+S AG An. Der Stopp-Loss sollte spätestens unter
34,50 Euro auf neuem Tief platziert werden. Aufgrund der Entfernung
zum Stopp-Loss kann der Kapitaleinsatz nur gering gewählt werden
denn mehr als 1% es verfügbaren Kapitals sollte auch hier nicht in einer
Position riskiert werden.

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Der GodmodeTrader ChartlehrgangDer GodmodeTrader Chartlehrgang
Der GodmodeTrader Chartlehrgang

Kerzencharts (Candlesticks) – So lese ich sie!


Konkretes Anwendungsbeispiel –
Wie interpretiere ich einen Kerzenchart?


Anbei eine dreiteilige Grafik. Oben ist der Kursverlauf vom
S&P 500 Index von September 2001 bis November 2003 als
Übersicht dargestellt, in der Mitte wird der blau markierte
Ausschnitt des Kursverlaufs als Kerzenchart angezeigt und
unten werden 4 Einzelkerzen aus dem mittleren Kerzenchart
vergrößert eingeblendet. Wir zoomen uns also immer weiter
in die Tiefe des Charts. Bei dem Kerzenchart in der Mitte handelt
es sich um einen Tages-Kerzenchart. D.h., dass eine Kerze
für einen Tag steht.

Kerzenbeispiel A

Es handelt sich um eine Kerze mit einem kleinen weißen Körper,
mit langem unteren Schatten und ohne oberen Schatten.
Da es sich um einen Tages-Kerzenchart handelt, steht diese
eine Kerze für den Kursverlauf eines Tages. Der Eröff nungskurs
des Tages liegt in dem Schema bei Punkt 1.), anschließend fi el
der Kurs im Tagesverlauf deutlich nach unten ab, was durch
den langen unteren Schatten angezeigt wird. Der lange untere
Schatten zeigt an, dass es an diesem Tag intraday einen
regelrechten Sell Off gegeben hatte. Bei Punkt 2.) wurde im
Tagesverlauf das Tagestief ausgebildet, woraufhin die Kurse
sich wieder deutlich erholen konnten. Das Tagestief wurde
intraday also von Marktteilnehmern zu massiven Käufen genutzt.
Nachdem die Bären anfangs dominierten, übernahmen
die Bullen im Tagesverlauf das Ruder. Und zwar so deutlich,
dass die gesamten Intradayverluste aufgeholt werden konnten.
Der weiße Kerzenkörper zeigt an, dass sogar das Eröff nungskursniveau
überschritten werden konnte. Auf Tagesschlußkursnivau
konnte der Index an dem Tag also ansteigen.
Der fehlende obere Schatten sagt aus, dass der S&P 500 Index
an diesem Tag auf Tageshoch schließen konnte. Im Fachjargon
wird diese Kerze auch „Hammer“ genannt. Es handelt sich um
eine bullische Reversalkerze. Solche Hammerkerzen stehen
oft am Ende einer Abwärtskursbewegung und leiten eine Aufwärtsbewegung
ein.

Kerzenbeispiel B

Die Kerze besteht aus einem langen weißen Kerzenkörper
mit winzigem oberen Schatten. Weißer Kerzenkörper heißt,
dass der Schlußkurs über dem Eröffnungskurs lag. Die Bullen


Den gesamten Chartlehrgang finden Sie unter _//_godmode-trader.de/wissen/chartlehrgang/

Seite 6

Der GodmodeTrader Chartlehrgang Der GodmodeTrader Chartlehrgang
bestimmten das Tagesergebnis ganz maßgeblich. Der lange
Kerzenkörper zeigt den Abstand zwischen Eröff nungs- und
Schlußkurs an. Der Index konnte also deutlich ansteigen. Der
Eröffnungskurs liegt unten bei Punkt 1). Der fehlende untere
Schatten weist darauf hin, dass der S&P 500 Index an diesem
Tag direkt nach Eröffnung ansteigen konnte. Eröff nung und Tagestief
sind identisch. Der Index konnte nahe Tageshoch schließen
bei Punkt 2.) in dem Schema. Nahe Tageshoch deswegen,
weil die Kerze einen kleinen oberen Schatten aufweist. D.h.,
dass das Tageshoch minimal oberhalb des eigentlichen Schlußkurs
liegt. Im Fachjargon heißt diese Kerze „White Marubozu“.

Kerzenbeispiel C

Diese Kerze ist das Gegenstück zum „White Marubozu“. Es handelt
sich um einen „Black Marubozu“. Der lange schwarze Kerzenkörper
zeigt an, dass der Schlußkurs deutlich unter dem
Eröffnungskurs dieses Tages lag. Der Index fiel also deutlich
ab. In dem Kerzenschema oben bei Punkt 1.) liegt das Eröff nungsniveau.
Der fehlende obere Schatten zeigt an, dass Eröffnungskurs
und Tageshoch identisch sind. Demzufolge fi elen
die Kurse direkt nach Eröffnung. Der Tagesschlußkurs liegt
nahe des Tagestiefs. Letzteres wird durch den kleinen unteren
Schatten angezeigt.

Kerzenbeispiel D

Zu sehen, ist eine Kerze mit einem langen oberen Schatten
und kleinem weißen Kerzenkörper. Ein unterer Schatten fehlt.
Im Fachjargon wird diese Kerze „Shooting Star“ genannt. Im
Zentrum dieser Kerze steht ganz klar der lange obere Schatten
(Docht). Dieser lange obere Schatten besagt, dass der Index
an diesem Tag intraday deutlich ansteigen, aber das hohe
Niveau nicht bis zum Tagesschluß halten konnte. Es gab an
diesem Tag also Marktteilnehmer, die den Intraday-Anstieg
zum Verkauf nutzen. Während bei der eingangs erläuterten
Hammerkerze intraday zuerst die Bären, dann die Bullen
dominieren, ist es bei der Shooting Star Kerze genau umgekehrt.
Zuerst steigt der Index durch die Kraft der Bullen, dann
treten intraday aber die Bären auf den Plan, verkaufen und
bestimmen damit das Ergebnis des Tages. Der kleine weiße
Kerzenkörper zeigt an, dass der Schlußkurs leicht über dem
Eröffnungskurs lag. D.h., dass der Index an diesem Tag doch
noch leicht ansteigen konnte. Der Shooting Star steht am
Ende einer Aufwärtskursbewegung und kann eine Abwärtsbewegung
einleiten.

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Major Currencies: EUR/USD, USD/JPY Major Currencies: EUR/USD, USD/JPY
EUR/USD Kurs: 1,3623 USD
Tageschart (log) seit 28.02.2008 (1 Kerze = 1 Tag)
US-Dollar gegenüber japanischem
Yen – Was bringt das Verkaufsignal?

Rückblick: Der US-Dollar startete nach einer mittelfristigen
Aufwertungsphase gegenüber dem japanischen Yen im
Juni 2007 bei 124,13 JPY eine starke Abwärtsbewegung.
Ein beschleunigter Kursrutsch führte zum Rückfall auf den
tiefsten Stand seit 1995. Nach einem neuen Tief bei 95,74
JPY Mitte März 2008 gelang schließlich die dynamische
Rückkehr über das Ausbruchslevels bei 101,26 - 101,87 JPY
und eine Kurserholung bis 110,70 JPY. Aktuell kippt USD/
JPY aber wieder deutlich zurück. Mit dem Unterschreiten
der Nackenlinie (schwarz) einer bärischen SKS Trendwendeformation
sowie der 102,86 JPY Marke wurde nun ein
Verkaufsignal aktiv. Das kurzfristige Chartbild ist jetzt
bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Yen gewinnt seit Kurzem
extrem an Stärke, sowohl gegenüber dem Euro als auch dem
US-Dollar. Mit der aktiven Topformation und dem deutlichen
Rückfall drohen nun weitere Abgaben bei USD/JP bis 95,74
JPY. Darüber hinaus werden auf mittelfristige Sicht weitere.
Größere Kursabschläge bis 95,74 JPY und darunter 85,00 JPY
werden dann auf mittelfristige Sicht möglich. Kurzfristige
Rückläufe an das Ausbruchslevel bei 102,86 - 103,60 JPY
wären jetzt problemlos möglich. Erst eine nachhaltige
Rückkehr über 106,00 JPY würde die aktiven Verkaufsignale
wieder neutralisieren und eine Kurserholung des US-
Dollars ermöglichen. Ein Anstieg über 108,87 JPY würde
eine Aufwärtsbewegung bis 113,70 - 114,65 und darüber
langfristig 124,13 JPY einleiten.

Euro gegenüber US-Dollar –
Startet jetzt eine Erholung?

Rückblick: Der Euro markierte nach langfristiger Aufwärtsbewegung
bei 1,6019 USD ein Hoch im April 2008 und startete
eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. Aus dieser
entwickelte sich schließlich eine obere Umkehrformation
(Doppeltop), deren Aktivierung schließlich zu einem
deutlichen Kursrutsch von EUR/USD bis an das Abwärtsziel
bei 1,3273 USD führte. Dort prallte das Währungspaar am
vergangene Freitag nach oben hin ab und vollzieht eine
starke Kurserholung. Die Freitagsverluste sind wieder gut
gemacht und das Chartbild nach dem neuen Jahrestief nun
etwas entspannter. Dennoch dominiert der mehrwöchige,
steile Abwärtstrend, das übergeordnete Chartbild bleibt
bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Ob der Euro mit dem jüngsten
Tief bereits ein markantes Zwischentief gesehen und
eine größere Kurserholung gestartet hat, bleibt zunächst
abzuwarten. Die Chancen darauf stehen jetzt zumindest
besser als in der Vorwoche. Die laufende Erholung könnte
jetzt noch problemlos bis 1,3745 und 1,3882 - 1,3905 USD
ausgedehnt werden. Oberhalb von 1,3905 USD läge bei
1,4081 - 1,4154 USD der nächste Widerstandsbereich. Das
aktuelle bullische Reversal als Ansatz einer mehrtägigen
Erholung kommt jetzt erst wieder in Bedrängnis, so bald EUR/
USD signifikant unter 1,3415 USD zurückfällt. Ein erneuter Test
der 1,3273 USD Marke wird dann wahrscheinlich. Unterhalb
von 1,3250 USD drohen weitere Kursverluste.

USD/JPY Kurs: 100,58 JPY
Tageschart (log) seit 11.03.2008 (1 Kerze = 1 Tag)
Seite 8

Devisen-Galerie: EUR/CZK Devisen-Galerie: EUR/CZK
EUR/CZK Kurs: 24,5200 CZK
Tageschart (log) seit 17.03.2008 (1 Kerze = 1 Tag)
Euro gegenüber tschechischer Krone
prallt zunächst nach unten ab, aber...

Rückblick: Der Euro startete nach einem langfristigen
Abwärtstrend im Juli nach einem neuen Mehrjahrestief
bei 22,8450 CZK gegenüber der tschechischen Krone
eine deutliche Aufwertungsphase. In der Folge brach das
Währungspaar über den mittelfristigen Abwärtstrend aus
und kletterte bis an die exp. GDL 200 (EMA200), wo es am
Freitag nach unten hin abprallte. Heute setzt EUR/CZK weiter
zurück, der Fehlausbruch über die exp. GDL 200 (EMA200)
und das letzte Zwischenhoch bei 24,9620 CZK führt zunächst
zu Verkäufen des Euro. Das kurzfristige Chartbild ist neutral
zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro könnte nach dem
gescheiterten Ausbruchsversuch nach oben gegenüber
der tschechischen Krone nun weiter bis 24,4000 und
24,1800 - 24,2500 CZK zurücksetzen. Dort sollte EUR/
CZK idealerweise wieder nach oben drehen und einen
weiteren Ausbruchsversuch über 24,9620 CZK starten.
Gelingt schließlich ein Anstieg über das Septemberhoch bei
24,9620 CZK per Tagesschluss, werden steigende Kurse bis
25,3650 und 25,6480 CZK möglich. Kippt EUR/CZK hingegen
signifikant unter 23,9300 CZK zurück, wird ein Verkaufsignal
aktiv und fallende Kurse bis 23,4150 und darunter dann zum
Jahrestief bei 22,8450 CZK wahrscheinlich.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader.de erschienen sind:

GBP/USD

_//_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/BritischesPfund-
jetzt-reif-fuer-eine-Erholung,a1008699,c29.html

EUR/GBP

_//_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inPfund-
Kurz-geschuettelt-jetzt,a1008747,c29.html

USD/CAD

_//_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/US-Dollar-inkanadischen-
Dollar-Enorme-Rallyebewegung,a1008825,c29.html

EUR/NOK

_//_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/
Euro-in-NOK-Der-Norwegenurlaub-wird-immer-billigerdenn,
a1004813,c29.html

EUR/TRY

_//_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inLira-
Ist-das-das-Comeback,a1006291,c29.html

Seite 9

Neues aus dem Web Neues aus dem Web
DAX – Close Short & „Rettung in letzter Sekunde?“

Das bei 5.810 ausgelöste Short-Position hat sich mit vollsten
Wucht entfaltet. Nachdem das 50iger Fibonacci-Level ohne
nennenswerte Gegenwehr unterschritten wurde war relativ
klar, dass auch das alles entscheidende 61,8er Korrekturlevel
bei 4.465 in „Angriff“ genommen wird. Nach einem doch recht
volatilen und nervenaufreibendem Handel und einem intraday-
Tief bei 4.308 DAX-Punkten konnte aber zumindest dieses
Level (wohl auch in Erwartung einer globalen Stützungsaktion
am Wochenende) dann gehalten werden.

Hier geht’s weiter: _//_godmode-trader.de/de/
boerse-nachricht/DAX---Close-Short-%84Rettung-in-letzterSekunde%
93,a1008307,c64.html

Die Feuerwehr löscht mit Benzin ...

Jetzt haben wir den Salat: Die größte Finanz- und Wirtschaftskrise
seit 100 Jahren entfaltet sich direkt vor unseren Augen. Wir
werden Zeugen von Ereignissen, über die unsere Kinder und
Enkel noch mit angstvoller Stimme sprechen werden, wenn wir
alle längst das Zeitliche gesegnet haben. Bleibt also zumindest
als schwacher Trost: So etwas ist längst nicht jeder Generation
beschieden ...

Hier geht’s weiter: _//_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
Die-Feuerwehr-loescht-mit-Benzin,a1008231,c64.html

GOLD – Wann kommen die 5000 $ pro Feinunze?

Wir befinden uns in einer Finanzkrise historischen Ausmaßes
und der Goldpreis korrigiert seit März dieses Jahres und kann
sich einfach nicht nach oben lösen? Was ist da los? Das ist die Frage,
die sich Anleger und Händler des Edelmetalls stellen.

Hier geht’s weiter: _//_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
GOLD-Wann-kommen-die-5000-pro-Feinunze-,
a1008211,c213.html

DAX – Viele reden von einem Boden ? – Und was
bedeutet das ?

Bereits am Freitag mehrten sich die Stimmen derer, die nach
einem dermaßen drastischen Abverkauf wie wir ihn in der zurückliegenden
Woche gesehen haben, einen temporären Boden
sehen. Es war bekannt, dass sich am Wochenende die Finanzminister
und Notenbanker der 7 führenden Industriestaaten in
Washington zusammensetzen würden, es war bekannt, dass
die Bundesregierung ein Rettungspaket für den deutschen
Bankensektor vorbereiten werde und es war bekannt, dass sich
die Eu-Mitglieder am heutigen Sonntag in Paris treff en und
mögliche Maßnahmen beschließen werden.

Hier geht’s weiter: _//_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
DAX-Viele-reden-von-einem-Boden-Und-was-bedeutet-
das-,a1008229,c64.html

Seite 10

Forex Snapshot Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,3623 _))
USD/JPY 100,58 )+)
GBP/USD 1,7328 _+)
USD/CHF 1,1307 +)+
USD/CAD 1,1668 )_)
AUD/CAD 0,7825 )++
AUD/USD 0,6718 _))
AUD/JPY 67,47 +)+
AUD/CHF 0,7598 )++
CHF/JPY 88,8 _+)
CAD/JPY 86,02 )++
EUR/JPY 136,8 )+)
EUR/CHF 1,5406 )+)
EUR/TRY 1,9177 ___
EUR/CZK 24,52 )_+
EUR/GBP 0,7868 ))_
EUR/HUF 252,27 _)+
EUR/NOK 8,4189 _))
EUR/PLN 3,5565 _)+
EUR/SEK 9,656 ___
EUR/ZAR 12,5698 ___
GBP/CHF 1,9604 +++
GBP/CAD 2,0207 _))
NZD/USD 0,6053 )+)
USD/DKK 5,4711 +))
USD/HKD 7,7629 )+)
USD/NOK 6,1804 +)+
USD/SEK 7,898 +))
SGD/USD 0,6802 )+)
USD/MXN 12,6762 _))
Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73
(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
Telefon: 089/767369-0, Fax: 089/767369-290
Internet: _boerse-go.ag
Handelsregister-Nr: HRB 131073
Amtsgericht München

Internet: _boerse-go.ag
Vorstand: Robert Abend, Thomas Waibel,
Harald Weygand
Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen
Aktiengesellschaft mit Sitz in München,
Registergericht: Amtsgericht München,
Register-Nr: HRB 169607,
Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §
27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
(GodmodeTrader.de)
Satz & Layout: BörseGo AG

Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
Erscheinungsweise & Umfang:
typischerweise einmal pro Woche (Mo.)

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Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informationszwecken und
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oder Verkauf von Währungen oder sonstigen Finanzinstrumenten dar.
Darüber hinaus ersetzt sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte
Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Vermögensschäden
aller Art, die bei Verwendung der Ausarbeitung für die eigene Anlageentscheidung
unter Umständen auftreten, kategorisch ausgeschlossen.
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zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit
kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und
Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers zum Zeitpunkt
der Erstellung. Vorhersagen zur Kursentwicklung von Währungen am
Spotmarkt, die auf früheren Preisen basieren, enthalten keine Garantie
für die Richtigkeit dieser Kurse. Informationen über die Währungspreise
werden uns von Dritten zur Verfügung gestellt. Obwohl wir glauben,
dass unsere Quellen zuverlässig und vertrauenswürdig sind, können
wir deren Genauigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und korrekte
Reihenfolge nicht garantieren. Wir untersuchen weder die Anbieter der
Währungskurse, auf die sich unsere Prognosen beziehen, noch betrachten
wir irgendwelche Finanzdaten oder andere Informationen solcher
Anbieter. Daher stellen unsere Prognosen keine Analyse von kommerziellen
oder finanziellen Faktoren dar, die für künftige Bewegungen der
Währungskurse relevant sein können. Unsere Prognosen ziehen weder
die spezifische Situation, Erfahrung und das Risikoprofil eines einzelnen
Investors in Betracht, noch berücksichtigen sie die Steuerimplikationen
einer Anlage. Wir können den Erfolg einer Investition, die Sie aufgrund
unserer Informationen tätigen, nicht garantieren. Investitionen sind
stets mir Risiko verbunden. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen,
marktbedingten oder sonstigen Entwicklungen kann es zu Verlusten
kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust. Die Charts im
Godmode Devisen Report werden mit Teletrader Professional und Tradesignal
erstellt.

Seite 11

Makro View Makro View
Aufwärtskorrektur fällig

Stoxx-Branchenindizes nach massivem


Kursverfall mit Chancen


Der massive Kursverfall der vergangenen Woche, der den großen
globalen Aktienindizes im Schnitt etwa 20% an Kursverlusten
bescherte, scheint erst einmal gestoppt. Zum Beginn der
neuen Handelswoche deuten die Zeichen auf eine gewisse Entspannung
hin, was vor allem auf die neu geplanten Hilfspakete
für den Finanz- und Bankensektor zurückgeht. So will die Bundesregierung
ein Rettungspaket für die deutschen Banken mit
einem Gesamtvolumen von 400 Milliarden EUR aufl egen, das
sowohl staatliche Garantien für den Kreditfluss zwischen den
Banken als auch direkte Finanzspritzen enthalten soll. Auch auf
EU-Ebene wurden neue und koordinierte Stabilisierungsmaßnahmen
für den Finanzsektor vereinbart. Hier einigten sich die
Staats- und Regierungschefs am Wochenende in Paris darauf,
den Banken Staatsgarantien nach britischem Vorbild zu gewähren
sowie Staatsbeteiligungen an Kreditinstituten ausdrücklich
zu erlauben.

In der Konsequenz starteten die europäischen Börsen mit kräftigen
Kursgewinnen in die neue Woche. Gute Chancen für Anleger,
von der laufenden Aufwärtskorrektur
zu profi tieren, bieten
sich derzeit vor allem in den 18
europäischen Branchenindizes
des Dow Jones Stoxx 600, die in
der vergangenen Woche undiff erenziert
unter die Räder gekommen
sind. Hier wurden alle Sektorenindizes
ohne Rücksicht auf
die unterschiedlichen Geschäftsaussichten
der einzelnen Branchen
massiv verkauft. Ob Banken
oder Finanzdienstleister, Bau oder
Chemie, Einzelhandel oder Medien
– die Kursverluste zogen sich
durch alle Bereiche. Deshalb soll
im Folgenden untersucht werden,
welche der Branchenindizes die
besten Aussichten für eine fortgesetzte
Aufwärtskorrektur besitzen.

Basis-Rohstoff e

Der Dow Jones Stoxx Index für Basis-Rohstoffe enthält aus
Deutschland so bekannte Namen wie den Chemiegiganten
Bayer AG; den Düngemittelhersteller K+S sowie den Industriegas-
Spezialisten Linde AG. Aus dem weiteren Euroraum
sind Firmen wie Air Liquide aus Frankreich, die Solvay aus Belgien
oder AKZO Nobel aus den Niederlanden vertreten. Allen
diesen Firmen ist gemeinsam, dass sie im Zuge der deutlich
nachgebenden Preise für Grundstoffe unter erheblichen Abgabedruck
gerieten, so dass der entsprechende Sektorenindex
noch unter die 300er-Marke auf ein Jahrestief von 288,2
Punkten zurückgefallen ist. Anfang September hatte der
Branchenindex noch oberhalb der 600-Punkte-Marke notiert.
Selbst wenn man die verschlechterten globalen Konjunkturaussichten
berücksichtigt, ist eine Halbierung des Branchenindex
in gerade einmal vier Wochen aus fundamentaler Sicht
klar übertrieben. In seinem Ende August etablierten kurzfristigen
Abwärtstrendkanal besitzt der Branchenindex für Basis-
Rohstoffe deshalb Kurspotenzial zumindest bis zur 400er-


Seite 12

Makro View Makro View
Marke, wo derzeit die fallende
Trendlinie verläuft. Positiv stimmt
auch, dass der RSI Wilder (14-Tage-
Einstellung) bereits den überverkauften
Bereich nach oben
verlassen hat. Trendfolgende Indikatoren
wie der Aroon sowie der
Parabolic Price/Time-Indikator
dürften bald folgen.

Finanzdienstleistungen

Gemeinsam mit den beiden Branchenindizes
für Banken sowie
Versicherungen stürzte auch der
Dow Jones Stoxx Index für Finanzdienstleistungen
ab. Den Löwenanteil
an diesem Branchenindex
besitzt mit knapp 16,5% die Deutsche
Börse AG. Weiter vertreten
sind die London Stock Exchange
sowie zahlreiche Investmentgesellschaften wie Julius Baer,
Schroders oder Investec. Auch dabei ist die deutsche Hypo Real
Estate mit einer Gewichtung von allerdings nur knapp über
1,1%. Der Finanzdienstleister-Index startete seine Talfahrt Anfang
August bei Kursen knapp oberhalb der 320-Punkte-Marke.
Der beschleunigte Abwärtstrend setzte dann Mitte September
ein und führte den Branchenindex auf ein Jahrestief von 186,2
Zählern. Das bereits stark rückläufige negative Momentum sowie
der aus dem überverkauften Bereich gekletterte RSI Wilder
(14-Tage-Einstellung) lassen auch hier eine weitergehende Aufwärtskorrektur
erwarten, die Raum bis zur 50%igen Fibonacci-
Korrekturmarke der mittelfristigen Abwärtsbewegung bei
253,0 Punkten besitzt. Dort verläuft in etwa auch die fallende
20-Tage-Linie.

Medien

Relative Stärke im Vergleich zu den anderen Branchenindizes
bewies der Dow Jones Stoxx Medien Index (ohne Abbildung),
der zuletzt trotz der höchst angespannten Marktsituation drei
weiße Tageskerzen in Folge verzeichnen konnte. Damit haben
sich die Aussichten stark verbessert, dass der nach der Ausbildung
eines Doppeltops in der 175er-Kursregion Anfang September
etablierte neue Abwärtstrend zumindest kurzfristig


gebrochen werden kann. Eine Zwischenerholung bis zur 155Punkte-
Marke ist dem Index, der nach einem Tiefststand von
105,3 Punkten aktuell knapp über 130 Zählern notiert, allemal
zuzutrauen.

Für eine positive Entwicklung der drei hier betrachteten Sektorenindizes
des Dow Jones Stoxx 600 ist jedoch die Voraussetzung
unabdingbar, dass sich die Erleichterung über die neuen
Maßnahmenpakete zur Stützung der Finanz- und Kreditmärkte
als nachhaltig erweist und neue Hiobsbotschaften von Konzern-
und Bankenseite ausbleiben. Für eine echte Trendwende
ist es angesichts der weiter dominierenden mittel- und langfristigen
Abwärtstrends sowie der zu erwartenden realwirtschaftlichen
Eintrübung in der Eurozone noch viel zu früh.

Volker Zenk
FXdirekt Bank

Seite 13

Forex Snapshot Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

-12,40%
-10,77%
-9,97%
-9,55%
-6,53%
-2,54%
-2,46%
-2,29%
-2,25%
-1,82%
-1,40%
-1,19%
-1,08%
-0,93%
-0,80%
-0,47%
-0,21%
-0,05%
0,41%
0,49%
0,57%
1,13%
1,63%
2,94%
5,08%
5,99%
6,12%
7,54%
10,06%
12,01%
-17,00%-12,00%-7,00%-2,00%3,00%8,00%13,00%
USD/MXNUSD/SEKUSD/CADEUR/ZARGBP/CADEUR/TRYEUR/PLNEUR/GBPEUR/HUFEUR/NOKUSD/NOKEUR/USDUSD/HKDUSD/DKKSGD/USDEUR/CHFUSD/CHFEUR/CZKEUR/SEKGBP/USDCHF/JPYAUD/CADGBP/CHFUSD/JPYEUR/JPYNZD/USDCAD/JPYAUD/USDAUD/CHFAUD/JPY
Seite 14

Forex Snapshot Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2008

-30,96%
-23,21%
-23,16%
-23,37%
-20,94%
-16,04%
-9,93%
-12,86%
-10,23%
-9,89%
-12,65%
2,39%
-7,38%
-0,24%
-6,84%
-1,92%
7,07%
-0,42%
-6,56%
13,95%
6,23%
-0,07%
7,25%
-1,19%
13,15%
1,96%
27,92%
17,01%
22,23%
16,39%
-42,00%-32,00%-22,00%-12,00%-2,00%8,00%18,00%28,00%
USD/MXNUSD/SEKUSD/CADEUR/ZARGBP/CADEUR/TRYEUR/PLNEUR/GBPEUR/HUFEUR/NOKUSD/NOKEUR/USDUSD/HKDUSD/DKKSGD/USDEUR/CHFUSD/CHFEUR/CZKEUR/SEKGBP/USDCHF/JPYAUD/CADGBP/CHFUSD/JPYEUR/JPYNZD/USDCAD/JPYAUD/USDAUD/CHFAUD/JPY
Seite 15









UPDATE 2908

& GodmodeTraderF rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2908 – 20. Okt. 2008
Seite 1 Editorial & GodmodeTraderF rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 2908 – 20. Okt. 2008
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten: Man wundert sich ...
Seite 3 Forex Video-Check
Seite 4 CFD Trading
Seite 6 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Grundlagen der Candlestick-Chartanalyse
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/JPY, USD/CHF
Devisen Galerie: EUR/PLN
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 11 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Kreative Datenerfassung – Die US-Infl ationsdaten
Seite 11 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer sich das Kursgemetzel der vergangenen Monate vor
Augen hält, der kann nur zu dem Schluss kommen, dass der
Weltwirtschaft noch viel Ungemach bevorsteht. Denn wie
schlimm muss es um das Finanzsystem und die Weltwirtschaft
stehen, wenn die großen Notenbanken in einer konzertierten
Aktion ihre Leitzinsen senken und die Regierungen rund
um den Globus ein milliardenschweres Rettungspaket nach
dem anderen schnüren? Dieser Aktionismus signalisiert
eindeutig, dass es um das Eingemachte geht. Dabei dürfte
jedem klar sein, dass die Probleme nicht mit einer erneuten
Ankurbelung der Kreditvergabe oder niedrigen Leitzinsen
gelöst werden können. Schließlich waren es gerade zu niedrige
Zinsen und ein zu einfacher Zugang zu Krediten, die uns das
Überschuldungproblem und damit die Wurzel allen Übels
bescherten.

Die Währungen der Schwellenländer entwickeln sich entsprechend.
Der brasilianische Real brach seit Jahresbeginn um
29,7% ein, der mexikanische Peso um 11,7%, der südkoreanische

Won gar um 49%. Auch den südafrikanischen Rand hat es
schwer gebeutelt: Er verlor um 33,7% an Wert.

Der richtige Zeitpunkt zu einem längerfristigen Wiedereinstieg
könnte erst dann gekommen sein, wenn sich die Risikozuschläge
an den Geld- und Anleihemärkten wieder zurückbilden. Denn
das wäre der beste Indikator für eine Rückkehr zur Normalität.
Davon sind wir aber noch weit entfernt.

Entwicklung der Währungen im Vergleich
Ihr Jürgen Büttner




Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten: Man wundert sich ...

Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die

Informationen für die Börsen bedeuten.

Montag:

Keine wichtigen Nachrichten.

Dienstag:

Der ZEW Konjunkturindex für Deutschland notiert im Oktober
bei -63,0. Im Monat zuvor hatte er noch bei -41,1 gelegen.
Den historische Mittelwert des Konjunkturindikators gibt das
ZEW mit +27,5 Punkten an. Die aktuelle konjunkturelle Lage
Deutschlands hat sich nach Angaben des ZEW auf -35,9 Zähler
verringert von noch -1,0 im Monat zuvor.

Die Konjunkturerwartung für die Eurozone verschlechterte
sich zum Vormonat um 21,8 Punkte und notiert im
Berichtsmonat bei nun -62,7 Zählern. Die aktuelle Konjunkturlage
im Euroraum verliert 34,7 Zähler auf nunmehr -44,7
Punkte.

Die Industrieproduktion ist im saisonbereinigten Monatsvergleich
im August um 1,1 % gestiegen. Im Vormonat war
die Produktion der Eurozonen-Industrie um 0,2 % gefallen. Im
Jahresvergleich hat die Produktion in der Industrie um 0,7 %
abgenommen nach zuvor -1,2 %.

Der US-amerikanische Haushalt zeigt im September einen
Überschuss in Höhe von 45,726 Mrd. US-Dollar. Erwartet wurde
ein Überschuss in Höhe von etwa 45 Mrd. US-Dollar. Ein Jahr
zuvor hatte das Plus in den Vereinigten Staaten bei 112,9 Mrd.
US-Dollar gelegen.

Mittwoch:

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zum Vormonat
um 0,1 % gefallen. Die Jahresteuerung liegt bei 2,9 %.

Der für Europa berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex
für Deutschland hat sich im September gegenüber dem
Vorjahr um 3,0 % erhöht. Im Monatsvergleich kletterte der harmonisierte
Index um 0,1 %.

Die Jahresteuerung in der Eurozone liegt im September bei
3,6 %. Im Vormonat lag die jährliche Inflationsrate bei 3,8 %.
Die Jahresteuerung für den gesamten Bereich der EU liegt im

Berichtsmonat bei 4,2 % nach 4,3 % im Vormonat. Auf Monatssicht
liegt die Inflationsrate bei 0,3 %.

Die US-amerikanischen Erzeugerpreise sind im September
um 0,4 % gesunken. Damit war bereits gerechnet worden. Im
Monat zuvor waren die Preise der Erzeuger um 0,9 % gefallen.
Die Kernrate der US Produzentenpreise ist um 0,4 % gestiegen.
Erwartet wurde hier hingegen ein Anstieg im Bereich von 0,1
bis 0,2 % nach zuletzt noch +0,2 %.

Der US-amerikanische Umsatz im Einzelhandel ist im September
um 1,2 % zurückgegangen. Erwartet wurde jedoch nur
ein Umsatzrückgang um 0,5 bis 0,7 %. Im Vormonat war der
Umsatz des Einzelhandels in den Vereinigten Staaten um 0,4 %
gesunken, revidiert von zunächst veröffentlichten -0,3 %. Ohne
die Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz in den USA um
0,6 % zurückgegangen. Gerechnet wurde jedoch nur mit einem
Bereich von +/-0,0 bis -0,2 %. Einen Monat zuvor war ein Rückgang
um 0,9 % zu verzeichnen gewesen (revidiert von -0,7 %).

Der New York Empire State Index der New York Fed notiert
im Oktober bei -24,62. Im Vormonat hatte er noch bei -7,41 gestanden.
Erwartet wurde der Oktober im Bereich -8,5 bis -10.

Die US-amerikanischen Lagerbestände sind im August um
0,3 % gewachsen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,5 bis 0,6 %.
Die Umsätze sind gleichzeitig um 1,8 % zurückgegangen. Dies
war der stärkste Rückgang seit September 2006. Das Verhältnis
Lagerhaltung zum Umsatz (Inventories/Sales Ratio) liegt damit
in den USA bei 1,27.

Donnerstag:

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Beschäftigten in
Deutschland im Bereich des verarbeitenden Gewerbes insgesamt
im August um 2,3 % auf 5,4 Mio. gestiegen. Gleichzeitig
wurden -3,1 % weniger, nämlich insgesamt 646 Mrd., Arbeitsstunden
registriert. Die Entgelte stiegen im selben Zeitraum
um 4,4 % auf 17,879 Mrd. Euro.

Die US-amerikanischen Verbraucherpreise sind im September
unverändert geblieben. Erwartet wurde ein leichter Anstieg

Seite 2

Makrodaten-Check
um bis zu 0,1 %. Im Monat zuvor waren die Preise der Konsumenten
um 0,1 % gefallen. Auf das Jahr gesehen kletterten die
US Verbraucherpreise um 4,9 %.

Die Kernrate ist in den USA um 0,1 % gestiegen. Im
Vormonat hatte die Kernrate um 0,2 % zugelegt. Erwartet
wurde für September ein Plus im Bereich 0,1 bis 0,2 %. Gegenüber
dem Vorjahresmonat ist die Kernrate um +2,5 % geklettert.


Die Zahl der Erstanträge ist in den USA auf 461.000 gefallen.
Erwartet wurden 470.000 bis 475.000 neue Anträge nach zuvor

475.000 (revidiert von 478.000).
Die US-amerikanische Kapazitätsauslastung liegt im September
bei 76,4 %, verglichen mit rund 78 %, die aktuell erwartet
wurden. Damit wurde ein so niedriges Niveau erreicht, wie
seit Oktober 2003 nicht mehr. Im Monat zuvor hatte sie bei 78,7
% gelegen. Damit wurde der zuletzt veröffentlichte Wert unre


vidiert bestätigt.

Die US-amerikanische Industrieproduktion ist im September
um 2,8 % gefallen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich
von 0,8 %. Mit der aktuellen Veröffentlichung wurde der größte
Rückgang seit Dezember 1974 verzeichnet. Im Vormonat war
die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 1,0 %
zurückgegangen. Damit wurde der im letzten Monat veröffentlichte
Wert von -1,1 % leicht revidiert.

Der Philly Fed Index notiert im Oktober bei -37,5. Erwartet
wurde er im Bereich zwischen 0 und -5. Im Vormonat hatte er
noch bei +3,8 gestanden.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“)
sind in der letzten Woche um 79 Bcf auf 3.277 Bcf gestiegen. In
der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA
um 88 Bcf geklettert, im Vorjahr hatten sie bei 3.364 Bcf gelegen.


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s
Seite 3

Makrodaten-Check
Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories)
sind in der vorangegangenen Woche um 5,6 Mio. Barrel gestiegen,
nach zuvor +8,1 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den
USA im Wochenvergleich um 7,0 Mio. Barrel ausgeweitet, nach
zuletzt einem Plus in Höhe von 7,2 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das
Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten
Staaten erneut um 500.000 Barrel gefallen, nach schon
zuvor -500.000 Barrel.

Freitag:

Die Produktion im Baugewerbe ist im Bereich der Eurozone
im August um 0,1 % gestiegen.

Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist in der ersten Schätzung
für August einen Defizit von -9,3 Mrd. Euro aus verglichen
mit einem Überschuss in Höhe von +1,5 Mrd. Euro ein Jahr zuvor.
Das Plus des Vormonats lag bei -2,0 Mrd Euro. Die Ausfuhren
sind im Berichtsmonat zum Vormonat saisonbereinigt um 0,6 %
gestiegen, die Einfuhren um 1,0 % zurückgegangen.

Die Zahl der Wohnbaubeginne liegt in den USA im September
bei 817.000 und ist damit um 6,3 % zurückgegangen.
Erwartet wurden 870.000 bis 880.000 nach noch 872.000 im
Vormonat. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor veröffentlichten
895.000 nach unten revidiert.

Die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen
liegt im September bei 786.000, ein Minus von 8,3 % zum Vormonat.
Erwartet wurden 840.000 bis 845.000. Mit der aktuellen
Veröffentlichung fallen die Genehmigungen auf den niedrigsten
Stand seit November 1981 zurück. Im Monat davor waren
es 857.000 Wohnbaugenehmigungen in den USA gewesen.
Damit wurde der Vormonatswert von ehemals veröffentlichten

854.000 leicht nach oben revidiert.
Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan
für die USA notiert im Oktober bei 57,5. Erwartet wurde
er im Bereich 65 bis 68. Im Vormonat hatte der Index noch bei
70,3 notiert.

Unser Kommentar:

Von der amerikanischen Wirtschaft kommen unverkennbare Rezessionssignale.
Der von der Universität Michigan und Reuters
erhobene Index für das Konsumentenvertrauen brach im Oktober
so stark ein wie noch nie. Das Barometer sank von 70,3 auf 57,5
Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Juni.

Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 65,5 Punkte gerechnet.
Sein Rekordtief markierte der seit 1952 berechnete Index im Mai
1980 mit 51,7 Zählern. Es ist nicht mehr weit bis dahin. Auch die
Zahl der Hausbaubeginne sank im September um 6,3 Prozent auf

817.000 Einheiten und lag damit unter den Erwartungen. Die Baugenehmigungen
gaben um 8,3 Prozent auf 786.000 nach.
ZEW auf Rekordtief, die US-Industrieproduktion mit dem größten
Einbruch seit 1974, Absturz beim Philly Fed Index und beim Verbrauchervertrauen
in den USA, dazu ein stark rückläufiger US-Immobilienmarkt.
Sieht man sich die Wirtschaftsdaten dieser Woche
in der Gesamtheit an, dann muss man sich wundern, dass sich
die Aktienkurse noch einigermaßen über Wasser halten konnten.
„Katastrophal“ wäre noch eine Verniedlichung der Gemengelage.
Das deutet darauf hin, dass in dem gedrückten Kursniveau ein
Großteil an schlechten Nachrichten verarbeitet ist. Die nahende
Abgeltungssteuer und die stark gestiegene Geldmenge könnten
mittelfristig eine Erholungsrallye an den Aktienmärkten auslösen.
Aber man weiß nie, was dieser Krise noch alles einfällt – sicherheitshalber
würden wir deshalb alle Positionen knapp unterhalb
des Oktober-Tiefs per Stopp-Loss absichern.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

Anmeldemöglichkeit (1) :
Das Drei-Monats-Abo des Antizyklischen Börsenbriefs


Anmeldemöglichkeit (2) :
Das Jahres-Abo des Antizyklischen Börsenbriefs


Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die
Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden
Sie unter




Seite 4

CFD Trading CFD Trading
CFD Profi-Trading


Solon AG – Bärische Stabilisierung
deutet weitere Abgaben an

Solon AG – Kürzel SOO1 (DE)– Aktuell: 24,91 Euro

Charttechnische Situation: Die Aktie von Solon stürzte in den vergangenen
Wochen mit dem Markt weiter ab. Es kam zu einem Test
der bei 20,09 Euro liegenden Unterstützung nachdem die 33,50 $
nicht mehr gehalten werden konnte. Die Stabilisierung oberhalb von
20,09 Euro stellt bisher nur eine bärische Formation, einen Wimpel
dar. Geht es daraus trendbestätigend zur Unterseite, dann sind Abgaben
bis zunächst 18,77 Euro, bei schwachem Gesamtmarkt auch
bis ind en Bereich 15,00 Euro möglich. Erst der anstieg über die 29,24
Euro würde das Chartbild wieder aufhellen.

Trading: Der Short-Einstieg bietet sich bei Solon bei einem Ausbruch
aus dem Aufwärtstrend der Vortage an. Eine Stopp-Sell-Order kann
entsprechend bei 23,40 Euro gesetzt werden. Absichern lässt sich
die Position in diesem Fall per Stopp-Loss bei 27,70 Euro. Es sollten
nicht mehr als 1 % des verfügbaren Kapitals in diesem Trade riskiert
werden.

Solon: Einstieg: Stopp-Sell-Order: 23,40 Euro
Stopp-Loss gesamt: 27,70 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 18,38 %
Möglicher Gewinn bis 18,77 Euro (CRV ca. 1,08)
Möglicher Gewinn bis 15,00 Euro (CRV ca. 1,95)
Solon AG – Bärische Stabilisierung deutet weitere Abgaben an
Morgan Stanley: Einstieg: Stopp-Buy Order 20,28 $
Stopp-Loss gesamt: 16,90 $
Risiko bis Stopp Loss: 16,67%
Möglicher Gewinn bis 23,49 $ (CRV ca. 0,95)
Möglicher Gewinn bis 26,50 $ (CRV ca. 1,84)
Morgan Stanley – Zweiter Erholungsschub ist möglich
Morgan Stanley –
Zweiter Erholungsschub ist möglich


Morgan Stanley – Kürzel MS (US)– Aktuell: 19,03 $

Charttechnische Situation: Bei Morgan Stanley kam es im Zuge der
sich weiter verschärfenden Finanzkrise in den Vorwochen zu einem
Einbruch auf ein neues Tief. Bis auf 6,71 $ fiel die Aktie zurück, konnte
sich dann aber ebenso stark wieder erholen. Der Anstieg scheiterte an
der bei 23,49 $ liegenden Retracement-Widerstandsmarke. Zum ende
der vergangenen Woche kam es dann zu einem moderaten Rücksetzer,
welcher bereits am Freitag wieder gekauft wurde. Eine bullische
Kerzenformation wurde dabei ausgebildet, diese lässt kurzfristig noch
weiter steigende Notierungen möglich werden. Geht es über das Hoch
vom Freitag, dann ist ein Anstieg bis in den Bereich 23,49 $, später
26,50 $ möglich.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei Morgan Stanley via Stopp-Buy-
Order bei 20,28 $ an. Der Stopp-Loss kann unterhalb von 16,90 $ gesetzt
werden. Mehr als 1 % des verfügbaren Kapitals sollten in dieser
Position bei dem aktuellen Marktumfeld keinesfalls riskiert werden.



Seite 5

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Der GodmodeTrader Chartlehrgang:
Grundlagen der Candlestick-Chartanalyse
Es waren die Japaner, die im 16. Jahrhundert eine Methode der
Technischen Analyse entwickelten, um Preise von Reiskontrakten
zu analysieren, die an der Börse Osaka gehandelt wurden. Die
Technik, derer sich die Japaner damals bedienten und auch
noch heute benutzen, nennt sich Candlestick-Chartanalyse und
entstand noch vor den heute vor allem im Westen gebräuchlichen
Balken- sowie Point & Figure-Charts.

Candlestick-Charts zeigen die Eröffnung, das Hoch, das Tief
und die Schlusskurse in einem Format, dass den modernen
Tagesbalken-Charts sehr ähnlich ist.

Artikel des Autors Steve Nison, welche die Candlestick-Charts
erklären, erschienen im „Futures Magazine“ im Dezember
1989 und im April 1990 – Sie sehen, dass es einige Zeit gedauert
hat, bis im Westen die östlichen Analyse-Methoden einem
breiteren Publikum nähergebracht wurden. Das bekannteste
Buch über das Thema Candlestick-Charts ist „Japanese
Candlestick Charting Techniques“ von dem eben beschriebenen
Autor Steve Nison. Es ist mittlerweile auch in deutscher
Sprache erschienen („Technische Analyse mit Candlesticks.
Alle wichtigen Formationen und ihr Praxiseinsatz“).

Manche Marktteilnehmer sind von Candlestick-Charts fasziniert.
Vielleicht, weil sie das lang vergessene asiatische Geheimnis
der Investment-Analyse präsentieren. Andere Investoren
werden von dieser Mystik abgeschreckt. Unabhängig von ihren
Gefühlen über die Mystik der Candlesticks Charts empfehlen
ich Ihnen, ihren Nutzen aus der Candlestick-Chartanalyse
zu ziehen.

Candlestick-Charts illustrieren Angebot- und Nachfragekonzepte,
die durch die klassischen Technischen Analyse-Theorien


definiert werden nämlich auf eine visuell sehr ansprechende
Art und Weise, dazu im weiteren Verlauf dieser Lesson mehr.

Da Candlestick-Charts die Relation zwischen Eröffnungs-,
Hoch-, Tief-und Schlusspreisen anzeigen, können sie nicht
mit Wertpapieren verwendet werden, die nur Schlusskurse
beinhalten. Sie sollten auch nicht bei solchen Wertpapieren
angewendet werden, denen die Eröffnungskurse fehlen.

Die Bewegung vom Eröffnungskurs zum Schlusskurs bildet
den Kerzenkörper, siehe Abbildung 1. Der Kerzenkörper ist
schwarz, wenn der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs liegt,
und der Tagesverlauf somit negativ war. Liegt der Schlusskurs
oberhalb des Eröffnungskurses, ist der Kerzenkörper weiß. [Die
Japaner benutzen statt weisser rote Kerzen. Manchmal sehen
Sie jedoch in einem Chart rote und weisse Kerzen, die roten
Candlesticks nehmen in diesem Fall meistens die Stelle der
schwarzen Candlesticks ein, doch lassen Sie sich nicht verwirren:
Es ist aus den Trendbewegungen leicht ersichtlich, wie der
jeweilige Chartanwender die Farbkennzeichnung verwendet
hat]. An dieser Stelle wird schon ersichtlich, dass sowohl der Eröffnungskurs
als auch der Schlusskurs für die Analyse der täglichen
Kursbewegungen sehr wichtig ist.

Die Kursbewegungen oberhalb und unterhalb des Kerzenkörpers
werden als oberer und unterer Schatten bezeichnet. Es
gibt noch andere Bezeichnungen für den Schatten. So wird die
Linie von der Oberkante des Kerzenkörpers bis zum Höchstkurs
auch Docht genannt. Umgekehrt wird die Linie von der
Unterkante des Kerzenkörpers bis zum Tiefstkurs auch Lunte
genannt. Je nachdem, wie weit die Höchst- beziehungsweise
Tiefstkurse vom Kerzenkörper entfernt sind, sind die Schatten
entsprechend lang oder kurz.

Candlestick-Charts können auf Charts mit allen Intervallen angewendet
werden, es spielt also keine Rolle, ob Sie Wochen-,
Tages- oder auch Intraday-Charts für die Analyse verwenden.

Im Vergleich zu den Barcharts stellen sich Candlestick-Charts
wie in der nachfolgenden Abbildung 2 dar.

Wichtige Candlestick-Chart Patterns und Analyse

Die Candlesticks werden einzeln nach ihren Formen und gemeinsam
mit anderen Kerzen analysiert und gedeutet. Dabei

Seite 6

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
werden verschiedenen Kombinationen unterschiedlich gestalteter
Kerzen Namen sowie Bedeutungen für den weiteren
Verlauf der Kurse zugeordnet. Eine japanische Candlestick-
Formation kann aus einer einzelnen Kerze oder einer Kombination
aus mehreren, normalerweise nicht mehr als fünf, Kerzen
bestehen.

Die meisten Candlestick-Formationen deuten den Stillstand
eines Trends oder eine Trendumkehr an. Candlestick-Formationen,
die auf die Fortsetzung eines Trends hindeuten,
sind relativ selten. Die Interpretationen einer Trendumkehr
in einem Candlestick-Chart hängt sehr mit dem Chartmuster
einer Trendumkehr in der Barchart-Analyse zusammen. So
kann beispielsweise ein Key-Reversal-Day in einem Barchart
auch von einem Bullish-Belt-Hold beziehungsweise einem
Bearish-Belt-Hold in einem Candlestick-Chart dargestellt werden,
siehe Abbildung 3.

Ein wichtiger zu beachtender Punkt bei der Beurteilung, ob
eine Formation bullish oder bearish ist, ist die Trendrichtung

des Marktes vor Ausbildung der Formation. So können zum
Beispiel in einem Aufwärtstrend keine bullishen Umkehrformation
entstehen. Zwar können die Candlesticks einer
bullishen Formation gleichen, doch wenn der Trend abwärts
gerichtet ist, handelt es sich nicht um eine bullishe japanische
Candlestick-Formation. Genauso können Candlesticks
in einem Abwärtstrend keine bearishe Formation besitzen.
Aufgrund dessen müssen Sie den Trend bestimmen, bevor Sie
eine japanische Candlestick-Formation effektiv nutzen können.


Grundsätzlich dürfen von der Chandlestick-Charttechnik keine
unumstößlichen Gesetzmäßigkeiten erwartet werden, denen
der Kurs folgen muss.

Vielmehr liefert die Technik der Candlestick-Charts ein momentanes
Stimmungsbild der Börsenteilnehmer. Und darin
besteht auch die große Beliebtheit von Candlestick-Charts. Sie
kommt nämlich ohne eine zeitliche Verzögerung bei der Bestimmung
von Signalen aus und stellt auf eine sehr plastische
Weise das Anlegerverhalten inklusive einer entsprechenden
Voraussage über zukünftige Kursrichtungen dar - ausgedrückt
durch das Verhältnis von Eröffnung, Hoch, Tief und Schluss.

In diesem Sinne ist die Candlestick-Chartanalyse ein wichtiges,
visuell ansprechendes Trading-Tool, das sich auch sehr gut mit
anderen Analyseinstrumenten kombinieren lässt.

Die japanische Literatur verweist konstant auf zirka 40 Candlestick-
Umkehrformationen. Sie variieren von einzelnen Kerzen
bis hin zu komplexeren Formationen von bis zu fünf Kerzen,
die weniger beziehungsweise sehr signifikant sein können.

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Major Currencies: EUR/JPY, USD/CHF
Euro gegenüber japanischem Yen –
Weiterhin anfällig für ...

EUR/JPY Kurs: 137,64 JPY
Tageschart (log) seit 14.03.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Der Euro markierte gegenüber dem Yen nach
einer langfristigen Aufwertungsphase ein Mehrjahreshoch
bei 169,96 JPY im Juli 2008 und startete eine deutliche
Abwärtskorrektur. An der Kreuzunterstützung bei 147,73
JPY vollzog EUR/JPY im September eine kurze Kurserholung,
bevor mit dem anschließenden Rückfall unter 147,73 JPY
und dem damit verbundenen Verkaufsignal ein extremer
Kursrutsch startete. EUR/JPY verlor in den letzten Wochen
massiv an Wert und rutschte unter die 140,92 JPY Marke
zurück. Damit ist ein weiteres Verkaufsignal aktiv. Aktuell
konsolidiert das Währungspaar unterhalb dieser Marke
seitwärts. Das kurzfristige Chartbild ist bärisch zu werten,
das mittelfristige ist ebenfalls stark angeschlagen.

Charttechnischer Ausblick: So lange der Euro gegenüber
dem Yen unterhalb der mittelfristig zentralen Schlüsselstelle
bei 140,92 JPY notiert, bleibt er anfällig für weitere
Kursrücksetzer. Prinzipiell könnte die Kurserholung in Kürze
beendet und eine weitere Abwärtswelle gestartet werden.
Unterhalb von 132,00 JPY werden Abgaben bis 125,68 und
darunter ggf. 119,60 JPY wahrscheinlich. Geht es hingegen
wieder signifikant über 142,00 JPY, wäre eine Erholung
bis 145,27 und darüber ggf. 147,73 JPY möglich. Neue
Kaufsignale würden aber erst bei einer Rückkehr über 151,00
JPY entstehen.

US-Dollar gegenüber Schweizer Franken –
Kommt noch ein Kaufsignal oder ...

Rückblick: Der US-Dollar befindet sich gegenüber dem
Schweizer Franken in einer langfristigen Abwertungsphase,
welche nach heftigen Abschlägen Mitte März 2008 bei 0,9614 USD/CHF Kurs: 1,1357 CHF
CHF ihr vorläufiges Ende fand. Dort bei 0,9614 CHF startete eine Tageschart (log) seit 12.03.2008 (1 Kerze = 1 Tag)
Kurserholung in zwei Etappen, welche das Währungspaar bis auf
ein Zwischenhoch bei 1,1419 CHF im Bereich einer langfristigen
Pullbacklinie sowie des langfristigen Abwärtstrends ansteigen
ließ. Nach einem Kursrücksetzer an die EMAs (EMA200, EMA50)
im September tendierte das Währungspaar wieder aufwärts und
konsolidiert jetzt unterhalb der Widerstandselemente bei 1,1385

- 1,1477 CHF. Das kurzfristige Chartbild hat bullische Tendenz.
Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig stellt sich beim US-
Dollar in Franken weiterhin die Frage, ob der aktuelle Kursanstieg
nur ein bärischer Rücklauf an das letzte Ausbruchslevel der
langfristigen Pullbacklinie (grün) darstellt oder ob es sich um
den Start einer mittelfristigen Aufwärtsbewegung handelt.
Aktuell notiert USD/CHF am Schlüsselbereich. Gelingt jetzt
eine nachhaltige

Verfasst am: 10.01.2009, 10:32

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Das Beste aus zwei Welten
Ausgabe 0109 – 05.01.2009
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Makrodaten-Check

Ruhe zwischen den Jahren...

Video-Check

Ölpreis: Rallye bereits übertrieben?

CFD Trading
Der GodmodeTrader Chartlehrgang

Chartintervalle (Chartperioden)

Seite 8
Chartanalysen
Major Currencies: USD/CHF, EUR/USD
Devisen Galerie: EUR/HUF

&Inhaltsverzeichnis
Seite 1 Editorial
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5
Seite 10 Neues aus dem Web

Seite 11 Forex Snapshot

Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: EUR/USD-Ausblick 2009 (Teil 1)

Seite 11 Impressum/Disclaimer

Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Wie jedes Jahr haben Anfang Januar allerlei Propheten Hochkonjunktur.
Und natürlich wird dabei wieder sagenhafter Unsinn
verbreitet. Deshalb an dieser Stelle ein bescheidener Hinweis: Die
allermeisten Prognosen liegen so dermaßen daneben, dass es der
Mühe nicht lohnt, sie überhaupt zu lesen. Sparen Sie sich deshalb
die Zeit und machen Sie sich ihre eigenen Gedanken, vielleicht
bei einem Glas Glühwein oder einem gemütlichen Winter-
Spaziergang.

Sonst geht es Ihnen womöglich so ähnlich wie den zahllosen
Anlegern im gerade zu Ende gegangenen Jahr: Erst im Herbst
nahmen viele Börsianer erstaunt zur Kenntnis, dass wir tatsächlich
so etwas wie eine Krise haben. Zu Jahresbeginn 2008 war davon
leider so gut wie nirgends die Rede.

So wie die Dinge liegen, werden sich die Propheten diesmal
tendenziell vorsichtig optimistisch zu Wort melden. Getreu dem
Motto, dass nach einem katastrophalen Börsenjahr die Kurse zur
Abwechslung ja auch einmal nach oben klettern könnten.

Um den schlauen Sprüchen nicht erneut auf den Leim zu gehen,
sehen wir uns einige Fakten an.

Erstens: 2008 war aus Anlegersicht weitaus schlimmer als 1929. Am
Ende des ersten Jahres der ersten großen weltweiten Depression
notierte der Dow Jones bescheidene zehn Prozent im Minus. 2008
hat der DAX rund 40 Prozent verloren. Zweitens: Fakt ist auch,
dass der „Spaß“ nach 1929 erst so richtig losgegangen ist: Bis 1933
rauschte der Dow Jos um 90 Prozent in die Tiefe. Übrigens war im
Herbst 1929 angesichts erster Schwächesignale der Konjunktur
von einer „Wachstumsdelle“ die Rede.

Die verniedlichende Aussage ist eines von zahllosen Beispielen
dafür, wie lange die Menschen brauchen, bis sie Entwicklungen
akzeptieren und sich darauf einstellen. Das, und diese Prognose
können wir guten Gewissens abgeben, wird diesmal genauso
sein:

Die Menschen, und nicht nur die Börsianer, werden einige Zeit
brauchen, Jahre vermutlich, bis sie erkennen, dass diese Krise
anders ist als alles, was es in den vergangenen Jahrzehnten
gegeben hat. Bislang ist dieser Gedanke nur eine Ahnung einiger
weniger. Damit verknüpft ist allerdings die Schlussfolgerung,
dass auch die Konsequenzen einzigartig sein werden. Wie diese
aussehen werden, das allerdings kann Ihnen niemand sagen

– glauben Sie deshalb am besten nichts von dem, was Sie jetzt
wieder überall vorgesetzt bekommen.
Wir sehen daher von einer Prognose für 2009 ab, und formulieren
eine erste Vorahnung für die kommenden Jahre: Wir halten die
aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise für schwerwiegender und
dauerhafter als die Weltwirtschaftskrise nach 1929.

Was das für uns alle noch bedeuten wird, das werden wir sehen,
wenn weitere Wahrheiten im gerade beginnenden Jahr ans Licht
kommen. Doch warten Sie einen Moment, bevor Sie jetzt alle Ihre
Aktien verkaufen: Von Dezember 1929 bis April 1930 schnellte der
Dow Jones um 50 Prozent nach oben...

Schöne Grüße
Ihr Andreas Hoose
Chefredakteur Antizyklischer-Boersenbrief.de
Weitere Informationen unter _antizyklischer-boersenbrief.de



Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten: Ruhe zwischen den Jahren...


Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die
Informationen für die Börsen bedeuten.

Nur wenige Wirtschaftstermine gab es in der vergangenen Woche. Die Börsianer bereiten sich auf den Januar vor: Der erste Monat des
Jahres ist oftmals ein wichtiger Frühindikator für die weitere Entwicklung des Börsenjahres...

Montag:

Zum Vorquartal ist die Wirtschaftsleistung in Frankreich um
0,1 % gestiegen. Damit war bereits gerechnet worden. Im Quartal
zuvor hatte das Wachstum bei -0,3 % gelegen.

Dienstag:

Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte in Deutschland
sind in den ersten drei Quartalen 2008 gegenüber dem entsprechenden
Vorjahreszeitraum um 3,2 % auf 760,2 Mrd. Euro
gestiegen. Gleichzeitig kletterten die öffentlichen Ausgaben
um 2,5 % auf nun 774,8 Mrd. Euro. Der Saldo aus den Einnahmen
und Ausgaben führt zu einem kassenmäßigen Finanzierungsdefizit
der öffentlichen Haushalte in Höhe von 14,6 Mrd.
Euro. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist das Defizit somit
um rund 4,2 Mrd. Euro gesunken.

Lag die Nettokreditaufnahme in 2007 noch bei -18,4 Mrd. Euro,
so stand sie in diesem Jahr bei -15,6 Mrd. Euro.

Der Stand der Kreditmarktschulden betrug zum Ende des
Quartals 1.498,1 Mrd. Euro. Noch vor einem Jahr hatten diese
bei 1.481,8 Mrd. Euro gelegen.

Die Geldmenge M3 ist im November-Jahresvergleich in der Euro-
Zone um 7,8 % gestiegen nach zuvor 8,7 %. Das Dreimonatsmittel
des M3-Wachstums liegt bei 8,4 % nach zuletzt 8,7%.

Die Geldmenge M1 ist im Berichtsmonat im Vergleich zum
Vorjahr um 2,3 % geklettert nach +3,7 % im Vormonat. Der
Durchschnitt der letzten drei Monate liegt hier bei 2,4 %.

Die Kreditvergabe im privaten Sektor ist gleichzeitig gegenüber
dem Vorjahr um 7,1 % gestiegen nach einem 7,8 % Anstieg
im Monat zuvor. Mit der aktuellen Veröffentlichung liegt
das Dreimonatsmittel bei 7,8 %.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im Dezember
bei 34,1. Erwartet wurde er im Bereich 33. Im Vormonat hatte
der Index noch bei 33,8 gestanden.

Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im Dezember
bei 38,0. Erwartet wurde er hingegen deutlich höher im Bereich
45,2. Im Vormonat hatte er bei 44,7 notiert. Damit wurde die
ursprüngliche Veröffentlichung von 44,9 nach unten revidiert.

Unser Kommentar:

Das Verbrauchervertrauen in den USA befindet sich weiterhin im
freien Fall. Mittlerweile dürfte zwar ein Großteil negativer Erwartungen
in den Kursen enthalten sein, doch das Vertrauen der Verbraucher
spielt eine Schlüsselrolle in den USA: Rund 70 Prozent der
Wirtschaftsleistung werden von den Konsumenten bestimmt. Das
werden aufregende Monate...

Freitag:

Der US-amerikanische ISM Index notiert im Dezember bei
32,4 %. Erwartet wurde er im Bereich 35,4 %. Im Vormonat hatte
der Index noch bei 36,2 % notiert.

Unser Kommentar:

Der ISM-Index basiert auf einer monatlichen Umfrage des Institute
for Supply Management (ISM) bei Einkaufsmanagern (Supply
Managers) von 350 Unternehmen aus 20 repräsentativen Industriebereichen
der USA, die ihre derzeitige und künftige wirtschaftliche
Lage beurteilen. Ein Wert über 50 Punkten deutet auf eine Expansion
im verarbeitenden Gewerbe hin, während ein Wert unter
50 Punkten auf einen Rückgang hinweist. Ein Indexstand von 50
weist auf ein Nullwachstum hin und Werte unter 40 lassen auf eine
längere Rezession schließen. Der aktuelle Wert von 32,4 verheißt
demnach nichts Gutes.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

Anmeldemöglichkeit (1) :
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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die
Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden
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Seite 2

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Leoni AG –
Kaufsignal vor Bestätigung


Leoni AG – Kürzel LEO (DE)– Aktuell: 12,92 Euro

Charttechnische Situation: Leoni wurde bis auf 7,52 Euro massiv
in den vergangenen Monaten abverkauft und konnte sich davon
ausgehend dann zunächst dynamisch bis auf 12,27 Euro erholen.
Diese Widerstandsmarke hielt in den vergangenen Wochen auf. Der
Ausbruch darüber stellt ein neues Kaufsignal dar und wurde in der
vergangenen Woche mit einem Pullback bestätigt-. Geht es davon
ausgehend nun auf ein neues kurzfristiges Hoch, dann eröffnet sich
Folgepotenzial in der Aktie bis auf 16,72 Euro.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei Leoni an, sollte das Hoch der
Vortage durchbrochen werden. Entsprechend lässt sich eine StoppBuy-
Order bei 13,46 Euro setzen. Der Stopp-Loss kann in diesem Fall
bei 12,20 Euro platziert werden. Mehr als 1,00 % des Depotwertes
sollten in einer Tradingposition nicht riskiert werden.

Leoni AG: Einstieg: Stopp-Buy Order: 13,46 Euro
Stopp Loss gesamt: 12,20 Euro
Risiko bis Stopp Loss: 9,36 %
Möglicher Gewinn bis 16,72 Euro (CRV ca. 2,59)
Leoni AG – Kaufsignal vor Bestätigung
Demag Cranes: Einstieg: Stopp-Buy Order: 18,95 Euro
Stopp Loss gesamt: 17,14 Euro
Risiko bis Stopp Loss: 9,55 %
Möglicher Gewinn bis 21,91 Euro (CRV ca. 1,64)
Demag Cranes – Bullische Formationslage ist bestätigt
Demag Cranes – Bullische
Formationslage ist bestätigt

Demag Cranes AG – Kürzel D9C (DE)– Aktuell: 18,03 Euro

Charttechnische Situation: Auch bei Demag Cranes gelang in den
vergangenen Monaten eine Stabilisierung. Unterhalb von 17,61 Euro
bildete die Aktie dabei eine steigende Dreiecksformation aus, welche
mit dem Ausbruch zur Oberseite in der Vorwochen aufgelöst wurde.
Weitrer steigende Notierungen sollten hier die Folge sein, Potenzial
bietet sich bis in den Bereich 21,91 Euro. Zunächst läuft ein Pullback auf
das Ausbruchsniveau, welcher abgewartet werden kann. Nennenswert
unter die 17,61 Euro sollte die Aktie im Idealfall nicht mehr rutschen.

Trading: Ein Einstieg bietet sich auch bei Demag Cranes an, sollte das
Hoch der Vortage durchbrochen werden. Entsprechend lässt sich eine
Stopp-Buy-Order bei 18,95 Euro setzen. Der Stopp-Loss kann in diesem
Fall bei 17,14 Euro platziert werden. Mehr als 1,00 % des Depotwertes
sollten in einer Tradingposition nicht riskiert werden.

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Seite 4

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Der GodmodeTrader Chartlehrgang:
Chartintervalle (Chartperioden)
Anbei sind Monats-, Wochen-, Tages-und 60 Minutenchart
Darstellungszeitraum von diesem S&P 500 Index Chart: März
2002 bis April 2006
Chartintervall: Monatschart


Anbei ist der Kursverlauf vom S&P 500 Index ebenfalls seit
März 2002 dargestellt. Allerdings wurde hier ein anderes
Chartintervall gewählt; nämlich ein Wochenchart. In diesem
Wochenchart steht jede Kerze für eine Woche. Sie erkennen
die feinere Auflösung des Kursverlaufs gegenüber dem zuvor
gezeigten Monatschart. Im Wochenchart lassen sich mehr
Einzelheiten erkennen. Es handelt sich quasi um eine stärkere
Vergrößerungsstufe der Lupe. Es würde keinen Sinn machen
diesen mehrjährigen Kursverlaufsabschnitt im Tageschart
anzuzeigen, weil man dann die einzelnen Kerzen nicht mehr
erkennen könnte.

Beispiel 2 - Aktie der Deutschen Telekom im
4-fach Zoom


von der Aktie der Deutschen Telekom zu sehen. Farblich ist
der Kursverlaufsabschnitt umrahmt, den der Chart mit dem
nächstfeineren Chartintervall anzeigt.

Die 4 Monatskerzen, die im Monatschart (A) umrahmt sind,
zeigen im darunter dargestellten Wochenchart (B) eine schräg
verzogene so genannte inverse SKS Bodenformation, wobei
die letzte der Wochenkerzen nachrichtenbedingt mit einem
gewaltigen Gap Up (Kurslücke nach oben) über der Buy Triggerlinie
(Nackenlinie) der Formation eröffnete und damit ein
sauberes mittelfristiges Kaufsignal auslöste. Ein klarer Mehrwert
an Information für den charttechnischen Analysten. Im
Monatschart (A) ist zu erkennen, dass der Aktienkurs seit 2-3
Monaten wieder steigen kann.

Schön und gut. Aber die Frage, die sich stellt ist die, ob der Anstieg
weiter gehen kann. Und wenn ja, wie weit. Im Wochenchart
(B) zeigt sich eine charttechnisch bullische Signallage,
die die Prognose zuläßt, dass die Aktie mittelfristig mindestens
bis 15,50-16,00 Euro ansteigen dürfte.

Tageschart (C) zeigt, wie die Wochenkerze „innen“ aussieht.
Der erste Tag der Woche mit einem Gap Up und anschließendem
Anstieg (weißer Kerzenkörper), anschließend Ausbildung
eines Wimpels und dann Ausbruch aus diesem nach
oben. Also eine schwache Bestätigung der Aussage, die durch
Prüfung des Wochencharts getätigt werden konnte.

Der 60 Minutenchart (D) zeigt den Kursverlauf nach dem Gap
Up in noch einer feineren Auflösung. Im 60 Minutenchart ist
ein Rechteck (Rectangle) zu erkennen, aus dem es am letzten
Tag der Woche zu einem Ausbruch nach oben gekommen war.
Für kurzfristig ausgerichtete Trader ist Chart (D) sehr wichtig.
Ein Rückfall auf 14,17 Euro könnte auf Sicht einiger Stunden
gehebelt (über Hebelzertifikate, Optionsscheine, CFDs) gekauft
werden. Bei 14,17 Euro liegt eine gute Unterstützung,
die mindestens eine mehrstündige Gegenbewegung einleiten
würde. Das protektive Stopp für einen gehebelten Trade
könnte außerdem sehr eng gesetzt werden.

In dem Beispiel ging es darum, die Bedeutung und den Mehrwert
durch das Umschalten von Chartintervallen hervorzuheben.


Seite 5

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Beispiel 2 - Aktie der Deutschen Telekom im
4-fach Zoom

Anbei der Linienchart vom Nasdaq100 Index von 2003 bis Juli
2005 als Übersichtsdarstellung.

Zu erkennen, ist die Rallye in 2003 und anschließend in 2004
die volatile Konsolidierungsphase.


Anbei nun der Kerzenchart vom Nasdaq100 im Wochenintervall
mit Darstellung des gleichen Kursverlaufsabschnitt. .
In einen Chart lassen sich sehr viele Trendlinien einzeichnen.
Einen guten charttechnischen Analysten zeichnet es aus, dass
er die wirklich dominanten Linien sondiert und den gesamten
restlichen Wirrwarr als zumindest temporär irrelevant
klassifizieren und exkludieren kann. Im vorliegenden Chart
sind 2 Trendlinien als die maßgeblichen für den Kursverlauf
in 2004 und 2005 eingezeichnet. Das Konsolidierungsmuster
in 2004 läßt sich als relativ angeordneter Doppelboden und
als symmetrisches Dreieck interpretieren. Aus beiden gab es
im August 2004 einen Fehlausbruch nach unten, der jedoch
in wenigen Wochen durch ein „Rebreak“ wieder ausgebügelt
werden konnte. Um die Bedeutung der Darstellungsmöglichkeit
in unterschiedlichen Chartintervallen zu verdeutlichen,
soll es im Folgenden um den Punkt gehen, wo der Index auf
Trendlinie A aufsetzt und nach oben abprallt. Die 3 Wochenkerzen,
die auf der Trendlinie A zustande kamen, zeigen kein
wirklich durchschlagend bullisches Muster.

Fortsetzung des GodmodeTrader-
Chartlehrgangs in der nächsten
Ausgabe des Forex - CFD - Reports.

Seite 6

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Major Currencies: USD/CHF, EUR/USD
US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken
– Erholung trifft auf Widerstand bei…

USD/CHF Kurs: 1,0998

Tageschart (log) seit 28.05.2008 (1 Kerze = 1 Tag)

Euro gegenüber US-Dollar –
Noch ein Stück tiefer, dann…

Rückblick: Der Euro vollzog im Spätsommer eine massive
Abwertung gegenüber dem US-Dollar und rutschte um über
20% ab. Nach einem Jahrestief bei 1,2328 USD im Oktober
startete zunächst eine Seitwärtsbewegung auf tiefem Niveau,
bevor es im Dezember zu einer massiven Kursrallye kam.

Nach einem Rallyehoch bei 1,4717 USD kam es in den
vergangenen Wochen zu einer Korrektur des starken Anstiegs,
es läuft eine zweite, abwärts gerichtete Korrekturwelle
seit dem Dezemberhoch. Dabei nähert sich EUR USD der
Kreuzunterstützung aus exp. GDL 50 (EMA50) auf Tages- und
exp. GDL 200 (EMA200) auf Wochenbasis bei 1,3517 -1,3524
USD. Das sehr kurzfristige Chartbild ist leicht bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro sollte jetzt idealerweise
weiter bis 1,3517 - 1,3524 USD zurückfallen. Dort bei 1,3500 -
1,3524 USD könnte die Zwischenkorrektur enden und EUR/USD
wieder signifikant nach oben drehen. Unterhalb von 1,3500
USD läge im Falle eines Rückfalls per Tagesschluss bei 1,3273
USD das tiefe Abwärtsziel.

Geht es nach Abschluss des Kursrücksetzers oder alternativ
direkt wieder über 1,3970 USD, werden steigende Notierungen
von EUR/USD bis 1,4300 und 1,4717 - 1,4967 USD möglich.

Unter 1,3080 USD sollte das Währungspaar jetzt aber möglichst
nicht mehr zurückfallen um einen erneuten Rutsch an das Tief
aus 2008 bei 1,2328 USD zu verhindern.

Rückblick: Der US-Dollar markierte gegenüber dem
Schweizer Franken nach einer langfristigen Abwertungsphase
Mitte März 2008 bei 0,9614 CHF ein Mehrjahrestief und
startete eine mittelfristige Kurserholung. Bei 1,2301 CHF
endete diese Erholung im November 2008, im Dezember
startete eine deutliche Abwärtsbewegung.

Bis in den Bereich bei 1,0405 CHF rutschte das Währungspaar
USD/CHF ab, bevor kurz vor Jahreswechsel eine spürbare
Erholung auf die Verluste startete. Aktuell nähert sich die
Erholung dem Widerstandsbereich bei 1,1140 - 1,1200 CHF.

Charttechnischer Ausblick: Der US-Dollar ist gegenüber
dem Franken im übergeordneten Chartbild jetzt wieder
leicht kritisch zu betrachten. Es gilt wieder, sehr kurzfristig zu
agieren. Bei 1,1140 - 1,1200 CHF und 1,1310 - 1,1385 CHF
trifft das Währungspaar jetzt auf harten Widerstand. So lange
diese Preisbereiche nicht wieder nachhaltig überwunden
werden, bleibt das kurzfristige Bild kritisch. Geht es wieder
signifikant unter 1,0400 CHF, könnte es zu einem weiteren
Kursrutsch bis 1,0009 und ggf. sogar 0,9614 CHF kommen.


Eine Rückkehr über 1,1400 CHF hingegen würde wieder
die Chance auf Kursgewinne bis 1,1923 und 1,2301 CHF
eröffnen.

EUR/USD Kurs: 1,36843 USD

Tageschart (log) seit 16.05.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Seite 8

Devisen-Galerie: EUR/HUF
EUR/HUF Kurs: 265,98 HUF

Wochenchart (log) seit 18.06.2008 (1 Kerze = 1 Woche)


Euro gegenüber ungarischem Forint –
Mittelfristig weiter hoch, wenn…

Rückblick: Der Euro befindet sich gegenüber dem
ungarischen Forint in einer langfristigen Seitwärtsbewegung.
Das letzte Mehrjahreshoch markierte EUR/HUF bei 285,00
HUF im Juni 2006 und startete eine Abwärtsbewegung
bis 227,57 HUF. Dort startete im Juli 2008 eine starke
Aufwertungsphase des Euro, die Turbulenzen auf Grund der
Finanzkrise ließen EUR/HUF steil bis an das Hoch aus 2006 bei
285,00 HUF ansteigen.

Aktuell wird diese Kursrallye korrigiert, wobei sich das
Währungspaar auf hohem Niveau in einer dreiecksförmigen
Handelsspanne einpendelt. Das kurzfristige Chartbild ist
neutral zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro die Chance, nach
Beendigung der laufenden Dreieckskonsolidierung auf hohem
Niveau weiter aufzuwerten gegenüber dem Forint. Geht es
wieder über 270,00 HUF, wird eine Aufwärtsbewegung bis
an das Hoch aus 2006 bei 285,00 HUF und darüber hinaus ca.
300,00 - 320,00 HUF auf mittelfristige Sicht möglich.

Fällt EUR/HUF hingegen wieder signifikant unter 257,00 HUF
zurück, könnte es zu einer Abwärtskorrektur bis 252,84 und
ggf. 246,00 - 249,00 HUF kommen.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader.de erschienen sind:

EUR/GBP

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inPfund-
laesst-etwas-Luft-ab-aber,a1098145,c29.html


USD/MXN

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/USDollar-
in-Peso-Die-Bullen-auf-der-Lauer,a1098141,c29.html


EUR/CZK

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/
Euro-gg-tschechischer-Krone
-Die
-Bullen-bleibendran,
a1098123,c29.html


EUR/NOK

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/
Euro
-gg-norwegischer-Krone-Ruecksetzer-alsKaufchance,
a1098067,c29.html


EUR/SEK

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/
Euro
-gegenueber-schwedischer-Krone
-Ende
-derRallye,
a1096529,c29.html


Seite 9

Neues aus dem Web
Superreiche verlieren 30 Prozent
ihres Vermögens

Düsseldorf (BoerseGo.de) - Einem Medienbericht zufolge haben
die reichsten Deutschen durch die Finanzkrise persönliche
Verluste in Milliardenhöhe erlitten. Joachim Paul Schäfer, einer
der dienstältesten Vermögensbetreuer für reiche Privatleute,
schätzt die Verluste der reichsten deutschen Familien seit
Sommer 2007 auf „durchschnittlich 30 Prozent“,...

Weiter gehts auf: http://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1098303

Dollar wird Experten zufolge in 2008 gegenüber
Euro und Yen zulegen

New York (BoerseGo.de) -Der Dollar, Yen und Schweizer
Franken dürfte in diesem Jahr Strategen und Investoren zufolge
gegenüber den schwächsten Währungsmärkten in 2008 an
Wert verlieren.

Weiter gehts auf: http://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1097995

Jim Rogers kauft wieder chinesische Aktien

New York (BoerseGo.de) -Der bekannte Buchautor und
internationale Investor Jim Rogers sagte gestern in einem
Interview in Hongkong, dass er auf dem chinesischen
Aktienmarkt wieder als Käufer unterwegs ist. Der 66jährige
Investor begann mit dem Kauf chinesischer Aktien im Jahr 1988
und sieht nun die größten Chancen bei Aktien, die in Hongkong
und Singapur gelistet sind...

Weiter gehts auf: http://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1096909

2009: Wie das Wetterphänomen “La Nina”unsere
Ernte bedroht

Rio de Janero (BoerseGo.de) -Die Getreide- und Ölsaaternte
auf unserem Globus könnte im Jahr 2009 durch das
Wetterphänomen “La Nina” bedroht werden. In den letzten
Wochen hat sich das Wetterphänomen, welches durch kälter
als normale Temperaturen für der Westküste Südamerikas
ausgelöst wird, schnell verstärkt. Diese sogenannte Klima-
Anomalie wirkt sich nachhaltig auf die Te.. .

Weiter gehts auf: http://_boerse-go.de/archiv/display/
extended/seite/3/boxId/191

Seite 10

Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,3684 +_)
USD/JPY 93,5 )))
GBP/USD 1,4502 )))
USD/CHF 1,0998 _))
USD/CAD 1,2101 )_)
AUD/CAD 0,8557 _)+
AUD/USD 0,7074 _))
AUD/JPY 66,17 _++
AUD/CHF 0,7847 _)+
CHF/JPY 84,25 ++)
CAD/JPY 76,98 )++
EUR/JPY 126,81 )))
EUR/CHF 1,5063 _))
EUR/TRY 2,0864 )__
EUR/CZK 26,731 __)
EUR/GBP 0,9361 )__
EUR/HUF 265,98 ___
EUR/NOK 9,4017 +__
EUR/PLN 4,131 _))
EUR/SEK 10,692 )__
EUR/ZAR 12,842 ))_
GBP/CHF 1,6098 _++
GBP/CAD 1,7574 +))
NZD/USD 0,5825 )++
USD/DKK 5,4923 )))
USD/HKD 7,7532 _+)
USD/NOK 6,9188 __)
USD/SEK 7,8823 )))
SGD/USD 0,6789 )+)
USD/MXN 13,6258 ___
Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73
(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
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Harald Weygand
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Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §
27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
(GodmodeTrader.de)
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Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
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typischerweise einmal pro Woche (Mo.)

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der Erstellung. Vorhersagen zur Kursentwicklung von Währungen am
Spotmarkt, die auf früheren Preisen basieren, enthalten keine Garantie
für die Richtigkeit dieser Kurse. Informationen über die Währungspreise
werden uns von Dritten zur Verfügung gestellt. Obwohl wir glauben,
dass unsere Quellen zuverlässig und vertrauenswürdig sind, können
wir deren Genauigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und korrekte
Reihenfolge nicht garantieren. Wir untersuchen weder die Anbieter der
Währungskurse, auf die sich unsere Prognosen beziehen, noch betrachten
wir irgendwelche Finanzdaten oder andere Informationen solcher
Anbieter. Daher stellen unsere Prognosen keine Analyse von kommerziellen
oder finanziellen Faktoren dar, die für künftige Bewegungen der
Währungskurse relevant sein können. Unsere Prognosen ziehen weder
die spezifische Situation, Erfahrung und das Risikoprofil eines einzelnen
Investors in Betracht, noch berücksichtigen sie die Steuerimplikationen
einer Anlage. Wir können den Erfolg einer Investition, die Sie aufgrund
unserer Informationen tätigen, nicht garantieren. Investitionen sind
stets mir Risiko verbunden. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen,
marktbedingten oder sonstigen Entwicklungen kann es zu Verlusten
kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust. Die Charts im
Godmode Devisen Report werden mit Teletrader Professional und Tradesignal
erstellt.

Seite 11

Makro View
EUR/USD-Ausblick 2009 (Teil 1)

Wohin führt der Weg im neuen Jahr?


Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, und Analysten wie
Investoren zerbrechen sich den Kopf darüber, wohin der
Weg von EUR/USD 2009 führen wird. Ein klarer Trend,
auf den sich alle einigen können, ist bei dem sich aktuell
um die 1,36er-Marke bewegenden Währungspaar nicht
auszumachen. Vielmehr war der Handel bei EUR/USD
zuletzt von volatilen Kursbewegungen und kurzfristigen
Richtungsänderungen geprägt.

Um doch eine Prognose für die Entwicklung des Wechselkurses
2009 erstellen zu können, sollen in einem zweiteiligen
Artikel die wichtigsten kursbeeinflussenden Faktoren
jeweils einzeln analysiert werden, um dann in der
Zusammenschau zu entscheiden, ob die Mehrheit für einen
steigenden oder fallenden Kurs von EUR/USD spricht.
Untersucht werden die Zinspolitik, die wirtschaftlichen
Fundamentaldaten, die Entwicklung der Aktienbörsen,
die mit der Finanzkrise zusammenhängenden Kaptalflüsse
sowie die Staatsverschuldung. Ein charttechnischer
Ausblick rundet die Analyse ab. In der heutigen ersten Folge
werden die Zinssituation sowie die Wirtschaftsdaten in
den USA unter die Lupe genommen.

Zinspolitik

Gegen eine deutliche Erholung des US-Dollar zum Euro
spricht auf jeden Fall die derzeitige US-Zinspolitik. Mit der
Einführung des Quasi-Nullzinses in den USA durch die Absenkung
der „Fed Funds Rate“ auf eine Spanne von 0,00%
bis 0,25% ist die klassische Geldpolitik der Fed an ihrem
Ende angelangt. Niemals in der Geschichte der Vereinigten
Staaten war das Leitzinsniveau niedriger. Hinzu kommt
noch die Ankündigung von Fed-Präsident Ben Bernanke,
der US-Leitzins werde nun einen längeren Zeitraum auf
diesem „außergewöhnlich niedrigen“ Niveau verbleiben.

In der Folge historisch niedriger Leitzinsen tendiert die
US-Dollar-Nachfrage von Investment-Seite gegen Null,

da ein Greenback praktisch ohne Zinsen für Anleger natürlich
unattraktiv ist. Manche Beobachter sprechen von
einer Kapitulation der US-Notenbank, die ihren Leitzins
zu schnell zu tief gesenkt hat und damit nun all ihr Pulver
verschossen hat. Das eingegangene Risiko ist hoch,
da das Erreichen des Hauptziels einer Ankurbelung der
US-Wirtschaft fraglich bleibt. Das den Markt überschwemmende
billige Geld könnte aber mit Verzögerung die gerade
zurückkommende US-Inflationsrate wieder deutlich
ansteigen lassen.

Demgegenüber verhält sich die Europäische Zentralbank
weiter eher zögerlich mit Blick auf deutliche Zinssenkungen.
Ausgehend von dem aktuellen EU-Leitzinsniveau
von 2,50% ist zwar noch mit einer erneuten Senkung um
50 Basispunkte im ersten Quartal 2009 zu rechnen, ein
Leitzinsniveau unterhalb der historischen Untergrenze
von 2,00% ist aber keinesfalls ausgemachte Sache. Zuletzt
warnte auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, dass eine
Zinssenkung im Januar alles andere als sicher sei. Andere
EZB-Mitglieder wie Vizepräsident Lucas Papademos, der
gleich mehrfach eine weitere Lockerung der Geldpolitik in
Aussicht stellte, geben sich zinspessimistischer. Insgesamt
dürfte der EU-Leitzins im gerade begonnenen Jahr bis
maximal 1,50% sinken, womit eine dauerhafte und nachhaltige
Zinsdifferenz zugunsten der Eurozone bestehen
bleiben wird.

Zusätzlich zu ihrer Bekanntgabe eines dauerhaften Leitzinses
nahe der Null-Prozent-Marke kündigte die US-Notenbank
an, nun zu anderen Maßnahmen zur Steuerung
der Geldpolitik zu greifen. So stellte man den Rückkauf
lang laufender US-Staatsanleihen in Aussicht, was die
Rendite zehnjähriger Papiere, die sich derzeit um 2,3% bewegt,
noch weiter absinken lassen würde. Zuvor hatte die
Fed bereits hypothekenbesicherte Anleihen der großen
Hypothekenfinanzierer mit einem Volumen von 500 Milliarden
USD sowie Konsumenten-, Auto- und Studentendarlehen
im Wert von 200 Milliarden USD erworben. Mit

Seite 12

Makro View
dem Aufkauf von Wertpapieren durch die Fed im großen
Stil und die damit verbundene Ausweitung ihrer Bilanz ist
der Übergang zum „Quantitative Easing“ vollzogen. Dieses
Krisenrezept löst damit die „Fed Funds Rate“ als das wichtigste
geldpolitische Instrument ab, da mit einem bereits
praktisch auf Null abgesenkten Leitzins keine weitere
Stimulierung der Konjunktur mehr zu erzielen ist. Durch
massive Wertpapierkäufe wuchs die Bilanzsumme der Fed
alleine 2008 um 149% im Jahresvergleich auf nunmehr

2.311 Milliarden USD. Da die „quantitative Lockerung“
weitergehen dürfte, ist mit einem weiteren Anschwellen
der Fed-Bilanzsumme bis in die Region von 5.000 bis 6.000
Milliarden USD zu rechnen, was mit sinkenden Renditen in
USD-Papieren und damit mit einer verringerten Nachfrage
nach dem US-Dollar einhergehen dürfte. Von der Zinsseite
her ist damit ein steigender Kurs von EUR/USD in 2009 zu
favorisieren.
Wirtschaftliche Fundamentaldaten

Die ökonomische Situation wie auch der wirtschaftliche
Ausblick für die USA sprechen ganz klar gegen neue Kursgewinne
des US-Dollar. Nach der offiziellen Einschätzung
des „National Bureau of Economic Research“ (NBER) befinden
sich die USA bereits seit Dezember 2007 in einer
Rezession, die zudem noch länger andauern dürfte. Dabei
benutzt das NBER-Institut nicht die gängige Definition einer
„technischen Rezession“ (zwei Quartale in Folge mit
negativem Wirtschaftswachstum), sondern eine viel breiter
angelegte Definition, die neben den reinen BIP-Zahlen
auch die Entwicklung bei Beschäftigung, Einkommen,
Absatz und Produktion berücksichtigt. Das annualisierte
US-Bruttoinlandsprodukt hat im dritten Quartal 2008
ein Minus von 0,5% zu verzeichnen gehabt. Dies ist der
schwächste Wert seit dem dritten Quartal 2001 (-1,4%). Im
zweiten Quartal hatte sich noch ein Plus von 2,8% beim
US-BIP ergeben. Zugleich ließ die US-Regierung bereits
verlauten, dass für das vierte Quartal mit einem weiteren
und noch stärkeren Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet
werden muss.

Der US-Arbeitsmarktbericht für November ist mit einem
Stellenabbau von 533.000 katastrophal schwach ausgefallen.
Es ist der stärkste Rückgang der Beschäftigung seit
Dezember 1974. Ökonomen hatten im Konsens lediglich
mit einem Stellenrückgang um 333.000 gerechnet. Zudem

wurde der Vormonatswert von -240.000 auf -320.000 revidiert.
Die Arbeitslosenquote fiel mit 6,7% leicht besser als
die im Konsens erwarteten 6,8% aus (Vormonat: 6,5%). Die
US-Arbeitslosen-Erstanträge für die Woche zum 20.12. lagen
mit 586.000 deutlich oberhalb der Konsensschätzung
von 554.000, gingen in der Weihnachtswoche jedoch saisonbedingt
auf 492.000 zurück. Damit ist am US-Arbeitsmarkt
noch keinerlei Entspannung in Sicht, vielmehr dürfte
es noch weiter abwärts gehen.

Ähnlich schlecht sieht es am US-Immobilienmarkt aus.
Hier hat der S&P/CaseShiller-Hauspreisindex für Oktober
mit einem Rekordrückgang von 18,0% im Jahresvergleich
aufgewartet. Die Konsensschätzung hatte mit einem
Wert von -17,9% kalkuliert, nachdem der Index im Vormonat
bereits um 17,4% gefallen war. Der Index misst
die Entwicklung der Immobilienpreise in den 20 größten
US-Metropolen und verlor auch im Monatsvergleich deutlich
(-2,2%). So lange die Hauspreise weiter fallen, bleibt
auch die Stimmung der US-Konsumenten am Boden.
Konsequenterweise hat das US-Verbrauchervertrauen für
Dezember mit einem kräftigen Rückgang auf 38,0 Zähler
und damit auf ein neues Allzeittief enttäuscht. Analysten
hatten im Schnitt mit einer leichten Verbesserung auf 45,7
Punkte kalkuliert, nachdem das Stimmungsbarometer im
November bei 44,7 Zählern gelegen hatte.

Keinen Lichtblick gibt es zudem im US-Industriesektor. Der
ISM Index, das Stimmungsbarometer für das verarbeitende
Gewerbe in den USA, ist im Dezember auf 32,4 Punkte gefallen
und notiert damit so niedrig wie seit Juni 1980 nicht
mehr. Ökonomen hatten im Konsens mit einem Rückgang
auf 35,4 Zähler kalkuliert, nachdem der Index im November
noch bei 36,2 Zählern gelegen hatte. Der Subindex für
die neuen Auftragseingänge sank zudem auf ein neues
Allzeittief von 22,7 Zählern. Der Rundumschlag über die
US-Wirtschaftsdaten demonstriert, in welch schlechtem
Zustand sich die US-Ökonomie befindet. Besserungstendenzen
aufgrund der extrem gelockerten Geldpolitik sind
bislang nicht zu erblicken, vielmehr verbleibt das Risiko
auf der Unterseite. Aus Sicht der wirtschaftlichen Fundamentaldaten
ist daher mit neuen Kursgewinnen von EUR/
USD zu rechnen.

Volker Zenk
FXdirekt Bank

Seite 13

Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

-6,32%
-5,60%
-4,38%
-4,20%
-3,96%
-2,62%
-2,05%
-1,65%
-1,59%
-1,04%
-0,82%
-0,48%
-0,45%
-0,27%
-0,25%
0,04%
0,28%
0,59%
0,65%
1,27%
1,38%
1,81%
3,01%
3,49%
4,29%
5,12%
5,13%
5,77%
6,06%
8,34%
-30,00%-25,00%-20,00%-15,00%-10,00%-5,00%0,00%5,00%10,00%
AUD/CHFAUD/JPYUSD/DKKGBP/CHFUSD/CHFCAD/JPYUSD/JPYUSD/SEKAUD/USDUSD/MXNAUD/CADEUR/CHFEUR/CZKSGD/USDUSD/HKDUSD/NOKEUR/HUFUSD/CADNZD/USDEUR/PLNGBP/USDGBP/CADEUR/JPYCHF/JPYEUR/SEKEUR/TRYEUR/GBPEUR/USDEUR/NOKEUR/ZAR
Seite 14

Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2008

30,69%
18,63%
-6,14%
27,60%
23,11%
13,38%
-14,51%
-22,17%
-11,33%
-26,89%
14,77%
-23,92%
21,35%
5,36%
27,57%
-0,55%
-2,11%
0,97%
-8,92%
-1,84%
25,11%
-19,09%
21,99%
-16,27%
-31,42%
-2,96%
-28,44%
7,49%
-32,29%
-20,69%
-60,00%-40,00%-20,00%0,00%20,00%40,00%
AUD/CHFAUD/JPYUSD/DKKGBP/CHFUSD/CHFCAD/JPYUSD/JPYUSD/SEKAUD/USDUSD/MXNAUD/CADEUR/CHFEUR/CZKSGD/USDUSD/HKDUSD/NOKEUR/HUFUSD/CADNZD/USDEUR/PLNGBP/USDGBP/CADEUR/JPYCHF/JPYEUR/SEKEUR/TRYEUR/GBPEUR/USDEUR/NOKEUR/ZAR
Seite 15

Verfasst am: 23.01.2009, 22:07

&GodmodeTrader
F rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 0209 – 12.01.2009
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Deutsche Exporte brechen ein...
Seite 4 Video-Check
Gold: Wie weit geht es noch aufwärts?
Seite 5 CFD Trading
Seite 6 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Chartintervalle (Chartperioden) - Teil II
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: USD/JPY, GBP/USD
Devisen Galerie: EUR/TRY
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 12 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: EUR/USD-Ausblick 2009 (Teil 2)
Seite 12 Impressum/Disclaimer
&GodmodeTrader
F rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 0209 – 12.01.2009
Seite 1 Editorial
Seite 2 Makrodaten-Check
Deutsche Exporte brechen ein...
Seite 4 Video-Check
Gold: Wie weit geht es noch aufwärts?
Seite 5 CFD Trading
Seite 6 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Chartintervalle (Chartperioden) - Teil II
Seite 8 Chartanalysen
Major Currencies: USD/JPY, GBP/USD
Devisen Galerie: EUR/TRY
Seite 10 Neues aus dem Web
Seite 12 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: EUR/USD-Ausblick 2009 (Teil 2)
Seite 12 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Neues Jahr, altes Leid: 2009 beginnt nicht gerade besser, als 2008
endete. Kaum fassbare Einbrüche bei den Auftragseingängen
der Industrie, die Commerzbank hängt nun dauerhaft am
Tropf des staatlichen Rettungsfonds, und zu allem Überfluss
flammt der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland mit
Vehemenz neu auf; wohl nicht zufällig zur konjunkturellen und
klimatischen Unzeit.

Auch ein Blick über den großen Teich lässt einen nicht warm
werden. Wenn Barack Obama in einer guten Woche sein Amt als
Präsident der (noch) mächtigsten Nation der Welt antritt, dann
hat er einem solchen Haufen Themen zu meistern, dass sogar
seine morgendlichen Trainingseinheiten im Kraftraum zeitlich
unwahrscheinlich werden. Die einst stolze Autoindustrie ist
nur noch ein riesiger Zombie, angewiesen auf regelmäßige
Dollarinfusionen. Und die Infrastruktur des Landes ist zu großen
Teilen marode und veraltet. Das ist mit ein Grund dafür, dass in
den USA gerne mal regional stundenlang der Strom ausfällt.

Aber Barack Obama ist ein kluger Mensch. Wenn schon
massenhaft neue Schulden gemacht (zu sehr niedrigen Zinsen)
und Geld gedruckt wird, warum dann nicht diese Chance
nutzen und das Land grundlegend sanieren? Das macht sogar

Sinn; denn immerhin wird damit der Boden bereitet für den
nächsten Aufwärtsschub, der so sicher kommt wie in jeder
Krise der Weltuntergang gepredigt wird. Am Ende wird es
wohl auf eine Billion US-Dollar hinauslaufen, die Obama in ein
riesiges Konjunkturpaket stecken kann. Damit lässt sich schon
etwas anfangen. Dass die ungehemmte Schuldenorgie mittelund
langfristig höchst bedenklich ist, dürfte offensichtlich sein.
Aber Wirtschaft ist keine wirklich exakte Wissenschaft, und es
liegt in der Natur der Sache bzw. des begrenztem Horizontes
des Menschen, dass nachhaltiges Denken und Handeln kaum
möglich ist. Letztlich ist diesem Ansatz aber auch der gigantische
Wirtschaftsboom der letzten Jahrzehnte zu danken.

In diesem Sinne: Lasst uns auch 2009 durchwursteln – irgendwie
geht es ja immer weiter, das weiß sogar der Volksmund! Ich
wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr:
Lassen Sie sich nicht herunterziehen, älter und ärmer werden
wir von ganz alleine.

Schöne Grüße
Ihr Daniel Kühn
Chefredakteur TradersJournal



Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten: Deutsche Exporte brechen ein...


Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die
Informationen für die Börsen bedeuten.

Eine Woche weiterer Hiobsbotschaften liegt hinter uns: Hervorzuheben sind die Zahlen zum deutschen Export, die einen historischen
Einbruch verzeichneten. Die Experten hatten sich (wieder einmal) total verrechnet...

Montag:

Die US-amerikanischen Bauausgaben sind im November um 0,6
% gesunken. Erwartet wurde ein Rückgang um 1,3 %. Im Vormonat
waren die Bauausgaben in den USA nur um 0,4 % zurückgegangen.
Ursprünglich war der Rückgang im letzten Monat mit -1,2 %
angegeben worden.

Der sentix-Gesamtindex für Deutschland steigt im Januar auf
-34,4, von -42,25 im Vormonat. Damit kletterte der Index so stark
wie seit August 2005 nicht mehr. Erwartet wurde für die aktuelle
Veröffentlichung sogar mit einem weiteren Rückgang auf -44.

Dienstag:

Der deutsche Dienstleistungsindex für Dezember notiert bei
46,6. Erwartet wurde der Index bei 46,4. Im Vormonat hatte er noch
bei 45,1 gestanden.

Der Dienstleistungsindex für die Eurozone notiert in der zweiten
Veröffentlichung für Dezember bei 42,1. Damit wurde die offizielle
Vorabschätzung von 42,0 leicht nach oben revidiert. Im Vormonat
hatte der Index noch bei 42,5 gestanden.

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert in der
zweiten Veröffentlichung für Dezember insgesamt bei 38,2. Die
Vorabmeldung wurde damit leicht von 38,3 nach unten revidiert.
Gerechnet wurde in der aktuellen revidierten Fassung mit einem
unveränderten Stand von 38,3. Im Vormonat hatte er bei 38,9 gelegen.


Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone
für Dezember geht von einer Jahresteuerung von 1,6 % aus. Im
Monat zuvor hatte die Jahresteuerung bei 2,1 % gelegen.

Die US-amerikanischen Industrieaufträge sind im November
um 4,6 % eingebrochen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich
von 2,5 %. Im Vormonat waren die Industrieaufträge bereits um 6,0
% gesunken. Damit wurde der Vormonatswert von -5,1 % weiter
nach unten revidiert.

Der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI) für
Dezember notiert bei 40,6 %. Erwartet wurde der NMI im Bereich
37,0 % nach zuvor 37,3 %.

Unser Kommentar:

Es ist sicherlich zu früh, beim ISM Non-Manufacturing Index von Entspannung
zu sprechen. Immerhin konnte der Indikator ganz leicht
zulegen. Ein erster leiser Hoffnungsschimmer – dem jetzt allerdings
weitere Signale folgen müssen.

Mittwoch:

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland liegt
im November in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarktstatistik
bei 40,83 Mio. und damit um 1,2 % über dem Vorjahresniveau.
Zum Vormonat kletterte die Zahl der Erwerbstätigen um 12.000.
Auch saisonbereinigt blieb ein Plus von 19.000 Personen. Die Zahl
der Erwerbslosen lag im November bei 3,08 Mio. und damit 0,1 %
unter dem Oktober-Stand. Im November 2007 waren es noch 3,44
Mio. gewesen, ein Rückgang somit um 10,6 %.

Der deutsche Großhandelsumsatz ist im November gegenüber
dem Vorjahresmonat um nominal 4,1 % gefallen, real gleichzeitig
um 3,2 % gesunken nach zuvor +4,1 % bzw. +0,7 %. Im kalender-
und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des
Großhandels nominal um 1,9 % gefallen, real hat er um 0,4 % gewonnen,
nach -3,1 % bzw. -1,3 % im Vormonat.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Dezember um

114.000 auf 3,102 Mio. gestiegen. Das sind jedoch 304.000 weniger
als noch vor einem Jahr. Damit klettert die Arbeitslosenquote
im Dezember um 0,3 Punkte auf 7,4 %. Vor einem Jahr hatte sie
noch bei 8,1 % gelegen.
Unser Kommentar:

Da die Konjunktur in Deutschland der Entwicklung in den USA um
zehn bis zwölf Monate hinterherläuft, haben die aktuellen Zahlen vom
deutschen Arbeitsmarkt nur wenig Bedeutung. In den USA schwinden
die Arbeitsplätze derzeit mit rasender Geschwindigkeit. Ähnliches ist
in Deutschland gegen Ende 2009 zu erwarten. Fünf Millionen Arbeitslose
ist eine Zahl, die sich im Moment niemand vorstellen kann. Wie so
vieles, das in dieser Krise unvorstellbare Ausmaße annimmt...

Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Euro-Zone im November
zum Vormonat um 1,9 % gefallen nach zuvor -0,8 %. Im Jahresvergleich
sind die Preise der Erzeuger in der Industrie um 3,3 % geklettert
nach zuvor +6,3 %.

Seite 2

Makrodaten-Check
Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in
der vorangegangenen Woche um 6,7 Mio. Barrel gestiegen, ein Plus in
Höhe von 2,1 % zur Vorwoche.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA im
Wochenvergleich um 3,3 Mio. Barrel ausgeweitet, ein Wochenplus in
Höh evon 1,6 %.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl
beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten Staaten
um 1,8 Mio. Barrel geklettert, ein Plus von 1,3 % zuvor Vorwoche.

Die deutsche Handelsbilanz weist für November einen Überschuss in
Höhe von 9,7 Mrd. Euro aus nach 16,4 Mrd. Euro im Vormonat und
19,4 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Aufgelaufen sind im aktuellen Jahr bereits
169,0 Mrd. Euro, verglichen mit 184,9 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum
im Vorjahr.

Die Leistungsbilanz in Deutschland zeigt im November per Saldo ein
Plus in Höhe von 8,6 Mrd. Euro. Im Vormonat lag der Überschuss bei
14,3 Mrd. Euro (revidiert von 15,0 Mrd. Euro), im Vorjahr bei 19,7 Mrd.
Euro. In den ersten elf Monaten 2008 lag der Überschuss bei 148,0 Mrd.
Euro, im Vorjahr zur gleichen Zeit betrug das Plus 164,2 Mrd. Euro.

Donnerstag

Die Ausfuhren sind im November zum Vorjahr um 11,8 % auf 77,1
Mrd. Euro gefallen. Die Einfuhren nach Deutschland sind gegenüber
dem Vorjahres-November um 0,9 % auf 67,4 Mrd. Euro gestiegen..


Unser Kommentar:

Neue Hiobsbotschaft für die Konjunktur: Die deutschen Exporte erlebten
wegen der weltweiten Wirtschaftskrise einen historischen Einbruch.
Im November sank der Wert im Vorjahresvergleich um 11,8 Prozent.
Es ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Erhebungen im Jahr
1991. Analysten hatten lediglich ein Minus von 2,8 Prozent erwartet.

Die Zahlen, insbesondere Vorabschätzungen der Experten, verdeutlichen,
wie sehr selbst berufsmäßige Prognose-Spezialisten von dieser
Krise überrascht werden. Einbrüche in dieser Dynamik hat fast niemand
auf der Rechnung. Sicherheitshalber sollte man sich darauf vorbereiten,
dass es in diesem Stil weitergehen wird.

Der Gesamtindex für die Euro-Zone notiert im Dezember bei 67,1 nach
zuvor 74,9. Erwartet wurde hingegen ein Stand von 72. Das Industrievertrauen
liegt im Berichtsmonat bei -33 nach zuvor noch -25. Gerechnet
wurde mit einem Rückgang auf nur -30. Das Verbrauchervertrauen
notiert zur gleichen Zeit bei -30 nach -25 im Vormonat. Hier lagen
die Erwartungen bei -26.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im Dezember bei
-3,17. Gerechnet wurde im Vorfeld hingegen mit einem Rückgang auf
-2,8. Im Vormonat hatte der Geschäftsklimaindex bei -2,10 notiert. Die
erste Veröffentlichung für November ist damit von -2,14 leicht revidiert
worden.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone steigt im November auf 7,8 %.
Im Vormonat hatte sie bei 7,7 % gelegen, ein Jahr zuvor hatte sie noch
7,2 % betragen.

Das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone ist im dritten Quartal
2008 um 0,2 % gesunken. Im vorangegangenen Quartal hatte das
Quartalswachstum bei -0,2 % gelegen. Im Jahresvergleich liegt das
Wachstum bei 0,6 % nach 1,4 % im Quartal zuvor.

Der Auftragseingang ist im November in Deutschland auf Monatssicht
saison- und preisbereinigt um 6,0 % gegenüber Vormonat gesunken.
Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um nur etwa 1,6 %.

Die Bank von England senkt die Zinsen um 50 Basispunkte auf nun 1,5
%. Damit war im Vorfeld mehrheitlich gerechnet worden. Seit Gründung
der Notenbank im Jahre 1694 hatte der Zinssatz niemals niedriger
gestanden.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf

467.000 gefallen. Erwartet wurden 540.000 neue Anträge nach zuvor
491.000 (revidiert von 492.000).
Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“) sind in
der letzten Woche um 47 Bcf auf 2.830 Bcf zurückgegangen. Im Vorjahr
hatten die Vorräte bei 2.799 Bcf gelegen.

Die US-amerikanischen Verbraucherkredite haben sich im November
um 7,94 Mrd. US-Dollar verringert. So stark waren die Konsumentenkredite
seit 1943 nicht mehr zurückgegangen. Erwartet wurde hingegen
ein Bereich um -0,5 bis +0,5 Mrd. US-Dollar. Der Rückgang des
Vormonats wurde auf 2,78 Mrd. Dollar revidiert von zuvor veröffentlichten
-3,5 Mrd. US-Dollar.

der Weltwirtschaftskrise fangen die US-Bürger an zu sparen. In normalen
Zeiten wäre das eigentlich keine Katastrophe – im Gegenteil.
Das Problem ist jedoch, dass die US-Konjunktur mittlerweile sehr stark
von den Ausgaben der hochverschuldeten Verbraucher abhängig ist.
Denen geht jetzt das Geld aus – und der Konjunktur wird abgewürgt.

Freitag

Der japanische Frühindikator notiert in seiner vorläufigen Veröffentlichung
für November bei 81,5. Im Vormonat hatte der Index
bei 85,2 gelegen.

Im Oktober ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland insgesamt
im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,3 % auf 13.286 zurückgegangen.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist dabei binnen
gleicher Frist um 3,4 % auf 2.457 gesunken. Im Zeitraum Januar bis
Oktober 2008 ist die Zahl der Insolvenzen insgesamt verglichen mit
dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,3 % auf 82.106 gesunken,
während die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im
Vergleich um 5,5 % auf 24.679 zurückgegangen sind.

Der deutsche Einzelhandelsumsatz ist im November gegenüber
dem Vorjahr nominal um 1,8 % gefallen nach zuvor +1,7% (revi-

Seite 3

Makrodaten-Check
reinigten Vergleich zum Vormonat ist der Umsatz des Einzelhandels
um nominal 0,1 % geklettert nach zuletzt noch -2,3 %, real um 0,7 %
gestiegen nach -2,2 % im Vormonat.

Der Produktionsindex für Großbritannien ist im November auf
Dreimonatssicht um 2,7 % gefallen. Im Vormonat lag der Dreimonatsvergleich
mit 1,8 % im Minus. Allein im November war die Produktion
zum Vormonat um 2,9 % gesunken.

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Eurozone im November gegenüber
dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung um 0,6 %
gestiegen. Im Jahresvergleich ist der Umsatz des Einzelhandels in der
Eurzone im Berichtsmonat um 1,5 % gesunken.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe ist in Deutschland im
November zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 3,1 % gefallen.
Im Vormonat war die Produktion um revidierte 1,8 % gesunken.
Auf das Jahr gesehen fiel die Produktion nach Bereinigung der Arbeitstage
um 5,0 %.

Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist in den USA im
Dezember um 524.000 zurückgegangen. Erwartet wurde hingegen
ein Rückgang um 520.000 bis 525.000 neue Arbeitsplätze. Der Vormonatsrückgang
wurde von 533.000 auf nun -584.000 weiter nach
unten revidiert.

Die US-amerikanische Arbeitslosenquote liegt im Dezember bei
7,2 %. Erwartet wurde die Quote mit 6,8 bis 7,1 % nach 6,8% (revidiert
von 6,7%) im Vormonat.

Die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden liegt in den USA
im Dezember bei 33,3. Gerechnet wurde erneut mit 33,5 Stunden
pro Arbeitswoche nach schon 33,5 Stunden in den beiden Monaten
zuvor.

Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind in den USA im Dezember
um 0,05 US-Dollar bzw. 0,3 % gegenüber dem Vormonat auf
18,36 US-Dollar gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 %. Im
Vormonat waren die Stundenlöhne um 0,4% geklettert.

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern raten,
lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs,
die in Kürze erscheint.

Anmeldemöglichkeit (1) :
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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief
und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer
Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter

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ThyssenKrupp AG – Bullen behalten
noch die Oberhand

ThyssenKrupp AG – Kürzel TKA (DE)– Aktuell: 18,74 Euro

Charttechnische Situation: ThyssenKrupp konnte sich dein den
vergangenen Wochen stark erholen. Die Aktie brach dabei aus einem
charttechnischen Doppelboden über die 16,98 Euro aus und stieg
deutlich an. Zuletzt kam es im schwächer werdenden Markt zu einem
Rücksetzer, welcher eine überwundene innere Aufwärtstrendlinie erreicht
hat. Darüber kann sich ThyssenKrupp bereits wieder stabilisieren.
Geht es ausgehend von diesem Aufwärtstrend wieder deutlicher
nach oben, über 20,00 Euro, dann bietet sich Folgepotenzial bis auf
23,50 Euro.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei ThyssenKrupp via Stopp-Buy-Order
bei 20,00 Euro an. Der Stopp-Loss kann in diesem Bereich bereits
bei 17,50 Euro platziert werden. Mehr als 1,00 % des Depotwertes
sollten in einer Tradingposition nicht riskiert werden, da die Tradingposition
gegen den langfristig noch intakten Abwärtstrend steht.

ThyssenKrupp AG: Einstieg: Stopp-Buy Order: 20,00 Euro
Stopp Loss gesamt: 17,50 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 12,50 %
Möglicher Gewinn bis 23,50 Euro (CRV ca. 1,40)
ThyssenKrupp AG – Bullen behalten noch die Oberhand
Yahoo: Einstieg: Stopp-Buy Order: 13,62 $
Stopp-Loss gesamt: 12,28 $
Risiko bis Stopp Loss: 9,84 %
Möglicher Gewinn bis 15,50 $ (CRV ca. 1,40)
Yahoo – Explosive Situation wenn…
Yahoo – Explosive Situation wenn…

Yahoo – Kürzel YHOO (US)– Aktuell: 13,13 $

Charttechnische Situation: Yahoo erholte sich in den vergangenen
Wochen ebenfalls von dem massiven Abverkauf nach einem Tief von
hier 8,95 $. Die Aktie erreichte dabei zunächst die 13,57 $, konnte
sich dann um den Jahreswechsel herum aber nur seitwärts bewegen.
Gegen den Markt sprangen die Notierungen dann am Freitag an und
testeten die bei 13,57 $ liegende Widerstandsmarke. Gelingt der Ausbruch
über dieses Niveau, dann bietet sich direkt Folgepotenzial bis auf
15,50 $ in Richtung des mittelfristigen Abwärtstrends. Alternativ kippt
die Aktie unter 11,45 $ wieder nachhaltig in Richtung der Tiefs nach
unten weg.

Trading: Ein Einstieg bietet sich auch bei Yahoo an, sollte das Hoch
der Vortage durchbrochen werden. Entsprechend lässt sich eine StoppBuy-
Order bei 13,62 $ setzen. Der Stopp-Loss kann in diesem Fall bei
12,28 $ platziert werden. Mehr als 1,00 % des Depotwertes sollten in
einer Tradingposition nicht riskiert werden.

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Seite 5

Der GodmodeTrader Chartlehrgang:
Chartintervalle (Chartperioden)
Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Anbei der Kerzenchart vom Nasdaq100 im Tagesintervall. Eine Anbei der Wochenchart vom Nasdaq Composite seit 1997. Die Anbei der Wochenchart vom Nasdaq Composite seit 1997. Die
Kerze repräsentiert den Kursverlauf eines Tages. Durch das
Umschalten vom Wochen- in das Tagesintervall wird der Kursverlauf
in einer feineren Auflösung sichtbar. Unter tatsächlich
läßt sich unter dieser Lupe im Tageschart auf Trendlinie A eine
bullische Doppelbodenformation erkennen. Dieses Doppelbodensignal
kündigte ein Rebreak von Trendlinie B und durch
die Relation zum Vorgänger-Zwischenhoch und Zwischentief
eine mittelfristige Aufwärtsbewegung an. Ohne die Lupenfunktion
hätte man diese Prognose nicht erstellen können!

steile Kursrallye Ende der 90er Jahre ist zu erkennen. Sie mündete
in die Ausbildung eines Allzeithochs bei 5.132 Punkten.

Im Nachhinein stellt sich die Frage, ob die Trendwende charttechnisch
hätte erkannt werden können.

Die Antwort lautet ja.

Der mit dem hohen Rechteck markierte Chartbereich wird in
dem Tageschart darunter dargestellt.


Der 60 Minutenchart zeigt das Mikromuster. Eine Kerze steht
hier für den Kursverlauf einer Stunde. Auf Trendlinie A hatte
sich ein bärisches relatives Rounding Top ausgebildet. Es gab
für einige wenige Stunden einen kleinen Fehlausbruch unter
den Scheitelpunkt desselben. Das Rebreak war Basis für die
Ausbildung von Leg 2 des im Tageschart gezeigten Doppelbodens.



Anbei der Tageschart. In dieser Vergrößerung wird ein nachhaltig
bärisches Kursmuster erkennbar, das sich im März 2000
ausbildete. Es handelt sich um eine so genannte Spidertop
Trendwendeformation. Die Sell Triggerlinie (Nackenlinie)
verlief bei circa 4.500 Punkten. Der Bruch dieses Kursniveaus
leitete eine Korrektur ein. Zu diesem Zeitpunkt war aus charttechnischer
Sicht klar, dass es zu einer mittelfristigen Korrektur
kommen würde. Die anschließende Signallage in 2000 durch
Ausbildung eines Doppeltops und eines hohen, „schnellen“
fallenden Dreiecks ließ aus charttechnischer Sicht die Aussage
zu, dass sich ein größerer Bärenmarkt entwickeln würde.
(Siehe Seite 8)

Beispiel 5 -Semiconductor Index im Monats-
und Wochenchart

Anbei der Semiconductor Index ($SOX) im Monatschart seit
1998 mit Wochenchartausschnitt. Das große Korrekturtief
1998 konnte über das Herunterzoomen vom Monatschart in
den Wochenchart ermittelt werden. Die 3 Monatskerzen zeigen
kein echtes Umkehrmuster, aber der Wochenchart. Im

Seite 6

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Wochenchart bildete sich ein klassischer Doppelboden aus.
Doppelböden, bei denen die Kerzen der Tiefs lange untere
Schatten aufweisen, sind besonders aussagekräftig.

Beispiel 5


Beispiel 6 -DOW Jones im Wochen-und
Tageschart

Anbei der Wochenchart vom DOW Jones seit März 2002. Die
Konsolidierung in 2004 ließ sich in einen schräg nach unten
rechts abfallenden Trendkanal eingrenzen. Mindestens 2 Auflagepunkte
sind im Vorfeld erforderlich, um die Linien einzeichnen
zu können. Erst die dritten Auflagepunkte, oben und
unten, konnten über diese Trendlinien sondiert werden.

Beispiel 6


Fortsetzung des GodmodeTrader-
Chartlehrgangs in der nächsten
Ausgabe des Forex - CFD - Reports.

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wie es weiter geht.
In den USA stiegen die Ausgaben für Öl vom Jahr 1999 bis 2007 von
80 auf 900 Milliarden US-Dollar – dies entspricht quasi einer Erhöhung der
Besteuerung für alle Bevölkerungsschichten um 33 Prozent.
Erdöl ist Auslöser der Kreditkrise. Verbraucher kaufen keine neuen Autos mehr.
Wie die Autokonzerne darauf reagieren erfahren Sie auf der neuen Webseite zur Autokrise auf:
http://_boerse-go.de/themen/automobile
Ein Service der BörseGo AG
_boerse-go.de

Major Currencies: USD/JPY, GBP/USD
US-Dollar gegenüber japanischem Yen -

Kommt wieder Druck auf?

USD/JPY Kurs: 89,97 JPY

Tageschart (log) seit 10.06.2008 (1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick: Der US-Dollar befindet sich gegenüber dem
japanischen Yen seit Juni 2007 in einem Abwärtstrend.
Ein beschleunigter Kursrutsch führte zum Rückfall auf den
tiefsten Stand seit 1995. Das letzte Jahrestief markierte
USD/JPY am 17.12.2008 bei 87,17 JPY, wo eine deutliche
Kurserholung startete. Bis an den Widerstandsbereich aus
Horizontalwiderstand und EMA50 (blau) bei 93,58 -93,95
JPY konnte das Währungspaar crgangene Woche ansteigen,
wo es wieder deutlich nach unten hin abprallte.
Aktuell fällt USD/JPY unter die Unterstützung bei 94,94 JPY
zurück. Das kurzfristige Chartbild ist neutral mit bärischer
Tendenz, das übergeordnete Bild ist sehr bärisch zu werten.
Charttechnischer Ausblick: Der US-Dollar bleibt charttechnisch
angeschlagen und könnte auf mittelfristige Sicht
weiter an Wert gegenüber dem Yen verlieren. Hat der aktuelle
Rückfall unter 90,94 JPY zum Wochenschluss hin Bestand,
könnte wieder deutlicher Verkaufsdruck aufkommen und
eine Abwärtsbewegung bis ca. 87,17, 85,00 und darunter
zu den Tiefs aus 1995 bei 79,80 JPY auf mittelfristige Sicht
starten. Oberhalb von 95,00 JPY hingegen wird eine leichte
Britisches Pfund gegenüber US-Dollar
scheitert an zentraler Hürde

Rückblick: Das britische Pfund startete gegenüber dem US-
Dollar im Sommer 208 eine massive Abwertungsphase, welche
zum Bruch der langfristigen Aufwärtstrendlinie seit 1985
führte. Seit dem Mehrjahrestief bei 1,4562 USD im November
pendelt GBP/USD seitwärts unterhalb der gebrochenen
Aufwärtstrendlinie und markiert dabei tiefer Zwischentiefs an
einer leicht fallenden Pullbacklinie ausgebildet.
Vergangene Woche konnte das Währungspaar ausgehend
von dieser Pullbacklinie eine deutliche Erholung starten,
welche den zentralen Widerstandsbereich aus langfristiger
Aufwärtstrendlinie und exp. GDL 50 (EMA50) bei 1,5264 -
1,5373 USD erreichte. Heute prallt GBP/USD deutlich daran
nach unten hin ab. Das sehr kurzfristige Chartbild ist neutral,
das übergeordnete ist bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Das britische Pfund zeigt sich
kurzfristig in einer mehrmonatigen Seitwärtskonsolidierung
auf tiefem Niveau. So lange die gebrochenen Aufwärtstrendlinie
nicht zurückerobert werden kann, bleibt das mittelfristige
Bild kritisch zu werten. Erst das Überwinden des zentralen
Widerstandsbereich 1,5264 - 1,5373 USD bei würde den Beginn
einer größeren Kurserholung ermöglichen. Dann wäre ein
Kursanstieg bis 1,6000 - 1,6220 USD möglich.
Kippt das Pfund jetzt hingegen wieder unter 1,4730 USD
zurück, werden Abgaben bis 1,4330 und darunter dann 1,4060
und 1,3737 USD möglich. Unterhalb von 1,3700 USD trübt
sich das langfristige Bild weiter ein, das nächste, langfristige
Abwärtsziel läge dann am Tief aus 1985 bei 1,0520 USD.

Kurserholung bis 99,00 -100,00 JPY möglich. Signifikant
aufgehellt wird das massiv angeschlagene Chartbild jetzt erst
bei einer Rückkehr über 103,00 JPY, erst dann wären wieder
deutlicher steigende Kurse möglich.

GBP/USD Kurs: 1,4919 USD

Tageschart (log) seit 16.05.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Seite 8

Devisen-Galerie: EUR/TRY
EUR/TRY Kurs: 2,1039 TRY

Tageschart (log) seit 09.05.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Euro gegenüber ungarischem Forint –
Mittelfristig weiter hoch, wenn…

Rückblick: Der Euro erreichte gegenüber der türkischen
Lira nach einer Rallyebewegung im Oktober und im
Dezember 2008 jeweils das Hoch aus 2006 bei 2,1965 TRY.
Dort prallte EUR/TRY bislang immer nach unten hin ab, der
letzte Rücksetzer endete als überschießende Korrektur am
kurzfristigen Aufwärtstrend.

Aktuell tendiert EUR/TRY wieder nach oben und notiert auf
kurzfristig neutralem Terrain zwischen exp. GDL 50 (EMA50)
bei 2,0673 TRY und dem Hoch aus 2006 bei 2,1965 TRY. Das
mittelfristige Chartbild ist bullisch zu werten, die Kursmuster
der letzten Monate zeigen bullischen Druckaufbau.

Charttechnischer Ausblick: Die Chancen auf eine weitere,
mittelfristige Aufwertungsphase des Euro gegenüber der Lira
sind nach wie vor gegeben. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch
über den mittelfristiger BUY Trigger bei 2,1965 TRY, wird ein
mittelfristiges Kaufsignal generiert. Dann könnte es zu einer
beschleunigten Aufwärtsbewegung bis 2,3500 und 2,5200 -
2,5700 TRY auf Sicht der kommenden Monate kommen.

Kurzfristige Kursrücksetzer bis 2,0455 -2,0673 TRY wären
noch problemlos möglich. Unterhalb von 2,0455 TRY wird
eine weitere Abwärtswelle bis 1,9500 -1,9632 TRY und
darunter ggf. 1,8645 TRY möglich.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader.de erschienen sind:

USD/CHF

http://_godmode -trader.de/de/boerse -analyse/
US-Dollar-in-Franken-Longchance-erst-wiederoberhalb,
a1103111,c29.html

EUR/JPY

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inYen-
koennte-wieder-abrutschen-denn,a1103097,c29.html

AUD/USD

http://_godmode -trader.de/de/boerse analyse/
Australischer-Dollar-in-USD-Erholungbeendet,
a1103021,c29.html

EUR/HUF

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inForint-
Ein-sehr-starker-Chart,a1103001,c29.html

EUR/GBP

http://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inPfund-
Jetzt-wieder-eine-Longchance,a1101791,c29.html

Seite 9

Neues aus dem Web
Marktanalyse - Kein Auftakt nach Maß

Das Börsenjahr 2009 hätte so schön beginnen können,
wären die Kursavancen der letzten Tage des vergangenen
Jahres fortgesetzt worden. Allerdings waren die freundlichen
Jahresschlussnotierungen naturgemäß wegen der Feiertage
nur von geringen Umsätzen begleitet, sodass es nur folgerichtig
war, dass die Kurse zum Jahresauftakt wieder nachgeben
würden. Da half es auch nicht sonderlich, dass einige Märkte
Ausbrüche nach oben aufzuweisen hatten.

Weiter gehts auf: http://_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
Marktanalyse-Kein-Auftakt-nach-Mas,a1102631,c64.
html

DAX - Das Jahr 2009 könnte mit einem
Paukenschlag beginnen!

Das Team von GodmodeTrader.de / BörseGo wünscht Ihnen ein
erfolgreiches, ein angenehmes Jahr 2009. Mögen Ihre Wünsche
beruflicher als auch privater Natur in Erfüllung gehen.

Bei Sichtung der institutionellen Researchberichte, die uns seit
Wochen erreichen, zeigt sich ein Konsenspunkt. Erstaunlich
viele weisen darauf hin, dass die Konjunktur weltweit ab Mitte
2009 wieder anziehen werde. Die ersten beiden Quartale
könnten allerdings nochmal richtig hart werden.

Weiter gehts auf: http://_godmode-trader.de/de/
boerse-nachricht/DAX-Das-Jahr-2009-koennte-mit-einemPaukenschlag-
beginnen,a1102513,c64.html

Vorhersagen für 2009

Die US-Wirtschaft erlebt den ersten Rückgang des nominalen
BIP seit 50 Jahren.Es ist wahrscheinlich, dass das vierte Quartal
2008 den stärksten Quartalsrückgang dieser Rezession mit
sich brachte. Dennoch wird das Wirtschaftswachstum für
mindestens die erste Jahreshälfte 2009 negativ bleiben. In der
zweiten Hälfte dürfte annähernd Nullwachstum erzielt werden,
wofür Wohlstandsverluste, steigende Sparraten, straffere
Kreditbedingungen und die zunehmende Arbeitslosigkeit
mitverantwortlich sein werden. Weil die Inflation auf beinahe
Null fallen dürfte, wird das nominale Wachstum sich über vier
Quartale hinweg negativ entwickeln, die größte Delle könnte
sich vom vierten Quartal 2008 bis zum dritten Quartal 2009
erstrecken.

Weiter gehts auf: http://_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
Vorhersagen-fuer-2009,a1102301,c64.html

EW Analyse - Dow Jones Index - Rutschgefahr
unter...

Wird die Luft nach oben immer dünner oder aber steht der
Markt tatsächlich, wie von vielen Marktbeobachtern erwartet,
vor einer größeren Ausbruchbewegung nach oben?

Weiter gehts auf: http://_godmode-trader.de/de/boersenachricht/
EW-A nalyse-D ow-Jones-Index-Rutschgefahrunter,
a1102503,c64.html

Seite 10

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Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,3396 )))
USD/JPY 89,97 ++)
GBP/USD 1,4919 +))
USD/CHF 1,1208 _))
USD/CAD 1,1966 )_)
AUD/CAD 0,8224 ))+
AUD/USD 0,6875 +))
AUD/JPY 61,79 +++
AUD/CHF 0,77 ))+
CHF/JPY 80,31 )++
CAD/JPY 75,13 )++
EUR/JPY 120,47 +))
EUR/CHF 1,5008 _))
EUR/TRY 2,1039 ___
EUR/CZK 26,535 __)
EUR/GBP 0,8952 ___
EUR/HUF 279,52 ___
EUR/NOK 9,4155 )__
EUR/PLN 4,049 __)
EUR/SEK 10,7615 ___
EUR/ZAR 13,415 _)_
GBP/CHF 1,6764 _++
GBP/CAD 1,792 )))
NZD/USD 0,5796 )++
USD/DKK 5,5673 )))
USD/HKD 7,7549 _+)
USD/NOK 7,0339 ___
USD/SEK 8,0498 _))
SGD/USD 0,6727 _))
USD/MXN 13,7184 ___
Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73
(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
Telefon: 089/767369-0, Fax: 089/767369-290
E-Mail: kundenservice_boerse-go.de
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Harald Weygand
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Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §
27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
(GodmodeTrader.de)
Satz & Layout: BörseGo AG

Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
Erscheinungsweise & Umfang:
typischerweise einmal pro Woche (Mo.)

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Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informationszwecken und
stellt weder eine Anlageempfehlung noch eine Aufforderung zum Kauf
oder Verkauf von Währungen oder sonstigen Finanzinstrumenten dar.
Darüber hinaus ersetzt sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte
Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Vermögensschäden
aller Art, die bei Verwendung der Ausarbeitung für die eigene Anlageentscheidung
unter Umständen auftreten, kategorisch ausgeschlossen.
Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig
zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit
kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und
Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers zum Zeitpunkt
der Erstellung. Vorhersagen zur Kursentwicklung von Währungen am
Spotmarkt, die auf früheren Preisen basieren, enthalten keine Garantie
für die Richtigkeit dieser Kurse. Informationen über die Währungspreise
werden uns von Dritten zur Verfügung gestellt. Obwohl wir glauben,
dass unsere Quellen zuverlässig und vertrauenswürdig sind, können
wir deren Genauigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und korrekte
Reihenfolge nicht garantieren. Wir untersuchen weder die Anbieter der
Währungskurse, auf die sich unsere Prognosen beziehen, noch betrachten
wir irgendwelche Finanzdaten oder andere Informationen solcher
Anbieter. Daher stellen unsere Prognosen keine Analyse von kommerziellen
oder finanziellen Faktoren dar, die für künftige Bewegungen der
Währungskurse relevant sein können. Unsere Prognosen ziehen weder
die spezifische Situation, Erfahrung und das Risikoprofil eines einzelnen
Investors in Betracht, noch berücksichtigen sie die Steuerimplikationen
einer Anlage. Wir können den Erfolg einer Investition, die Sie aufgrund
unserer Informationen tätigen, nicht garantieren. Investitionen sind
stets mir Risiko verbunden. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen,
marktbedingten oder sonstigen Entwicklungen kann es zu Verlusten
kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust. Die Charts im
Godmode Devisen Report werden mit Teletrader Professional und Tradesignal
erstellt.

Seite 12

Makro View
EUR/USD-Ausblick 2009 (Teil 2)

Börsen, Kaptalflüsse, Staatsverschuldung


Im ersten Teil unseres Jahresausblicks für die Kursentwicklung
von EUR/USD hatten wir die Zinspolitik sowie
die US-Wirtschaftsdaten daraufhin untersucht, ob sie
für fallende oder steigende Kurse des Währungspaares
sprechen. Dabei hatte sich gezeigt, dass der Quasi-Nullzins
in den USA sowie die überwiegend auf Rekordtiefs
verharrenden US-Wirtschaftszahlen für steigende Kurse
von EUR/USD plädieren. Im zweiten Teil der Analyse sollen
nun die Entwicklung der Aktienbörsen, die mit der
Finanzkrise zusammenhängenden Kaptalflüsse sowie
die Staatsverschuldung mit Blick auf den EUR/USD-Kurs
untersucht werden. Ein charttechnischer Ausblick rundet
die Analyse ab.

Börsen

Nach Kursverlusten von im Schnitt gut 40% an allen
großen globalen Börsen ist für die ersten Monate des
Jahres 2009 mit einer Aufwärtskorrektur an den Aktienmärkten
zu rechnen. Viele Investoren setzen darauf, dass
das Schlimmste am Aktienmarkt bereits überstanden
sein könnte. Dafür spricht die günstige Bewertung zahlreicher
Aktien auf fundamentaler Basis bzw. in langfristiger
Betrachtungsweise. Zudem sind in der massiven
Abschwungphase 2008 praktisch alle Aktien ohne Rücksicht
auf ihre Branchenzugehörigkeit unter die Räder geraten.
Im nun begonnenen Jahr werden Investoren wieder
zu differenzieren beginnen und in einzelnen Werten
neue Positionen aufbauen. Auch Übernahmefantasie bei
günstig bewerteten Unternehmen könnte die Kurse nach
oben treiben.

Im vergangenen Jahr war häufig das Phänomen zu beobachten,
dass bei zulegenden Aktienbörsen EUR/USD
ebenfalls nach oben strebte, während der Greenback
in den Phasen hoher Kursverluste am stärksten zulegte.
Eine Aufwärtskorrektur an den Aktienmärkten würde insofern
für neue Kursgewinne von EUR/USD sprechen. Ob

die Erholungsphase An den Börsen allerdings von Dauer
sein wird, ist fraglich. Für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung
sind die Konjunkturdaten einfach noch zu schlecht,
zudem bleibt das Rückschlagspotenzial auch von Seite
der Unternehmensmeldungen hoch. Deshalb veranschlagen
wir die Auswirkung der Börsenentwicklung auf
den Kurs von EUR/USD mit neutral bis leicht positiv.

Finanzkrise und Kapitalflüsse

Ein ganz zentrales Element, das den Kurs von EUR/USD im
abgelaufenen Jahr beeinflusste, waren die Kapitalströme
in den US-Dollar. Besonders im Zuge der Zuspitzung der
globalen Finanzkrise kam es zu massiven Kapitalflüssen
in den Greenback, da US-amerikanische Firmen, Hedge
Fonds und Investmentgesellschaften ihre Auslandsinvestitionen
auflösten und die Gelder repatriierten. Gerade
das aus den Emerging-Markets abgezogene Kapital wurde
überwiegend in US-Dollar getauscht und war derart
mitverantwortlich für den nachhaltigen Kursrutsch von
EUR/USD zwischen Juli und November. Angesichts der
etwas entspannten Lage am Geldmarkt und mit Blick auf
die Liquiditätsbeschaffung ist für 2009 damit zu rechnen,
dass Kapitalflüsse nicht mehr eine ähnlich starke Rolle für
die Kursentwicklung von EUR/USD wie im Vorjahr spielen
werden. Ein potenziell belastendes Element für den Kurs
des Währungspaares fällt damit weg, allerdings muss
auch mit einem jederzeitigen Wiederaufflammen der
Finanzmarktkrise und entsprechenden Turbulenzen am
Währungsmarkt gerechnet werden.

Staatsverschuldung

Die Hilfsprogramme der US-Regierung für den angeschlagenen
Bankensektor sowie die Maßnahmenpakete zum
Aufkauf von Hypotheken, Darlehen und Anleihen führen
zu einem drastischen Anstieg der US-Staatsverschul-

Seite 13

Makro View
dung. Das Gleiche gilt für das geplante Konjunkturprogramm
des künftigen US-Präsidenten Barack Obama, der
in den beiden kommenden Jahren bis zu 775 Milliarden
USD zur Stützung der US-Konjunktur ausgeben will. Ein
Hauptelement des Maßnahmenpakets sind dabei Steuersenkungen:
rund 310 Milliarden USD sollen in Form von
niedrigeren Steuern Privathaushalten sowie Unternehmen
zugute kommen. Zudem sind massive Investitionen
zur Verbesserung der US-Infrastruktur geplant.

Die bereits realisierten und noch anstehenden Programme
sorgen dafür, dass sich das US-Haushaltsdefizit
im gerade begonnenen Fiskaljahr mehr als verdoppeln
wird. Hier ist mit einem Durchbrechen der Schallmauer
von 1.000 Milliarden USD zu rechnen. Im Jahr 2009
wird die Verschuldung mit voraussichtlich 1,2 Billionen
US-Dollar eine neue Rekordhöhe erreichen. Das US-Haushaltsdefizit
würde in diesem Fall über 8% der Gesamtwirtschaftsleistung
ausmachen. Im Jahr 2008 belief sich das
Defizit noch auf 455 Milliarden US-Dollar, was ebenfalls
bereits einen Rekordstand bedeutete.

Das auf horrende Niveaus gestiegene Budgetdefizit
schafft auf längere Sicht eine klare Inflationsproblematik
für die US-Valuta. Mit Verzögerung von gut einem Jahr
muss man sich darauf einstellen, dass die US-Inflation
wieder deutlich zulegen wird. Neuer Abwertungsdruck
auf den US-Dollar wäre damit wahrscheinlich, wobei
besonders die Kombination von Rekordschulden und historisch
niedrigen Renditen die Währung belasten sollte.
Das massiv steigende US-Haushaltsdefizit stellt damit ein
Argument für steigende Kurse von EUR/USD dar.

Charttechnik

EUR/USD ist nach seinem Allzeithoch von 1,6037 am

15. Juli 2008 auf ein Jahrestief von 1,2327 am 28. Oktober
2008 zurückgefallen. Mitte Dezember konnte der so
ausgebildete mittelfristige Abwärtstrend überwunden
werden, was dem Währungspaar eine schnelle Aufwärtsbewegung
bis 1,4717 ermöglichte. Hier scheiterte EUR/
USD jedoch an der Überwindung der weiter fallenden
200-Tage-Linie bzw. der Rückeroberung des bereits seit
Februar 2006 bestehenden, langfristigen Aufwärtstrends
und fiel in der Folge auf die Kursregion von 1,3300-1,3400
zurück.

Unterhalb der aktuell bei 1,3715 verlaufenden kurzfristigen
Abwärtstrendlinie von Mitte/Ende Dezember
bleibt die Charttechnik für EUR/USD angeschlagen. Etwas
Halt bietet derzeit noch das untere Bollinger-Band,
danach ist ein Kursrücksetzer auf die Kursregion von
1,2800-1,3000, die Oberseite der Seitwärts-Handelsspanne
von November 2008, wahrscheinlich. Obwohl die Analyse
der fundamentalen Einflüsse Zinspolitik, Wirtschaftsdaten,
Börsen, Kapitalflüsse und Staatsverschuldung also
fast unisono steigende Kurse von EUR/USD nahe legt,
spricht der Chart derzeit eine andere Sprache. Dies sollte
all diejenigen zur Vorsicht mahnen, die bereits jetzt deutliche
Kursgewinne des Paars für 2009 vorhersagen. Viel
mehr als eine moderate Aufwärtsbewegung von EUR/
USD knapp über die 1,40er-Marke, von der die Dezember-
Rally zudem bereits einiges vorweggenommen hat,
ist demnach für 2009 nicht zu erwarten.

Volker Zenk
FXdirekt Bank

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Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

-6,62%
-5,00%
-4,68%
-4,37%
-3,89%
-3,78%
-2,81%
-2,40%
-2,10%
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0,15%
0,65%
0,68%
0,84%
1,37%
1,66%
1,91%
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5,09%
-10,00%-8,00%-6,00%-4,00%-2,00%0,00%2,00%4,00%6,00%
EUR/HUFEUR/ZARGBP/CHFGBP/USDUSD/SEKGBP/CADUSD/CHFUSD/NOKUSD/DKKEUR/TRYUSD/MXNEUR/SEKEUR/NOKUSD/HKDEUR/CHFNZD/USDEUR/CZKSGD/USDUSD/CADAUD/CHFEUR/PLNEUR/USDCAD/JPYAUD/USDUSD/JPYAUD/CADEUR/GBPCHF/JPYEUR/JPYAUD/JPY
Seite 15

Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2008

-36,77%
-26,06%
-18,51%
22,03%
-5,66%
-19,43%
-21,37%
-33,07%
-8,11%
12,49%
-22,18%
20,00%
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0,23%
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18,81%
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24,14%
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29,69%
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24,58%
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-25,48%
36,52%
10,72%
-60,00%-40,00%-20,00%0,00%20,00%40,00%
EUR/HUFEUR/ZARGBP/CHFGBP/USDUSD/SEKGBP/CADUSD/CHFUSD/NOKUSD/DKKEUR/TRYUSD/MXNEUR/SEKEUR/NOKUSD/HKDEUR/CHFNZD/USDEUR/CZKSGD/USDUSD/CADAUD/CHFEUR/PLNEUR/USDCAD/JPYAUD/USDUSD/JPYAUD/CADEUR/GBPCHF/JPYEUR/JPYAUD/JPY
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Verfasst am: 23.01.2009, 22:14

&GodmodeTrader
F rex
CFD
Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 0309 – 19.01.2009
Seite 1 Editorial
Seite 3 Makrodaten-Check
US-Arbeitsmarkt - noch kein Ende der Katastrophe...
Seite 5 Video-Check
Ölpreis in 2009 - Es wird Zeit, Shortpositionen aufzulösen!
Bodenbildung möglich!
Seite 6 CFD Trading
Seite 7 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Chartintervalle (Chartperioden) - Teil III
Seite 9 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/USD, EUR/JPY
Devisen Galerie: EUR/HUF
Seite 11 Neues aus dem Web
Seite 13 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Osteuropa-Währungen im Fokus
Seite 13 Impressum/Disclaimer
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Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 0309 – 19.01.2009
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Chartintervalle (Chartperioden) - Teil III
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Seite 13 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Osteuropa-Währungen im Fokus
Seite 13 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

hoffentlich wachen die Leute bald auf und erkennen, was sich
da gerade vor unseren Augen abspielt: Wir sind mitten in der
schwersten Weltwirtschaftskrise seit 100 Jahren -und viele
glauben immer noch, alles sei normal und werde schon bald
wieder in geordneten Bahnen verlaufen.

Das muss man sich vorstellen: Am Donnerstag meldete sich die
US-Regierung mit einer weiteren Finanzspritze im dreistelligen
Milliardenbereich zu Wort, diesmal wird die Bank of America
(BAC) mit läppischen 138 Milliarden US-Dollar gerettet. Und
die Anleger feiern die Meldung als ganz tolle Nachricht. Darf
man in aller Bescheidenheit einmal daran erinnern, dass US-
Finanzminister Henry Paulson noch vor etwa 14 Monaten
tönte, es werde keine Übernahme angeschlagener Konzerne
durch die US-Regierung geben?

Der Platz würde nicht ausreichen, all die Kandidaten aufzuzählen,
die in den USA jetzt unter staatlicher Obhut stehen.

Und 100 Milliarden US-Dollar, da war sich Henry Paulson
sicher, die würden ausreichen, um die Finanzkrise zu lösen. 100
Milliarden!

Mit solchen Kleckerbeträgen gibt man sich heute nicht mehr
zufrieden.

Und so geht es weiter. Tag für Tag werden wir von
Negativrekorden überrascht, die es in dieser Form noch
nie gegeben hat. In dieser Woche, nur als Beispiel, musste
die Deutsche Bank (WKN 514000) mit einem Minus von
fast fünf Milliarden Euro den größten Quartalsverlust ihrer
Firmengeschichte einräumen.

Klar dürfte sein: Ein weiterer Milliardenverlust würde nach der
Commerzbank auch die Deutsche Bank in die Arme des Staates
treiben. Ein erster Schritt ist bereits getan: Über die Post sitzt
die Bundesregierung bei der Deutschen Bank jetzt mit im Boot.
Armer Josef Ackermann...

Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren noch
verstärken. Der Staat springt ein, weil die freien Kräfte des
Marktes versagt haben. Leider zeigen die Entwicklungen bei
den Landesbanken, dass die Staatsdiener auch keine besseren
Banker sind.



Makrodaten-Check
Dass in den USA die Arbeitsplätze derzeit mit einer
Geschwindigkeit verloren gehen, wie man das seit fast 100
Jahren nicht mehr gesehen hat, das sollte jeden wachrütteln: In
Deutschland wird es in einigen Monaten nämlich ganz genauso
sein. Die deutsche Konjunktur hinkt der US-amerikanischen um
einige Monate hinterher. Nur deshalb ist es hier zu Lande im
Moment noch nicht ganz so schlimm.

Doch man weiß sich ja zu helfen: Rund um den Erdball schrauben
die Notenbanken die Zinsen herunter. USA, England, in dieser
Woche die EZB – überall das Gleiche. In heller Aufregung wird
versucht, den Dampfer wieder flott zu bekommen.

Bärenmarktrallye?

In der Tat wäre es denkbar, dass die Maßnahmen zunächst
greifen und die Börsen sich berappeln. Die Stimmung
jedenfalls ist so schlecht wie selten, das zumindest spricht aus
antizyklischer Sicht für eine nahende Bärenmarktrallye.

Doch sollte sie irgendwann kommen, die Rallye, vielleicht schon
in der kommenden Woche mit der Amtseinführung von Barack
Obama, dann wird es besonders gefährlich: Sollte sich im Zuge
dessen die Ansicht durchsetzen, dass die Krise ausgestanden
ist, dann muss man sehr aufpassen. Eine Kreditblase, die in
Jahrzehnten entstanden ist, von einer Dimension, wie sie die
Welt noch nie gesehen hat, die wird nicht in ein paar Monaten
abgebaut sein.

Doch einstweilen ist von einer Rallye ohnehin kaum etwas zu
sehen. Statt dessen gibt es jede Menge Flickschusterei. Auch
die Bundesregierung mischt sich jetzt ein, mit dem größten
Konjunkturpaket aller Zeiten.

Doch die Probleme werden bleiben:

Schon vor Jahren hätte man gegensteuern und eine Rezession
auch einmal zulassen müssen. Als reinigenden Prozess,
gewissermaßen. Das ist ja gerade ein wichtiges Merkmal der
freien Marktwirtschaft: Dass ungesunde Entwicklungen auch
von alleine korrigiert werden, wenn man es zulässt. Doch genau
das man hat man versäumt. Zu groß war die Gier, zu verlockend
der Reichtum auf Pump. Jetzt wird uns die Rechnung präsentiert

– und zwar uns allen.
Durch den Zins- und Zinseszinseffekt haben wir es mit einer
exponentiellen Entwicklung bei der Verschuldung zu tun.
Irgendwann fällt das Kartenhaus in sich zusammen, und
genau das sehen wir jetzt. Das Problem bleibt, dass die
Ursachen der in den USA entstandenen Wirtschaftskrise, (zu
niedrige Realzinsen, zu geringe Ersparnisse, zu viel Konsum,

privatwirtschaftliche Finanzierungsdefizite, Überschuldung
und Kapitalfehlleitungen) mit genau jener Politik bekämpft
werden, die Auslöser der Misere sind.

Um es mit Albert Einstein zu sagen:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise
lösen, durch die sie entstanden sind“.

Rund um den Erdball fluten die Regierungen die Kapitalmärkte
jetzt mit Staatsanleihen und anderen Instrumenten, um ihre
Konjunkturpakete zu finanzieren und ihre Haushaltslöcher zu
stopfen. Und weil die Anleger der Meinung sind, dass ihr Geld
in den Händen der Regierungen gut aufgehoben ist, werden
diese Papiere gekauft wie noch nie:

Die größte Blase aller Zeiten sehen wir derzeit bei den USamerikanischen
Staatsanleihen. Doch sie wird genauso platzen,
wie alle ihre Vorgänger, die sich im Vorfeld dieser Krise gebildet
hatten. Und dann bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. In
der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die vor
wenigen Tagen erschienen ist, hatten wir uns ausführlich mit
diesem Thema beschäftigt.

Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier...

Ihr Andreas Hoose
Chefredakteur Antizyklischer-Boersenbrief.de

Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen
Börsenbriefs und Geschäftsführer des Antizyklischen
Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette
Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien!
Informationen finden Sie unter:

_antizyklischer-börsenbrief.de und
_antizyklischer-aktienclub.de

Seite 2

Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten:

US-Arbeitsmarkt - noch kein Ende der Katastrophe...

Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die
Informationen für die Börsen bedeuten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich dem Reigen der anderen Notenbanken angeschlossen und in der vergangenen Woche die
Leitzinsen ebenfalls gesenkt. Auch hier ein Rekord: Mit 2,00 Prozent sind die Zinsen in Euroland jetzt so niedrig wie noch nie.

Montag:

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Gesamtumsatz im
verarbeitenden Gewerbe in Deutschland im November um
6,4 % gesunken. Im Vormonat hatte das Minus 3,2 % betragen
(revidiert von -3,3 %), im September wurde ein Rückgang um
2,4 % verzeichnet. Der Inlandsumsatz ist im Januar-Jahresvergleich
um 5,1 % gefallen, der Umsatz mit dem Ausland um 8,2
%. Im Saison- und arbeitstäglich bereinigten Vergleich zum Vormonat
nahm der Umsatz-Volumenindex im Januar um 4,2 % ab
nach 0,0 % im Vormonat und -4,2 % zwei Monate zurück. Im
Inlandsgeschäft sank der Index dabei um 3,2 %, im Auslandsgeschäft
fiel er um 5,5 %.

Die deutsche Rohstahlproduktion ist im Dezember zum Vorjahresmonat
um 5,6 % gesunken. Gegenüber dem Vormonat
sank die Produktion von Rohstahl um 25,2 %. Saison- und kalenderbereinigt
ergab sich allerdings ein Minus in Höhe von
27,5 %. Im Gesamtjahr 2008 sank die Rohstahlproduktion in
Deutschland um 5 % auf 39,41 Mio. Tonnen. Die Roheisenproduktion
ist im Dezember binnen Jahresfrist in Deutschland um
6,6 % gesunken.

Dienstag:

Die deutschen Großhandelspreise sind im Dezember gegenüber
dem Vormonat um 3,0 % gesunken nach -3,3 % im Vormonat.
Im Jahresvergleich ist der Preisindex des Großhandels in
Deutschland um 3,3 % gefallen nach zuvor -0,8 %.

Die britische Leistungsbilanz weist für November ein Defizit
in Höhe von 4,5 Mrd. Britische Pfund aus, nach einem Minus
von -3,9 Mrd. im Vormonat. Das Handelsdefizit liegt bei -8,3
Mrd. Pfund nach zuvor -7,6 Mrd. Pfund. Die Dienstleistungsbilanz
weist hingegen einen Überschuss in Höhe von 3,9 Mrd.
Pfund aus. Im Vormonat hatte das Plus hier noch bei 3,8 Mrd.
Pfund gelegen.

Die US-amerikanische Handelsbilanz weist für November ein
Defizit in Höhe von 40,44 Mrd. US-Dollar aus. Erwartet wurde
ein Minus im Bereich 51,5 bis 52 Mrd. US-Dollar. Im Vormonat

hatte das Defizit noch bei 56,69 Mrd. US-Dollar gelegen. Somit
wurde der Vormonatswert von zunächst veröffentlichten 57,2
Mrd. US-Dollar revidiert.

Das US-amerikanische Haushaltsdefizit liegt im Dezember
bei 83,624 Mrd. US-Dollar. Erwartet wurde ein Minus im Bereich
von 33 bis 83 Mrd. US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte der Haushalt
in den Vereinigten Staaten noch einen Überschuss in Höhe von
48,3 Mrd. US-Dollar ausgewiesen.

Mittwoch:

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist in 2008 zum Vorjahr saison-,
preis- und kalenderbereinigt um 1,3 % gestiegen nach
+2,5 % in 2007.

Unser Kommentar:

Dass die Wirtschaft in 2008 noch moderat gewachsen ist, ist der
relativ starken ersten Jahreshälfte zu verdanken. In 2009 weht ein
anderer Wind: Derzeit brechen die Exporte und die Auftrageingänge
der deutschen Industrie in noch nie gesehener Geschwindigkeit
zusammen. Einige sehr pessimistische Analysten sehen die Konjunktur
in Deutschland in 2009 bereits um fünf Prozent einbrechen.
Die Frage wird sein, wie viel von diesen Entwicklungen bereits in
den Kursen eingepreist ist. Niemand kann das im Moment sagen.

Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im saisonbereinigten
Monatsvergleich im November um 1,6 % gesunken. Im Vormonat
war die Produktion der Eurozonen-Industrie um ebenfalls 1,6 %
(revidiert von -1,2 %) gefallen. Im Jahresvergleich hat die Produktion
in der Industrie um 7,7 % abgenommen nach zuvor -5,7 %.
Damit wurde der für den Vormonat veröffentlichte Rückgang von
-5,3 % nach unten revidiert.

Der US-amerikanische Umsatz im Einzelhandel ist im Dezember
um 2,7 % zurückgegangen. Erwartet wurde ein leichter Umsatzrückgang
von 1,0 bis 1,1 %. Im Vormonat war der Umsatz des Einzelhandels
in den Vereinigten Staaten um 2,1 % gefallen, revidiert
von -1,8 %.

Seite 3

Makrodaten-Check
Ohne die Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz in den USA um
3,1 % zurückgegangen. Gerechnet wurde mit einem Bereich von
-1,1 bis -1,3 %. Einen Monat zuvor war ein Rückgang um 2,5 % zu
verzeichnen gewesen (revidiert von -1,6 %).

Die US-amerikanischen Importpreise sind im Dezember um 4,2 %
gefallen nach zuletzt -7,0 % (revidiert von -6,7 %). Ohne Öl sind die
Einfuhrpreise in den Vereinigten Staaten um 1,1 % gesunken nach
zuvor -1,8 %.

Die US-amerikanischen Exportpreise sind im Dezember insgesamt
um 2.3 % gefallen nach zuvor -3,4 % (revidiert von -3,4 %). Ohne
landwirtschaftliche Erzeugnisse sind die Ausfuhrpreise um 1,9 %
gefallen nach zuletzt -2,9 %.

Die US-amerikanischen Lagerbestände sind im November um 0,7
% zurückgegangen. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,5 %. Die
Umsätze sind gleichzeitig um 5,1 % gefallen.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind
in der vorangegangenen Woche um 1,2 Mio. Barrel gestiegen,
nach zuvor +6,7 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA
im Wochenvergleich um 2,1 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt
einem Plus in Höhe von 3,3 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das
Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten
Staaten um 6,4 Mio. Barrel geklettert, nach zuvor +1,8 Mio.
Barrel.

Donnerstag:

Die Kfz Neuzulassungen sind im Bereich der EU und der EFTA
im Dezember verglichen mit dem Vorjahr um 17,8 % gefallen
nach -25,8 % im Vormonat und -14,5 % im Monat davor. Im Vergleich
Januar bis Dezember mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
sind die Neuzulassungen bei den Pkws um 7,8 %
zurückgegangen.

Die Verbraucherpreise sind zum Vormonat um 0,3 % geklettert
nach zuletzt -0,5 %. Die Jahresteuerung liegt bei 2,6 % gegenüber
2,3 % in 2007. Der für Europa berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Dezember
gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % erhöht. Im Monatsvergleich
kletterte der harmonisierte Index um 0,4 %. Die Schätzung vom

30. Dezember 2008 wurde damit bestätigt.
Die Jahresteuerung in der Eurozone liegt im Dezember bei
1,6 %. Die offizielle Vorabschätzung war ebenfalls von 1,6 %
ausgegangen. Im Vormonat lag die jährliche Inflationsrate bei
2,1 %. Ein Jahr zuvor hatte die Rate bei 3,1 % gelegen. Der Mo


natsvergleich wird mit -0,1 % angegeben. Die Jahresteuerung
für den gesamten Bereich der EU liegt im Berichtsmonat bei 2,2
% nach 2,8 % im Vormonat und 3,2 % im Jahr zuvor. Auf Monatssicht
liegt die Inflationsrate bei -0,1 %.

Wie erwartet senkt die EZB die Zinsen um 50 Basispunkte auf
dann 2,00 % nach zuletzt 2,50 %.

Die US-amerikanischen Erzeugerpreise sind im Januar um
-1,9 % gesunken. Die Kernrate der US Produzentenpreise ist um
+0,2 % gestiegen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA
auf 524.000 gestiegen. Erwartet wurden 500.000 neue Anträge
nach zuvor 470.000 (revidiert von 467.000).

Unser Kommentar:

Im Oktober und November waren erstmals in der Geschichte der
US-amerikanischen Arbeitsmarkt-Statistik seit 70 Jahren in zwei
aufeinander folgenden Monaten mehr als 500.000 Arbeitsplätze
weggefallen. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in
dieser Woche deutet an, dass die Serie sogar noch weiter gehen
könnte. Für die Konjunktur in den USA ist das denkbar ungünstig.

Der New York Empire State Index der New York Fed notiert im Januar
bei -22,20. Im Vormonat hatte er noch bei -27,88 gestanden,
revidiert von zunächst veröffentlichten -25,8. Erwartet wurde der
Januar im Bereich -24,5 bis -25.

Der Philly Fed Index notiert im Januar bei -24,3. Erwartet wurde er
im Bereich -35. Im Vormonat hatte er bei -32,9 gestanden.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“) sind
in der letzten Woche um 94 Bcf auf 2.736 Bcf zurückgegangen. In
der vorangegangenen Woche waren die Bestände in den USA um
47 Bcf geschrumpft, im Vorjahr hatten sie bei 2.708 Bcf gelegen.

Freitag:

Im Vergleich zum Vorjahr ist in Deutschland die Zahl der Beschäftigten
im Bereich des verarbeitenden Gewerbes insgesamt
im November um 1,8 % auf 5,4 Mio. gestiegen. Gleichzeitig
wurden 3,9 % weniger, nämlich insgesamt 700 Mio.,
Arbeitsstunden registriert. Die Entgelte stiegen im selben Zeitraum
um 1,5 % auf 23,2 Mrd. Euro.

Die Handelsbilanz der Euro-Zone weist in der ersten Schätzung
für November ein Defizit von 7,0 Mrd. Euro aus verglichen
mit einem Überschuss in Höhe von 2,3 Mrd. Euro ein Jahr zuvor.
Das Plus des Vormonats lag bei 0,5 Mrd Euro. Die Ausfuhren
sind im Berichtsmonat zum Vormonat saisonbereinigt um
4,7 % gefallen , die Einfuhren um 2,5 % gesunken.

Seite 4

Makrodaten-Check
Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

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Zum Autor:


Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die
Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden
Sie unter

_antizyklischer-börsenbrief.de und
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Forex Video-Check


Seite 5
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Es wird Zeit,
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Krones AG – Bärische Ausgangslage…

Krones AG – Kürzel KRN (DE)– Aktuell: 25,81 Euro

Charttechnische Situation: Krones konnte sich bereits ab Oktober
nach einem Abverkauf bis auf 27,45 Euro fangen. Es folgte dann eine
Konsolidierung, die Aktie konnte aber nur eine Seitwärtsbewegung
zwischen 27,45 Euro und 32,60 Euro etablieren. Daraus rutschten die
Notierungen in der Vorwoche nach unten heraus. Zunächst kommt es
zwar zu einer Gegenbewegung, dies aber bei geringer Dynamik, so
dass unterhalb der 27,45 Euro bald wieder von nachgebenden Notierungen
ausgegangen werden kann. Geht es unter die 25,20 Euro
auf ein neues Tief, dann sind Abgaben bis auf 20,00 Euro mittelfristig
zu erwarten.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei Krones via Stopp-Sell-Order bei
25,10 Euro an. Der Stopp-Loss kann bereits bei 26,95 Euro platziert
werden. Mehr als 1,00 % des Depotwertes sollten in einer Tradingposition
nicht riskiert werden.

Krones AG: Einstieg: Stopp-Sell-Order: 25,10 Euro
Stopp Loss gesamt: 26,95 Euro
Risiko bis Stopp Loss: 7,37 %
Möglicher Gewinn bis 20,00 Euro (CRV ca. 2,76)
Krones AG – Bärische Ausgangslage…
Randgold: Einstieg: Direkter Kauf
Stopp-Loss gesamt: 2.520 Pence
Risiko bis Stopp Loss: 12,29%
Möglicher Gewinn bis 3.400 Pence (CRV ca. 1,49)
Möglicher Gewinn bis 4.000 Pence (CRV ca. 3,19)
Randgold – Neues Kaufsignal ist aktiviert
Randgold – Neues Kaufsignal ist aktiviert

Randgold – Kürzel RRS (UK)– Aktuell: 2.873 Pence

Charttechnische Situation: Zu den stärksten Aktien des Goldsektors
zählt Randgold. Die Aktie rutschte im vergangenen Jahr zwar ebenfalls
mit dem Sektor ab, es ging ausgehend von 2.800 Pence auf 1.390
Pence zurück, in den Vormonaten gelang aber eine umfassende Erholung.
Dabei erreichte Randgold direkt ein neues Allzeithoch bei 3.130
Pence. Die Rallye wird derzeit konsolidiert, was bisher nicht negativ zu
werten ist. Randgold testet zunächst nur die bei 2.500 Pence liegende
starke Unterstützungszone und prallt dort nach oben ab. Mit dem
Ausbruch aus der bullischen Flaggenformation sind jetzt 3.400 Pence,
mittelfristig gegebenenfalls auch 4.000 Pence erreichbar.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei Randgold direkt an. Der Stopp-
Loss kann in diesem Fall relativ eng bei 2.520 Pence gesetzt werden.
Mehr als 1,00 % des verfügbaren Kapitals sollte aber keinesfalls riskiert
werden.

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Seite 6

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Der GodmodeTrader Chartlehrgang:
Chartintervalle (Chartperioden)
Die Tageschartdarstellung zeigt, dass es sich wieder lohnt,
auf den Wochenchart mit Lupe draufzuhalten. Was die obere
Begrenzungslinie der 2004er Konsolidierungsrange anbelangt,
konnte hier Auflagepunkt 2 sehr wohl ermittelt werden.
Es handelt sich um ein untypisches (bärisches) Spidertop.
Auch der Auflagepunkt 2 der unteren Begrenzungslinie war
über den Tageschart vermittelbar. Hier bildete sich nämlich
eine (bullische) Doppelbodenformation. Auflagepunkt 3 der
unteren Begrenzungslinie zeigt im Tageschart eine bullische
Candlestickformation aus der„Morning Star“ Klasse. Es ist kein
echter „Morning star“, aber der Herleitungsmechanismus ist
derselbe. Sie sehen, die Hinzuziehung des Tagescharts ergab
wieder einen deutlichen Mehrwert an Informationen.


Beispiel 7 - Den Boden im DAX Future über Wochen-
und Tageschartsichtung finden

Linienchart vom DAX Future (FDAX) als Übersichtsdarstellung.
Das Kursgeschehen im Jahr 2003 war durch eine ausgeprägte
Kursrallye gekennzeichnet, das Kursgeschehen in 2004 durch
eine volatile Konsolidierung. Ab August 2004 konnte der FDAX
wieder zu einer Aufwärtsbewegung ansetzen, in deren Rahmen
neue Bewegungshochs ausgebildet werden konnten.


Anbei der Wochenchart mit Tageschartausschnitt. Es ist der
Bereich dargestellt, der im Linienchart als Ausschnitt Chart
B gekennzeichnet ist. Es geht um die Konsolidierung im Verlauf
von 2004. Im August wurde ein sehr wichtiges charttechnisches
Unterstützungsniveau bei 3.766 Punkten gebrochen.
Damit wurde eigentlich ein Verkaufssignal generiert. In dem
Tageschartausschnitt zeigt sich jedoch direkt unter dem
3.766er Niveau eine kleine inverse SKS Bodenformation, die
den Future wieder zurück in die übergeordnete Konsolidierungsrang
2004 hebelte. Dieses Rebreak über 3.766 Punkte
war dann auch der Startschuß für die Jahresendrallye 2004.


Seite 7

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Beispiel 8 -Die Trendwende im Goldindex über
Wochen- und Tageschartsichtung sondieren

Anbei der Wochenchart Gold & Silver Index ($XAU) seit Anfang
2002. Eine Kerze repräsentiert den Kursverlauf einer Woche.
Der Wochenchart zeigt eindrucksvoll die mittelfristigen zyklischen
Bewegungen. Im zweiten Semester des Jahres 2003
bildete sich eine (bärische) Doppeltop-Trendwendeformation
aus. Sie leitete eine umfassende mehrmonatige Korrektur ein.


Fortsetzung des GodmodeTrader-
Chartlehrgangs in der nächsten
Ausgabe des Forex - CFD - Reports.


In der feineren zeitlichen Auflösung des Tagescharts ist zu
erkennen, dass sich das zweite Hoch des Wochenchart-
Doppeltops in Form einer hochgradig bärischen SKS Trendwendeformation
darstellte. Die Auswertung des Tagescharts
ermöglichte es also dem Charttechniker, noch früher seine
Goldminentitel zu verkaufen bzw. short zu gehen.

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Major Currencies: EUR/USD, EUR/JPY
Euro gegenüber US-Dollar –
Jetzt wieder hoch?

EUR/USD Kurs: 1,3270 USD

Wochenchart (log) seit 26.03.2004 (1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Der Euro markierte gegenüber US-Dollar noch
im Juli 2008 ein neues Allzeithoch bei 1,6037 USD startete
eine massive Abwärtsbewegung. Bis auf 1,2328 USD
brach EURUSD ein, bevor Ende Oktober eine Kurserholung
startete. Im Dezember gewann diese deutlich an Fahrt, das
Währungspaar kletterte kräftig bis auf 1,4717 USD.
Aktuell wird der jüngste Kursanstieg korrigiert, EUR/USD
setzte nochmals bis fast 1,3000 USD zurück. Das kurzfristige
Chartbild ist leicht bärisch zu werten, das langfristige ist
neutral.
Charttechnischer Ausblick: Ob die Kursrallye aus dem
Dezember der Auftakt zu einer größeren Aufwärtsbewegung
war, bleibt zunächst abzuwarten. Ausgehend vom Unterstützungsbereich
um 1,3000 USD wäre jetzt aber zumindest
eine Erholung bis 1,3745 - 1,3839 und 1,3970 USD möglich.
Erst ein signifikanter Anstieg über 1,4000 USD würde darüber
hinaus weiter steigende Notierungen von EUR/USD bis 1,4717
- 1,4967 und 1,5286 USD werden dann möglich.
Fällt die Gemeinschaftswährung allerdings nachhaltig
unter 1,3000 USD zurück, besteht die Möglichkeit eines
kompletten Abverkaufs der Erholung seit Oktober. Auf Sicht
der kommenden Wochen oder Monate drohen dann Abgaben

Euro gegenüber japanischem Yen –

bis 1,2328 und ggf. 1,1641 USD.

Die Handelsmarken sind gesteckt

Rückblick: Der Euro markierte gegenüber dem Yen nach einer
langfristigen Aufwertungsphase ein Mehrjahreshoch bei 169,96
JPY im Juli 2008 und startete eine deutliche Abwärtskorrektur.

EUR/JPY Kurs: 119,73 JPY

Mit dem Rückfall unter den Unterstützungsbereich bei 147,73

Tageschart (log) seit 16.05.2008 (1 Kerze = 1 Tag)

JPY, wo auch der langfristige Aufwärtstrend verlief, wurde
schließlich Anfang Oktober ein Verkaufsignal generiert und ein
extremer Kursrutsch eingeleitet. An der Horizontalunterstützung
bei 113,74 JPY endete der Preisverfall schließlich Ende Oktober.
Eine Kurserholung startete, welche unterhalb der 131,59 JPY
Marke seitwärts verläuft. Aktuell notiert das Währungspaar
wieder in der unteren Hälfte der Seitwärtsrange, das Chartbild
hat leicht bärische Tendenz.

Charttechnischer Ausblick: Eine Bodenbildung zeichnet
sich bei EUR/JPY weiterhin nicht ab, die trendlose
Seitwärtsspanne dominiert das Geschehen. Nach dem
vorangegangenen Kursrutsch wäre die mehrwöchigen Seitwärtsbewegung
tendenziell bärisch zu werten und könnte
eine Fortsetzungsformation im übergeordneten Abwärtstrend
darstellen, zumal eine Bodenbildung weiterhin fehlt.
Fällt der Euro nachhaltig unter 111,79 JPY zurück, drohen
gegenüber dem Yen mittelfristig fallende Notierungen bis ca.
100,00 JPY und darunter ggf. an das Tief aus 2000 bei 88,95 JPY.
Ein nachhaltiger Anstieg von EUR/JPY über 133,00 JPY würde
weiteres Aufwärtspotenzial bis 141,00 und darüber ggf. 147,73

-150,72 JPY eröffnen. Er eine Rückkehr über 151,00 JPY würde
neue, mittelfristige Kaufsignale generieren.
Seite 9

Devisen-Galerie: EUR/HUF
EUR/HUF Kurs: 283,22 HUF

Tageschart (log) seit 16.06.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Euro gegenüber dem ungarischen
Forint – Ausbruch steht bevor

Rückblick:Der Euro befindet sich gegenüber dem ungarischen
Forint in einer langfristigen Seitwärtsbewegung. Das letzte
Mehrjahreshoch markierte EUR/HUF bei 285,00 HUF im Juni
2006 und startete eine Abwärtsbewegung bis 227,57 HUF.
Dort nahm im Juli 2008 eine starke Aufwertungsphase des
Euro ihren Anfang, die Turbulenzen auf Grund der Finanzkrise
ließen EUR/HUF steil bis an das Hoch aus 2006 bei 285,00 HUF
ansteigen.

Eine tiefe Korrektur der Kursrallye wird wieder stark gekauft,
EUR/HUF attackiert wieder das Hoch aus 2006 bei 285,00
HUF. Das Chartbild ist auf sämtlichen Zeitebenen bullisch zu
werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Euro könnte nun in
Kürze einen Ausbruch über das Hoch aus 2006 bei 285,00
HUF versuchen, die Chancen auf eine weitere Aufwertung
gegenüber dem Forint stehen sehr gut. Geht es nachhaltig
über 286,50 HUF, wird eine weitere Aufwärtsbewegung bis ca.
302,00 - 308,00 und darüber ca. 330,00 HUF auf mittelfristige
Sicht möglich.

Kurzfristige Rücksetzer bis 270,00 - 273,00 HUF wären jetzt
noch problemlos möglich. Fällt EUR/HUF allerdings wieder
signifikant unter 267,00 HUF zurück, könnte es zu einer
Abwärtskorrektur bis 252,84 - 255,69 HUF und ggf. 246,00 -
248,00 HUF kommen.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader.de erschienen sind:

GBP/USD

://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Pfundin-
US-Dollar-Die-Schwaeche-bleibt,a1108961,c29.html

EUR/PLN

://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inZloty-
Da-laeuft-eine-starke-Rallye,a1108953,c29.html

USD/CAD

://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/US-
Dollar-konsolidiert-gegenueber-kanadischem-Dollarnoch,
a1108623,c29.html

EUR/ZAR

://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inRand-
Neue-Rallyeimpulse-durch-,a1108563,c29.html

EUR/CHF

://_godmode-trader.de/de/boerse-analyse/Euro-inFranken-
Kurzfristige-Erholung-moeglich-aber,a1107441,c29.
html

EUR/CZK

://_godmode -trader.de/de/boerse -analyse/
Euro-zieht-gg-tschechischer-Krone-auf-neue-Hochshinaus,
a1106391,c29.html

Seite 10

Neues aus dem Web
Obamas Berater wollen Rettungspaket für
Konsumkredite heranziehen

Washington, D.C. (Boerse-Go.de) -Die ranghöchsten Berater
des künftigen US-Präsidenten Barack Obama haben auf
die Bedeutung der Unterstützung von Konsumenten und
Unternehmen hingewiesen. Diesen müsse mit Krediten unter
die Arme gegriffen werden.

Gemäß dem Top-Regierungsberater Lawrence Summers ist
der Fokus nicht auf die Bedürfnisse der Banken zu richten.
Es gehe vor allem darum, die Wirtschaft mit Kredite zu
versorgen. Für die neue Regierung sei bei der Verteilung der
zweiten Hälfte des insgesamt 700 Milliarden Dollar schweren
Finanz-Rettungspakets sogar eine Bevorzugung von Privaten
gegenüber den Banken angeraten.

Summers erklärte sich weiters zuversichtlich, dass der Kongress
das von Barack Obama vorgeschlagene 825 Milliarden
Dollar schwere Konjunkturprogramm genehmigen wird. “Ich
gehe davon aus, dass das Paket innerhalb eines Monats zur
Verabschiedung gelangt. Es ist zu tun was nötig ist, um uns aus
diesem konjunkturellen Loch herauszuholen”.

Weiter gehts auf: ://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1108911

BASF: Geschäft bricht im Dezember ein

Ludwigshafen (BoerseGo.de) -Das weltweite Geschäft von
BASF ist im Dezember 2008 deutlich eingebrochen. Die
Nachfrage nach chemischen Produkten habe sich in allen
Regionen auch in der ersten Januarhälfte nicht belebt, teilte
das Unternehmen am Montag mit. Der Vorstandsvorsitzende
Dr. Jürgen Hambrecht sieht zurzeit auch keine Trendwende
zum Positiven: „Die Lage ist weiterhin angespannt und schwer
einzuschätzen. Wir rechnen in den kommenden Monaten nicht
mit einer konjunkturellen Besserung.“ Der Geschäftseinbruch
sei stärker als noch im November erwartet und belastet das
Ergebnis, fügte der BASF-Chef hinzu.

Weltweit seien bereits seit Mitte November 2008 an den sechs
Verbundstandorten von BASF die Auslastung chemischer
Großanlagen zurückgenommen worden. Durchschnittlich seien
dadurch zurzeit weniger als 75 Prozent der Produktionskapazität
der BASF-Gruppe ausgelastet. Um die Auswirkungen

der Produktionskürzungen aufzufangen, reichen flexible
Arbeitszeitinstrumente nicht überall aus, betonte der Vorstand.
Im Februar müssten am Coatings-Standort Münster daher
rund 1.500 Mitarbeiter und am Standort Schwarzheide 180
Mitarbeiter mit Kurzarbeit beginnen. Rund 150 Mitarbeiter an
zwei kleineren Coatings-Standorten in Italien hätten bereits ihre
Arbeitszeit reduziert. BASF schließt auch für weitere Standorte
Kurzarbeit nicht aus.

Weiter gehts auf: ://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1108813

Warren Buffet: USA befindet sich in Konjunktur“
Pearl Harbor“

Omaha (BoerseGo.de) -Der Milliarden-Investor Warren
Buffet sieht die USA mit einem wirtschaftlichen “Pearl
Harbor” konfrontiert. Wie der Chairman und CEO der
Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway Inc. gegenüber
dem Nachrichtensender NBC erklärte, ist die wirtschaftliche
Lage des Landes zwar nicht so schlecht wie zu Zeiten der großen
Depression und des zweiten Weltkriegs, die Lage gestalte sich
dennoch als sehr hart. Die Amerikaner seien in einer Spirale der
Angst.

Weiter gehts auf: ://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1108811

Banken-ETFs: Jahrhundertchance oder Griff ins
fallende Messer?

Frankfurt (BoerseGo.de) - Wer wagt, der gewinnt, behauptet der
Volksmund. Wagemutige denken vielleicht ausgerechnet jetzt
über eine Investition in Bankaktien nach. Das ist sich sicherlich
krass, angesichts der Krise und den deswegen abstürzenden
Bankkursen. Doch in vielleicht zwei oder drei Jahren, wenn
die Krise wieder längst vorbei ist, weint man vermutlich der
Jahrhundertchance nach, die man verpasst hat. Außerdem
kann man nicht übersehen, dass die Regierungen weltweit
massiv gegen die Krise ankämpfen und den wackelnden
Kredithäusern immer wieder auf die Beine helfen.

Weiter gehts auf: ://_boerse-go.de/artikel/zeigen/
articleId/1107625

Seite 11

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Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,327 )))
USD/JPY 90,44 ++)
GBP/USD 1,4526 ++)
USD/CHF 1,1276 _))
USD/CAD 1,2545 __)
AUD/CAD 0,841 ))+
AUD/USD 0,6695 +))
AUD/JPY 60,55 +++
AUD/CHF 0,7557 +)+
CHF/JPY 80,1 ++)
CAD/JPY 72,09 +++
EUR/JPY 119,73 )))
EUR/CHF 1,487 )))
EUR/TRY 2,1642 ___
EUR/CZK 27,623 __)
EUR/GBP 0,9067 ___
EUR/HUF 283,22 ___
EUR/NOK 9,1129 )__
EUR/PLN 4,324 __)
EUR/SEK 10,8187 )__
EUR/ZAR 13,2386 _)_
GBP/CHF 1,6419 +++
GBP/CAD 1,821 )))
NZD/USD 0,5431 )++
USD/DKK 5,6642 _))
USD/HKD 7,7588 _))
USD/NOK 6,9336 )__
USD/SEK 8,2222 _))
SGD/USD 0,6688 )))
USD/MXN 13,926 ___
Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73
(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
Telefon: 089/767369-0, Fax: 089/767369-290
E-Mail: kundenservice_boerse-go.de
Internet: _boerse-go.ag
Handelsregister-Nr: HRB 131073
Amtsgericht München

Internet: _boerse-go.ag
Vorstand: Robert Abend, Thomas Waibel,
Harald Weygand
Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen
Aktiengesellschaft mit Sitz in München,
Registergericht: Amtsgericht München,
Register-Nr: HRB 169607,
Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §
27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
(GodmodeTrader.de)
Satz & Layout: BörseGo AG

Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
Erscheinungsweise & Umfang:
typischerweise einmal pro Woche (Mo.)

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der Erstellung. Vorhersagen zur Kursentwicklung von Währungen am
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wir deren Genauigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und korrekte
Reihenfolge nicht garantieren. Wir untersuchen weder die Anbieter der
Währungskurse, auf die sich unsere Prognosen beziehen, noch betrachten
wir irgendwelche Finanzdaten oder andere Informationen solcher
Anbieter. Daher stellen unsere Prognosen keine Analyse von kommerziellen
oder finanziellen Faktoren dar, die für künftige Bewegungen der
Währungskurse relevant sein können. Unsere Prognosen ziehen weder
die spezifische Situation, Erfahrung und das Risikoprofil eines einzelnen
Investors in Betracht, noch berücksichtigen sie die Steuerimplikationen
einer Anlage. Wir können den Erfolg einer Investition, die Sie aufgrund
unserer Informationen tätigen, nicht garantieren. Investitionen sind
stets mir Risiko verbunden. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen,
marktbedingten oder sonstigen Entwicklungen kann es zu Verlusten
kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust. Die Charts im
Godmode Devisen Report werden mit Teletrader Professional und Tradesignal
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Seite 13

Makro View
Osteuropa-Währungen im Fokus

Polnischer Zloty: Schwäche dürfte anhalten


Der im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise stark angeschwollene
Abwertungsdruck auf Emerging-Markets-
Währungen hat auch die osteuropäischen Valuten nicht
verschont. Der ungarische Forint, die Tschechenkrone
sowie der polnische Zloty verbuchten deutliche Kursverluste
zu den etablierten Währungen Euro oder US-Dollar,
da Investoren aufgrund der massiv gestiegenen Risikoaversion
Hochzinswährungen auf breiter Front verkauften.
Hinzu kamen Bedenken um die finanzielle Solidität
des Banken- und Finanzsystems (besonders Ungarn) sowie
die Befürchtung, dass die gerade begonnene Rezession
in Euroland länger und schwerwiegender ausfallen
werde, als zuerst erwartet. Hierunter dürften die exportorientierten,
bereits sehr eng mit der Wirtschaft der Eurozone
verknüpften osteuropäischen Volkswirtschaften
besonders leiden. In Teil 1 unserer Osteuropa-Serie wollen
wir die Kursaussichten des polnischen Zloty für 2009
genauer unter die Lupe nehmen.

Allein im gerade begonnen Jahr 2009 hat der Zloty bereits
Kursverluste von knapp 5% zum Euro hinnehmen
müssen. EUR/PLN startete das neue Jahr zu Kursen um
die 4,1500, testete kurz vergeblich die 4er-Marke auf der
Unterseite und drehte dann massiv bis 4,3457 in der Spitze
nach oben. Damit wurde der seit September 2008 bestehende
kurzfristige Aufwärtstrendkanal von EUR/PLN
nochmals nach oben verlassen und durch einen noch
steileren Aufwärtstrend ersetzt. Prinzipiell ist mit einem
Andauern der Zloty-Schwäche weit ins laufende Jahr hinein
zu rechnen, wofür eine ganze Reihe von Faktoren
sprechen.

Kurzfristig wird der Kurs der polnischen Valuta von den
Entwicklungen am Geldmarkt belastet. So haben sich
zahlreiche Unternehmen des Landes nicht ausreichend
gegen einen fallenden Zloty abgesichert und müssen
nun, da die Währung in recht kurzer Zeit deutliche Kursverluste
hinnehmen muss, ihre Europositionen zu einem
besonders ungünstigen Zeitpunkt hedgen. Händler be


richten, dass die Kursgewinne von EUR/PLN zu Jahresbeginn
bereits Züge eines „Short Squeeze“ trugen. Polnische
Unternehmen sollen im Zuge der seit September
2008 andauernden beschleunigten Aufwertungsbewegung
des Währungspaars bereits Verluste von über einer
halben Milliarde PLN mit Optionsgeschäften angehäuft
haben, hieß es aus dem polnischen Finanzministerium.
Besonders das Überwinden der auch psychologisch bedeutsamen
4er-Marke und die daraus resultierenden
Stopp-Käufe zur Verlustbegrenzung hievten EUR/PLN
noch über die 4,3000 nach oben, womit das Währungspaar
ein neues Vierjahreshoch erreichte.

Längerfristig leidet die Notierung des Zloty darunter, dass
sich die polnische Ökonomie mit Blick auf die erheblich
an Fahrt verlierende globale Ökonomie hochgradig verwundbar
zeigt. Strukturelle Probleme treten in der Abschwungphase
wieder deutlich zutage, wobei die enge
Ankoppelung der sehr exportabhängigen Wirtschaft an
die Konjunktur des Euroraums die Achillesferse darstellt.
Das Defizit in der polnischen Handelsbilanz hat sich im
November auf 1,60 Milliarden EUR erhöht, nachdem es
im Vormonat noch bei 1,53 Milliarden EUR gelegen hatte.
Zugleich stieg die Arbeitslosenquote von zuvor 8,8%
auf 9,1% deutlich an (erwartet 9,0%). Besonders schwach
präsentierten sich die polnischen Einzelhandelsumsätze
für November, die mit einem Plus von lediglich 2,7% im
Jahresvergleich weniger als halb so stark zulegten, wie
von Analysten im Schnitt mit 6,1% erwartet (Vormonat:
+7,9%). Die polnische Vize-Finanzministerin Katarzyna
Zajdel-Kurowska betonte, sie sei „überrascht“ über die
schwachen Einzelhandelsdaten. Man habe zwar schlechte
Daten erwartet, aber nicht so einen deutlichen Rückgang.
Dies gelte vor allem, da sich das Lohnwachstum
fortgesetzt habe, betonte sie.

Der an Fahrt gewinnende konjunkturelle Rücksetzer in
Polen hat die Notenbank bereits auf Zinssenkungskurs
einschwenken lassen, der allerdings noch nicht so ausge-

Seite 14

Makro View
prägt wie bei den großen Zentralbanken ist. Selbst nach
der deutlichen Senkung im Dezember 2008 um 75 Basispunkte
liegt das polnische Leitzinsniveau mit 5,00% weiter
relativ hoch. Damit ist mit einer fortgesetzten geldpolitischen
Lockerung im ersten und zweiten Quartal 2009
zu rechnen, was wiederum neuen Abwertungsdruck für
den polnischen Zloty mit sich bringt.

Die an Schwung verlierende polnische Wirtschaft sowie
die Aussicht auf weiter sinkende Zinsen lassen fortgesetzte
Kursgewinne von EUR/PLN erwarten. Unruhe bringen
zudem die Spekulationen darüber, ob die polnische
Regierung an ihrem Zeitplan zur Euro-Einführung am 1.
Januar 2012 festhalten wird. Polens Premierminister Donald
Tusk ließ kürzlich in einem Interview verlauten, man
wäre bereit, dieses Ziel zu überdenken, falls sich die Konditionen
als ungünstig erweisen sollten. Zudem deutete
die polnische Regierung an, dass man möglicherweise

den für Juni 2009 geplanten Beitritt zum EUR-Wechselkursmechanismus
II (ERM II) nach hinten verschieben
werde.

Auch wenn kurzfristige Gegenbewegungen immer möglich
bleiben, sind die charttechnischen Aussichten für
EUR/PLN klar bullisch. Oberhalb der 3,96er-Marke bleibt
der kurzfristige Aufwärtstrend intakt, zudem dient die
4,0000 als solide Haltemarke. Bei aktuellen Kursen um
die 4,30er-Marke hat EUR/PLN kurzfristig Luft bis 4,5000
nach oben, wo das Verlaufshoch von August 2004 angesiedelt
ist. Danach rücken die 4,8000 sowie das 2004er-
Jahreshoch bei 4,9404 in den Fokus.

Volker Zenk
FXdirekt Bank


Seite 15

Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

-6,30%
-4,05%
-3,21%
-2,63%
-2,62%
-2,06%
-2,01%
-1,86%
-1,43%
-1,31%
-0,94%
-0,92%
-0,61%
-0,58%
-0,26%
0,05%
0,52%
0,53%
0,61%
1,28%
1,32%
1,51%
1,62%
1,74%
2,14%
2,26%
2,87%
4,10%
4,84%
6,79%
-10,00%-5,00%0,00%5,00%10,00%
EUR/PLNUSD/CADEUR/CZKEUR/TRYAUD/CADUSD/SEKUSD/DKKGBP/CADUSD/MXNEUR/HUFEUR/GBPUSD/CHFEUR/SEKUSD/JPYUSD/HKDCHF/JPYSGD/USDEUR/JPYEUR/CHFEUR/USDEUR/ZARUSD/NOKAUD/CHFAUD/JPYGBP/CHFAUD/USDGBP/USDEUR/NOKCAD/JPYNZD/USD
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Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2008

-29,06%
-35,78%
14,99%
-26,77%
-23,42%
-27,01%
-38,04%
-23,62%
27,84%
34,72%
-8,98%
-10,09%
-26,51%
-3,56%
-18,72%
-0,47%
-19,01%
14,72%
-0,51%
23,60%
12,19%
27,86%
-8,12%
10,85%
27,25%
-3,52%
27,70%
4,34%
25,80%
20,13%
-60,00%-40,00%-20,00%0,00%20,00%40,00%
EUR/PLNUSD/CADEUR/CZKEUR/TRYAUD/CADUSD/SEKUSD/DKKGBP/CADUSD/MXNEUR/HUFEUR/GBPUSD/CHFEUR/SEKUSD/JPYUSD/HKDCHF/JPYSGD/USDEUR/JPYEUR/CHFEUR/USDEUR/ZARUSD/NOKAUD/CHFAUD/JPYGBP/CHFAUD/USDGBP/USDEUR/NOKCAD/JPYNZD/USD
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Verfasst am: 04.02.2009, 19:18

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Forex & CFDs:
Das Beste aus zwei Welten
Inhaltsverzeichnis
Ausgabe 0509 – 02.02.2009
Seite 1 Editorial
Seite 4 Makrodaten-Check
Krise erreicht den deutschen Arbeitsmarkt...
Seite 6 Video-Check
Kostenlose Research-Studien und Wirtschaftsdaten-E-Mails:
Wo gibt es das?
Seite 7 CFD Trading
Seite 8 Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Chartformationen professionell getradet - Teil 2
Seite 11 Chartanalysen
Major Currencies: EUR/USD, USD/CHF
Devisen Galerie: AUD/USD
Seite 14 Neues aus dem Web
Seite 15 Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Osteuropa-Währungen im Fokus (Teil 2)
Tschechenkrone unter der Lupe
Seite 15 Impressum/Disclaimer
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Tendenzen ausgewählter Währungspaare
Makro View: Osteuropa-Währungen im Fokus (Teil 2)
Tschechenkrone unter der Lupe
Seite 15 Impressum/Disclaimer
Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Warnung: Dow Jones 3.000!
In Dänemark hat ein findiger Unternehmer seinen Mitarbeitern
in dieser Woche kurzerhand verboten, das Wort „Krise“ noch
länger in den Mund zu nehmen. Damit soll erreicht werden,
dass die Menschen weiterhin kräftig Geld ausgeben, anstatt
sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz zu machen. Ein wirklich guter
Trick, wie wir finden. Und einige Medien haben das natürlich
sofort aufgegriffen:

Ab sofort ist nicht mehr der jahrzehntelange Konsum auf
Pump schuld daran, dass jetzt alles den Bach runter geht,
sondern das Gerede über die Krise. Nach dem Motto: Bei
einem Kälteeinbruch mit Schnee und Graupel sollen die Leute
künftig gefälligst barfuß vor die Türe gehen. Wer Schuhe anhat,
gefütterte womöglich, der verstärkt nur unnötig den Eindruck,
dass gerade Winter ist.

Anstatt die Tatsachen zu verdrehen und den Leuten Sand in die
Augen zu streuen, beides wird ja auch hier zu Lande gerne und
ausgiebig praktiziert, erscheint es uns sinnvoller, an diesem
Wochenende einmal einen Blick auf den Januar-Indikator zu
werfen.
Erst am vergangenen Samstag hatten wir gewarnt, dass sich
das Jahr 2009 für die Analystengilde gänzlich unerwartet,
womöglich ein Beispiel am Katastrophenjahr 1931 nehmen
könnte. Seinerzeit rauschte der Dow Jones ziemlich genau 53
Prozent in die Tiefe – nach einem Verlust von 38 Prozent im Jahr
1930. Unseren Kommentar finden Sie hier:

//godmode-trader/de/boerse-nachricht/Fettfaul-
und-gefraesig,a1114643,c563.html

33 Prognosen für das Jahr 2009:
Das umfangreiche PDF bringt Ihnen alle DAX- und Konjunkturprognosen für das Jahr 2009 - kostenlos!
Erfahren Sie, was die Experten, die schon die Kreditkrise vorhergesehen haben, jetzt für das Jahr 2009 erwarten!
//boerse-go/service/downloads

Editorial
Nun hat der Dow Jones die seltsame Angewohnheit, bereits
im Januar die Marschrichtung für den Rest des Jahres ziemlich
exakt vorzugeben. Angeblich bestimmt der erste Börsenmonat
mit einer Trefferquote von 90 Prozent den Verlauf des restlichen
Börsenjahres.

Sehen wir uns das einmal etwas genauer an: Vor Jahresfrist
hatte der Dow Jones am letzten Handelstag im Januar einen
Verlust von 4,6 Prozent eingefahren. Bis zum Jahresende 2008
wurde daraus ein Minus von 38 Prozent (übrigens fast auf die
Kommastelle der gleiche Verlust wie 1930).

Mit dem letzten Handelstag des Januar 2009 weist der Dow Jones
seit Jahresbeginn einen Abschlag von 8,7 Prozent aus. Nimmt
man 2008 als Maßstab, dann käme man bis Ende Dezember
auf einen anzupeilenden Jahresverlust von unglaublichen
66 Prozent. Das wäre ein Index-Stand von weniger als 3.000
Punkten. Da diese Krise seit Monaten an Schärfe und Dynamik
alles bisher da gewesene in den Schatten stellt, würde ein
Einbruch von derart historischer Größenordnung ganz gut ins
Bild passen.

Vollkommen auszuschließen sind an der Börse ja vor allem
jene Dinge, die von der Mehrheit erwartet werden. Und einen
Dow Jones im Bereich von 3.000 Punkten bis Dezember, den
hat garantiert niemand auf der Rechnung. Insbesondere die
Fonds-Industrie nicht, die in diesen Tagen Zweckoptimismus
verbreitet. Das muss auch so sein: Sollte es nach dem
Katastrophenjahr 2008 in diesem Jahr erneut zu zweistelligen
Verlusten kommen, wäre das für viele Finanzprodukte das Aus.

Doch die Börse ist ja immer wieder für Überraschungen gut.
Ob demnächst womöglich doch noch eine Bärenmarktrallye
startet? Leider trübt sich die Lage immer stärker ein: Der

Transportindex hat das Tief vom November vergangenen
Jahres mittlerweile wieder erreicht, auf Schlusskursbasis
bereits unterschritten. Beim MACD haben sich leicht positive
Divergenzen gebildet, die jedoch alles andere als überzeugend
aussehen (rote Linien):


Wenn der Transport-Index jetzt nicht schleunigst in die Hufe
kommt, dann dürfte es sehr ungemütlich werden.

Die einzigen Anlageklassen, die momentan wirklich überzeugen
können, sind Gold und Silber. Nachfolgend der Silber ETF mit
dem US-Kürzel SLV. Achten Sie auf das starke Aufwärtsvolumen,
so sieht eine saubere Trendwende aus (blaue Markierung):

Seite 2

Editorial
Unsere Leser sind seit Monaten massiv in Gold und Silber
investiert. Wir haben uns vom jüngsten Ausverkauf nicht
rauskegeln lassen, sondern darin das gesehen, was sich
jetzt immer stärker abzeichnet: Die beiden Edelmetalle
hatten nochmals eine historisch einmalige Kaufgelegenheit
geboten und wir haben zugegriffen. Auch bei den Edelmetall-
Produzenten übrigens, die wir unseren Lesern im November
und im Dezember zum Kauf empfohlen hatten.

Späteinsteiger können mit etwas Glück darauf hoffen, dass
es beim Silber im Bereich des Kreuzwiderstands knapp
unterhalb von 14 US-Dollar (schwarze Linie) nochmals zu
einem Rücksetzer kommt. Darauf verlassen sollte man sich aber
besser nicht: Silber ist für seine wilden Kursprünge berüchtigt.
Wenn das Edelmetall erst einmal in Fahrt kommt, ist es kaum
noch aufzuhalten.

Viel wird davon abhängen, wie sich die Lage an der Krisenfront
entwickelt. Es passt ins Bild, dass die Konjunkturdaten den
gruseligen Eindruck bestätigen, den fast alle Indizes derzeit
bieten. Nur einige Beispiele: Die Wirtschaft in den USA ist so
stark geschrumpft wie zuletzt 1982. Die Auftragseingänge für
langlebige Güter sind den fünften Monat in Folge gefallen.
Toyota rutscht im laufenden Geschäftsjahr tiefer in die
Verlustzone als bislang angekündigt, es ist der erste Verlust in
der Firmengeschichte. Der ehemalige Dow Jones-Titel Eastman
Kodak ist auf dem Weg zum Pennystock, die Hypo Real Estate
wird demnächst verstaatlicht, in Frankreich fliegen die Steine
und in Island dürfte nach der Herabstufung der Bonität der
Staatsbankrott schon bald Realität werden. Warten Sie noch ein
wenig, dann ist es auch in Großbritannien so weit.

Die Signallage ist eindeutig: Die Krise schaltet einen Gang
höher, das Ende ist offen.

Wir warnen unsere Leser bereits seit geraumer Zeit vor der
sich immer weiter verschärfenden Weltwirtschaftskrise. In der
aktuellen Ausgabe, die am kommenden Mittwoch erscheint,
haben wir dem Thema Krisenvorsorge eine eigene Rubrik
gewidmet.

Denn eines muss klar sein: Antizyklisches Investieren
bedeutet eben gerade nicht, sich dabei gegen einen gerade
vorherrschenden Trend zu stellen -und die nächste Hausse
auszurufen, wenn ringsherum alles auseinander fliegt. Es
bedeutet vielmehr, künftige Entwicklungen so rechtzeitig wie
möglich zu erkennen und sich entsprechend vorzubereiten.
Und derzeit stehen die Zeichen auf Sturm in Orkanstärke...

In der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs,
die am kommenden Mittwoch erscheint, haben wir diesmal
auch wichtige Informationen für Anleger vorbereitet, die vor
leergefegten Lagerräumen der Edelmetallhändler stehen, aber
noch dringend physisches Gold und Silber kaufen wollen.

Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass einige
konjunkturelle Nachrichten aus der Wirtschaft endlich wieder
einmal besser ausgefallen waren als erwartet. Doch niemand
interessierte sich dafür:

In den USA etwa stieg der Index der Frühindikatoren im
Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte
waren von einem Rückgang um 0,2 Prozent ausgegangen.
Außerdem kletterte die Zahl der wiederverkauften bestehenden
Eigenheime im Dezember überraschend stark um 6,5
Prozent gegenüber dem Vormonat. Auch die Stimmung in der
deutschen Wirtschaft hat sich im Januar überraschend, nun
ja, „aufgehellt“ wäre das falsche Wort, „minimal verbessert“
trifft es wohl eher: Wie das ifo-Institut mitteilte, stieg der
Geschäftsklimaindex von 82,6 Punkten im Vormonat auf 83,0
Punkte. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Rückgang auf
81,0 Punkte gerechnet.

Ein Grund für den leichten Anstieg dürfte das zweite
Konjunkturpaket der Bundesregierung sein. Mal sehen, wie
lange es diesmal dauert, bis wieder Ernüchterung einkehrt...

Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen
Börsenbriefs, die in Kürze erscheint.

Anmeldemöglichkeit (1) :
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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs.
Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die
Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden
Sie unter antizyklischer-börsenbrief und

Seite 3

Makrodaten-Check
Wirtschaftsdaten:

Krise erreicht den deutschen Arbeitsmarkt...

Börsianer haben es nicht leicht: Tag für Tag werden sie mit Wirtschaftsdaten überflutet. Um zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen
treffen zu können, sollte man die wichtigsten Informationen nicht nur verstehen, sondern auch einzuordnen wissen.

Wir werden Sie in Zukunft an dieser Stelle über die wichtigsten Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA informieren und erläutern, was die
Informationen für die Börsen bedeuten.

Die äußerst schwache Entwicklung amerikanischen Wirtschaft hinterlässt jetzt auch auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland erste Spuren:

Im Dezember stieg die Arbeitslosenquote auf 8,3 Prozent.

Montag:

Der US-amerikanische Chicago Fed National Activity Index
notiert für Dezember bei -3,26. Im Monat zuvor hatte er noch bei
-2,78 gestanden.

Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im Dezember
auf 4,74 Mio. gestiegen. Im Vorfeld war mit einem Bereich
von 4,40 Mio. gerechnet worden. Im Monat zuvor waren 4,45
Mio. Häuser verkauft worden. Damit wurde der Vormonatswert
von 4,49 Mio. nach unten revidiert.

Die US-amerikanischen Frühindikatoren sind im Dezember
um 0,3 % gesunken . Erwartet wurde ein Bereich von -0,3 %.

Dienstag:

Die deutschen Einfuhrpreise sind im Dezember zum Vorjahr
um 5,1 % gesunken nach zuletzt -1,3 %. Im Monatsvergleich sind
die Preise auf der Importseite um 4,0 % gefallen nach zuvor -3,4
%. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse ist der Index der deutschen
Einfuhrpreise auf Jahresbasis um 1,4 % gestiegen. Gegenüber
dem Vormonat fiel der Index um 1,7 %.

Die Ausfuhrpreise sind in Deutschland zum Vorjahresmonat
unverändert geblieben nach zuletzt +1,0 %. Auf Monatssicht
sanken die deutschen Exportpreise mit 1,0 % zu nach -0,9 % im
Monat zuvor.

Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland notiert für Januar
bei 83,0. Im Vormonat hatte er noch bei 82,7 gestanden.
Erwartet wurde er hingegen im Bereich 81.

Der Index für die Geschäftslage notiert bei 86,8 nach zuvor
88,8. Der Index zur Geschäftserwartung liegt nun bei 79,4 nach
76,9 im letzten Monat.

Die saisonbereinigte Leistungsbilanz für die Eurozone weist
im November einen Defizit in Höhe von 16,0 Mrd. Euro aus, verglichen
mit einem Defizit von 6,0, Mrd. Euro im Vormonat (revidiert
von zuvor veröffentlichten -6,4 Mrd. Euro). Ohne Bereinigung
ergibt sich für den Berichtsmonat ein Minus in Höhe von
13,9 Mrd. Euro.

Die Handelsbilanz weist ein Defizit in Höhe von 6,0 Mrd. Euro
aus, die Dienstleistungsbilanz zeigt ein Plus von 3,4 Mrd. Euro,
die Einkommensbilanz ein Defizit von 4,0 Mrd Euro und die
Transferbilanz ein Defizit von 9,5 Mrd. Euro.

Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im Januar bei
37,7. Erwartet wurde er im Bereich 38 bis 38,9. Im Vormonat hatte
er bei 38,6 notiert. Damit wurde die ursprüngliche Veröffentlichung
von 38 nach oben revidiert.

Mittwoch:

Der für Februar vorausberechnete GfK Konsumklimaindex notiert
bei 2,2 Punkten nach revidierten 2,2 Punkten (revidiert von
2,1) im Vormonat und damit unverändert zu den beiden Vormonaten.


Der Konjunkturerwartungsindex ist im Berichtsmonat um 0,5
Punkte auf -32,9 zurückgegangen. Der Index für die Einkommenserwartung
liegt aktuell bei -20,5 Punkten und damit 5 Zähler
unter dem letzten Stand. Die Anschaffungsneigung war dagegen
um 22 Zähler verbessert mit 15,5 Stellen.

Die US-Notenbank lässt die Leitzinsen unverändert n einem
Bereich zwischen null und 0,25 Prozent.

Die US-amerikanischen Rohölvorräte (Crude Oil Inventories)
sind in der vorangegangenen Woche um 6,2 Mio. Barrel gestiegen,
nach zuvor +6,1 Mio. Barrel.

Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich in den USA
im Wochenvergleich um 3,1 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt
einem Plus in Höhe von 6,5 Mio. Barrel.

Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das
Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche in den Vereinigten
Staaten um 1 Mio. Barrel gefallen, nach zuvor +0,8 Mio. Barrel.

Donnerstag:

Die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland
liegt im Dezember in Deutschland gemäß der ILO-Arbeitsmarkt-

Seite 4

Makrodaten-Check
statistik bei 40,53 Mio. und damit um 0,9 % über dem Vorjahresniveau.
Zum Vormonat sank die Zahl der Erwerbstätigen um 0,6
% nach -0,1 % im Vormonat. Auch saisonbereinigt blieb ein Minus
von 0,1 %.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Januar um

387.000 auf 3,489 Mio. erhöht, mit Bereinigung steigt die Zahl
um rund 56.000 auf Mio..
Die Arbeitslosenquote steigt demnach im Dezember auf 8,3 %.
Nach Angaben von Frank-Jürgen Weise, Vorstandschef der Bundesagentur
für Arbeit, erreicht „der konjunkturelle Abschwung
nun auch den Arbeitsmarkt“.

Unser Kommentar:

Der Arbeitsmarkt reagiert erst ganz allmählich auf die sich verschärfende
Rezession in den USA. Da die Konjunktur in Deutschland
den US-amerikanischen Vorgaben mit einer Verzögerung von acht
bis zehn Monaten folgt, ist noch in diesem Jahr mit einer deutlichen
Beschleunigung des jüngsten Trends zu rechnen.

Die Geldmenge M3 ist im Dezember-Jahresvergleich in Deutschland
auf 7,3 % gefallen nach zuvor 7,7 % (revidiert von 7,8 %). Das Dreimonatsmittel
des M3-Wachstums liegt bei 7,9 % nach zuletzt 8,4 %.

Die Geldmenge M1 ist im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahr
um 3,2 % geklettert nach +2,2 % im Vormonat. Der Durchschnitt der
letzten drei Monate liegt hier bei 3,0 %.

Die Kreditvergabe im privaten Sektor in Deutschland ist gleichzeitig
gegenüber dem Vorjahr auf 5,8 % gesunken nach einem 7,1 % Anstieg
im Monat zuvor. Mit der aktuellen Veröffentlichung liegt das
Dreimonatsmittel bei 6,9 %.

Der Gesamtindex für die Euro-Zone notiert im Januar bei 68,9 nach
zuvor 70,4. Das Industrievertrauen liegt im Berichtsmonat bei -34
nach zuvor noch -33. Das Verbrauchervertrauen notiert zur gleichen
Zeit bei -22 nach -17 im Vormonat.

Der Geschäftsklimaindex für die Eurozone notiert im Januar bei
-3,16. Im Vormonat hatte der Geschäftsklimaindex bei -3,09 notiert.


Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter
sind im Dezember um 2,6 % gefallen. Erwartet wurde
hingegen ein Minus im Bereich von 1,8 bis 2,0 %.

Überraschend die Revision des Vormonats, hier waren die Auftragseingänge
bei den langlebigen Wirtschaftsgütern sogar um 3,7
% zurückgegangen. Damit wurde der Vormonatswert von zuvor
veröffentlichten -1,5 % deutlich weiter ins Minus revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in den USA auf

588.000 gestiegen. Erwartet wurden 585.000 neue Anträge nach
zuvor 585.000 (revidiert von 589.000).
Die Zahl der Hausverkäufe ist in den USA im Dezember um 14,7 %
auf 331.000 zurückgegangen. Erwartet wurden 400.000 Hausverkäufe.
Im Monat zuvor waren 388.000 Hausverkäufe registriert worden.
Damit wurde die zuvor veröffentlichte Zahl von 407.000 nach
unten revidiert.

Die Krise verfährt weiterhin nach der Holzhammer-Methode: Dass
die Auftragseingänge in den USA erneut derart einbrechen würden,
kam nach den katastrophalen Zahlen seit Oktober vergangenen
Jahres für die meisten Experten völlig überraschend. Doch die Fallgeschwindigkeit
hat sich leicht verringert. Wenigstens etwas. Dafür
beschleunigt sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung
jetzt wieder, wenn auch nur leicht.

Am Immobilienmarkt bleibt alles beim Alten: Auch die aktuellen
Zahlen sind ein einziges Desaster. Trotz rekordtiefer Zinsen ist keine
Trendwende in Sicht. Solange sich daran nichts ändert, gibt es keinen
Grund zur Entwarnung.

Die US-amerikanischen Erdgasvorräte („Nat Gas Inventories“) sind
in der letzten Woche um 186 Bcf auf 2.374 Bcf zurückgegangen. Im
Vorjahr hatten sie bei 2.340 Bcf gelegen.

Freitag:

Der deutsche Großhandelsumsatz ist im Dezember gegenüber
dem Vorjahresmonat nominal um 1,4 % gestiegen, real gleichzeitig
um 6,0 % geklettert nach zuvor -5,6 % bzw. -4,5 %. Im kalender-
und saisonbereinigten Vergleich zum Vormonat ist der
Umsatz des Großhandels nominal um 1,7 % gefallen, real hat er
um 0,2 % verloren, nach schon -3,4 % bzw. -0,8 % im Vormonat.

Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone steigt im Dezember
auf 8,0 %. Bereits im Vormonat hatte sie bei 7,9 % gelegen, ein
Jahr zuvor hatte sie noch 7,2 % betragen.

Die offizielle Vorabschätzung für die Inflation in der Eurozone
für Januar geht von einer Jahresteuerung von 1,1 % aus. Iim
Monat zuvor hatte die Jahresteuerung bei 1,6 % gelegen.

Die Sparraten der privaten Haushalte in er Euro-Zone sind im
dritten Quartal 2008 auf 14,4 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte
das Wachstum noch bei 14,0 % gelegen. Im Bereich aller EU-
Mitglieder lag die Sparrate bei 10,7 % verglichen mit 10,6 % im
vorangegangenen Quartal.

Unser Kommentar:

Man kann es den Menschen nicht verdenken, dass sie anfangen
zu sparen. Da nützen auch die gebetsmühlenartig vorgetragenen
Appelle der Politiker nichts, die Bürger mögen doch bitte Geld ausgeben
um die Konjunktur zu unterstützen. Die Bitten werden nichts
nützen: Der jahrzehntelange Konsum auf Pump wird jetzt auf ein
vertretbares Maß zurecht gestutzt.

Das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt ist nach erster offizieller
Schätzung im vierten Quartal um 3,8 % gefallen. Erwartet

Seite 5

Makrodaten-Check
wurde ein Rückgang im Bereich 5,2 %. Im Quartal zuvor hatte das
Wachstum bei -0,5 % gelegen.

Die persönlichen Ausgaben für den Konsum („Personal Consumption
Expenditures“, PCE) sind laut erster öffentlicher Schätzung in der
Jahresrate um 3,5 % gesunken nach -3,8 % im Quartal zuvor.

Der Chain Deflator hat um 0,1 % abgenommen. Gerechnet wurde
mit einem Plus im Bereich 0,5 % nach zuvor noch 3,9 %.

Der aktuelle Einbruch beim US-amerikanischen Bruttosozialprodukt
ist nicht ganz so schlimm ausgefallen wie erwartet. Für die
Börsen aber offenbar schlimm genug: Die Kurse gingen unmittelbar
nach Bekanntgabe der Zahlen auf Taustation. Das lässt nichts Gutes
ahnen. Trotz des Kursdebakels sind offenbar immer noch nicht alle
schlechten Nachrichten verarbeitet.

Der US-amerikanische Arbeitskostenindex ist im vierten Quartal um
0,5 % gestiegen nach zuvor 0,7 %. Gerechnet worden war mit einem
erneuten Anstieg in Höhe von 0,7 %.

Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex notiert im Januar bei 33,3.
Erwartet wurde er im Bereich 34,2. Im Vormonat hatte der Index
noch bei 35,1 gestanden.

Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert
im Januar bei 61,2 nach 61,9 in der vorläufigen Fassung. Es war
erwartet worden, dass die vorläufige Veröffentlichung von unrevidiert
belassen würde. Im Monat zuvor hatte der Index bei 60,1 notiert.


Wie wir die Lage jetzt einschätzen und was wir unseren Lesern
raten, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs,
die in Kürze erscheint.

Anmeldemöglichkeit (1) :
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Zum Autor:


Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs
und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief
und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer
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BB Biotech – Zweiter Erholungsschub in
Vorbereitung

BB Biotech – Kürzel BBZA (DE)– Aktuell: 46,00 Euro

Charttechnische Situation: BB Biotech löste sich im Dezember
nach einem Abverkauf bis auf 37,50 Euro massiv nach oben. Die Aktie
brach daraufhin aus dem mittelfristigen Abwärtstrend nachhaltig
aus und konsolidierte diese Rallye. Die Konsolidierung verlief in den
Vorwochen in einer bullischen Keilformation, welche ausgehend von
der bei 45,50 Euro liegenden Retracementunterstützung jetzt nach
oben aufgelöst wird. Ein weiterer Erholungsschub bis auf 50,59 Euro
ist damit jetzt möglich.

Trading: Ein Einstieg bietet sich bei BB Biotech direkt in den laufenden
Ausbruch an. Der Stopp-Loss kann bereits bei 44,40 Euro
platziert werden. Mehr als 0,50 % des Depotwertes sollten in einer
Tradingposition nicht riskiert werden, dafür bietet sich allerdings ein
günstiges Chance/Risiko-Potenzial.

BB Biotech: Einstieg: Direkter Kauf
Stopp Loss gesamt: 44,40 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 3,48%
Möglicher Gewinn bis 50,59 Euro (CRV ca. 3,48)
Möglicher Gewinn bis 58,98 Euro (CRV ca. 8,11)
BB Biotech – Zweiter Erholungsschub in Vorbereitung
BMW AG: Einstieg: Direkter Short
Stopp-Loss gesamt: 19,52 Euro
Risiko bis Stopp-Loss: - 8,50%
Möglicher Gewinn bis 16,00 Euro (CRV ca. 1,30)
Silver Wheaton – Neues Kaufsignal ist aktiviert
BMW AG –
Korrekturtiefs rücken in Reichweite


BMW AG – Kürzel BMW (DE)– Aktuell: 17,99 Euro

Charttechnische Situation: BMW befindet sich in einer mittelfristig
intakten Abwärtsbewegung. Seit Oktober gelang dem Kursverlauf
nach einem Tief bei 16,00 Euro eine Stabilisierung, allerdings konnte
die bei 23,20 Euro liegende Widerstandszone dabei mehrfach nicht
überwunden werden. BMW rutschte dann auch in den Vorwochen
wieder deutlicher unter dem Widerstand zurück. Der letzte Erholungsschub
scheiterte bereits unterhalb der bei 19,46 Euro liegenden Widerstandsmarke,
so dass kurzfristig ein Test der 16,00 Euro innerhalb des
Abwärtstrendkanals der Vorwochen wahrscheinlich wird.

Trading: Ein Einstieg auf der Shortseite bietet sich bei BMW direkt
an. Der Stopp-Loss kann in diesem Fall bei 19,52 Euro gesetzt werden.
Mehr als 1,00 % des verfügbaren Kapitals sollte aber keinesfalls riskiert
werden.

Weitere CFD Trade Vorstellungen erhalten Sie im Strategie-Report - kostenlos anmelden unter //godmode-trader/newsletter/b2c/

Weitere Informationen zu CFDs finden Sie unter //godmode-trader/cfds/overview/

Seite 7

Der GodmodeTrader Chartlehrgang:
Chartformationen professionell getradet -
Das erklärt vieles! (Teil 2)
Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Für längerfristige Charts spielt die Wahl der Skalierung der
Preisachse eine sehr wichtige Rolle. Eine arithmetische
Skalierung reflektiert denselben Preisbetrag für jede identische
vertikale Distanz. So repräsentiert zum Beispiel ein
Zentimeter 10 Euro. Eine logarithmische Skalierung hingegen,
repräsentiert die gleiche proportionale Distanz. In diesem Fall
würde beispielsweise jeder Zentimeter eine zehnprozentige
Preisbewegung repräsentieren, egal wo er im Chart auftritt.

In den Abbildungen 4 und 5, sehen wir ein Beispiel einer Kurszielbemessung
für zwei Rechtecke , die sich beide in einer
Range zwischen 4 und 10 formen.

Abbildung 4: Arithmetische Skalierung. Bei dieser
Skalierung führt unser Kursziel im Beispiel unter Null. In
diesem Fall sollten wir eine logarithmische Skalierung
bevorzugen.


gleitung ist aber auch wichtig. Eine Regel besagt, dass das Volumen
am höchsten ist, wenn die linke Seite einer Formation
ausgebildet wird. Umgekehrt ist das Volumen am niedrigsten,
während sich die rechte Seite der Formation bildet. Dies bedeutet
aber nicht, das jeder nachfolgende Handelstag von
einem niedrigeren und noch niedrigerem Volumen begleitet
wird. Sondern hier geht es um den gesamten Trend des Volumens,
wie in Abbildung 6 schematisch dargestellt.

Abbildung 5: Logarithmische Skalierung. Das Problem, das
wir in Abbildung 4 betrachten können, existiert bei dieser
Skalierung nicht mehr. Bei längerfristigen Charts sollte
man zur logarithmischen Skalierung tendieren.


Abbildung 4: Arithmetische Skalierung. Bei dieser Skalierung
führt unser Kursziel im Beispiel unter Null. In diesem Fall
sollten wir eine logarithmische Skalierung bevorzugen.

Das Kursziel im logarithmischen Chart ist weitaus realistischer,
weil sich die Kurszielprojektion auf proportionale Swings
stützt. Der Unterschied zwischen der arithmetischen und der
logarithmischen Skalierung ist nicht immer so signifikant wie
im Beispiel der Abbildungen 4 und 5. Dies gilt insbesondere
für kurzfristige Charts, aber es ist sehr empfehlenswert eine
logarithmische Skalierung für längerfristige Charts zu wählen

– so kann die oben beschriebene Verzerrung in Abbildung 4
vermieden werden. • Volumenbegleitung von Formationen.

Bis jetzt haben wir nur den Preis beschrieben. Die Volumenbe-

Abbildung 6: Volumenbegleitung einer Konsolidierung
(Schema).Typischerweise fällt das Volumen während
einer Konsolidierung. Käufer und Verkäufer befinden sich
während der Formationsausbildung in einem Gleichgewicht.
Beim Breakout steigt das Volumen gewöhnlich.


Seite 8

Der GodmodeTrader Chartlehrgang
Vergegenwärtigen wir uns, dass Käufer und Verkäufer bei ihrer
gemeinsamen Schlacht quasi eingeschlossen sind, während
sich die Formation ausbildet. Nach einer gewissen Zeit ist das
Pattern soweit, dass es bald vollendet wird. Die Balance zwischen
Angebot und Nachfrage ist zu diesem Zeitpunkt gleich,
sodass es relativ einfach für die eine oder andere Seite ist, die
Oberhand zu behalten. Jede Transaktion hat einen Käufer und
einen Verkäufer, sodass sowohl Angebot und Nachfrage als
auch der Clearing Preis jederzeit gleich sind. Dem Volumen
kommt bei einem Upside Breakout eine entscheidende Bedeutung
zu, weil das Volumen normalerweise mit dem Trend
geht. Ein Upside Breakout, dass nicht von einer expandierenden
Aktivität begleitet wird, ist suspekt, denn es besitzt keine
Kaufkraft, um einen anhaltenden Trend zu unterstützen.
In Abbildung 6 sehen wir, dass der Volumentrend anfängt zu
steigen als der Preis seine Ausbruchsrallye beginnt. Das eigentliche
Level des Volumens mag eventuell nicht spektakulär
sein, jedoch sollte eine definitive Veränderung des vorherigen
abwärtsgerichteten Trends offensichtlich sein.

Downside Breakouts (auch „Breakdowns“ genannt) sind ein
ganz anderes Thema, denn der Preis kann durch einen Mangel
an Nachfrage sehr leicht zusammenbrechen. Das Volumen
kann bei einem Downside Breakout sowohl niedrig als
auch hoch sein. Ein niedriges Volumen ist normal, denn das
Volumen geht mit dem Trend. Wenn Preise fallen, ist es wahrscheinlich,
dass sich auch das Volumen zusammenzieht. Ein
expandierendes Volumen und fallende Preise hingegen reflektieren
„schwache Hände“ und einen stärkeren Angebotsdruck,
was darauf hindeutet, dass ein Downside Breakout
nahe bevorstehen sollte.

Valides Breakout?

Wenn wir auf unsere Chartbeispiele sehen, dann stellen wir
fest, dass sich der Preis gewöhnlich aus der Formation bewegt,
sowohl nach unten als auch nach oben. Aber wie entscheiden
wir, ob es sich um ein gültiges Breakout handelt?

In den vergangenen Jahren, als Marktteilnehmer Position für
Wochen oder Monate hielten, war es allgemein akzeptiert,
dass eine Bewegung, die den Preis 3% aus den Formationsbegrenzungen
führte ein valides Breakout sei. In den heutigen
schnellen Intraday-Charts kann sich eine solche Regel
jedoch nicht lange halten, denn nur allzu oft„überlegt“ es sich
der Preis nach der beschriebenen 3%-Bewegung wieder anders
und kehrt um. Leider gibt es keine unumstößlichen und
schnell anzuwendenden Regeln in den schnellen Märkten
von heute, weil die Gültigkeit eines Breakouts nur mit Erfahrung
und dem Urteil der Erfahrung beurteilt werden kann. Ein
marginales Breakout, bei dem sich der Preis lediglich nur ein

bisschen von seinem Ausbruchspunkt bewegt, muss sich erst
noch als valide beweisen. Einige Trader verlangen, dass der
Preis für zwei aufeinanderfolgende Handelstage über beziehungsweise
unter der Formation schließt – erst dann gehen
sie den Trade ein. [Im Falle des intraday tradings ließe sich ein
solcher Zeitraum auf ungefähr zwei Fünf-Minuten- oder 30Minuten-
Bars übertragen (je nach Tradingstil)]. Falls der Preis
ausbrechen sollte, es aber nicht schaffen sollte, außerhalb der
Formation zu bleiben, so müssen wir definitiv die Gültigkeit
des Ausbruchs in Zweifel ziehen. Unter solchen Umständen
ist es zwingend notwendig, den schon vor dem Trade entworfenen
„Fluchtplan“ einzuhalten. Das heißt, dass wir vorzeitig
einen Stop unter ein Minor Low, welches vor dem ungültigen
Ausbruch in Erscheinung getreten ist, siehe Abbildung 7, gesetzt
haben, für den Fall, dass sich das Breakout als nicht gültig
erweisen sollte. Denn es ist unsinnig, ein Breakout als gültig
zu betrachten, wenn der Preis nach dem Breakout wieder
innerhalb der Formationsgrenzen gehandelt wird.

Verlustbegrenzung. Auf einem falschen Breakout sollte
man nicht lange sitzen bleiben. Wir platzieren sofort (wenn
nicht schon vorher geschehen) einen Stop unter ein Minor
Low/High vor dem Aufwärtsbreak/Abwärtstbreak.


Falls diese Art des „Fluchtplans“ ein zu großes Risiko darstellen
sollte, können wir dem ungültigen Breakout auch mit der
50%-Regel zu Leibe rücken. Nach dem ungültigen Upside
Breakout, siehe Abbildung 8, würde die Position geschlossen
werden, wenn der Preis die Mitte des Patterns durchkreuzt.

Fortsetzung des GodmodeTrader-
Chartlehrgangs in der nächsten
Ausgabe des Forex - CFD - Reports.

Seite 9

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Major Currencies: EUR/USD, USD/CHF
Euro gegenüber US-Dollar –
Schwäche dürfte anhalten

EUR/USD Kurs: 1,2714 USD

Tageschart (log) seit 27.06.2008 (1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick:Die steile Erholung von EUR/USD im Dezember scheint
nur ein Strohfeuer gewesen zu sein und wurde weitestgehend
wieder abverkauft. Erholungsversuche endeten ab Mitte Januar
an der exp. GDL 50 (EMA50, blau), womit die Bären in ihrem
Trend bestätigt wurden. Seit Ende letzter Woche gerät der Euro
wieder deutlich unter Druck und setzt die Abwärtsbewegung
auch heute zunächst weiter fort. Dabei nähert sich EUR/USD
der flachen Aufwärtstrendlinie seit Oktober 1,2683 USD. Es ist
erheblicher Verkaufsdruck zu spüren, ein steiler Abwärtstrend
dominiert das kurzfristig bärische Chartbild.
Charttechnischer Ausblick: Der Euro könnte im Bereich bei
1,2670 - 1,2690 USD eine kurzfristige Kurserholung bis 1,2770
- 1,2790 und darüber ggf. 1,2830 - 1,2850 USD starten. Bereits
dort könnten wieder Verkäufer parat stehen und ein weiterer
Abverkauf starten. Letztlich wäre ein Rückfall unter 1,2670 USD
nur eine Frage der Zeit, alternativ erfolgt er jetzt direkt. Abgaben
bis 1,2550 und darunter auf Sicht mehrerer Wochen das Tief aus
2008 bei 1,2328 USD werden dann möglich. Ein kurzfristiger
Anstieg über 1,2850 USD würde eine kleine Kurserholung bis
1,2990 -1,3028 USD ermöglichen. Eine nachhaltige Rückkehr
über 1,3078 USD würde nochmals eine Erholung bis zur exp. GDL
50 (EMA50) bei 1,3285 und ggf. 1,3260 USD ermöglichen. Erst
oberhalb von 1,3380 würde sich das Chartbild aber wesentlich
aufhellen. Dann wären Kursgewinne bis 1,3551 und darüber
1,3745 und 1,3839 - 1,3970 USD möglich.
US-Dollar gegenüber Schweizer Franken –
Bullen wieder im Aufwind USD/CHF Kurs: 1,1653 CHF
Rückblick: Der US-Dollar markierte gegenüber dem Schweizer Tageschart (log) seit 25.06.2008 (1 Kerze = 1 Tag)
Franken nach einer langfristigen Abwertungsphase Mitte März
2008 bei 0,9614 CHF ein Mehrjahrestief und startete eine
mittelfristige Kurserholung. Bei 1,2301 CHF endete diese extrem
steile Erholung im November 2008, im Dezember startete eine
deutliche Abwärtsbewegung.
Bis 1,0366 CHF rutschte das Währungspaar USD/CHF erneut
ab, bevor kurz vor Jahreswechsel eine spürbare Erholung auf
die Verluste startete. Aktuell steigt das Währungspaar weiter
an in Richtung 1,1923 CHF Marke. Das kurzfristige Chartbild ist
bullisch zu werten.
Charttechnischer Ausblick: Der US-Dollar könnte kurzfristig
weiter bis 1,1923 und 1,2301 CHF aufwerten gegenüber dem
Franken. Ob darüber hinaus ein weiterer Kursanstieg von USD/
CHF bis 1,2561 und 1,3207 CHF möglich ist, bleibt abzuwarten
und wäre aktuell nicht unbedingt das bevorzugte Szenario.
Kursrücksetzer sollten jetzt idealerweise oberhalb von 1,1100
-1,1230 CHF verlaufen. Unterhalb von 1,1100 CHF besteht
die Möglichkeit einer tiefen Abwärtskorrektur bis 1,0870 und
darunter 1,0366 CHF.

Seite 11

Devisen-Galerie: AUD/USD
AUD/USD Kurs: 0,6253 USD

Tageschart (log) seit 05.06.2008 (1 Kerze = 1 Tag)


Australischer Dollar gegenüber
US-Dollar - Droht der Absturz?

Rückblick: Der australische Dollar erreichte im Sommer 2008
fast die Parität gegenüber dem US-Dollar, bei 0,9850 USD
wurde Mitte Juli 2008 ein neues Mehrjahreshoch markiert.
Danach setzte ein massiver Absturz ein, das Währungspaar
rutschte unter diverse Unterstützungen zurück und brach
Anfang September den langfristigen Aufwärtstrend seit
September 2001.
Die Folge war ein steiler Kursrutsch bis 0,6007 USD, wo Ende
Oktober eine ausgedehnte Kurserholung startete. An der
0,7262 USD Marke prallte das Währungspaar zu Jahresbeginn
wieder nach unten ab und glänzt seit dem durch Schwäche.
Aktuell nähert sich AUD/USD wieder dem Tief aus 2008 bei
0,6007 USD. Das Chartbild ist auf sämtlichen Zeitebenen
bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der australische Dollar sollte
kurzfristig weiter bis zum Tief bei 0,6007 USD abrutschen. Dort
wäre nochmals ein Abprallen nach oben mit anschließender
Erholung möglich, aber nicht mehr nötig. Fällt AUD/USD per
Tages- und Wochenschluss auch unter 0,6000 USD zurück,
drohen weitere Kursverluste bis 0,5249 -0,5390 USD auf
mittelfristige Sicht.
Oberhalb von 0,6805 USD wäre ein weiterer Angriff auf die
0,7262 USD Marke möglich. Erst oberhalb davon wird eine
weitere Erholung bis 0,7700 und darüber ggf. 0,8002 USD
möglich. Neue, große Kaufsignale ergeben sich erst bei einer
nachhaltigen Rückkehr über 0,8500 USD.

Weitere Forex-Analysen, die gerade auf
Godmode-Trader erschienen sind:

EUR/GBP

//godmode-trader/de/boerse-analyse/Euro-inPfund-
Es-wird-ernst,a1148707,c29.html

EUR/HUF

//godmode-trader/de/boerse-analyse/Euro-inForint-
Steile-Rallye-nach-Plan,a1148747,c29.html

USD/DKK

//godmode -trader/de/boerse -analyse/
US-Dollar-gg-daenischer-Krone-Da-sollte-noch-mehrkommen,
a1147383,c29.html

USD/MXN

//godmode-trader/de/boerse-analyse/USDollar-
in-Peso-Es-knistert-im-Gebaelk,a1147323,c29.html

EUR/PLN

//godmode-trader/de/boerse-analyse/Euro-inZloty-
Bullen-wurden-bestaetigt-jetzt,a1147309,c29.html

EUR/CAD

//godmode-trader/de/boerse-analyse/Eurokurzfristig-
kritisch-gg-kanadischem-Dollar,a1145233,c29.
html

Seite 12

Neues aus dem Web
USA: Kfz-Nutzung fällt

New York (BoerseGo) - Die unten stehende Grafik zeigt die
Entwicklung der gefahrenen Autokilometer in den USA. Zu
sehen sind drei Zeiträume, in denen die Zahl der Kilometer
zurückging:

1) Dezember 1973 bis Oktober 1974: Elf Monate mit Rückgängen
im Vergleich zum Vorjahr in der Gesamtzahl der gefahrenen
Kilometer

Weiter gehts auf: //boerse-go/artikel/zeigen/
boxId/47/articleId/1146437

Gold: ETF-Besicherungen steigen steil an

Singapur (BoerseGo) -Der weltweit größte physisch
besicherte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, meldet am 29. Januar,
843,59 Tonnen Gold zur Besicherung zu halten. Dies entspricht
einem Anstieg um 10,71 Tonnen gegenüber dem 27. Januar.
Die Nachfrage der Investoren nach Gold steigt im Zuge einer
weiteren Eintrübung der Lage am Banken- und Kreditmarkt
steil an.

Auf der Gold-Sektorenseite finden Sie weitere, spannende
Nachrichten zu dem begehrten Edelmetall

Weiter gehts auf: //boerse-go/themen/gold

UN: Nahrungsmittelproduktion muss bis 2050
verdoppelt werden

London (BoerseGo) – Die weltweite Nahrungsmittelproduktion
muss in den nächsten vier Jahrzehnten verdoppelt
werden, um eine Unterernährung der Menschheit zu vermeiden.
Davon geht die Nahrungsmittel- und Agrarorganisation FAO
der Vereinten Nationen aus.

Weiter gehts auf: //boerse-go/artikel/zeigen/
boxId/47/articleId/1116397

China: Auswertung des Rohstoffhandels im
Dezember; leichte Erholung im Stahlsektor?

Beijing (Boerse-Go) – Analysten von Barclays Capital haben
die Rohstoffhandelsdaten Chinas des Monats Dezember
ausgewertet. Die Daten seien gemischt: Obwohl das
makroökonomische Gesamtbild im Dezember sehr schwach
war, gab es starke Nachfrage bei einzelnen Rohstoffen.

Weiter gehts auf: //read.boerse-go/artikel/zeigen/
articleId/1114001

Seite 13

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Forex Snapshot
Tendenzen ausgewählter Währungspaare


* Kurzfristige Tendenz: bis zu 2 Wochen
** Mittelfristige Tendenz: 1 Monat bis 3 Monate
*** Langfristige Tendenz: 6 Monate bis 1 Jahr
Der Kurs des angegebenen Währungspaares
lautet immer in der zweiten Währung des Paares.
Steigend _
Fallend +
Neutral )
Währungspaar Kurs Tendenz
kurzfristig* mittelfristig** langfristig***
EUR/USD 1,2714 )+)
USD/JPY 88,99 ++)
GBP/USD 1,423 +))
USD/CHF 1,1653 _))
USD/CAD 1,2309 __)
AUD/CAD 0,7784 +++
AUD/USD 0,6253 +))
AUD/JPY 56 +++
AUD/CHF 0,732 +)+
CHF/JPY 76,51 ++)
CAD/JPY 71,93 +++
EUR/JPY 113,61 +))
EUR/CHF 1,4834 +))
EUR/TRY 2,112 )__
EUR/CZK 28,063 )_)
EUR/GBP 0,8946 )__
EUR/HUF 295,48 ___
EUR/NOK 8,9141 )__
EUR/PLN 4,4367 __)
EUR/SEK 10,6418 )__
EUR/ZAR 12,999 ))_
GBP/CHF 1,6485 )++
GBP/CAD 1,7572 +))
NZD/USD 0,5 +++
USD/DKK 5,8363 _))
USD/NOK 6,9869 ___
USD/SEK 8,3327 )))
SGD/USD 0,6598 +))
USD/MXN 13,3748 ___
Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73
(Haus 11 / 3. OG), 81541 München
Telefon: 089/767369-0, Fax: 089/767369-290
E-Mail: kundenserviceboerse-go
Internet: boerse-go.ag
Handelsregister-Nr: HRB 131073
Amtsgericht München

Internet: boerse-go.ag
Vorstand: Robert Abend, Thomas Waibel,
Harald Weygand
Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen
Aktiengesellschaft mit Sitz in München,
Registergericht: Amtsgericht München,
Register-Nr: HRB 169607,
Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß §
27a UStG: DE207240211
Chefredakteur (v.i.S.d.P.): Daniel Kühn
Redaktion: Jochen Stanzl, Thomas Gansneder
Technischer Analyst: André Rain
Head of Trading: Harald Weygand
(GodmodeTrader)
Satz & Layout: BörseGo AG

Redaktionsschluss: Montag 12:00 Uhr
Erscheinungsweise & Umfang:
typischerweise einmal pro Woche (Mo.)

Versand per E-Mail als PDF-Dokument

Disclaimer:

Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informationszwecken und
stellt weder eine Anlageempfehlung noch eine Aufforderung zum Kauf
oder Verkauf von Währungen oder sonstigen Finanzinstrumenten dar.
Darüber hinaus ersetzt sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte
Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Vermögensschäden
aller Art, die bei Verwendung der Ausarbeitung für die eigene Anlageentscheidung
unter Umständen auftreten, kategorisch ausgeschlossen.
Die in der Ausarbeitung enthaltenen Informationen wurden sorgfältig
zusammengestellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit
kann jedoch nicht übernommen werden. Einschätzungen und
Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers zum Zeitpunkt
der Erstellung. Vorhersagen zur Kursentwicklung von Währungen am
Spotmarkt, die auf früheren Preisen basieren, enthalten keine Garantie
für die Richtigkeit dieser Kurse. Informationen über die Währungspreise
werden uns von Dritten zur Verfügung gestellt. Obwohl wir glauben,
dass unsere Quellen zuverlässig und vertrauenswürdig sind, können
wir deren Genauigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und korrekte
Reihenfolge nicht garantieren. Wir untersuchen weder die Anbieter der
Währungskurse, auf die sich unsere Prognosen beziehen, noch betrachten
wir irgendwelche Finanzdaten oder andere Informationen solcher
Anbieter. Daher stellen unsere Prognosen keine Analyse von kommerziellen
oder finanziellen Faktoren dar, die für künftige Bewegungen der
Währungskurse relevant sein können. Unsere Prognosen ziehen weder
die spezifische Situation, Erfahrung und das Risikoprofil eines einzelnen
Investors in Betracht, noch berücksichtigen sie die Steuerimplikationen
einer Anlage. Wir können den Erfolg einer Investition, die Sie aufgrund
unserer Informationen tätigen, nicht garantieren. Investitionen sind
stets mir Risiko verbunden. Aufgrund von politischen, wirtschaftlichen,
marktbedingten oder sonstigen Entwicklungen kann es zu Verlusten
kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Totalverlust. Die Charts im
Godmode Devisen Report werden mit Teletrader Professional und Tradesignal
erstellt.

Seite 15

Makro View
Osteuropa-Währungen im Fokus (Teil 2)


Tschechenkrone unter der Lupe

Auch die Tschechenkrone bekam den im Zuge der Finanz-
und Wirtschaftskrise stark angeschwollenen Abwertungsdruck
auf Emerging-Markets-Währungen spüren.
Ausgehend von der 26,50er-Marke zu Jahresbeginn
kletterte EUR/CZK bis 28,23 im Hoch nach oben, was einer
Abwertung der osteuropäischen Valuta zum Euro um
6,5% innerhalb nur eines Monats entspricht. Die Befürchtung,
dass die nun grassierende Rezession in Euroland
länger andauern und schwerwiegender ausfallen dürfte
als zuerst erwartet, ließ der Währungen der exportorientierten,
bereits eng mit der EU-Wirtschaft verknüpften
osteuropäischen Volkswirtschaften einbrechen. Eine baldige
Trendwende ist nicht in Sicht.

Ein weiterer zentraler Grund für den Kursverfall der tschechischen
Krone ist die Tatsache, dass die Notenbank des
Landes (CNB) mittlerweile auf einen massiven Zinssenkungspfad
eingeschwenkt ist. Zuletzt wurde der tschechische
Leitzins im Dezember um 50 Basispunkte auf
2,25% gesenkt, was aber noch lange nicht das Ende der
Fahnenstange bedeuten dürfte. Bereits beim nächsten
geldpolitischen Treffen am 5. Februar sollte es erneut
um 50 oder gar 75 Basispunkte abwärts gehen, womit
ein neues Allzeittief beim tschechischen Leitzins erreicht
wäre. Bis Mitte des Jahres ist dann ein Leitzinsniveau von
1,25% zu erwarten.

Basis der notwendigen weiteren geldpolitischen Lockerung
ist der plötzliche und sehr scharfe Rückgang der Inflation.
So ist der Anstieg der tschechischen Verbraucherpreise
im Dezember mit 3,6% bereits wieder in die von
der CNB angepeilte Zielspanne zwischen 2,0% und 4,0%
zurückgekehrt, obwohl die Prognose der Notenbank mit
5,7% deutlich darüber lag. Mit dem Fortschreiten der
Disinflation erhöht sich der Zinssenkungsspielraum für
die CNB weiter, die selbst überrascht zu sein scheint, wie

schnell sie ihrem Ziel einer stabilen Teuerungsrate wieder
nahe kommt. Zugleich setzt sie das Ausmaß des heimischen
konjunkturellen Abschwungs unter Druck, mit
einer geldpolitischen Lockerung gegenzusteuern.

Im Zuge des wirtschaftlichen Einbruchs ist damit zu rechnen,
dass der Trend der sich seit dem Jahre 2003 fortwährend
verbessernden Handelsbilanz nun an seinem
Wendepunkt angekommen ist. Die Nachfrage nach den
tschechischen Exportprodukten, bei denen ein Schwerpunkt
im Automobilsektor liegt, ist deutlich zurückgegangen
und wird auch für längere Zeit niedrig bleiben.

Der Einbruch in Tschechiens Wirtschaft hat sich schnell
und intensiv vollzogen und wird an den jüngsten Wirtschaftszahlen
sehr deutlich. So hat die Industrieproduktion
im November ein horrendes Minus von 17,4% zu
vermelden gehabt. Die Konsensschätzung hatte bei lediglich
-8,8% gelegen, nachdem im September ein Wert
von -7,6% erzielt worden war. Die tschechischen Einzelhandelsumsätze
sind im selben Zeitraum um 6,3% zum
Vorjahr gesunken, womit sie klar schlechter als der erwartete
Wert von -3,7% sowie die im Vormonat verzeichneten
-3,3% ausgefallen sind. In dieselbe Richtung weist
das im Zuge des heftigen Konjunkturabschwungs auf ein
neues Zehnjahrestief zurückgefallene Konsumenten- und
Unternehmensvertrauen. Der kombinierte Index ist im
Dezember von -1,5 auf -10,4 Punkte kräftig abgerutscht.
Während die Verbraucherstimmung von -17,6 auf -26,3
Zähler nachgab, verschlechterte sich die Stimmung bei
den Unternehmen von 2,5 auf -6,4 Punkte.

Entsprechend schlecht fallen die neuesten Prognosen
für die Entwicklung des tschechischen Bruttoinlandsproduktes
(BIP) im laufenden Jahr aus. Zentralbankgouverneur
Zdenek Tuma musste zuletzt die ursprüngliche Re-

Seite 16

Makro View
gierungsprognose von 3,0% Wachstum zurücknehmen
und zugeben, dass es 2009 voraussichtlich überhaupt
keine positive BIP-Entwicklung geben werde. Auch hier
ist der Umfang der Abwärtsrevision der Prognosen dramatisch.
Das tschechische BIP war im dritten Quartal
noch um 4,2% im Jahresvergleich gestiegen (Vorquartal
4,6%).

Mit Blick auf den aktuell um die 28er-Marke pendelnden
und damit nur minimal unter den Jahreshöchstständen
notierenden Wechselkurs von EUR/CZK sind damit fortgesetzte
Kursgewinne zu erwarten. Oberhalb der Kursmarke
von 27,25 bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend
intakt, der das Währungspaar bald in Richtung der 30,00
ansteigen lassen sollte. Als Zwischenziel dient die 28,80,
das Verlaufshoch von Juli 2007. Der globale Wirtschaftsabschwung,
der die Emerging-Markets-Länder überproportional
stark trifft, sowie die Notwendigkeit weiterer

kräftiger Zinssenkungen durch die CNB sprechen klar
für eine Shortpositionierung in der Tschechenkrone. Von
kurzfristigen Gegenbewegungen sollte sich der Anleger
dabei nicht beirren lassen, zumal die Volatilität bei EUR/
CZK mittlerweile auf ein Zehnjahreshoch geklettert ist.
Mittel- bis langfristig dürfte die CZK-Schwäche andauern,
wobei bis zum Jahresende 2009 ein Kursniveau von 31,50
erreichbar ist.

Volker Zenk
FXdirekt Bank


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Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % gg. Vorwoche

Seite 18

Forex Snapshot
Kursveränderung ausgewählter Währungspaare
Änderung in % seit 01.01.2009

Seite 19
Nach obenprofil pn
Gast 

04.02.2009, 19:18


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