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Trainee 

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27.04.2009, 10:14


tradersjournal

TOP ThEMEN
.Know how: Indikatoren
.Van Tharp: Warum Sie ETfs
nicht langfristig halten sollten
.Newstrading: Themis Industries
notiert zum halben Cashwert
TrADErS
Mehr WissenJournal
NR. 05/ 09
11.03.2009
Inhalt
1. Editorial
2. Newstrading
Themis Industries: Kaufe einen Euro für
50 Cent
3. Trading Inside
S&P 500: Intakter Abwärtstrend
5. Indexanalyse
Dow Jones Kurserholung kann starten
7. Anlagezertikate
Siemens: Chance auf größere Erholung
8. Know How
Indikatoren: Drehen Sie das Signal doch einfach um!
Traden nach Feierabend!
Interview mit Carl-Wilhelm Düvel und Philipp Kahler
12. Kolumne Van Tharp
Traden mit E-Mini-Futures – Teil 2
Warum Sie ETFs nicht langfristig halten sollten
16. Leserbriefe
14. Buchbesprechung
High Performance Trading
17. Chartgalerie
Solon, Daimler, Integralis, Lanxess
20. Szenemonitor
23. Neues aus dem Web
Editorial

Allen Börsen-, Finanz- und Wirtschaftsinteressierten
empfehle ich die Lektüre der aktuellen
Titelstory des SPIEGEL. Es geht darin um
den Aufstieg und Fall der Lehman Brothers,
um den 15. September 2008, den endgültigen
Beginn der weltweitenWirtschafts-und
Finanzkrise. Der Tag, an dem das Vertrauen
zerbrach und die Dominosteine rollten. Davor
und danach gab die US-Regierung kein
wichtiges Institut mehr auf, aber Lehman
musste fallen. Warum?
Es gibt dazu die wildesten Theorien, und Verschwörungsfreunde
finden ein wahres Festmahl
vor. Da ist die Intimfeinschaft zwischen
Goldman Sachs und Lehman Brothers. Dallas-
Freunde erinnern sich vielleicht noch an die
Ewing-Barnes-Fehde, hier war sie in echt, XL.
Man mochte sich nicht, harmlos ausgedrückt,
und Henry Paulson war bis 2006 Goldman-
Chef: In den entscheidenden Stunden ist er
US-Finanzminister. Mit Lehman-CEO Richard
Fulder verbindet ihn gegenseitige Abneigung.
Kurz vor einer möglichen Rettung
durch die britische Barclays Bank verweigert
Paulson einen 70 Mrd. USD-Garantierahmen;
aus heutiger Sicht sind das nicht mal Peanuts,
wenn man bedenkt was der Welt dabei hätte
erspart werden können. Denn Lehman ist
international präsent und verstrickt; 900.000
Derivate-Kontrakte stehen zum Konkurs-Zeitpunkt
aus. In der Finanzwelt von heute hängt
jeder mit jedem zusammen; trotz oder gerade
wegen der neuen Finanzprodukte wie CDS,
die eigentlich die Auslagerung von Risiken

ermöglichen sollen. Das alles war der Zentralbank
Fed, der US-Regierung und natürlich
insbesondere Branchen-Intimus Paulson sehr
geläufig. Die Ereignisse, die auf den 15. September
folgten, konnten die Insider der Wall
Street nicht dramatisch überraschen. Insofern
stellt sich schon die Frage, ob der Lehman-
Fall nicht eine Art geplantes Pearl Harbor war.
Aber was hat das damit zu tun?

Der Angriff der Japaner auf den Navy-Stützpunkt
Pearl Harbor im Dezember 1941 hat die
US-Regierung damals in die Situation versetzt,
das gesamte Land hinter sich zu bringen im
Kampf gegen die Achsenmächte und Japan.
Unter Historikern ist es heute keine Außeneitermeinung
mehr, dass die amerikanische
Regierung über den geplanten Angriff vorab
Bescheid wusste. Sie war aber gemäß dieser
Theorie der Überzeugung, dass ein solcher
Blutzoll in Kauf genommen werden musste,
um die Bevölkerung für die kommenden
Maßnahmen für sich zu gewinnen.
War Lehman das finanzielle Pearl Harbor,
das alle darauf folgenden Maßnahmen
rechtfertigt? Ein riesiger Schadensfall, der
alle darüber wachrütteln sollte, wie ernst die
Lage war? Seitdem rufen alle nach dem Staat
als finalen Retter, der schwache Staat hat als
Modell im Kapitalismus vorerst ausgedient.
Das könnte natürlich auch alles Zufall sein,
sicher. Denken Sie mal darüber nach

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Daniel Kühn


02 I Newstrading I TradersJournal Mehr Wissen

Newstrading

Themis Industries: Den Euro
für 50 Cent kaufen

Einen Dollar für 50 Cent kaufen, das ist die Devise von Warren Buffet, der Investorenlegende aus den USA.
Aber um solche Unternehmen zu finden muss man nicht über den großen Teich fliegen…

TJ sprach mit Christoph Kauter, CEO der Themis Industries Group.

Die ehemalige Themis Equity Partners war
früher ein Investor in Private-Equity-Fonds.
Nach Umstrukturierung und Umbenennung
in Themis Industries Group soll die
Gesellschaft nun selbst in Sanierungs-/
Restrukturierungsfälle investieren. Ein Teil
des Fondsportfolios wurde bereits verkauft,
so dass aktuell auf den Konten wohl ca. 16
Mio. EUR (gut 3 EUR/Aktie) liegen. Der Wert
des Portfolios beträgt rund weitere 5 EUR,
so dass der NAV um die 8 EUR/Aktie liegt.
Das ist ein doch massiver Abschlag (fast

80%) gegenüber dem Aktienkurs von 1,7
EUR. Christoph Kauter kann das selber kaum
fassen, so irrational ist diese Bewertung. Er
hat selber bereits 500.000 Aktien gekauft,
da lag der Kurs noch 200% höher…ab Mai
kann die Gesellschaft aktienrechtlich eigene
Aktien zurückkaufen. Bilanziell wurden
die Voraussetzungen dafür durch eine Kapitalherabsetzung
(10:1) geschaffen, die
die Bildung der gesetzlich notwendigen
Rücklagen ermöglicht. Am 11. Mai läuft die
6-Monatsfrist aus, die nach der Eintragung

Themis Industries Group
ISIN: DE000A0XYL94
Besprechungskurs:
1,70 EUR
Aktienzahl: 5,3 Mio.
Börsenwert:
9 Mio. EUR
Internet:
themis-industries
ins Handelsregister abgewartet werden
muss. Es kann keinen Zweifel geben, dass
die Ermächtigung zum Aktienrückkauf sofort
genutzt wird. Geld ist reichlich da, und
ein besseres Investment kann es wohl kaum
geben…
Operativ kann Themis auf einen starken
Dealflow zählen. Praktisch täglich kommen
Anfragen von Unternehmen berichtet Kauter,
kein Wunder in der Finanzkrise. Eile gibt
es allerdings keine, denn die Zeit spielt für
diejenigen die Geld haben.

TJ-Fazit:

Aberwitzige Bewertungen gibt es

einige am Aktienmarkt derzeit, aber

Themis setzt schon eine Marke. Etwa

zur Hälfte des Cash und zu 20% des

Nettoinventarwert bewertet, gehört

Themis unter Substanzgesichtspunk


ten wohl zu den günstigsten Aktien

auf dem deutschen Kurszettel.

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03 I Trading Inside I TradersJournal Mehr Wissen

Trading Inside

Commitment of Traders (CoT)


S&P 500: Intakter Abwärtstrend


Das Jahr 2009 ist am US-Aktienmarkt bisher
ein Jahr der Extreme: Dem schlechtesten
Januar aller Zeiten folgte der schlechteste
Februarverlauf seit 1933. Nur gut, dass mit
dem Monat März ein Zeitpunkt erreicht ist,
der in der Vergangenheit neben dem Monat
Oktober als potentieller Wendemonat
bekannt ist. Dies gilt gerade für diese Dekade:
In 2000 bildete sich das Preishoch der
Hausse seit 1982, in 2003 das Tief der ersten
Baissephase, in 2007 und 2008 bildeten sich
jeweils Preistiefs. Ein Blick auf die Entwicklung
in den Dreißiger Jahren zeigt, dass sich
im März 1938 das zweite wichtige Preistief
bildete, aber in der Kernschmelzephase 1931
und 1932 sich kein Preistief bildete. Insofern
sollte der Blick auf den Kalendermonat nicht
ausschlaggebend für die Dispositionen am
Aktienmarkt sein und der Monat März ist
kein 100%iger Garant für wichtige Wendepunkte.
Die aktuelle Markttechnik ist negativ
zu werten, die sehr starke Unterstützungszone
von 800 Punkten wurde auf Wochenbasis
unterschritten, hier bildeten sich die
Preistiefs im Oktober 2002 und November
2008. Erst ein Überwinden dieses Niveaus
wäre mittelfristig positiv zu werten.
Ein Überschreiten des Niveaus 740/50
Punkte wäre auch kurzfristig betrachtet ein
erstes Signal für eine Entspannung. Mit dem
preislichen Doppelhoch im Januar/Februar
hat sich seit der Rede von US-Finanzminister
Timothy Geithner eine neue Abwärtsbewegung
eingestellt, die nahezu ohne Gegenbewegungen
abläuft und damit auf eine
hohe Trendstärke aufweist. Ob diese starke
Trendbewegung bereits das Ende der Baisse
bedeutet, muss mit einem Blick auf den CoT-
Report vom 03.03.2009 stark bezweifelt
werden. Bei dem erfolgten Trendbruch des
Novembertiefs 2008 haben die Commercials
per Saldo ihre Netto-Short-Positionierung
leicht erhöht, sie liegt mit 106.151 Kon



trakten auf einem sehr hohen Niveau und
lässt weitere Preisschwäche erwarten.

Auch das Verhalten der Kleinspekulanten
ist bearish zu werten, sie haben seit Beginn
der jüngsten Preisschwäche am 10.02. ihre
Netto-Long-Positionierung sukzessive ausgebaut.
Sie gehen in Antizipation steigender
Preise antizyklisch vor. Größere mittelfristige
Preistiefs bilden sich jedoch üblicherweise
nach Kapitulationsbewegungen der Kleinspekulanten,
dies konnte man gut im Oktober
2002 und März 2003 beobachten. Ungeachtet
von temporären Erholungen spricht
daher das Verhalten der Marktteilnehmer für
weitere Preisschwäche.

TJ-FAZIT
.In TJ 01/2009 lautete bereits das
credo, dass sich die von den
Banken erwarteten reflationierungstendenzen
zunächst nicht
einstellen werden. Trotz der massiven
kursverluste in 2009 sollte
weiterhin eine defensive Depotausrichtung
beibehalten werden.
Alexander Hirsekorn,
wellenreiter-invest
ahirsekornwellenreiter-invest


Natürlich sind mit den Gewinnmöglichkeiten auch entsprechende Verlustrisiken verbunden. Unsere Produkte sind stark risikobehaftet und deshalb nur für
erfahrene Anleger geeignet. Sie sollten nur Beträge einsetzen, deren Verlust Sie sich leisten können. Beim Trading Account können auch über das eingesetzte
Kapital hinaus Verluste entstehen. Näheres erfahren Sie unter cmcmarkets/risiken
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05 I Indexanalyse I TradersJournal Mehr Wissen

Indexanalyse


Dow Jones – Kurserholung kann starten wenn


Rückblick: Bereits zum Jahresbeginn kam
im Dow Jones wieder zunehmender
Verkaufsdruck auf. Nachdem sich die
Notierungen im November bei 7.449
Punkten fangen und anschließend
erholen konnten, war am Widerstand
bei 9.077 Punkten Schluss. Der Rückfall
unter die 8.348 Punkte löste ein
erstes Verkaufssignal aus, es gelang
dann aber zunächst noch eine Seitwärtsbewegung.
Mit dem Rückfall
unter die 7.883 Punkte setzte dann
aber ab Februar wieder ein massiver
Abverkauf ein, welcher den Index
auch direkt durch die Tiefs des Jahres
2003 bei 7.197 Punkten geführt hat.
Zuletzt gelang eine Stabilisierung auf
der bei 6.500 Punkten liegenden Unterkante
des Abwärtstrendkanals der
vergangenen Monate.

Charttechnischer Ausblick: Gelingt es dem
Index, sich über den 6.500 Punkten
nachhaltig zu stabilisieren und aus
dem steilen kurzfristigen Abwärtstrend
bei 6.800 Punkten nach oben klar auf
Schlusskursbasis auszubrechen, dann
bietet sich in der Folge deutliches Erholungspotenzial.
Der Bereich 7.197
Punkte, vor allem aber auch 7.449
Punkte können in diesem Fall noch einmal
erreicht werden. Ein Scheitern bei

6.800 Punkten bei einem Rückfall auf
ein neues Tief unter 6.470 Punkte auf
Schlusskursbasis müsste hingegen klar
bärisch gewertet werden. In diesem
Fall kann es direkt weiter in Richtung
6.000 Punkte abwärts gehen.
Marko Strehk

Spekulation auf
steigenden Dow Jones:
Name: MINI LONG ZERTIFIKAT
auf Dow Jones
WKN: AA1D2J
ISIN: NL0006460727
Fälligkeit: open end
Bezugsverhältnis: 0,01
Strike: 5.691 Punkte
KnockOut: 5.870 Punkte
Kursstand: 8,43:8,63 Euro
Hebel: 6,63
Kursverlauf seit 22.09.2008 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)
Kursstand: 6.752,70 Punkte
Chart: Dow Jones
Spekulation auf
fallenden Dow Jones
Name: MINI SHORT ZERTIFIKAT
auf Dow Jones
WKN: AA1GB6
ISIN: NL0006506354
Fälligkeit: open end
Bezugsverhältnis: 0,01
Strike: 9.634 Punkte
KnockOut: 5.180 Punkte
Kursstand: 21,38:21,58 Euro
Hebel: 2,32
Anlage Idee: Gelingt der Anstieg über
6.800 Punkte auf Basis des Schlusskurses,
dann kann von einer möglichen Erholungsrallye
über den Mini Long mit der
WKN: AA1D2J in vollem Umfang profitiert
werden. Bei 7.449 Punkten bietet
sich allerdings dann spekulativ und mit
engem Stopp-Loss die Möglichkeit, den
Mini Short mit der WKN: AA1GB6 auf fallende
Notierungen zu handeln. Dieses
Hebelzertifikat bietet sich auch dann an,
sollte der Index unter die 6.470 Punkte
zurück fallen.

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07 I Anlagezertifikate I TradersJournal Mehr Wissen

Anlagezertifikate

Siemens – Chance auf größere Erholung ist jetzt da ...

Rückblick: Siemens erholte sich stark nach
einem Abverkauf auf die 33,04 Euro.
Oberhalb der bei 32,12 Euro liegenden
langfristig wichtigen Unterstützung
konnte dann eine umfassende Kurserholung
bis an den bei 56,42 Euro liegenden
Widerstand gestartet werden.
Siemens fiel anschließend wieder mit
dem Markt zurück,. Zeigte sich dabei
aber als einer der relativen Outperformer.
Mit der Stabilisierung bei 37,50
Euro gelingt die Ausbildung einer potenziellen
bullischen Keilformation.

Charttechnischer Ausblick: Es ist somit bei
Siemens die Chance gegeben, ein weiteres
markantes Zwischentief bei 37,50
Euro auszubilden. Ein entsprechendes
Kaufsignal, welches einen anstieg in
Richtung 50,80 Euro wahrscheinlich
werden ließe, wird bei einem Ausbruch
über die 44,20 Euro auf Schlusskursbasis
generiert. Ist das der Fall, dann
bietet sich neben einem ersten Ziel bei
50,80 Euro auch die Chance wieder bis
in den Bereich 56,42 Euro anzusteigen.
Ein Rückfall unter 37,50 Euro wäre jedoch
negativ zu werten und würde
Abgaben in Richtung 33,04 Euro nochmals
wahrscheinlich werden lassen.

Marko Strehk

Kursstand: 41,69 $
Discount-Zertifikat
auf Siemens AG


WKN: UB7WH1
ISIN: DE000UB7WH17
Laufzeit: 23.07.2010
Bezugsverhältnis: 1:1
Cap: 45,00 $
Aktueller Briefkurs:
33,04 Euro
Seitwärtstrendite: 17,17 %
Sicherheitspuffer: 13,90 %
Chance: 3
Risiko: 1



Anlage Idee: Es bietet sich nach der
Volatiler gewordenen Abwärtsbewegung
der Vorwochen der Einsatz des
Discount-Zertifikates mit der WKN: UB7WH1
an, um an einer wahrscheinlichen
Erholung bei Siemens zu partizipieren.
Mit dem einstieg kann gegebenenfalls
gewartet werden, bis Siemens die 44,20
Euro auf Schlusskursbasis überwindet
und entsprechend ein Kaufsignal auslösen.
Gegenüber einem Direktinvestment
fallen dann nur Verluste bezogen
auf das Laufzeitende an, wenn Siemens
dann auf dem Tief der Vormonate bzw.
darunter notieren würde. Bei einer
möglichen Rendite von 17,17 % p.a.
ist das Direktinvestment auch im Falle
einer steigenden Aktie erst über 55,90
Euro überlegen.



08 I Know How I TradersJournal Mehr Wissen

Know How

Indikatoren: Drehen Sie das
Signal doch einfach um ...


Zu den am häufigsten genutzten Indikatoren, den Klassikern, zählen
sicherlich der Relative Stärke Index (RSI) sowie die Stochastik.
Dies mag auch vor allem daran liegen, dass die klassische Anwendung
zur Generierung von Kauf- und Verkaufssignalen sehr einfach
ist, denn es gilt, einen Anstieg aus dem unteren Extrembereich als
Kaufsignal zu nutzen und einen Rückfall aus dem oberen Extrembereich
als Verkaufssignal.

Dies führt dazu, dass der obere Extrembereich als Überkauftzone
angesehen wird und der untere Extrembereich als Überverkauftzone.
So liegt wenig näher, als den entsprechenden Basiswert zu
verkaufen oder zu shorten, wenn der Indikator Überkauft zeigt und
den Basiswert zu kaufen, wenn der Indikator überverkauft zeigt.

Das funktioniert auch teilweise sehr gut, hat aber einen entscheidenden
Haken: Es funktioniert vor allem in trendlosen Seitwärtsphasen.
Ist ein Trend etabliert, führt dieses Vorgehen hingegen
gehäuft in den Verlust, was sich besonders gravierend auswirkt,
wenn nur der Indikator als Signalgeber genutzt wird und keine
Stopps verwendet werden.

Besonders nachteilig ist dies beim Übergang von einer trendlosen
Phase in einen Trend, wie auch das Beispiel von BASF zeigt.

Sie sehen, dass sich die Aktie bis September in einer äußerst engen
Handelsspanne bewegte.
Auf diese Handelsspanne und die darin bestehende geringe Volatilität
sind auch die Indikatoren zu diesem Zeitpunkt eingestellt. Es
genügte dann bereits der Rückfall nach zwei Handelstagen bis auf
38 Euro, um den RSI und auch die Stochastik in den überverkauften
Bereich zu schicken.

Wer diesen Indikatorenzustand gekauft hat, musste zusehen, wie
sich die Indikatoren lange im unteren oder um den unteren Extrembereich
bewegten und die Aktie sich in den folgenden Wochen gut
halbierte. Das gilt nicht anders für das erneute Abtauchen des RSI
in den unteren Extrembereich im Oktober und stellt sich ähnlich
auch nach dem Jahreswechsel in der Stochastik dar.

Die folgende Grafik zeigt die Aktie von RWE, bei der nach einem
einzigen wirklich schwachen Handelstag im September beide
Indikatoren gleichzeitig in den Überverkauftbereich rutschten.
Diese gegenseitige Bestätigung ist somit als besonders gravierend
anzusehen. Der Rückfall stellte allerdings nur den Begin einer
noch folgenden umfassenden Abwärtsbewegung dar. Ähnlich sieht
die Situation auch aktuell wieder aus. Die Stochastik rutschte vor
wenigen Handelstagen dynamisch in den überverkauften Bereich,
der Kurs gibt seitdem aber konsequent weiter ab.



09 I Know How I TradersJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Indikatoren – Drehen Sie das Signal doch einfach um

Es bietet sich deshalb vor allem nach länger andauernden und
immer enger werdenden Seitwärtsbewegungen an, die Signale
der Oszillatoren, wie RSI und Stochastik, eher als Einstiegssignale
in der sonst nicht übliche Richtung zu nutzen. Positionen können
dann so lange gehalten werden, bis der Überkauft- oder Überverkaufzustand
abgebaut ist oder ein klassisches Signal beispielsweise
über den Bruch einer Trendlinie zum Ausstieg zwingt.
Vor allem aber bedeutet dies in der aktuellen Marktphase, in der
sich die Bewegungen des Marktes zur Unterseite wieder beschleunigt
haben, nicht pauschal in Überverkauftzustände der Indikatoren
einzusteigen. Diese dürften derzeit gehäuft anzutreffen sein.
Sie sollten aber auch nicht unbedingt davor zurück schrecken, eine
dynamische und bei steigendem Volumen anlaufende Ausbruchsbewegung
aus einer engen Seitwärtszone nicht zu handeln, nur
weil einzelne Oszillatoren schon den Extrembereich erreicht haben.
Dies gilt nicht nur für Abwärtsbewegungen, sondern ebenso auch
für eine Rallye zur Oberseite.

Autor: Marko Strehk – Technischer Analyst und
Coach bei GodmodeTrader
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Advanced Batterie-Kauf +251,6%

010 I Interview I TradersJournal Mehr Wissen

Traden als zweites Standbein


Interview mit Carl-Wilhelm Düvel und Philipp Kahler

Steigende Lebenshaltungskosten, mögliche Gehaltskürzungen, unsichere Jobs – Traden nach Feierabend kann nicht
nur Hobby, sondern auch eine Unterstützung der Haushaltskasse oder eventuell sogar eine echte Jobalternative sein.
Nur – wie bringt man Beruf und Börse unter einen Hut? Eine Frage, die sich viele stellen. TJ hat mit zwei Experten

gesprochen, die die Antwort auf diese Frage haben.


Carl-Wilhelm Düvel

Philipp Kahler

TJ: Herr Düvel, Herr Kahler, aktuell sind Sie
beide private Vollzeittrader, haben aber
nebenberuflich mit dem Traden begonnen.
Wie kamen Sie zum Traden und wie ergab
sich für Sie die Wende vom Teilzeittrader
zum Vollzeittrader? Können Sie sich im
Nachhinein vorstellen, auch direkt als Vollzeittrader
einzusteigen?

C. W. DÜVEL: Da wird es keinen Unterschied
gegeben haben zu denjenigen, die sich heute
für einen Einstieg in das Traden interessieren.
Ich hatte ein Aktiendepot bei meiner
Hausbank, das nicht profitabel geführt wurde.
Allerdings hatte ich gelesen, dass durch
den aktiven Eigenhandel die Performance
positiv beeinflusst werden könnte. Ich habe
mich deshalb am Traden zunächst eher aus
Neugier versucht.
Aus einer Vielzahl individueller Rahmenbedingungen
gab es eine Zeit, in der ich mir
einen „normalen“ Job zeitlich nicht leisten
konnte. Ich rutschte in die Drucksituation,
der man sich als Einsteiger in das Traden
nicht aussetzen sollte. Ich musste mit dem
zur Verfügung stehenden Kapital eine positive
Performance erreichen. Der Übergang
zum Vollzeittrader erfolgte in einer Zeit, als
ich noch nicht konstante positive Ergebnisse
erreichte.
Trading besteht zu einem kleineren Teil aus
Weiterbildung und zu einem größeren Teil
daraus, emotional angemessen zu arbeiten.
Da das aber ausschließlich aus eigenen
Erfahrungen passiert, die regelmäßig die
Performance nach unten ziehen, glaube
ich nicht an einen Direkteinstieg als Vollzeittrader.


P. KAHLER: Mein Einstieg in das Traden erfolgte
bei mir als Student. Dabei kam ich
auch mit den ersten Büchern über Chartanalyse
in Kontakt. Besonders die Point&Figure
Technik zeigte mir einen klar definierten
Weg mit eindeutig beschriebenen Signalen
auf. Dies war gleichzeitig der Einstig in einen
regelbasierten Tradingstil.
Nach dem ersten Job in der Branche bei
einem Hersteller für Chartanalysesoftware
bekam ich die Chance mein Wissen über
Handelssysteme bei einer Landesbank in
der Praxis zu erproben. Erst als ich dort über
Jahre die stabilen Ergebnisse der selbstentwickelten
Handelssysteme beobachten
konnte, dachte ich daran mich als Trader
selbstständig zu machen.
Natürlich stellt das private Traden andere
Anforderungen an einen, als das durch Kollegen
und genaue Businesspläne gestützte
Traden in einer Landesbank. Dies bedachte
ich zunächst zu wenig. Aber wenn das eigene
Portfolio blutet obwohl die eigenen
Handelssysteme laufen, lernt man schnell
was man verändern muss um auch privat
erfolgreich zu sein.

TJ: Was macht für Sie den grundlegenden
Unterschied zwischen einem Vollzeitttrader
und einem Teilzeittrader aus?

C. W. DÜVEL: Na, wie der Name schon sagt –
der Zeitansatz, mit dem der Trader im Markt
agieren kann. Nach meinen Eindrücken aus
einer Vielzahl von Gesprächen mit Tradern
und Interessierten sind hier im deutschsprachigen
Raum geschätzt 8 von 10 Menschen
berufstätig und deshalb maximal
Teilzeittrader; häufig kann nur die Rolle
eines Investors eingenommen werden.
P. KAHLER: Die Unterschiede sind zunächst
einmal geringer als erwartet. Sowohl der institutionelle
Profi, als auch der private Vollzeittrader
muss genauso wie der Trader am
Feierabend einen genauen Schlachtplan

11 I Interview I TradersJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Interview – Carl-Wilhelm Düvel – Philipp Kahler

haben, um am Markt bestehen zu können.
Er muss sein Risiko kennen, er muss die von
ihm bevorzugten Trading Setups genau definiert
haben, und er muss über die nötige
Disziplin verfügen, diesen Plan auch nachhaltig
zu verfolgen.

TJ: Gibt es so etwas wie eine Check-Liste
oder bestimmte Regeln, die man beachten
muss, wenn man sich abends mit dem
Traden befasst/befassen möchte?
Wenn ja, welche Punkte/Faktoren sind für
Sie die wichtigsten?

C. W. DÜVEL: Regeln und systematisches
Verhalten sind immer die Voraussetzung
für eine erfolgreiche Teilnahme am Handel.
Und das unabhängig vom Status Voll-oder
Teilzeittrader. Das reale Umsetzen muss sich
hingegen am Zeitansatz, der zur Verfügung
steht, orientieren. Je weniger Zeit aufgewendet
werden kann, desto höher liegt die
Zeitebene für Handelsentscheidungen. Für
Berufstätige bedeutet das gleichzeitig ein
anderes Risiko-und Geldmanagement als
für den kurzfristig orientierten Daytrader.
Darüber hinaus ist das Zeitfenster, in dem
kursrelevante Informationen beschafft
werden können, natürlich sehr viel kleiner,
wenn sich im Kern des Tages nicht mit dem
Trading befasst werden kann.
P. KAHLER: Planlos zu sein ist nicht nur am
Markt ein Fehler. Wer sich nur eben mal am
Abend wie ein Trader fühlen will, der sollte
sein Geld lieber ins Casino tragen. Der Freizeittrader,
der nur am Abend Zeit zum Traden
hat, muss vor allem über seine begrenzten
Zeit- und Geld-Ressourcen bescheid wissen.
Sein Tradingplan muss genau auf dieses
„Kapital“ abgestimmt sein. Überschätzt
man sich an dieser Stelle funktioniert es
anschließend meist nicht. Im Seminar „Traden
für Berufstätige“ legen wir ein Gerüst
für einen solchen Tradingplan vor. Anhand
dessen können Sie Ihr Trading planen und so
selbst entscheiden, welche der präsentierten
Tradingtechniken für Sie persönlich das
Optimale sind. Denn passt der Plan nicht zum
Trader, geht es ebenfalls schief.
TJ: Wie lange muss man sich abends bzw.
neben dem eigentlichen Job mit dem Traden
befassen, damit es überhaupt einen Sinn
macht?

C. W. DÜVEL: Das lässt sich nicht in exakte
Zeitangaben fassen. Wer mit dem Trading
beginnt, benötigt für seine Analysen länger
als ein erfahrener Trader. Man kann hier sicherlich
mit einer Tendenz arbeiten – wem
es gelingt, frühzeitig relevante von irrelevanten
Daten zu trennen, der hat das Zeug,
seine Handelsentscheidungen effektiv zu
treffen.
P. KAHLER: Wie viele Stunden man tatsächlich
abends Zeit hat ist letztendlich nicht
entscheidend. Wichtig ist viel mehr, dass
diese Zeit regelmäßig aufgewendet wird.
Wer Tag für Tag seine Trades beobachten
will und dies dann nur montags, mittwochs
und manchmal auch am Donnerstag tut,
der sollte lieber auf Wochencharts wechseln
und den Trade nur am Wochenende
beobachten; dies dafür dann konsequent.
Die Gleichung„mehr Zeit vor dem Monitor
= mehr Rendite beim Traden“ stimmt definitiv
nicht.
TJ: Welche Fehler darf man sich auf keinen
Fall leisten?

C. W. DÜVEL: Man darf sich jeden Fehler
leisten, solange es nur einmal passiert. Als
Trader zu reifen heißt, Erfahrungen zu sammeln
bzw. Fehler zu machen. Jeder Fehler
muss analysiert und abgestellt werden;
man sollte also keine Angst davor haben,
etwas nicht richtig zu machen.
P. KAHLER: Hochmut kommt vor dem Fall.
Auch beim Traden. Wer im Jahr mehr verdient
als er ursprünglich riskiert hat, der
ist ein guter Trader. Es geht nicht darum
unbedingt 100% zu erreichen. Traden soll
das Geld vermehren und nicht ein Selbstzweck
werden.
* FORTSETZUNG FOLGT IN DER NÄCHSTEN
TJ-AUSGABE
Carl–Wilhelm Düvel ist privater Vollzeittrader.
Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft
an der Universität der Bundeswehr
München war er als Vorstand einer gemeinnützigen
Stiftung tätig. Er begann 2000
zunächst nebenberuflich mit dem Handel
im Aktien- und Futuresbereich. Seit 2003
handelt er ausschließlich und hauptberuflich
die Forexmärkte und entwickelt für die
Hauptwährungspaare Handelsstrategien.
Neben dem Eigenhandel stellt er seine handelstäglichen
Analysen auch international
operierenden Unternehmen zur Verfügung.
Für private Trader gibt er Grundlagen-und
Strategieseminare.

Philipp Kahler wurde 1969 in Villach (Österreich)
geboren. Nach Abschluss des
Gymnasiums studierte er in Graz Elektrotechnik
/ Medizintechnik. Erste private
Erfahrungen an der Börse und ein aufkeimendes
Interesse an der technischen Analyse
führten ihn zur Firma SystemSoft nach
Bremen. 1998-2000 betreute er Kunden und
veranstaltete Software- und technische
Analyse Workshops in Deutschland und
Großbritannien. Im Jahr 2000 wechselte er
zur Bankgesellschaft Berlin in den Eigenhandel
um dort ein mit Handelssystemen
gesteuertes Portfolio zu managen. Nach
fünf erfolgreichen Jahren schied er auf eigenen
Wunsch aus der Bank aus um sich
ganz dem Handel der eigenen Systeme zu
widmen. Seitdem liegt sein Betätigungsschwerpunkt
im Eigenhandel, der Schulung
von privaten und institutionellen Händlern
und der Neuentwicklung und Verbesserung
von quantitativen Handelsmodellen. Mit
seiner Seminarserie über das Handeln mit
System und den im Traders’ Magazin veröffentlichten
Artikeln bietet er interessierten
Händlern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten
im Bereich Handelssysteme und systemgestütztem
Handel weiterzuentwickeln.

Falls Sie mehr zu diesem Thema erfahren
möchten, können Sie Philipp Kahler und
Carl-Wilhem Düvel in einem Seminar erleben.
Hier zeigen Ihnen die beiden, wie Sie
neben dem eigentlichen Beruf erfolgreich
traden. „Trading für Berufstätige“ ist ein
Tagesseminar, ergänzt um einen Online-
Workshop.

Termin: Tagesseminar am 18.04.2009

(10.00 - 18.00 Uhr) in Düsseldorf +
Online-Workshop am 29.04.2009
(18.00 - 21.00 Uhr).
Weitere Informationen erhalten Sie unter:

kursplus


12 I Van Tharp Kolumne I TradersJournal Mehr Wissen Teil 2 12 I Van Tharp Kolumne I TradersJournal Mehr Wissen Teil 2
Traden mit E-Mini-Futures


– und was ein Sportreporter
damit zu tun hat
von D.R. Barton, Ken Long und Van K. Tharp, Ph.D.

– und warum Anleger ETFs nicht
langfristig halten sollten
von van K. Tharp, Ph.D_Teil 2


Du analysierest kleinste Marktschwankungen
über den Tag ganz genau.
Erzähle mir ein wenig mehr darüber.

Ich denke es ist sehr wichtig, die Sprache
des Marktes zu verstehen. Die verschiedenen
Indikatoren, wie das Put/
Call-Ratio oder die Advance/Dicline-
Linie zeigen uns sehr gut in welcher
Verfassung sich der Markt gerade
befindet – wenn man die Signale zu
interpretieren weiß. Erfahrene Trader
wissen so genau ob sie z. B. gegen den
Trend handeln oder ob sie besser die
Finger von einem Deal lassen sollen.

Welche ein oder zwei Schlüsselkonzepte
hast Du gefunden, die den Unterschied
zwischen Top-Tradern und den weniger
erfolgreichen Tradern ausmachen?

Es gibt zwei ganz wichtige Punkte. Zum
einen ist die es Fähigkeit, entschieden
und bestimmt zu handeln, gerade
wenn man ängstlich ist oder beginnt zu
zögern. Zum anderen ist es der Fokus.
In der Lage zu sein, die Störgeräusche
der Märkte auszufiltern und die wirklich
wichtigen Dinge zu erkennen und
sich auf diese zu fokossieren

...Ende der Kolumne Traden mit E-Mini-
Futures – Teil 2

WArum ANlEGEr ETFS NIchT
lANGFrISTIG hAlTEN SollTEN

Im Rahmen meiner Gesamtbeurteilung
der internationalen Märkte, schaue
ich mir auch immer die Performance
verschiedener ETFs an, die die maßgeblichen
Börsenindizes abbilden. Anfang
glaubte ich, dass ETFs großartige
Tradinginstrumente sind, gerade für
langfristige Spekulationen. Doch das
sollte sich schnell ändern. Am Beispiel
des US-Gold -ETFs „GLD Trust“ will ich
meinen Lesern ein Beispiel geben.

Sollten sie Papiere dieses ETFs besitzen,
dann meinen sie vielleicht, dass
sie die entsprechenden Goldanteile
auch physisch besitzen -doch dem ist
nicht so! Theoretisch besitzt der GLD
Trust rund 850 Tonnen Gold, doch in
der Praxis sieht es ganz anders aus.
Warum? Nun, wenn sie den Prospekt
der Gesellschaft aus dem Jahr 2004
aufmerksam studiert hätten, dann
würden sie wissen, dass dort keiner


lei Garantie darüber abgegeben wurde,
wie viel Gold tatsächlich in den
Tresorräumen der von dem Trust zur
Lagerung beauftragten Bank liegt. In
Wahrheit ist es so, dass GLD keine Möglichkeit
hat nachzuvollziehen, ob das
über den Trust verwaltete Gold aktuell
verfügbar ist oder nicht. So könnte es
beispielsweise sein, dass die Bank bei
der das Gold hinterlegt ist, dieses gerade
verliehen hat. In anderen Worten:
Die Banken können mit Gold genauso
verfahren wie mit Geld – nämlich es
verleihen.
Ich verwende das Unternehmen GLD
nur als Beispiel dafür, was mit anderen
Anbietern von Gold-ETFs genauso
passieren könnte, weil auch diese nicht
genau wissen, ob die mit der Lagerung
des Goldes beauftragte Bank das Edelmetall
auch aktuell tatsächlich besitzt.
Im Fall der GLD Trust ist die europäische
HSBC Bank der „Lagerhalter“. Die HSBC
hat aber das Recht, wiederum andere
Banken mit der Aufbewahrung des
Goldes zu beauftragen (gleichermaßen
wie ein Bauunternehmer einen Subunternehmer
für ein Projekt beauftragen


13 I Van Tharp Kolumne I TradersJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Van Tharp Kolumne

kann). Die Banken, die sich die HSBC als
„Subbanken“ ausgesucht hat, können
ihrerseits wiederum andere Banken als
Subunternehmen beauftragen usw.
usw. usw.

DEr EmITTENTEN-ProSPEkT –
BITTE AuFmErkSAm lESEN!

Die Möglichkeiten eines Trusts die
Performance und die Aktivitäten der
Bank, bei der das Gold hinterlegt ist,
zu überwachen sind beschränkt. Die
Verträge zwischen den Parteien sind
so gestaltet, dass der Trust-Betreiber
nur zweimal pro Jahr die Geschäftsräume
der Bank betreten darf, zu dem
Zweck, einen Blick auf das dem Trust
gehörende Gold in den Tresorräume
zu werfen. Das gilt auch für die Belege
sowie weitere beweiskräftige Dokumente.
Subbanker der HSBC sind aktuell:
JP Morgan, One Canadian Bank, The
Bank of Nova Scotia sowie The Bank
of England, Deutsche Bank, and UBS.
All diese Banken leihen und verleihen
aktiv Gold und niemand weiß genau,
welches Institut aktuell über welche
Bestände verfügt! Als wenn dieser Um


stand nicht schon schlimm genug wäre

– der GLD Trust hat seine verwalteten
Goldbestände nicht einmal versichert!
Das braucht die GLD auch nicht machen,
denn in ihrem Verkaufsprospekt
steht ausdrücklich, dass einzig und allein
die Depotbank (in diesem Fall die
HSBC) für die Versicherung der Goldbestände
verantwortlich ist. Die Anleger
können sich auch nicht sicher sein,
dass die Banken ihre Goldbestände
versichert haben, darüber gibt es keine
Dokumente - es gibt also keine Garantie!
Ein weiteres Risiko besteht in der
möglichen Insolvenz der Depotbank
und zum guten Schluss sind Banken,
Regierungen und Verbände genial darin,
der Öffentlichkeit zu verschleiern,
was sie in Wirklichkeit machen – sei es
mit dem Geld oder Gold der Anleger.
Niemand außerhalb dieses Systems
kann das nachvollziehen.
Allan Greenspan sagte einmal:„Ich war
immer davon überzeugt, dass Banken
sich selbst versichern um ihr Risiken zu
kontrollieren.“
Wie auch immer, mein Eindruck ist,
dass die meisten Banken gar nicht

wissen was Risiko bedeutet. Bei ihnen
arbeiten zu aggressive Wertpapierhändler,
die Milliarden an Dollar pro
Jahr vernichten. Sie konstruieren Derivate,
die mehr wert sein sollen, als
die gesamte Welt zusammen – und
bisher ist nur ein kleiner Teil dieser
absurden Konstrukte in sich zusammengestürzt.


TJ-FAZIT

.
Die ETFs des GlD Trusts sind möglicherweise
ein gutes Instrument
für eine kurzfristige Spekulation.
Wie auch immer, diese Anteile
als Teil einer langfristigen Anlagestrategie
in sein Depot zu nehmen
führt geradewegs in die katastrophe.
Wenn schon einer der
bekanntesten ETF-Anbieter derart
undurchschaubare risiken für den
Anleger birgt, dann sollte sie sich
erst recht bei anderen Anbietern
von ETFs den Verkaufs-Prospekt
ganz genau anschauen...
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14 I Buchbesprechung I TradersJournal Mehr Wissen

Buchbesprechung


High Performance Trading


– Die ultimative Tradingstrategie
Von Andreas Lindmeyer


»high Performance Trading« bietet dem
Leser einen einfachen Weg, um an der Börse
mit nur einer einzigen Strategie erfolgreich
agieren zu können. Diese Strategie ist so
einfach wie genial und funktioniert nach
Aussage des Autors in nahezu allen Marktlagen.
Das bedeutet, dass sich dem Trader
fast täglich neue Handelsmöglichkeiten
bieten werden. Durch die vorgestellte Technik
und der gezeigten Handelsmethode
werden bei sehr geringem Risiko höhere
Gewinne erzielt als mit herkömmlichen
Finanzprodukten. Ein weiterer Aspekt ist,
dass der Leser die Strategie erst ausgiebig
testen kann, bevor er auch nur einen Euro
investieren muss.

Lindmeyer beschäftigt sich auch ausgiebig
mit der Problematik, dass die meisten Anleger,
die sich am Aktienmarkt bewegen, keine
Strategie bzw. das falsche Geldmanagement
haben und sich folglich regelmäßig
verkalkulieren. Doch der Autor verspricht,
dass sich dieser Umstand nach der Lektüre
dieses Werks ändert, da der Leser von Lindmeyer
eine Strategie inklusive Ratschläge
für ein richtiges Geldmanagement erhält.
Die Systematik ist für jeden nachvollziehbar
und praxiserprobt. Sofern der Leser schon
Erfahrungen am Aktienmarkt hat, sollte er
diese erst einmal ausblenden. Wenn nicht,
umso besser, denn dann kann man ganz
unvoreingenommen an die Sache herangehen!


Der Einstieg

Gleich zu Beginn des Buches gibt Lindmeyer
Tipps, wie man sich als Leser der
Materie nähern sollte. Er bittet darum, das
Buch sehr sorgfältig durchzulesen, am besten
in einem Stück und dann sollte man
die gewonnenen Informationen einige
Stunden wirken lassen. Danach erneut
durchlesen, um sich mit den zunächst
unverständlicheren Parts eingehender zu
beschäftigen. An einigen Stellen im Buch
wird auf Details hingewiesen, die dann
erst später im Buch thematisiert werden.
Man sollte sich aber keine Gedanken machen,
wenn man manche Stellen im Buch
zunächst nicht ganz versteht. Es wird alles
im späteren Verlauf genauer erläutert und
zu einem Ganzen zusammengefügt.
Das neu gewonnenes Wissen sollte man im
Anschluss erst probeweise auf dem Papier
nutzen, auch wenn es einem in den Finger
juckt und man denkt, dass man keine Zeit
verlieren und jetzt unbedingt anfangen will,
mit richtigem Geld zu handeln. Lindmeyer
meint, dass jeden Tag neue Möglichkeiten
entstehen, um mit dem Handel zu beginnen.
Daher heißt seine Devise: Zeit nehmen
und nichts überstürzen.

Zudem beschreibt der Autor, wie er auf die
Idee zum Signalhandel gekommen ist und
warum er Spread Betting bevorzugt. Er hatte
bis zu einem bestimmten Zeitpunkt so viele
Bücher über das richtige Trading gelesen,


dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht
mehr sah. Er fing erst an, erfolgreich zu handeln,
als er viele Punkte seines erworbenen
Wissens bewusst ausblendete, nicht mehr
unzählige Indikatoren in Betracht zog und
sich lediglich auf einige wenige Konstellationen
konzentrierte, die sehr häufig im
Chart auftraten. Diese Formationen waren
duplizierbar. Er fügte dann dieser Chartkonstellation
noch weitere Indikatoren hinzu,
von denen die meisten jedoch inzwischen
wieder wegfielen. Am Schluss blieb eine
sich sehr oft wiederholende Chartformation
übrig und einer der einfachsten Indikatoren,
die es überhaupt gibt.

Hier schließt sich nun auch der Kreis: Wenn


15 I Buchbesprechung I TradersJournal Mehr Wissen

Fortsetzung – Buchbesprechung – High Performance Trading

also ein Signal duplizierbar ist, dann ist auch
zu 100 Prozent die komplette Strategie inkl.
Handelsmethode duplizierbar.

Ausgewählte kapitel

In Kapitel 2 geht Lindmeyer ausführlich auf
den Signalhandel ein. Er erklärt, was sich
hinter dem Begriff verbirgt und wie man
als Trader daraus seinen Nutzen ziehen
kann. Anhand der Internetseite der Bank
Austria zeigt der Autor Schritt für Schritt
die richtige Art der Signalanalyse, warum
man Candlesticks einsetzen sollte und was
steigende Signale und steigende Trends
sind. Am Schluss des Kapitels gibt er dem
Leser klare Handlungsanweisungen mit
auf den Weg. Beispielsweise wird man zur
Signalanalyse immer nur die letzten zwei
Candlesticks des Charts heranziehen, nicht
die letzten fünf oder acht, nur die letzten
zwei. Eine Ausnahme macht ein Doji. Tritt
er auf, werden die letzten drei Candlesticks
berücksichtigt und die Signalanalyse für
den nächsten Handelstag wird immer erst
nach Handelsschluss durchgeführt, da sich
dann die Kurse nicht mehr ändern.

In Kapitel 3 dreht sich alles rund um das
Thema Stopps. Hier werden verschiedene
Stopptechniken erklärt und man erfährt,
wie die Duplizierbarkeit eines Signals funktioniert.
Duplizierbarkeit beschreibt er anhand
einer Geschichte von zwei Personen.
Trader A und B traden nach der gleichen
Strategie und auch deren Wissensstand ist
der gleiche. Trader A wendet aber bei der
Signalanalyse auch die Duplizierbarkeit an,
wohingegen Trader B nur nach dem reinen

Signal und dem Trendverlauf geht. Beide
finden an diesem Tag fünf Signale, Trader
B gibt diese direkt bei seinem Broker ein,
um sie am nächsten Handelstag zu traden.
Trader A checkt die Signale aber noch auf
die Duplizierbarkeit, bevor er die Order bei
seinem Broker eingibt. Dabei fallen von den
fünf identischen Signalen, die Trader A und
B beide gesehen haben, wieder zwei Stück
heraus. Trader A hat festgestellt, dass bei
zwei Werten die Signaltechnik nicht so gut
funktioniert wie in den anderen drei
Charts. Bei den zwei ausgemusterten
Signalen lag bei der Analyse der letzten
zehn Signale einmal ein Verhältnis von 5 Gewinntrades
zu 5 Verlusttrades vor, bei dem
anderen Signal sogar ein Verhältnis von 3
zu 7 Zugunsten des Verlusts. Die anderen
drei Signale hatten allesamt ein positives
Gewinn-Verlust-Verhältnis. Bei der Analyse
der letzten zehn Signale hatten zwei
der Werte 7 Gewinntrades hervorgebracht
und das dritte Signal sogar 9. Nachdem nun
auch Trader A seine drei Werte beim Broker
eingegeben hat, können wir uns nun die
Frage stellen, welcher der beiden am Ende
das bessere Ergebnis vorzuweisen hat. Die
Antwort ist bestimmt jedem klar, es gilt
deshalb folgender Grundsatz:

»Qualität ist durch Quantität nur in
den seltensten Fällen zu ersetzen!«

Die Duplizierbarkeit eines Signals ist für den
Autor auch dahingehend sehr interessant,
da sie Aufschluss darüber geben kann, ob

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Lindmeier, Andreas

high Performance Trading –
Signale erkennen und verstehen

208 Seiten | ISBN: 978-3-89879-440-4
Preis: 24,90 €
FinanzBuch Verlag, München 2009


ein Signal funktioniert, wenn kein eindeutiger
Trend vorhanden ist. Sollte dies der
Fall sein, werden sich die Handelsmöglichkeiten
weiter erhöhen. Sollte also ein Signal
in einem Chart sehr gut duplizierbar sein,
so kann man diesen Wert auch handeln,
selbst wenn kein Trend vorliegt. In diesem
Fall verfährt man einfach nach dem Motto
»Erlaubt ist, was funktioniert!«

Das Kapitel 6 „Mein Börsenalltag – Sonntag
bis Freitag“ zeigt Lindmeyer in der Praxis. In
Tagebuchform erzählt er berufliches und
privates. In unterhaltsamer Form kann man
als Leser die Tradingentscheidungen des
Autors nachvollziehen – auch warum und
wieso er einen Trade eingeht, seine Stopps
nachzieht und wie er Signale ausfindig
macht, wird einem immer klarer.
Abgerundet wird dieses lesenswerte Buch
durch Tipps zum richtigen Broker, die besten
Handelssysteme und einer Liste der
am häufigsten gestellten Fragen und der
dazugehörigen Antworten. Nach der Lektüre
dieses Buchs wird man sich auf jeden
Fall intensiver mit Spread Betting und den
hier vorgestellten Handelsmethoden befassen
wollen.

TJ-FAZIT
.Zeigt dem leser die besten Werkzeuge
für den persönlichen handelsansatz
.Beschreibt, wie man einzelne
candlestick-Formationen erkennen
und optimal für den Intradayhandel
nutzen kann
.Zeigt Einstiegs- und Ausstiegssignale
im Detail -so ist man der
Börse immer einen Schritt voraus

16 I Leserbriefe I TradersJournal Mehr Wissen

Leserbriefe:

Ihre Fragen an die TJ-Redaktion


Fragen bitte an infotradersjournal


hallo TJ-Team
Ich habe Fragen zum Thema cash-Werte.
Sie haben das ja auch schon mal behandelt.
kurz gesagt, ich kann nicht nachvollziehen
wie es sein kann, dass eine Gesellschaft
an der Börse z.B. 10 mio. Eur wert
ist aber 20 mio. Eur auf dem Bankkonto
hat. Warum kauft die AG nicht einfach Aktien
zurück soviel wie möglich ist? oder
warum kauft nicht irgendeine andere AG
die Aktien und holt dann das cash raus?

Ja die cash-Werte sind wieder groß im
kommen, wenn man das überhaupt so
sagen kann.
Zu Ihren Fragen: Warum kann das so sein?
Weil sich der Preis an der Börse aus Angebot
und Nachfrage nach den Wertpapieren
richtet und nicht nach bilanziellen
Voraussetzungen. und wenn jemand
eine Aktie verkaufen muSS, weil er Geld
braucht, und andererseits so wie aktuell
die Nachfrage sehr mau ist, dann kann die
Aktie fallen – weit fallen! hinzu kommt
dann durch den kursverfall eine weitere
Skepsis der anderen marktteilnehmer. Die
stellen sich nämlich die gleiche Frage wie
Sie: Wie kann das denn sein?
Zur Frage Aktienrückkauf: Dazu müssen

bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
kurz zusammengefasst, im regelfall ist
ein Aktienrückkauf nicht möglich wenn
dafür nicht eine bilanzielle rücklage gebildet
werden kann. Bis auf eine Ausnahme
die hier nicht behandelt werden soll,
muss das unternehmen also Gewinnrücklagen
und/oder Bilanzgewinn vorweisen
können. Die cash-Werte sind aber praktisch
ausnahmslos unternehmen, die in
der Vergangenheit überwiegend Verluste
gemacht haben.
um das Problem zu lösen, wird oft der Weg
über eine kapitalherabsetzung gegangen.
Das klingt jetzt merkwürdig, aber durch
die herabsetzung des Grundkapitals entsteht
bilanziell ein Gewinn, der für die
rücklagenbildung genutzt werden kann.
Diesen Weg ist z.B. Themis gegangen (siehe
Newstrading). Es ist ferner zu bedenken,
dass nicht mehr als 10% der eigenen
Aktien zurückgekauft werden können (die
nächsten dann erst nach einem weiteren
hV-Beschluss, wenn die anderen zuvor
eingezogen oder verkauft wurden).
Was ihren letzten Punkt angeht, so ist das
auch eine Frage der Aktionärsstruktur. So
einfach lässt sich cash nicht aus der Ge


sellschaft ziehen. Aber das ist ein Thema,
das bei Fortbestehen der krise absolut
noch akut werden könnte.

Hallo Herr Kühn,
In letzter Zeit ist oft zu lesen dass privater
Goldbesitz wieder verboten werden könnte
wie in den USA in den 30er Jahren. Ist das
realistisch? Und wie sollte man sich verhalten?
Möglich ist natürlich alles, aber damals
gab es einen Goldstandard, das darf man
nicht vergessen. Simpel gesprochen, eine
Banknote beinhaltete das Recht, zu einem
festen Kurs Papiergeld in Gold zu tauschen.
Wenn das Massen machen…tja dann ist das
Zentralbankgold weg. Da wir heute keinen
Goldstandard mehr haben, ist zumindest
dieser Beweggrund also weg. Ich persönlich
glaube nicht, dass es soweit kommen.
Schützen können Sie sich eigentlich nur,
indem Sie Ihr Gold gut verstecken und vor
allem keinem davon erzählen, falls Sie wirklich
davor Angst haben. Denn wenn Sie offiziell
keins haben geben Sie dann eben auch
keines ab wenn es verlangt wird…


17 I Chartgalerie I TradersJournal Mehr Wissen

Chartgalerie (Teil 1)


DAIMLER - Aktie wird stark gekauft, kommt da noch mehr ?

Daimler - WKN: 710000 - ISIN: DE0007100000, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 20,50 Euro
Kursverlauf vom 18.07.2008 bis 10.03.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Die Daimler - Aktie kann heute stark zulegen.
Sie steigt um über 10% an und gehört damit zu den
Topgewinnern im Dax.
Dabei attackiert der Wert sogar den Widerstand bei 20,35
Euro. An diesem hätte die Aktie eigentlich nach unten
abprallen sollen. Aber bisher ist von Verkaufsdruck in der
Nähe dieser Marke noch nichts zu sehen. Allerdings kann
der Durchbruch auch noch nicht als signifikant bezeichnet
werden. Zum einen gab es noch keinen Tagesschlusskurs
über dieser Marke. Und zum anderen wäre selbst ein Tagesschlusskurs
auf dem aktuellen Niveau nur schwerlich
als Kaufsignal anzusehen. Denn der Anlauf wäre dafür
heute wohl zu groß. Allerdings bestünde dann durchaus
eine realistische Chance, dass die Aktie den Durchbruch
in den nächsten 1-2 Tagen noch bestätigt.
Kommt diese Bestätigung in den nächsten Tagen, dann
kann die Aktie bis ca. 24,30 Euro ansteigen.

Charttechnischer Ausblick: Ein starkes Verkaufssignal
ergäbe sich erst mit einem Tagesschlusskurs unter 17,91
Euro. Dabei müsste die Aktie aber auch eine lange schwarze
Tageskerze, die zu einem Großteil unter 17,91 Euro liegt,
ausbilden. Dann wäre eine massive Verkaufswelle bis ca.
11,23 Euro wahrscheinlich.

SOLON - Überschaubares Erholungspotential

Solon - WKN: 747119 - ISIN: DE0007471195, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 6,02 Euro
Kursverlauf vom 21.10.2008 bis 10.03.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick: Besonders in den letzten Tagen litt die Aktie
von Solon mal wieder unter starkem Verkaufsdruck.
Seit dem Allzeithoch bei 94,45 Euro aus dem Oktober
2007 ist das allerdings eher der Normalzustand als die
Ausnahme.
Bis auf 5,41 Euro wurde der Wert abverkauft. Dieses Tief
erreichte er erst gestern. Heute kommt es in Rahmen
einer marktbreiten Erholung auch in der Solon -Aktie
zu Käufen.
Bei 6,77 Euro „lauert“ eine innere Trendlinie. Bereits an
dieser könnte die Erholung wieder zu Ende gehen. Oberhalb
dieser Trendlinie wäre allerdings viel Spielraum für
eine weitere Erholung. Denn dann würde erst wieder im
Bereich um 9,00 Euro eine größere Hürde auf die Aktie
warten.

Charttechnischer Ausblick: 2-3 starke Tage sind in
der Solon - Aktie durchaus noch möglich. Dabei könnte
der Wert auf ca. 6,77 Euro ansteigen. Aber auf diesem
Niveau ist die Gefahr, dass es zu einem Angebotsüberhang
kommt, bereits wieder recht hoch. Ein Rückfall auf 5,41 5,25
Euro wäre dann durchaus möglich.
Sollte die Aktie aber über 6,77 Euro per Tagesschlusskurs
ausbrechen, dann ergäbe sich weiteres Potential für eine
Erholung. Die Aktie würde dann wohl einige Wochen
lang mehrheitlich gekauft werden und bis ca. 9,00 Euro
ansteigen.



18 I Chartgalerie I TradersJournal Mehr Wissen

Chartgalerie (Teil 2)


INTEGRALIS - Neue Impulse, wenn ...

INTEGRALIS AG - WKN: 515503 - ISIN: DE0005155030, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 2,38 Euroo
Kursverlauf vom 03.03.2006 bis 10.03.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)


Rückblick: Mit einem Hoch bei 6,22 Euro im November
2007 endete eine mehrjährige Aufwärtsbewegung in der
Aktie von Integralis. Im August 2008 durchbrach die Aktie
den Aufwärtstrend seit 2002.
Dieser Trendbruch leitete eine massive Abwärtsbewegung
ein. Bis auf 2,15 Euro wurde der Wert bereits abverkauft.
Damit durchbrach er die wichtige Unterstützung bei 2,63
Euro.
In den letzten Wochen konsolidierte der Wert zwischen
2,63 und 2,15 Euro seitwärts.
Heute gab das Unternehmen Zahlen bekannt. Die Aktie
wurde daraufhin zunächst gekauft, aber an der Hürde bei
2,63 Euro kam wieder Verkaufsdruck auf.

Charttechnischer Ausblick: Sollte die Aktie per Wochenschlusskurs
über 2,65 Euro ausbrechen, dann käme
es zu einem mittelfristigen Kaufsignal. Der Kurs der Aktie
könnte dann nachfolgend rund 62 Cent zulegen. Ziel wäre
also 3,25 Euro.
Ein Rückfall auf Wochenschlusskursbasis unter 2,15
Euro hätte aber den gegenteiligen Effekt. Die Aktie
würde dann stark unter Verkaufsdruck kommen, so dass
Abgaben bis ca. 1,60 Euro kaum zu vermeiden wäre.

Meldung: Integralis verfehlt Prognos

LANXESS -KuRzfRISTIG hOhES KAufINTERESSE, zIEL BEI ...

Lanxess - WKN: 547040 - ISIN: DE0005470405, Börse: Xetra in Euro / Kursstand: 13,30 Euro
Kursverlauf vom 16.07.2008 bis 10.03.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)


Rückblick: Seit dem Tief vom 27.10.2008 bei 10,52 Euro
befindet sich die Aktie von Lanxess in einer Tradingrange.
Diese erstreckt sich zwischen 14,99 Euro und 10,52 Euro.
Am 24.02.2009 fiel die Aktie fast auf die untere Begrenzung
dieser Seitwärtsbewegung zurück. Diese Unterstützung
konnte in den letzten Tagen trotz eines schwachen
Gesamtmarktes verteidigt werden.
Im heutigen Handel kommt es zu starken Käufen, die Aktie
zieht um über 10% an und gehört zu den stärksten Werten
im MDAX. Damit befindet sich der Wert auf dem Weg zur
oberen Begrenzung der Seitwärtsbewegung. Sie sollte also
in den nächsten Tagen bis ca. 14,99 Euro ansteigen. Auf
diesem Niveau dürfte es aber wieder zu einem Angebotsüberhang
kommen. Die Aktie sollte also bei 14,99 Euro
abprallen und wieder etwas unter Druck geraten.

Charttechnischer Ausblick: Kommt es aber zu einem
signifikanten Ausbruch über 14,99 Euro, dann hätte die Aktie
einen Mehrfachboden vollendet. Damit käme es zu einem
größeren Kaufsignal. Das rechnerische Ziel läge bei 21,36
Euro, also innerhalb der Widerstandszone zwischen 20,77
und 22,28 Euro.


erfolgreiches-trading
INTENSIV COACHING
TIPPS & TRICKS FÜR ERFOLGREICHES TRADING
Fünftägiges Intensiv-Seminar
Nirgendwo lernt man schneller und besser als in der
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Spanien stattfindet (In Deutschland nicht steuerbar nach § 3a
Abs.2 Nr. 3a USTG.)
C Die Kosten für die Schulung können bei Vorliegen der
individuellen Voraussetzungen steuerlich abzugsfähige
Werbungskosten i. S. des §9 EStG oder Betriebsausgaben
i. S. des §4 Abs.4 EStG darstellen.
Die Inhalte – ein kurzer Überblick:
C Regeln des Daytradings
C Entwicklung von Disziplin
C Optimale Positionsgrößen
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20 I Szenemonitor I TradersJournal Mehr Wissen
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Szenemonitor
GolDmAN SAchS mIT NEuEN DAX®-mINI-FuTurES:
hEBEl VoN 30X Im VorBÖrSlIchEN hANDEl
Seit 2. März 2009 wurde für aktive Trader und Vermögensverwalter
der Handel auf den DAX® leichter. Goldman Sachs bietet jeden Morgen
um acht Uhr einen Mini-Future-Long und einen Mini-Future-
Short auf den DAX® an, Hebel Festlegungszeitpunkt bei 30!. Damit
entfällt die morgendliche Suche nach geeignete Tradingprodukten
mit hohem Hebel. Die Funktionsweise der am Morgen emittierten
Mini-Futures mit einem Hebel von 30x unterscheidet sich nicht von
den bisher am Markt erhältlichen Mini-Futures. Diese Produkte vollziehen
die absolute Bewegung im Basiswert eins zu eins nach.
Um den gewünschten Hebel von 30x zu erzielen, ermittelt Goldman
Sachs täglich zur Markteröffnung des X-DAX® um 8.00 Uhr den
Basispreis (Finanzierungslevel), der einen Hebel von 30x ergibt. Die
Produkte sind unmittelbar danach handelbar. Die jeweilige Stop20
I Szenemonitor I TradersJournal Mehr Wissen
So schützen Sie Ihr Geld!
Was jetzt zu tun ist
Historische Tiefststände bei Dax und Dow Jones – an der Börse
regiert die Unsicherheit. Allerdings sollten Sie sich aus Angst vor
einer falschen Entscheidung nicht dazu verleiten lassen, gar nichts
zu tun. Denn die Krise auszusitzen ist sicher nicht die richtige Entscheidung.
Aber was ist richtig???
Als Orientierungshilfe veranstalten Börse Online und der Finanz-
Buch Verlag gemeinsam eine Reihe von Abendseminaren, die Anlegern
Hintergrundinformationen zur aktuellen Situation an den
Märkten und greifbare Ratschläge zur Vermögenssicherung gibt.
Vier Spezialisten ihres Faches zeigen Ihnen, was Sie jetzt tun können,
um Ihr Geld zu schützen und dabei die Rendite nicht zu ver-
Szenemonitor
GolDmAN SAchS mIT NEuEN DAX®-mINI-FuTurES:
hEBEl VoN 30X Im VorBÖrSlIchEN hANDEl
Seit 2. März 2009 wurde für aktive Trader und Vermögensverwalter
der Handel auf den DAX® leichter. Goldman Sachs bietet jeden Morgen
um acht Uhr einen Mini-Future-Long und einen Mini-Future-
Short auf den DAX® an, Hebel Festlegungszeitpunkt bei 30!. Damit
entfällt die morgendliche Suche nach geeignete Tradingprodukten
mit hohem Hebel. Die Funktionsweise der am Morgen emittierten
Mini-Futures mit einem Hebel von 30x unterscheidet sich nicht von
den bisher am Markt erhältlichen Mini-Futures. Diese Produkte vollziehen
die absolute Bewegung im Basiswert eins zu eins nach.
Um den gewünschten Hebel von 30x zu erzielen, ermittelt Goldman
Sachs täglich zur Markteröffnung des X-DAX® um 8.00 Uhr den
Basispreis (Finanzierungslevel), der einen Hebel von 30x ergibt. Die
Produkte sind unmittelbar danach handelbar. Die jeweilige Stopnachlässigen.
Und nach den Vorträgen haben Sie die Möglichkeit,
Ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen.

hier können Sie dabei sein:
25.03.2009 – münchen
26.03.2009 – Stuttgart
01.04.2009 – hamburg
02.04.2009 – Düsseldorf

ACHTUNG: Für Kunden der DAB bank AG, von J.P. Morgan, des FinanzBuch
Verlages und für Börse Online-Abonnenten ist der Eintritt
kostenlos! Für alle weiteren Teilnehmer beträgt der Eintritt 25 €.

TJ meint:
Jetzt nur nicht die hände in den Schoß legen! Auch in krisenbehafteten
zeiten wie diesen sollten Sie sich aktiv um
Ihr Geld kümmern. Diese Veranstaltungsreihe gibt Ihnen
greifbare Ratschläge zur Vermögenssicherung und hilft Ihnen,
sich zu orientieren. Mehr Informationen finden Sie unter

boerse-online/kapitalschutz

Loss-Schwelle (Knock-out-Level) liegt zwei Prozent vom Basispreis
entfernt. Die Berechnung der Mini-Futures lässt sich an folgendem
Beispiel nachvollziehen: Angenommen, der XDAX ® eröffnet bei
genau 3900 Punkten.
Somit beträgt der Basispreis (Finanzierungslevel) des Long Mini-
Futures 3770 Punkte (0,9667 multipliziert mit 3900). Dagegen liegt
der Basispreis des Short Mini-Futures bei 4030 Punkten (1,0333
multipliziert mit 3900). Der Knock-out-Level liegt zwei Prozent
über bzw. unter dem Basispreis. Folglich liegt dann der Knockout
beim Long-Produkt bei 3850 Punkten (3770 multipliziert mit
1,02; aufgerundet auf volle 10 Punkte) und beim Short-Produkt bei
3940 Punkten (4030 multipliziert mit 0,98; abgerundet auf volle 10
Punkte). Für den Basiswert, also den X-DAX®, bedeutet das, dass bei
dem Long-Produkt der Basiswert im Vergleich zum Eröffnungskurs
maximal 1,4 Prozent fallen darf – und bei dem Short-Produkt nicht
mehr als 1,26 Prozent steigen darf – bevor der Mini ausknockt.
Goldman Sachs wird im Voraus die ISINs und Wertpapierkennnummern
veröffentlichen. Für den Monat März sind sämtliche
Nummern bereits vergeben. Zudem hilft eine leichte und logische
Abfolge der ISINs und WKNs, sich zu orientieren: Die WKNs der
Long-Produkte des ersten Woche lauten: GS8Y01, GS8Y02, GS8Y03,
GS8Y04, GS8Y05.


21 I Szenemonitor I TradersJournal Mehr Wissen
Szenemonitor
Die Short-Produkte werden GS9Y01,
GS9Y02, GS9Y03, GS9Y04, GS9Y05 heißen.
Diese Systematik wird kontinuierlich fortgeführt.
Die Anleger sparen sich somit die
Suche nach WKNs und können sich ganz
21 I Szenemonitor I TradersJournal Mehr Wissen
Szenemonitor
Die Short-Produkte werden GS9Y01,
GS9Y02, GS9Y03, GS9Y04, GS9Y05 heißen.
Diese Systematik wird kontinuierlich fortgeführt.
Die Anleger sparen sich somit die
Suche nach WKNs und können sich ganz
auf die Umsetzung ihrer Markterwartung
konzentrieren. Weitere Infos unter
goldman-sachs
MITMAChEN BEIM BÖRSENRENNEN!
Handeln Sie erfolgreich CFDs und erzielen
die beste Wertentwicklung, dann wartet auf
Sie der Hauptpreis -ein Audi S5 im Wert
von über 70.000 Euro. Preise im Gesamtwert
über 200.000 Euro
Sie können jederzeit in den Wettbewerb
einsteigen, denn sechs Wochen lang gibt es
zusätzlich attraktive Gewinne für die beste
Wochenperformance. Insgesamt winken
Geld- und Sachpreise von über 200.000
Euro.Was Sie tun müssen?Sie eröffnen ein
Konto bei CMC Markets, zahlen 300 Euro ein
und sichern sich damit nicht nur die Chance
auf den Hauptpreis. Diese 300 Euro sind
keine Teilnahmegebühr, sondern gehören
Ihnen wie auch jeder Gewinn, den sie daraus
erzielen. Ihr maximales Risiko beläuft
sich pro Börsenrennen-Konto somit auf 300
Euro. 300 Euro? Zu wenig, denken Sie? Nein!
Mit 300 Euro können Sie bis zu 30.000 Euro
am Markt bewegen. Durch diesen Hebel
können Sie Ihre Renditechancen erheblich
erhöhen. Und da wir ohnehin nur bei Aktien
Kommissionen berechnen, aber auch
dort keine Mindestgebühr erheben, spielt
es auch keine Rolle, ob nur zehn oder 100
Aktien erworben werden. Bei den Indizes
haben wir für das Börsenrennen außerdem
"Mini-Indizes" eingeführt.Jeder Teilnehmer
kann zur gleichen Zeit immer nur
ein Börsenrennen-Konto führen. So wird
verhindert, dass ein Spieler wie bei viele
Nach obenprofil pn
Gast 

27.04.2009, 10:14


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