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Rohstoff Report Ausgabe 18Neues Thema eröffnenNeue Antwort erstellenDas Thema einem Freund empfehlenDas Thema druckenRohstoff Report Ausgabe 01/2009
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Anmeldedatum: 31.12.2008
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03.01.2009, 09:56


RohstoffReport
5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 Ein Service der BörseGo AG
Leitthema
Ist der Kohlebom vorbei? Seite 02
Aktueller Rohstoff-Kommentar Seite 05
Video
Professioneller CFD Handel und Money Management Seite 10
Performance Tabelle Seite 10
Charts der LME Seite 11
Investieren in Rohstoffe Seite 12
Interessante Rohstoffmixtur mit Garantie
Wasser-Investment mit Kapital- und Währungsschutz
Basismetalle Seite 14
Soft-Commodities Seite 15
Energie & Indizes Seite 16
Chartcheck Seite 17
Termine & Impressum Seite 19
Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
betrachten wir die aktuelle Krise, in der wir uns
auch nach dem Kursfeuerwerk in der neuen
Woche noch immer befinden, so fallen viele
Parallelen mit vergangenen Krisen auf. Ähnlichkei-
ten gibt es mit der Großen Depression der 30er
Jahre des letzten Jahrhunderts, oder mit den
Anfängen des Abschwungs der japanischen Volks-
wirtschaft. Was diese Krise aber von allen anderen
unterscheidet, ist die unglaubliche Geschwin-
digkeit, mit der sie Raum greift. Die Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe
hatten sich quasi über Nacht verdoppelt. Gerade die Banken, die auf die
Zahlungsfähigkeit ihrer Geschäftspartner angewiesen sind, halten ihr Geld
zurück und vertrauen sich nicht mehr. Daher war es so wichtig, dass weltweit
Bürgschaften seitens der Regierungen ausgesprochen wurden und es war
auch wichtig, dass die Zentralbanken quasi ohne Zeitverzögerung als
Feuerwehr agierten. Es gilt nun, das Finanz- und Bankensystem am laufen zu
halten und eine weitere, sprunghafte Verschlechterung der Lage zu verhin-
dern. Denn wenn erst einmal Kredite für lange Zeit ausbleiben, belastet dies
auch die Realwirtschaft und schließlich auch alle Bürger über eine Eintrübung
am Arbeitsmarkt. Auch wenn Jim Rogers darüber schimpft, dass nun der nor-
male Bürger ein paar 29jährige in Maseratis retten sollen, geht das doch am
Problem vorbei. Wir retten nicht diejenigen, die diese Misere angerichtet
haben, sondern wir retten uns selbst. Diejenigen schuldigen müssen und wer-
den zur Verantwortung gezogen werden. In den USA hat sich die Krise schon
heute zu einem der größten Justizfälle in der Geschichte verwandelt. Die
Bundespolizei FBI ermittelt inzwischen gegen 26 große Finanzkonzerne und
1400 kleinere Firmen und Privatpersonen wegen möglichen Betrugs. Wir dür-
fen gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten an Ergebnissen dieser
Ermittlungen erwartet.
Ihr Jochen Stanzl
Chefredakteur Rohstoff-Report.de
RohstoffReport
5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 Ein Service der BörseGo AG
Leitthema
Ist der Kohlebom vorbei? Seite 02
Aktueller Rohstoff-Kommentar Seite 05
Video
Professioneller CFD Handel und Money Management Seite 10
Performance Tabelle Seite 10
Charts der LME Seite 11
Investieren in Rohstoffe Seite 12
Interessante Rohstoffmixtur mit Garantie
Wasser-Investment mit Kapital- und Währungsschutz
Basismetalle Seite 14
Soft-Commodities Seite 15
Energie & Indizes Seite 16
Chartcheck Seite 17
Termine & Impressum Seite 19
Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
betrachten wir die aktuelle Krise, in der wir uns
auch nach dem Kursfeuerwerk in der neuen
Woche noch immer befinden, so fallen viele
Parallelen mit vergangenen Krisen auf. Ähnlichkei-
ten gibt es mit der Großen Depression der 30er
Jahre des letzten Jahrhunderts, oder mit den
Anfängen des Abschwungs der japanischen Volks-
wirtschaft. Was diese Krise aber von allen anderen
unterscheidet, ist die unglaubliche Geschwin-
digkeit, mit der sie Raum greift. Die Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe
hatten sich quasi über Nacht verdoppelt. Gerade die Banken, die auf die
Zahlungsfähigkeit ihrer Geschäftspartner angewiesen sind, halten ihr Geld
zurück und vertrauen sich nicht mehr. Daher war es so wichtig, dass weltweit
Bürgschaften seitens der Regierungen ausgesprochen wurden und es war
auch wichtig, dass die Zentralbanken quasi ohne Zeitverzögerung als
Feuerwehr agierten. Es gilt nun, das Finanz- und Bankensystem am laufen zu
halten und eine weitere, sprunghafte Verschlechterung der Lage zu verhin-
dern. Denn wenn erst einmal Kredite für lange Zeit ausbleiben, belastet dies
auch die Realwirtschaft und schließlich auch alle Bürger über eine Eintrübung
am Arbeitsmarkt. Auch wenn Jim Rogers darüber schimpft, dass nun der nor-
male Bürger ein paar 29jährige in Maseratis retten sollen, geht das doch am
Problem vorbei. Wir retten nicht diejenigen, die diese Misere angerichtet
haben, sondern wir retten uns selbst. Diejenigen schuldigen müssen und wer-
den zur Verantwortung gezogen werden. In den USA hat sich die Krise schon
heute zu einem der größten Justizfälle in der Geschichte verwandelt. Die
Bundespolizei FBI ermittelt inzwischen gegen 26 große Finanzkonzerne und
1400 kleinere Firmen und Privatpersonen wegen möglichen Betrugs. Wir dür-
fen gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten an Ergebnissen dieser
Ermittlungen erwartet.
Ihr Jochen Stanzl
Chefredakteur Rohstoff-Report.de

Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 2 Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 2
Ist der Kohleboom vorbei?

Es ist ja kaum zu glauben, aber die Kohlepreise sinken. Bis zur Mitte des Jahres hatte man sich auf ein langfristiges Angebotsdefizit eingerichtet.
Die Preise verdoppelten sich im Jahr 2003 von 30 auf 60 Dollar pro Tonne, und verdoppelten sich dann erneut zwischen September 2007
und Juli 2008 von 90 auf 200 Dollar pro Tonne.

Der Grund für diese kräftige Bewegung liegt in den Fundamentaldaten
des Kohlemarktes begründet. Kohle ist das primäre Substitut zum
Erdöl, die Nachfrage wuchs zwischen den Jahren 2006 und 2007 weltweit
um 4,5 Prozent. Auf der Angebotsseite stehen Engpässe bei der
Transportinfrastruktur sowie Naturkatastrophen und Stromausfälle, die
ganze Bewegwerke lahm legten. Heute sind die Preise wieder auf
unter 150 Dollar pro Tonne gefallen. Inzwischen ist auch viel passiert.
Denn an Kohlereserven fehlt es ja nicht. Nur müssen sie, wenn möglich
ohne Streiks und Unfälle, gehoben und dann auch transportiert
werden. Kohle ist ein sperriges Gut, das sich mit höherwertigen
Metallen die Transportwege, Schiffe und Häfen teilt. Große Fortschritte
wurden hier insbesondere in Südafrika erzielt. Die immer wieder ausbrechenden,
heftigen Streiks der Minenarbeiter scheinen der
Vergangenheit anzugehören, Management und Organisation haben
deutlich an Effizienz gewonnen, und die veralteten Transportwege
wurden renoviert. Hinzu kommt das neue Angebot aus Kolumbien,
Australien und Indonesien. Mittel- und langfristig wird Kohle wieder
knapp werden. Sie brauchen sich nur vorzustellen, dass die großen
Wachstumsregionen entweder über keine oder zumindest unzureichende
Kohlereserven verfügen. Da ist z. B. China, dessen Kohleproduktion
schon seit Jahren nicht mehr ausreicht, um den Eigenbedarf
zu decken. Noch wichtiger erscheint uns, dass sie sogar weiter
sinken wird, weil die chinesische Regierung einfach nicht mehr hinnehmen
kann, dass die chinesischen „Kumpel“ unter inhumanen
Bedingungen arbeiten und in unvorstellbar großer Anzahl bei Minenunglücken
ihr Leben lassen. Ähnliches gilt für die Nachfolgestaaten der
Sowjetunion. Minen gibt es genug, sie müssten aber alle geschlossen
werden, wenn auch nur ein Minimum an Sicherheit gewährt werden
soll. Indien und Brasilien verfügen über nahezu keine Kohlevorkommen.
Gerade in diesen beiden Ländern wird aber der Kohle


verbrauch kräftig steigen. Niemand sollte erwarten, dass eine industrielle
Revolution, wie sie in all diesen großen Nationen stattfindet,
ohne Rückschläge bei den Rohstoffen abläuft. Kohle und Stahl sind
aber Wachstumsmärkte eines ganzen Jahrhunderts.

Die Nachfrage

Die hohen Wachstumsraten bei der Kohlenachfrage, wir sie in den
letzten Jahren vorlagen, sind mittlerweile zurückgegangen. Kalte Winter
und heiße Sommer strapazieren zunehmend die Märkte, weil mit dem
zunehmenden Wohlstand eben auch mehr gekühlt oder geheizt wird.
Die Auslastungsraten bei der Stromerzeugung steigen entsprechend.
Auch wenn die Umweltverschmutzung unerträgliche Ausmaße
annimmt, werden die Investitionen in neue Energiequellen immer
wieder durch den zusätzlichen Energiebedarf überrollt. Proteste helfen
da wenig. Sie werden auch nur halbherzig vorgetragen, weil ein „Hard-
Landing“ der chinesischen Wirtschaft und die Stagnation des
Wohlstandswachstums erhebliche Gefahren für die Weltwirtschaft mit
sich brächten. Indirekt ist zumindest deshalb eine Entlastung der
Umwelt möglich, weil das reichlicher gewordene Angebot zu einem
Qualitätswettbewerb führen kann. Niedrige Kohlequalitäten mit höherem
Verschmutzungsgrad könnten durch höhere ersetzt werden, die
bei gleicher Menge deutlich bessere Heizwerte erzielen. Je niedriger
also die Qualität, desto größer könnte Preisverfall sein. In einigen
Regionen soll bereits Stroh zur Energieerzeugung verfeuert werden. Es
besteht also akuter Handlungsbedarf, und bisher hat China bei lebensnotwendigen
Rohstoffen immer nachgegeben. Deutliche Preissteigerungen
könnten aber gerade wegen der Kreditkrise erst Zukunftsmusik
sein. Bei Kokskohle gilt dasselbe. Wegen des enormen
Wachstums der Stahlindustrie stieg im Gleichschritt der Verbrauch. Aber


Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 3 Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 3
möglicherweise kommt es hier zu einem Nachfrageknick. Die chinesische
Regierung verstärkt ihren Druck auf die unzähligen kleinen
Stahlunternehmen, die mit ihren veralteten Anlagen unrentabel geworden
sind. Es könnte zu zahlreichen Schließungen kommen. Dagegen
tritt Indien mehr und mehr als gewichtiger Nachfrager auf. Das Defizit
an Heizkohle scheint rasant zu wachsen. Außerdem hat man gerade
begonnen, die Infrastruktur des Landes massiv auszubauen. Deshalb
braucht das Land große Mengen Kokskohle, die zu 100% eingeführt
werden müssen. Ähnliches gilt für Brasilien. Wegen der Nähe zum
Eisenerz, der niedrigen Lohnkosten und der exzellenten Standorte am
Meer mit eigenem Zugang zu den Häfen siedeln sich hier mehr und
mehr große Stahlunternehmen an. Auch Brasilien hat nahezu keine
Kohlevorkommen. In den Industriestaaten stieg die Nachfrage, insbesondere
in den USA und Japan, die wegen der hohen Gas- und
Erdölpreise vermehrt auf die Verfeuerung von Kohle zur Energiegewinnung
übergingen. Auch in Europa hätte man gewünscht, mehr
Kohle zur Energiegewinnung einzusetzen. Dies ist allein an der sehr
begrenzten Kapazität der europäischen Häfen gescheitert. Es scheint
also nicht die Nachfrage, sondern das Angebot zu sein, das auf die
Preise drückt.

Das Angebot

Die Exploration hat in allen Förderländern große Fortschritte gemacht.
Dagegen geht das Wachstum der Kohleproduktion in China deutlich
zurück. Inzwischen wurden tatsächlich mehr als 4000 kleine
Kohleminen geschlossen, die unter katastrophalen Bedingungen ihre
Bergarbeiter ausbeuteten. Weitere sollen folgen. Mehr als die Hälfte
der zusätzlichen Weltproduktion wird allein China abnehmen. Hinzu

kommt Indien mit mindestens 30 Mio. Tonnen. Die USA waren bisher
Nettoimporteur und werden deshalb einen Großteil ihrer wachsenden
Eigenproduktion selbst brauchen. Der Weltüberschuss könnte also
schnell wieder abnehmen. Viel hängt natürlich vom Ölpreis ab. Sollte
er wieder auf 50 fallen, könnte eine erneute Substitution von Kohle
durch Öl und Gas eintreten. Hinzu kommt, dass auch die chinesische
Wirtschaft weniger stark wächst. Insgesamt kann deshalb wohl davon
ausgegangen werden, dass es in den letzten Monaten dieses Jahres
zu einem Überschuss des Weltangebots kommt, das aber vermutlich
bald wieder durch die zusätzliche Nachfrage aufgesogen wird.
Engpass bleibt weiterhin die Kapazität der Häfen. Sie ist völlig unberechenbar,
denn sollte die Nachfrage nach anderen, werthaltigen Gütern
steigen, so würde die für Kohle vorgesehene Kapazität sinken. Hinzu
kommt, dass durch die verschlechterte Verfügbarkeit von Frachtkrediten
im Zuge der weltweiten Bankenkrise schon erste Frachtschiffe
in den Häfen still stehen. Redereien wollen das Risiko der Zahlungsübernahme
am Landehafen nicht tragen und lassen die Schiffe stehen,
während die Banken, die sich nicht mehr trauen, keine Kredite
geben wollen. Dabei handelt es sich aber hoffentlich um ein nur kurzfristiges
Problem. Dagegen scheint es inzwischen ausreichende
Schiffskapazitäten zu geben, die vor allem wegen der ungewöhnlich
hohen Eisenerztransporte aufgebaut wurden. Insofern konkurriert
Kohle mit Eisenerz, ist aber auch mit ihm verbunden, weil die Nachfrage
von Eisenerz und Kokskohle miteinander steigt bzw. sinkt. Zurzeit
wird mit weiter fallenden Frachtraten gerechnet, die einen zusätzlichen
Spielraum bei den Preisverhandlungen für Eisenerz und Kohle erlauben.
Es ist also keineswegs sicher, ob nicht letztlich doch Preiserhöhungen
durchgesetzt werden können. Wir sind davon überzeugt, dass
Kohle mittel- und langfristig knapp bleiben wird.

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HERBERT WÜSTEFELD
Leiter der Zertifikate-Akademie und Mitglied
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RohstoffReport
Aktueller Rohstoff-Kommentar
5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 5 RohstoffReport
Aktueller Rohstoff-Kommentar
5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 5
von Jochen Stanzl


Energie

Ölpreis fällt auf 10-Monatstief

Der Ölpreis purzelte in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand
seit zehn Monaten. Die Korrektur seit dem Hoch am 15. Juli bei 147,27
US-Dollar/Barrel weitete sich dadurch auf 61,22 US-Dollar/Barrel oder
42 Prozent aus.

Belastungsfaktoren

Belastungsfaktor Nummer Eins war der größer als erwartet Anstieg der
Öllagerbestände in der letzten Woche. Die Rohölbestände wuchsen
um 8,12 Millionen Barrels, was deutlich über der Erwartung von 2,5
Millionen Barrels lag. Die Benzinbestände legten um 7,17 Millionen
Barrels zu, was ebenfalls über den Erwartungen von 1,5 Millionen
Barrels lag. Der Anstieg des US-Dollars auf den höchsten Stand seit
über 13 Monaten ließ außerdem die Nachfrage nach Öl als
Inflationsabsicherung absinken. Goldman Sachs sind der Meinung,
dass die Ölnachfrage durch Raffinerien in den nächsten Monaten sinken
wird, da diese im Zuge der Verknappung von Krediten weniger
Anreiz haben, höhere Lagerbestände zu halten. Außerdem erwarten
sie fallende Ölpreise, sodass hohe Lagerbestände tendenziell verlustträchtig
sind. Der Ölpreis könnte bis auf 75 US-Dollar/Barrel fallen,
wenn es zu einer weltweiten Rezession kommen würde. Technische
Analysten von Godmode-Trader.de rechnen im Falle einer
Korrekturausdehnung sogar mit einem Ölpreis, der kurzfristig bis auf 50
US-Dollar/Barrel fallen kann.

Die internationale Energieagentur IEA hat ihre Prognose zur durchschnittlichen
weltweiten Ölnachfrage in 2008 um 240.000 Barrel auf
86,5 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Die Prognose zur Nachfrage in

2009 wird um 440.000 Barrel auf 87,2 Millionen Barrel pro Tag nach
unten angepasst.

Stützende Faktoren

Auf der Seite der stützenden Faktoren ist derzeit vor allem der so
genannte „Crack Spread“ zu nennen. Dieser beschreibt die
Gewinnmarge, mit der Raffinerien bei der Verarbeitung von Rohöl zu
Mineralölprodukten rechnen können. Diese Marge ist zuletzt negativ
geworden, sodass sich die Produktion großer Mengen nicht mehr
lohnt. Dies könnte dazu führen, dass in den nächsten Ölmarktberichten
tendenziell Rückgänge der Lagerbestände gemeldet werden. Für
den 18. November hat das Ölkartell OPEC außerdem eine Notfallsitzung
einberufen, um über den schnellen Ölpreisrückgang zu beraten.
Mehrere Mitglieder innerhalb der OPEC haben sich in den letzten
Wochen besorgt um die volatile Entwicklung der Ölpreise geäußert.

Russische Oligarchen verlieren
Milliardensummen

Russische Oligarchen verlieren in diesen Tagen Milliardensummen.
Aluminiummagnat Oleg Deripaska und Fußballclubbesitzer Roman
Abramovich haben mehr als 230 Milliarden US-Dollar in fünf Monaten
verloren, als die schwereste Finanzkrise seit 1998 in Russland um sich
griff. Das Gesamtvermögen der 25 reichsten Russen fiel zwischen dem

19. Mai und dem 6. Oktober um 62%. Der Moskauer Micex-
Aktienindex verlor seither um 61% an Wert. Die Kreditkrise, der Krieg
mit Georgien und fallende Rohstoffpreise haben dazu geführt, dass
ausländische Investoren seit Anfang August 74 Milliarden US-Dollar aus
Russland abzogen.

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*Stand: 10.10.2008. Rechtsverbindlich und maßgeblich sind allein die Angaben des bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinterlegten und veröffentlichten Basisprospekts einschließlich eventueller
Nachträge samt endgültiger Bedingungen gemäß dem Wertpapierprospektgesetz. Die rechtlichen Dokumente werden bei der Société Générale S.A., Zweigniederlassung, Neue Mainzer Straße 46-50,
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RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 7 RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 7
Soft-Commodities

Sojabohnen: Rekordernte in Brasilien erwartet

Die von dem Deleveraging-Prozess und dem daraus resultierenden
deflationären Umfeld ausgelösten Spannungen haben den
Sojabohnenpreis in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit
September 2007 fallen lassen. Daneben gab es auch fundamentale
Ereignisse, die den Preis belasteten. Seit dem Hoch am 3. Juli bei 16,49
US-Dollar/Scheffel sank der Sojabohnenpreis um 44,66 Prozent. Das
für die Biodieselherstellung verwendete Sojabohnenöl verlor vom
Hoch am 4. März bei 7,12 cents pro Pound um 47,66 Prozent auf zuletzt
3,73 cents pro Pound. Die Sojaernte Brasiliens, dem zweitgrößten
Produzentenland der Erde nach den USA, wird den neusten Prognosen
zufolge in 2009 auf 60,1 – 61,3 Millionen Tonnen wachsen. Das ist der
höchste Stand jemals. Gleichzeitig wird auch in den USA mehr geerntet
werden, als bislang erwartet. Das US-Landwirtschaftsministerium
erhöhte außerdem seine Ernteschätzungen für die USA. Gegenüber
dem Vorjahr wird die US-Ernte nun um 13,5 Prozent zulegen. Zum 5.
Oktober waren allerdings nur 31 Prozent dieser Ernte in den USA eingebracht,
gegenüber 41 Prozent im fünfjährigen Schnitt. Die
Belastungsfaktoren für den Sojabohnenpreis überwiegen aber bei
weitem, sodass sich Verzögerungen bei der Ernte nicht auf den Preis
auswirken dürften.

Mais: Frostgefahr als Preisstütze?

Mais fiel in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand in zehn
Monaten. Als Belastungsfaktor stellte sich eine Neuberechnung der
US-Lagerbestände heraus. So hat das US-Landwirtschaftsministerium
seine Schätzungen für die Maisbestände zum 1. September auf 1,624
Milliarden Scheffel erhöht, das sind 3 Prozent mehr als bisher.
Außerdem wird die Futtermitttelnachfrage nach Mais um 14 Prozent in
diesem Jahr nachgeben. Dem gegenüber steht als stützender Faktor
die Erwartung über einen Rückgang der diesjährigen
Gesamtmaiserntemenge um 7,7 Prozent. Außerdem sind nur 73 Prozent
der Maisernte eingebracht, gegenüber 95 Prozent im letzten Jahr.
Die Gefahr, dass die noch auf dem Feld stehenden Früchte durch Frost
geschädigt oder zerstört werden, ist dadurch nun jederzeit gegeben.

Rindfleisch: Exportschlager der USA

Die Preise für Lebendrind fielen an der Warenterminbörse CME in den
USA in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten.
Amerikaner halten sich angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten
mit dem Kauf des teuren Rindfleisches zurück und bevorzugen
den Kauf von Schweinefleisch. Dabei hilft es nichts, dass die Rindfleischpreise
auch an den Ladentheken auf den niedrigsten Stand seit
fünf Monaten gefallen sind. Neben den schlechten Konjunktur-

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RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 8 RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 8
aussichten ist nun auch die Nachfrage aus saisonalen Gründen
schwächer, weil die Temperaturen fallen und die Grillsaison zu Ende
ist. Stützend wirkt sich die Nachricht auf die Preise aus, dass die
Rindfleischexporte der USA zwischen Januar und Juli um 37 Prozent
wuchsen, ein Trend, der das ganze Jahr wenn auch in abgeschwächter
Form anhalten soll. Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in
2008 mit einem Zuwachs der Exporttätigkeit bei Rindfleisch um 28
Prozent und +12 Prozent in 2009.

Edelmetalle

Gold: Abkopplung physischer vs.
derivativer Markt

Bei Gold ist eine merkliche Abkopplung zwischen dem physischen
„realen“ Markt und dem OTC-Terminmarkt zu beobachten. Der physische
Markt für Goldbarren und Münzen verknappt sich zusehends, da
die Flucht in einen sicheren Hafen die Nachfrage nach Gold erhöht.
Auf der anderen Seite ist der 200mal größere Terminmarkt für den
Goldhandel in der letzten Woche auf das niedrigste Niveau seit drei
Wochen eingebrochen, nachdem die technische Widerstandslinie bei
925 US-Dollar/Unze nicht überwunden werden konnte. Der
Preisverlust am Freitag ausgehend vom 2 1/4 Monatshoch bei 931,58
US-Dollar/Unze betrug über 105 US-Dollar/Unze. Zahlreiche
Marktteilnehmer stellen sich die Frage, wodurch diese Entkopplung zu
begründen ist.

„Es hat sich quasi ein eigener Markt aufgetan. Die Nachfrage nach
Gold in physischer Form ist so groß, dass die Händler mittlerweile
enorme Aufschläge verlangen können. Das ist legitim. Wo hohe
Nachfrage bei begrenztem Angebot ist, müssen die Preise steigen“, so
Harald Weygand, Head of Trading bei Godmode-Trader.de. „Im kurz- bis
mittelfristigen Zeitfenster sieht Gold derzeit noch immer nicht überzeugend
aus.“

Goldnachfrage fällt!

Und zu diesem Urteil muss man auch gelangen, wenn man sich die
Angebots- und Nachfragesituation des Goldes betrachtet. Wie das
World Gold Council herausfand, fiel die gesamte Goldnachfrage im
zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 736
Tonnen. Die Goldschmucknachfrage fiel im gleichen Vergleichszeitraum
um 24 Prozent, während die Industrienachfrage um 5 Prozent
nachließ. Das Goldangebot im zweiten Quartal wuchs hingegen
um 1 Prozent. Die Goldminenproduktion stagniert zwar seit dem Jahr
2000 und erreichte in 2007 ein Elfjahrestief bei 2,477 Tonnen. Die
positiven Trends bei der Goldbarren- und Goldschmucknachfrage kön


nen aber noch nicht die Rückgänge der restlichen Nachfragegruppen
ausgleichen, auch wenn die in Gold-ETFs weltweit gehaltene
Goldmenge zum 24. September auf einen neuen Rekord auf 1,039
Tonnen anstieg.

Eigenheiten des Papiergoldmarktes

Es gilt außerdem festzuhalten, dass die Käufer physischen Goldes ein
anderes Motiv verfolgen, als Spekulanten an den Terminbörsen.
Physische Goldkäufer möchten Werterhalt, Spekulanten an den
Terminbörsen Wertvermehrung.

Außerdem müssen Händler am 200mal größeren Papiergoldmarkt auf
einige Eigenheiten des Terminhandels achten, darunter auch der
Hebel. Dieser zwingt Terminhändler dazu, auf kurzfristige Marktveränderungen
genauestens zu achten. Somit wurde der Goldpreis
am Terminmarkt am Freitag verkauft und fiel um über 105 USDollar/
Unze, als sich die Aktienmärkte festigten. Außerdem spielen die
kurzfristigen Veränderungen des US-Dollars eine große Rolle. Wenn der
US-Dollar an Wert gewinnt, fällt der Goldpreis in der Tendenz zurück.
In der letzten Woche stieg der US-Dollar auf den höchsten Stand seit
13 1/2 Monaten. Daneben spielt auch das deflationäre Umfeld im
Zuge des Deleveraging-Prozesses in den USA eine Rolle beim
Orderfluss am terminierten Goldmarkt.

Basismetalle

Kupfer: Hoher Angebotsüberschuss erwartet

Der Kupferpreis hat seinen nun schon seit 13 Wochen andauernden
Abwärtstrend in der letzten Woche fortgesetzt und fiel auf das niedrigste
Niveau seit 2 ? Jahren zurück. An der Angst, dass die sich ausweitende
Finanzkrise die Kupfernachfrage belasten wird, änderte auch die letzte
Woche nichts, als die Aktienmärkte kräftige Kursrückgänge verzeichneten.
Kupfer wird vor allem in der Baubranche verwendet, in der im Falle einer
Konjunkturabkühlung eine Auftragsschwäche erwartet wird. Diese
Vermutung wurde untermauert von offiziellen Schätzungen des
Internationalen Kupferverbandes ICSG. Die Experten sehen ein Überangebot
von Kupfer im laufenden Jahr von 277,000 Tonnen, zuvor waren
sie noch von 109,000 Tonnen ausgegangen. Auch die Entwicklung der
Lagerbestände an der LME deutet darauf hin, dass es an Kupfer derzeit
nicht mangelt. Sie sprangen im dritten Quartal bislang um 62 Prozent auf
den höchsten Stand seit 1 1/2 Jahren an. Der ICSG hat in einer finalen
Berechnung analysiert, dass die weltweite Kupferproduktion in 2007 um
3,2 Prozent auf 15,465 Millionen Tonnen angewachsen ist, womit der
Kupfermarkt in 2007 in einem Angebotsdefizit von 40,000 Tonnen war,
nach einem Überschuss von 290,000 Tonnen in 2006.


RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 9 RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 9
Aluminium: Schmelzer fahren
Produktionsmengen zurück

Der Aluminiumpreis fiel in der letzten Woche um 0,1 Prozent und hielt
sich damit im Vergleich zu anderen Basismetallen relativ stabil. Der Preis
liegt trotzdem auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang des Jahres 2006.
Großvolumige Verkäufe von taktischen Investoren wie Hedgefonds oder
CTAs im Zuge des Deleveraging-Prozesses in der laufenden Kreditkrise
haben Aluminium belastet. Hinzu kommt die nachlassende Nachfrage
nach dem silbrigen Metall. Das Angebot an Aluminium ist aktuell so
hoch, dass die Schmelzer bereits damit beginnen, ihre Produktionskürzungen
zu senken. Alcoa, der größte Aluminiumschmelzer der Welt
und verantwortlich für 10 Prozent der Weltproduktion, gab in der letzten
Woche bekannt, seine Produktionsmengen kürzen zu wollen. Außerdem
seien alle neuen Investitionsprogramme auf Eis gelegt worden. Die
Unternehmensplaner sehen sich mit dramatisch fallenden Kosten für
den Absatz von Aluminiumprodukten einerseits und mit kräftig gestiegenen
Produktionskosten andererseits konfrontiert. So wie Alcoa wird es
zahlreichen weiteren Schmelzern gehen. Auch sie sind gezwungen, ihre
Fertigungsmengen zu senken. Nachdem die Aluminiumnachfrage nun

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seit fünf Jahren um durchschnittlich 7 Prozent pro Jahr gewachsen ist
und sich die Preise auch entsprechend positiv entwickelten, hat sich der
fundamentale Ausblick für das Metall in den letzten Wochen immer
mehr eingetrübt. Außerdem wurde der seit 2005 bestehende
Aufwärtstrend nun gebrochen, was auch aus technischer Sicht für weitere
Preisabgaben in den kommenden Wochen spricht.

Goldman senkt Prognosen für Kohle und
Eisenerz

Analysten von Goldman Sachs JBWere Pty haben ihre Preisprognosen für
Eisenerz und Kohle gesenkt, um auf die “Verschlechterung” des Ausblicks
für die Weltwirtschaft und auf die daraus resultierende Nachfragedelle
bei Rohstoffen zu reagieren. Im neuen Vertragsjahr, das am 1. April 2009
beginnen wird, rechnen die Analysten mit einem gleich bleibenden
Eisenerzpreis von 144,66 cents pro Tonne, am 17. September wurde
noch ein Anstieg der Preise um 18 Prozent erwartet. Die Preise für
Kokskohle und thermische Kohle würden in 2009 ebenfalls auf dem
diesjährigen Niveau bleiben, zuvor waren Anstiege um 10 beziehungsweise
20 Prozent erwartet worden.

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Video & Wochenperformance 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 10 Video & Wochenperformance 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 10
Rohstoffvideo
der Woche

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Von und mit Marko Strehk
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Zinn
Zinn Lagerbestände

Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 12 Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 12
Interessante Rohstoffmixtur


mit Garantie

Die Aktienmärkte fallen und fallen. Auch der Rohstoffsektor leidet stark
unter der Angst der Investoren vor einer deutlichen Abschwächung der
Weltkonjunktur. So mussten neben den Agrarrohstoffen insbesondere
die Basismetalle schon starke Kursrückgänge hinnehmen und notieren
bis auf das Kupfer bereits nahe ihrer tatsächlichen Produktionskosten.
Dagegen kann sich der US-Dollar aufgrund der starken
Kapitalrückführungen in den Dollarraum infolge des dringenden
Liquiditätsbedarfs immer weiter befestigen und notierte bereits auf
einem 13-Monatshoch unter der Marke von 1,36 bezogen auf den Euro.
Der einzige Rettungsanker scheint derzeit noch das Gold zu sein, dessen
physische Verfügbarkeit in Form von Münzen oder Barren allerdings
immer mehr zur Neige geht.

Wer sich von der aktuellen Ausverkaufsstimmung an allen Fronten nicht
anstecken lassen möchte und mittelfristig weiterhin auf den
Rohstoffmarkt setzt, bekommt mit dem Rohstoff Garant Cap Zertifikat der
HypoVereinsbank ein weiteres vollständig kapital- und währungsgeschütztes
Produkt geboten, dass sich diesmal auf einen gleichgewichteten
Basket bestehend aus den drei Segmenten Energie, Agrarrohstoffe
und Edelmetalle bezieht. Als Basiswerte fungieren dabei im einzelnen
der WTI Erdöl Future, die Feinunze Gold und der AIG Agriculture Excess
Return Sub-Index aus dem Hause Dow Jones. Das mit einer Laufzeit von
fünf Jahren ausgestattete Papier ermöglicht eine 1:1-Partizipation an der
Wertentwicklung des Rohstoffkorbes, wobei die maximale Performance

auf ein Niveau von 155 Prozent des Nennbetrages begrenzt ist, was
einer annualisierten Rendite von 9,16 Prozent entspricht. Sollte der
Basket bei Fälligkeit unter seinem Ausgangswert notieren, greift die 100prozentige
Kapitalgarantie.

Der Rohstoff-Report Tipp:
Das neue HVB-Zertifikat bietet eine interessante Mischung aus den
drei beliebtesten Rohstoffsektoren, die im Gegensatz zu manch anderem
Produkt hier eine gleiche Gewichtung erfahren. Das Papier eignet
sich insofern auch als eine Art Basisinvestment für sicherheitsorientierte
Anleger, das bei Bedarf auch noch gezielt durch ein entsprechendes
Exposure im Industriemetall-Bereich ergänzt werden könnte.
Das einzig störende Element ist dabei der Cap, der Kursgewinne auf
55 Prozent begrenzt.

Rohstoff Garant Cap Zertifikat
Emittent/WKN: HypoVereinsbank / HV5AFQ

Laufzeit: 22.10.2013

Preis: (in Zeichnung:

29.09.08-17.10.08) Ausgabepreis: 100 ¤ zzgl. 1,5 ¤ Agio
Autor: Armin Geier




Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 13 Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 13
Wasser-Investment mit
Kapital- und Währungsschutz

Welcher Bloomberg-TV-Zuseher kennt ihn nicht den Werbespot von „Brot
für die Welt“, in dem sehr eindringlich auf das Wasserproblem in vielen
Entwicklungsländern hingewiesen wird. Jener Rohstoff, über dessen
Verfügbarkeit und Qualität in unseren Breiten kaum jemand ernsthaft
nachdenkt, ist heute für über 1 Mrd. Menschen Mangelware und nur
unter Einschränkung zugänglich, kann doch nur etwa 1 Prozent der
gesamten Wassermenge unseres Planeten überhaupt als Trinkwasser
verwendet werden. Davon führt der Genuss für mehr als 400 Mio.
Menschen aufgrund der starken Verschmutzung jährlich zum Tod. 2025
werden bereits drei Mrd. Menschen unter Trinkwassernot leiden. Dabei
hat sich der Verbrauch in den vergangenen 100 Jahren versiebenfacht
und sich die Süßwassermenge allein seit 1970 um 40 Prozent verringert.
Das sind nur einige schockierende Zahlenbeispiele, die die Bedeutung
des nicht zu unrecht auch als „blaues Gold“ bezeichneten Nasses unterstreichen
und es nicht mehr ganz so unwahrscheinlich erscheinen lassen,
dass Kriege in der nächsten Zukunft genau darum geführt werden.

Das Potential dieses nicht direkt handelbaren Rohstoffs, ist natürlich auch
der Investmentbranche nicht verborgen geblieben und hat zur Emission
einer ganzen Reihe sogenannter Wasser-Zertifikate geführt, darunter
auch einiger kapitalgeschützter Produkte für den sicherheitsorientierten
Anleger. Wer beim Wasser auf Nummer sicher gehen möchte, findet
ganz aktuell auch bei HSBC Trinkaus & Burkhardt ein neues
Zeichnungsprodukt. Das bis zum 13.11.2013 laufende Papier bezieht sich
auf den HSBC Optimised Global Water Price Index, der die Bereiche entlang
der gesamten Wertschöpfungskette abdeckt, darunter die
Wasserversorgung, -aufbereitung und –infrastruktur, sowie damit verbundene
Segmente, die im Zusammenhang mit der Sammlung,

Speicherung, Klärung, Distribution, Dosierung, Entsalzung, Entsorgung
und Nutzung von Wasser stehen. Der Index enthält die Aktien der nach
Marktkapitalisierung größten 15 bis 20 Unternehmen dieses Sektors,
wobei jährlich eine Anpassung stattfindet. Von der Funktionsweise her
ermöglicht das zum Laufzeitende vollständig kapital- und währungsgesicherte
Produkt eine 100-prozentige Partizipation am Basiswert.
Allerdings wird hierbei auf eine vierteljährliche Durchschnittsbildung über
insgesamt 20 Feststellungstage zurückgegriffen, die zu einer Glättung
der Gesamt-Performance führt.

Der Rohstoff-Report Tipp:
Das neue Wasser-Zertifikat eignet sich speziell für mittelfristige
Investoren, die das Megathema ausgehend von dem aktuellen
Kursniveau mit einer 100-prozentigen Absicherung zur Fälligkeit spielen
möchten. Im Gegenzug muss allerdings die Durchschnittsbildung,
sowie die relativ lange Laufzeit in Kauf genommen werden.


Quanto Wasser Garantieanleihe
Emittent/WKN: HSBC Trinkaus & Burkhardt / TB1ZZW

Laufzeit: 13.11.2013

Preis: (in Zeichnung:
07.10.08-07.11.08) Ausgabepreis: 100 ¤ zzgl. 2 ¤ Agio


Autor: Armin Geier




Basismetalle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 14 Basismetalle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 14
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Energie & Indizes 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 16 Energie & Indizes 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 16
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S&P GSCI Total Return - Klicken, um Profichart zu laden
Trackbox Rohstoffe Trackbox Rohstoffe

Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 17 Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 17
CONERGY - Kurzfristig auf
Erholungskurs, Ziel bei ...

Conergy

WKN: 604002

ISIN: DE0006040025

Börse: Xetra
in Euro

Kursstand: 3,84 Euro

Kursverlauf vom 08.02.2008 bis 13.10.2008
(log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

Rückblick: Die Conergy - Aktie wurde vom schwachen Umfeld in den
letzten Wochen voll erfasst und stürzte weiter ab. Bereicht seit September
2007 steht die Aktie unter massivem Abgabedruck. Damals markierte sie
ein Allzeithoch bei 69,91 Euro. Letzten Mittwoch markierte sie ein Tief bei
2,93 Euro. Sie verlor also in etwas über einem Jahr knapp 96% ihres
Wertes.

Am Freitag fiel sie sogar noch 2,93 Euro zurück, rettete sich aber zum Ende
des Handels hin aufgrund eines bullischen Reversals deutlich über 2,93
Euro.

Bei 5,06 Euro liegt eine alte untere Pullbacklinie. Diese hatte die Aktie am
03.10.2008 durchbrochen, was noch einmal zu einer Beschleunigung des
Abverkaufs führte. Diese Trendlinie stellt eine wichtige Hürde dar.

Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen könnte sich die Conergy
-Aktie nochdeutlich erholen. Ein Anstieg in Richtung 5 Euro wäre denkbar,
ohne dass die übergeordnete Abwärtsbewegung auch nur ansatzweise
gefährdet werden würde.

Sollte der Wert per Tagesschlusskurs unter 2,93 Euro abverkauft werden, dann
wäre sofort ein weiterer Kursrutsch zu erwarten. Dieser könnte dann durchaus
noch einmal zu einer Kurshalbierung führen.

THYSSEN KRUPP -
Erholungen für neue
Verkäufe nutzen

Thyssen Krupp

WKN: 750000

ISIN: DE0007500001

Börse:
Xetra in Euro

Kursstand: 17,48 Euro

Kursverlauf vom 01.01.1999 bis 13.10.2008
(log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Nach dem Crashmonat September, in der die Aktie unter die
Unterstützung bei 29,98 Euro zurückfiel und hier eine obere
Umkehrformation in Form eines Doppelhochs vollendete, brach der
Aktienkurs bis auf 19,39 Euro ein und hat damit das Minimalziel der
Toppingformation quasi erreicht. Trotzdem ließen sich die Verkäufer auch
im bisher laufenden Oktober nicht davon abbringen, die Aktie weiter
abzugeben, womit sich die Abwärtsbewegung zunächst weiter fortsetzte.

Im Rahmen dieser Kapitalflucht erreichen die Kurse nun das
Unterstützungsniveau bei ca. 16,30 Euro, wo die Nackenlinie einer inversen
Schulter-Kopf-Schulter Formation zu finden ist. An diesem
Unterstützungsbereich kam es heute zu einer ersten Reaktion nach
oben. .

Charttechnischer Ausblick: Die Aktien von Thyssen Krupp haben
einen Kursbereich erreicht, in dem sich die Aktie zumindest temporär
etwas beruhigen könnte und eine Pullbackbewegung bis auf 22,39 Euro
möglich wäre.
Der Abwärtstrend ist damit jedoch noch lange nicht beendet und auch
von einem Boden wäre die Aktie mit einer solchen Gegenbewegung
noch weit entfernt. Vielmehr wären im Anschluss weitere Verkäufe bis
auf 12,64 Euro zu erwarten.

Conergy
Thyssen Krupp

Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 18 Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 18
NORILSK NICKEL - Das war
ein heftiger Crash

NORILSK NICKEL

WKN: 676683

ISIN: US46626D1081

Börse:
Frankfurt in Euro

Kursstand: 4,40 Euro

Kursverlauf vom 03.10.2008 bis 13.10.2008
(log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Im Oktober 2001 startete die Aktie von Norilsk Nickel zu
einer starken Aufwärtsbewegung. In die Aktie floß also über mehrere
Jahre massiv Kapital. Erst im November 2007 stoppte die langfristige
Aufwärtsbewegung nach einem Hoch bei 23,20 Euro.

Auf diesem Kursniveau setzten Gewinnmitnahmen ein. Zunächst schien
die Aktie in einer bullischen Flagge zu konsolidieren. Ende Juli 2008 fiel
der Wert auf einen wichtigen Unterstützungsbereich um 12,50 - bis
12,40 Euro zurück. Dort bzw. knapp darunter zeigte sich auch ein gewissen
Kaufinteresse. Eine Aufwärtsbewegung etablierte sich aber nicht.

Vielmehr fiel der Wert Ende August/Anfang September 2008 unter diese
Unterstützungszone zurück, was einen massiven Abverkauf auslöste. Auf
3,67 Euro wurde der Wert in der letzten Woche abverkauft. Besonders in
der letzten Woche kam es zu starken Verkäufen.

Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen und Wochen
könnte es zu einer Stabilisierung im Kursverlauf der Aktie kommen. Eine
Erholung bis ca. 7,30 Euro würde durchaus in diesen Rahmen passen.

Sollte es aber zu einem Wochenschlusskurs unter 3,31 Euro kommen,
dann wäre eine weitere Verkaufswelle bis ca. 1,05 Euro möglich.

Ölpreis US - Kurseinbruch
erreicht Unterstützung,
aber...

US Leichtöl (Light Sweet Crude Oil Future)

Kürzel: CL
Börse: NYMEX in USD


Kursstand: 77,70 $ pro Barrel

Kursverlauf vom 22.07.2005 bis 10.10.2008
(log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Woche)

Rückblick: Der Future auf Light Crude Oil markierte nach einer langfristigen,
seit Februar 2008 stark beschleunigten Rallyebewegung ein
Allzeithoch bei 147,27 $ am 11.07.2008. Dort startete eine heftige
Abwärtskorrektur, welche den Ölpreis deutlich bis an eine flache
Aufwärtstrendlinie abrutschen ließ.
Bei 91,36 $ startete Mitte September eine deutliche Kurserholung bis an
den Widerstandsbereich bei 110,00 - 112,00 $, wo der Ölpreis wieder
nach unten kippte. In den vergangenen Tagen zeigte sich der Future
wieder extrem schwach und rutschte weiter bis an die markante
Kreuzunterstützung bei 78,40 $ zurück, wo neben einer Horizontalunterstützung
auch der EMA200 verläuft. Das kurzfristige Chartbild ist
bärisch zu werten.

Charttechnischer Ausblick: Der Future auf Light Crude Oil bleibt anfällig
für fallende Notierungen, der mittelfristige Abwärtstrend beschleunigt
sich aktuell. Allerdings wäre kurzfristig ausgehend von der 78,40 $ eine
Kurserholung bis ca. 84,00 und darüber ggf. 91,36 - 93,00 $ möglich. Ein
größerer Kursanstieg wäre aber erst oberhalb von 95,00 $ zu erwarten.

Kippt der Ölpreis hingegen nachhaltig unter 77,00 $ zurück, wird eine
Fortsetzung der laufende Abwärtsbewegung bis 68,00 - 71,00 $ möglich.

NORILSK NICKEL
US Leichtöl

Terminausblick & Impressum 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 19
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
22:00 Uhr Crop Progress
17:00 Uhr Weather – Crop Summary
15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA
20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery
15:30 Uhr EIA Erdgasbericht
13:30 Uhr US Geflügelpreise
20:30 Uhr EIA Erdgasbericht
22:00 Uhr Crop Progress
22:00 Uhr Weather – Crop Summary
15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA
20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery
15:30 Uhr EIA Erdgasbericht
20:30 Uhr Commitment of Traders
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Terminausblick & Impressum 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 19
Montag
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22:00 Uhr Crop Progress
17:00 Uhr Weather – Crop Summary
15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA
20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery
15:30 Uhr EIA Erdgasbericht
13:30 Uhr US Geflügelpreise
20:30 Uhr EIA Erdgasbericht
22:00 Uhr Crop Progress
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15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA
20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery
15:30 Uhr EIA Erdgasbericht
20:30 Uhr Commitment of Traders
WOCHE 1WOCHE 2

Impressum, Urheberrechtshinweis & Disclaimer

Herausgeber:

BörseGo AG, Balanstraße 73, Haus 11 / 3.OG, 81541 München
Telefon: +49 89 767369-0, Fax: +49 89 767369-290,
E-Mail info@boerse-go.de, Internet _boerse-go.ag

Aktiengesellschaft mit Sitz in München - Registergericht: Amtsgericht München - Register-Nr:
HRB 169607 - Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß § 27a UStG: DE207240211

Chefredakteur: Jochen Stanzl (stanzl@boerse-go.de)

Redaktion:

Marko Strehk (strehk@boerse-go.de),
Thomas Gansneder (gansneder@boerse-go.de)
Armin Geier (geier@boerse-go.de)


Vorstand: Robert Abend, Thomas Waibel, Harald Weygand

Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen

Erscheinungsweise: 14-täglich
Nach obenprofil pn
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03.01.2009, 09:56


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[Rohstoffe]von infoman
021623.01.2009, 22:16
infoman
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RohstoffReport 6. Jahrgang | Ausgabe 03 | 03.02.2009 Ein Service der BörseGo AG ... ist das Schlimmste schon vorbei? RohstoffReport 6. Jahrgang | Ausgabe 03 | 03.02.2009 Ein Service der BörseGo AG ... ist das Schlimmste schon vorbei?...
[Rohstoffe]von infoman
022404.02.2009, 19:20
infoman
Rohstoff Report Update Ausgabe 20
Wochenkommentar von Jochen Stanzl RohstoffReport Update 5. Jahrgang | Ausgabe 20 vom 07. bis 14. Oktober 2008 Ein Service der BörseGo AG Wir verlosen 30 Ehrenkarten für das europäische Rohstoffforum 2008 mit Rohstoff-Legende Jim Rogers....
[Rohstoffe]von infoman
010831.12.2008, 16:31
infoman
Rohstoff Report Update 02/09
RohstoffReport Update 6. Jahrgang | Ausgabe 02 vom 20. bis 27. JanuarEin Service der BörseGo AG Wochenkommentar von Jochen Stanzl Monat Topthemen Februar 2009 Sonderpublikation Edelmetalle Gold & Silber März 2009 Rohstoffinvestments...
[Rohstoffe]von infoman
013004.02.2009, 19:16
infoman
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