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| Trainee Anmeldedatum: 31.12.2008 Beiträge: 43 Chats: 0 | RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 Ein Service der BörseGo AG Leitthema Ist der Kohlebom vorbei? Seite 02 Aktueller Rohstoff-Kommentar Seite 05 Video Professioneller CFD Handel und Money Management Seite 10 Performance Tabelle Seite 10 Charts der LME Seite 11 Investieren in Rohstoffe Seite 12 Interessante Rohstoffmixtur mit Garantie Wasser-Investment mit Kapital- und Währungsschutz Basismetalle Seite 14 Soft-Commodities Seite 15 Energie & Indizes Seite 16 Chartcheck Seite 17 Termine & Impressum Seite 19 Editorial Sehr geehrte Leserinnen und Leser, betrachten wir die aktuelle Krise, in der wir uns auch nach dem Kursfeuerwerk in der neuen Woche noch immer befinden, so fallen viele Parallelen mit vergangenen Krisen auf. Ähnlichkei- ten gibt es mit der Großen Depression der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, oder mit den Anfängen des Abschwungs der japanischen Volks- wirtschaft. Was diese Krise aber von allen anderen unterscheidet, ist die unglaubliche Geschwin- digkeit, mit der sie Raum greift. Die Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe hatten sich quasi über Nacht verdoppelt. Gerade die Banken, die auf die Zahlungsfähigkeit ihrer Geschäftspartner angewiesen sind, halten ihr Geld zurück und vertrauen sich nicht mehr. Daher war es so wichtig, dass weltweit Bürgschaften seitens der Regierungen ausgesprochen wurden und es war auch wichtig, dass die Zentralbanken quasi ohne Zeitverzögerung als Feuerwehr agierten. Es gilt nun, das Finanz- und Bankensystem am laufen zu halten und eine weitere, sprunghafte Verschlechterung der Lage zu verhin- dern. Denn wenn erst einmal Kredite für lange Zeit ausbleiben, belastet dies auch die Realwirtschaft und schließlich auch alle Bürger über eine Eintrübung am Arbeitsmarkt. Auch wenn Jim Rogers darüber schimpft, dass nun der nor- male Bürger ein paar 29jährige in Maseratis retten sollen, geht das doch am Problem vorbei. Wir retten nicht diejenigen, die diese Misere angerichtet haben, sondern wir retten uns selbst. Diejenigen schuldigen müssen und wer- den zur Verantwortung gezogen werden. In den USA hat sich die Krise schon heute zu einem der größten Justizfälle in der Geschichte verwandelt. Die Bundespolizei FBI ermittelt inzwischen gegen 26 große Finanzkonzerne und 1400 kleinere Firmen und Privatpersonen wegen möglichen Betrugs. Wir dür- fen gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten an Ergebnissen dieser Ermittlungen erwartet. Ihr Jochen Stanzl Chefredakteur Rohstoff-Report.de RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 Ein Service der BörseGo AG Leitthema Ist der Kohlebom vorbei? Seite 02 Aktueller Rohstoff-Kommentar Seite 05 Video Professioneller CFD Handel und Money Management Seite 10 Performance Tabelle Seite 10 Charts der LME Seite 11 Investieren in Rohstoffe Seite 12 Interessante Rohstoffmixtur mit Garantie Wasser-Investment mit Kapital- und Währungsschutz Basismetalle Seite 14 Soft-Commodities Seite 15 Energie & Indizes Seite 16 Chartcheck Seite 17 Termine & Impressum Seite 19 Editorial Sehr geehrte Leserinnen und Leser, betrachten wir die aktuelle Krise, in der wir uns auch nach dem Kursfeuerwerk in der neuen Woche noch immer befinden, so fallen viele Parallelen mit vergangenen Krisen auf. Ähnlichkei- ten gibt es mit der Großen Depression der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, oder mit den Anfängen des Abschwungs der japanischen Volks- wirtschaft. Was diese Krise aber von allen anderen unterscheidet, ist die unglaubliche Geschwin- digkeit, mit der sie Raum greift. Die Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe hatten sich quasi über Nacht verdoppelt. Gerade die Banken, die auf die Zahlungsfähigkeit ihrer Geschäftspartner angewiesen sind, halten ihr Geld zurück und vertrauen sich nicht mehr. Daher war es so wichtig, dass weltweit Bürgschaften seitens der Regierungen ausgesprochen wurden und es war auch wichtig, dass die Zentralbanken quasi ohne Zeitverzögerung als Feuerwehr agierten. Es gilt nun, das Finanz- und Bankensystem am laufen zu halten und eine weitere, sprunghafte Verschlechterung der Lage zu verhin- dern. Denn wenn erst einmal Kredite für lange Zeit ausbleiben, belastet dies auch die Realwirtschaft und schließlich auch alle Bürger über eine Eintrübung am Arbeitsmarkt. Auch wenn Jim Rogers darüber schimpft, dass nun der nor- male Bürger ein paar 29jährige in Maseratis retten sollen, geht das doch am Problem vorbei. Wir retten nicht diejenigen, die diese Misere angerichtet haben, sondern wir retten uns selbst. Diejenigen schuldigen müssen und wer- den zur Verantwortung gezogen werden. In den USA hat sich die Krise schon heute zu einem der größten Justizfälle in der Geschichte verwandelt. Die Bundespolizei FBI ermittelt inzwischen gegen 26 große Finanzkonzerne und 1400 kleinere Firmen und Privatpersonen wegen möglichen Betrugs. Wir dür- fen gespannt sein, was uns in den nächsten Monaten an Ergebnissen dieser Ermittlungen erwartet. Ihr Jochen Stanzl Chefredakteur Rohstoff-Report.de Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 2 Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 2 Ist der Kohleboom vorbei? Es ist ja kaum zu glauben, aber die Kohlepreise sinken. Bis zur Mitte des Jahres hatte man sich auf ein langfristiges Angebotsdefizit eingerichtet. Die Preise verdoppelten sich im Jahr 2003 von 30 auf 60 Dollar pro Tonne, und verdoppelten sich dann erneut zwischen September 2007 und Juli 2008 von 90 auf 200 Dollar pro Tonne. Der Grund für diese kräftige Bewegung liegt in den Fundamentaldaten des Kohlemarktes begründet. Kohle ist das primäre Substitut zum Erdöl, die Nachfrage wuchs zwischen den Jahren 2006 und 2007 weltweit um 4,5 Prozent. Auf der Angebotsseite stehen Engpässe bei der Transportinfrastruktur sowie Naturkatastrophen und Stromausfälle, die ganze Bewegwerke lahm legten. Heute sind die Preise wieder auf unter 150 Dollar pro Tonne gefallen. Inzwischen ist auch viel passiert. Denn an Kohlereserven fehlt es ja nicht. Nur müssen sie, wenn möglich ohne Streiks und Unfälle, gehoben und dann auch transportiert werden. Kohle ist ein sperriges Gut, das sich mit höherwertigen Metallen die Transportwege, Schiffe und Häfen teilt. Große Fortschritte wurden hier insbesondere in Südafrika erzielt. Die immer wieder ausbrechenden, heftigen Streiks der Minenarbeiter scheinen der Vergangenheit anzugehören, Management und Organisation haben deutlich an Effizienz gewonnen, und die veralteten Transportwege wurden renoviert. Hinzu kommt das neue Angebot aus Kolumbien, Australien und Indonesien. Mittel- und langfristig wird Kohle wieder knapp werden. Sie brauchen sich nur vorzustellen, dass die großen Wachstumsregionen entweder über keine oder zumindest unzureichende Kohlereserven verfügen. Da ist z. B. China, dessen Kohleproduktion schon seit Jahren nicht mehr ausreicht, um den Eigenbedarf zu decken. Noch wichtiger erscheint uns, dass sie sogar weiter sinken wird, weil die chinesische Regierung einfach nicht mehr hinnehmen kann, dass die chinesischen „Kumpel“ unter inhumanen Bedingungen arbeiten und in unvorstellbar großer Anzahl bei Minenunglücken ihr Leben lassen. Ähnliches gilt für die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Minen gibt es genug, sie müssten aber alle geschlossen werden, wenn auch nur ein Minimum an Sicherheit gewährt werden soll. Indien und Brasilien verfügen über nahezu keine Kohlevorkommen. Gerade in diesen beiden Ländern wird aber der Kohle verbrauch kräftig steigen. Niemand sollte erwarten, dass eine industrielle Revolution, wie sie in all diesen großen Nationen stattfindet, ohne Rückschläge bei den Rohstoffen abläuft. Kohle und Stahl sind aber Wachstumsmärkte eines ganzen Jahrhunderts. Die Nachfrage Die hohen Wachstumsraten bei der Kohlenachfrage, wir sie in den letzten Jahren vorlagen, sind mittlerweile zurückgegangen. Kalte Winter und heiße Sommer strapazieren zunehmend die Märkte, weil mit dem zunehmenden Wohlstand eben auch mehr gekühlt oder geheizt wird. Die Auslastungsraten bei der Stromerzeugung steigen entsprechend. Auch wenn die Umweltverschmutzung unerträgliche Ausmaße annimmt, werden die Investitionen in neue Energiequellen immer wieder durch den zusätzlichen Energiebedarf überrollt. Proteste helfen da wenig. Sie werden auch nur halbherzig vorgetragen, weil ein „Hard- Landing“ der chinesischen Wirtschaft und die Stagnation des Wohlstandswachstums erhebliche Gefahren für die Weltwirtschaft mit sich brächten. Indirekt ist zumindest deshalb eine Entlastung der Umwelt möglich, weil das reichlicher gewordene Angebot zu einem Qualitätswettbewerb führen kann. Niedrige Kohlequalitäten mit höherem Verschmutzungsgrad könnten durch höhere ersetzt werden, die bei gleicher Menge deutlich bessere Heizwerte erzielen. Je niedriger also die Qualität, desto größer könnte Preisverfall sein. In einigen Regionen soll bereits Stroh zur Energieerzeugung verfeuert werden. Es besteht also akuter Handlungsbedarf, und bisher hat China bei lebensnotwendigen Rohstoffen immer nachgegeben. Deutliche Preissteigerungen könnten aber gerade wegen der Kreditkrise erst Zukunftsmusik sein. Bei Kokskohle gilt dasselbe. Wegen des enormen Wachstums der Stahlindustrie stieg im Gleichschritt der Verbrauch. Aber Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 3 Leitthema: Kohle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 3 möglicherweise kommt es hier zu einem Nachfrageknick. Die chinesische Regierung verstärkt ihren Druck auf die unzähligen kleinen Stahlunternehmen, die mit ihren veralteten Anlagen unrentabel geworden sind. Es könnte zu zahlreichen Schließungen kommen. Dagegen tritt Indien mehr und mehr als gewichtiger Nachfrager auf. Das Defizit an Heizkohle scheint rasant zu wachsen. Außerdem hat man gerade begonnen, die Infrastruktur des Landes massiv auszubauen. Deshalb braucht das Land große Mengen Kokskohle, die zu 100% eingeführt werden müssen. Ähnliches gilt für Brasilien. Wegen der Nähe zum Eisenerz, der niedrigen Lohnkosten und der exzellenten Standorte am Meer mit eigenem Zugang zu den Häfen siedeln sich hier mehr und mehr große Stahlunternehmen an. Auch Brasilien hat nahezu keine Kohlevorkommen. In den Industriestaaten stieg die Nachfrage, insbesondere in den USA und Japan, die wegen der hohen Gas- und Erdölpreise vermehrt auf die Verfeuerung von Kohle zur Energiegewinnung übergingen. Auch in Europa hätte man gewünscht, mehr Kohle zur Energiegewinnung einzusetzen. Dies ist allein an der sehr begrenzten Kapazität der europäischen Häfen gescheitert. Es scheint also nicht die Nachfrage, sondern das Angebot zu sein, das auf die Preise drückt. Das Angebot Die Exploration hat in allen Förderländern große Fortschritte gemacht. Dagegen geht das Wachstum der Kohleproduktion in China deutlich zurück. Inzwischen wurden tatsächlich mehr als 4000 kleine Kohleminen geschlossen, die unter katastrophalen Bedingungen ihre Bergarbeiter ausbeuteten. Weitere sollen folgen. Mehr als die Hälfte der zusätzlichen Weltproduktion wird allein China abnehmen. Hinzu kommt Indien mit mindestens 30 Mio. Tonnen. Die USA waren bisher Nettoimporteur und werden deshalb einen Großteil ihrer wachsenden Eigenproduktion selbst brauchen. Der Weltüberschuss könnte also schnell wieder abnehmen. Viel hängt natürlich vom Ölpreis ab. Sollte er wieder auf 50 fallen, könnte eine erneute Substitution von Kohle durch Öl und Gas eintreten. Hinzu kommt, dass auch die chinesische Wirtschaft weniger stark wächst. Insgesamt kann deshalb wohl davon ausgegangen werden, dass es in den letzten Monaten dieses Jahres zu einem Überschuss des Weltangebots kommt, das aber vermutlich bald wieder durch die zusätzliche Nachfrage aufgesogen wird. Engpass bleibt weiterhin die Kapazität der Häfen. Sie ist völlig unberechenbar, denn sollte die Nachfrage nach anderen, werthaltigen Gütern steigen, so würde die für Kohle vorgesehene Kapazität sinken. Hinzu kommt, dass durch die verschlechterte Verfügbarkeit von Frachtkrediten im Zuge der weltweiten Bankenkrise schon erste Frachtschiffe in den Häfen still stehen. Redereien wollen das Risiko der Zahlungsübernahme am Landehafen nicht tragen und lassen die Schiffe stehen, während die Banken, die sich nicht mehr trauen, keine Kredite geben wollen. Dabei handelt es sich aber hoffentlich um ein nur kurzfristiges Problem. Dagegen scheint es inzwischen ausreichende Schiffskapazitäten zu geben, die vor allem wegen der ungewöhnlich hohen Eisenerztransporte aufgebaut wurden. Insofern konkurriert Kohle mit Eisenerz, ist aber auch mit ihm verbunden, weil die Nachfrage von Eisenerz und Kokskohle miteinander steigt bzw. sinkt. Zurzeit wird mit weiter fallenden Frachtraten gerechnet, die einen zusätzlichen Spielraum bei den Preisverhandlungen für Eisenerz und Kohle erlauben. Es ist also keineswegs sicher, ob nicht letztlich doch Preiserhöhungen durchgesetzt werden können. Wir sind davon überzeugt, dass Kohle mittel- und langfristig knapp bleiben wird. Anzeige „AUCH FÜR BÖRSENLAIEN GIBT ES EINEN WEG NACH OBEN – ICH BEGLEITE SIE GERNE EIN STÜCK.“ HERBERT WÜSTEFELD Leiter der Zertifikate-Akademie und Mitglied des ABN AMRO Expertenteams. _abnamrozertifikate.de Jagdschloss Granitz – Land Mecklenburg-Vorpommern „AUCH FÜR BÖRSENLAIEN GIBT ES EINEN WEG NACH OBEN – ICH BEGLEITE SIE GERNE EIN STÜCK.“ HERBERT WÜSTEFELD Leiter der Zertifikate-Akademie und Mitglied des ABN AMRO Expertenteams. _abnamrozertifikate.de Jagdschloss Granitz – Land Mecklenburg-Vorpommern A TEAM OF EXPERTS RohstoffReport Aktueller Rohstoff-Kommentar 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 5 RohstoffReport Aktueller Rohstoff-Kommentar 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 5 von Jochen Stanzl Energie Ölpreis fällt auf 10-Monatstief Der Ölpreis purzelte in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Die Korrektur seit dem Hoch am 15. Juli bei 147,27 US-Dollar/Barrel weitete sich dadurch auf 61,22 US-Dollar/Barrel oder 42 Prozent aus. Belastungsfaktoren Belastungsfaktor Nummer Eins war der größer als erwartet Anstieg der Öllagerbestände in der letzten Woche. Die Rohölbestände wuchsen um 8,12 Millionen Barrels, was deutlich über der Erwartung von 2,5 Millionen Barrels lag. Die Benzinbestände legten um 7,17 Millionen Barrels zu, was ebenfalls über den Erwartungen von 1,5 Millionen Barrels lag. Der Anstieg des US-Dollars auf den höchsten Stand seit über 13 Monaten ließ außerdem die Nachfrage nach Öl als Inflationsabsicherung absinken. Goldman Sachs sind der Meinung, dass die Ölnachfrage durch Raffinerien in den nächsten Monaten sinken wird, da diese im Zuge der Verknappung von Krediten weniger Anreiz haben, höhere Lagerbestände zu halten. Außerdem erwarten sie fallende Ölpreise, sodass hohe Lagerbestände tendenziell verlustträchtig sind. Der Ölpreis könnte bis auf 75 US-Dollar/Barrel fallen, wenn es zu einer weltweiten Rezession kommen würde. Technische Analysten von Godmode-Trader.de rechnen im Falle einer Korrekturausdehnung sogar mit einem Ölpreis, der kurzfristig bis auf 50 US-Dollar/Barrel fallen kann. Die internationale Energieagentur IEA hat ihre Prognose zur durchschnittlichen weltweiten Ölnachfrage in 2008 um 240.000 Barrel auf 86,5 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Die Prognose zur Nachfrage in 2009 wird um 440.000 Barrel auf 87,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten angepasst. Stützende Faktoren Auf der Seite der stützenden Faktoren ist derzeit vor allem der so genannte „Crack Spread“ zu nennen. Dieser beschreibt die Gewinnmarge, mit der Raffinerien bei der Verarbeitung von Rohöl zu Mineralölprodukten rechnen können. Diese Marge ist zuletzt negativ geworden, sodass sich die Produktion großer Mengen nicht mehr lohnt. Dies könnte dazu führen, dass in den nächsten Ölmarktberichten tendenziell Rückgänge der Lagerbestände gemeldet werden. Für den 18. November hat das Ölkartell OPEC außerdem eine Notfallsitzung einberufen, um über den schnellen Ölpreisrückgang zu beraten. Mehrere Mitglieder innerhalb der OPEC haben sich in den letzten Wochen besorgt um die volatile Entwicklung der Ölpreise geäußert. Russische Oligarchen verlieren Milliardensummen Russische Oligarchen verlieren in diesen Tagen Milliardensummen. Aluminiummagnat Oleg Deripaska und Fußballclubbesitzer Roman Abramovich haben mehr als 230 Milliarden US-Dollar in fünf Monaten verloren, als die schwereste Finanzkrise seit 1998 in Russland um sich griff. Das Gesamtvermögen der 25 reichsten Russen fiel zwischen dem 19. Mai und dem 6. Oktober um 62%. Der Moskauer Micex- Aktienindex verlor seither um 61% an Wert. Die Kreditkrise, der Krieg mit Georgien und fallende Rohstoffpreise haben dazu geführt, dass ausländische Investoren seit Anfang August 74 Milliarden US-Dollar aus Russland abzogen. Jetzt auf fallende Kurse setzen! Jetzt auf fallende Kurse setzen! Investieren in fallenden Marktphasen Die meisten Anleger, die an der Börse aktiv sind, setzen auf steigende Kurse. Das gilt für Fonds, für Aktien und auch für Zertifikate. Mittels verschiedener Reverse-Zertifikate der Société Générale haben Anleger heute jedoch die Möglichkeit, von fallenden Kursen zu profitieren bzw. ihr Depot intelligent abzusichern. Während Sie mit Short Index-Zertifikaten eins zu eins an Kursverlusten des jeweiligen Basiswertes partizipieren sind mit Reverse Capped Bonus-Zertifikaten auch bei leicht steigenden oder seitwärts tendierenden Märkten positive Renditen möglich. Reverse Capped Bonus-Zertifikate Basiswert WKN Bonusbetrag / Cap Laufzeit Barriere Bonus-Rendite p.a.* Preis* DAX SG0TDT 142,06 EUR 19.06.2009 7.000,00 Pkt. 9,70% 133,27 EUR DAX SG0WAE 134,03 EUR 18.062009 7.500,00 Pkt. 8,14% 117,44 EUR Short Index-Zertifikat Bestellen Sie jetzt die kostenlose Short-Broschüre! 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Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 7 Soft-Commodities Sojabohnen: Rekordernte in Brasilien erwartet Die von dem Deleveraging-Prozess und dem daraus resultierenden deflationären Umfeld ausgelösten Spannungen haben den Sojabohnenpreis in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit September 2007 fallen lassen. Daneben gab es auch fundamentale Ereignisse, die den Preis belasteten. Seit dem Hoch am 3. Juli bei 16,49 US-Dollar/Scheffel sank der Sojabohnenpreis um 44,66 Prozent. Das für die Biodieselherstellung verwendete Sojabohnenöl verlor vom Hoch am 4. März bei 7,12 cents pro Pound um 47,66 Prozent auf zuletzt 3,73 cents pro Pound. Die Sojaernte Brasiliens, dem zweitgrößten Produzentenland der Erde nach den USA, wird den neusten Prognosen zufolge in 2009 auf 60,1 – 61,3 Millionen Tonnen wachsen. Das ist der höchste Stand jemals. Gleichzeitig wird auch in den USA mehr geerntet werden, als bislang erwartet. Das US-Landwirtschaftsministerium erhöhte außerdem seine Ernteschätzungen für die USA. Gegenüber dem Vorjahr wird die US-Ernte nun um 13,5 Prozent zulegen. Zum 5. Oktober waren allerdings nur 31 Prozent dieser Ernte in den USA eingebracht, gegenüber 41 Prozent im fünfjährigen Schnitt. Die Belastungsfaktoren für den Sojabohnenpreis überwiegen aber bei weitem, sodass sich Verzögerungen bei der Ernte nicht auf den Preis auswirken dürften. Mais: Frostgefahr als Preisstütze? Mais fiel in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand in zehn Monaten. Als Belastungsfaktor stellte sich eine Neuberechnung der US-Lagerbestände heraus. So hat das US-Landwirtschaftsministerium seine Schätzungen für die Maisbestände zum 1. September auf 1,624 Milliarden Scheffel erhöht, das sind 3 Prozent mehr als bisher. Außerdem wird die Futtermitttelnachfrage nach Mais um 14 Prozent in diesem Jahr nachgeben. Dem gegenüber steht als stützender Faktor die Erwartung über einen Rückgang der diesjährigen Gesamtmaiserntemenge um 7,7 Prozent. Außerdem sind nur 73 Prozent der Maisernte eingebracht, gegenüber 95 Prozent im letzten Jahr. Die Gefahr, dass die noch auf dem Feld stehenden Früchte durch Frost geschädigt oder zerstört werden, ist dadurch nun jederzeit gegeben. Rindfleisch: Exportschlager der USA Die Preise für Lebendrind fielen an der Warenterminbörse CME in den USA in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Amerikaner halten sich angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten mit dem Kauf des teuren Rindfleisches zurück und bevorzugen den Kauf von Schweinefleisch. Dabei hilft es nichts, dass die Rindfleischpreise auch an den Ladentheken auf den niedrigsten Stand seit fünf Monaten gefallen sind. Neben den schlechten Konjunktur- Anzeige Risikieren Sie schneller als der Markt zu sein... ... mit den Tradingmarken im KnockOut Traderservice von GodmodeTrader! 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Stützend wirkt sich die Nachricht auf die Preise aus, dass die Rindfleischexporte der USA zwischen Januar und Juli um 37 Prozent wuchsen, ein Trend, der das ganze Jahr wenn auch in abgeschwächter Form anhalten soll. Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in 2008 mit einem Zuwachs der Exporttätigkeit bei Rindfleisch um 28 Prozent und +12 Prozent in 2009. Edelmetalle Gold: Abkopplung physischer vs. derivativer Markt Bei Gold ist eine merkliche Abkopplung zwischen dem physischen „realen“ Markt und dem OTC-Terminmarkt zu beobachten. Der physische Markt für Goldbarren und Münzen verknappt sich zusehends, da die Flucht in einen sicheren Hafen die Nachfrage nach Gold erhöht. Auf der anderen Seite ist der 200mal größere Terminmarkt für den Goldhandel in der letzten Woche auf das niedrigste Niveau seit drei Wochen eingebrochen, nachdem die technische Widerstandslinie bei 925 US-Dollar/Unze nicht überwunden werden konnte. Der Preisverlust am Freitag ausgehend vom 2 1/4 Monatshoch bei 931,58 US-Dollar/Unze betrug über 105 US-Dollar/Unze. Zahlreiche Marktteilnehmer stellen sich die Frage, wodurch diese Entkopplung zu begründen ist. „Es hat sich quasi ein eigener Markt aufgetan. Die Nachfrage nach Gold in physischer Form ist so groß, dass die Händler mittlerweile enorme Aufschläge verlangen können. Das ist legitim. Wo hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot ist, müssen die Preise steigen“, so Harald Weygand, Head of Trading bei Godmode-Trader.de. „Im kurz- bis mittelfristigen Zeitfenster sieht Gold derzeit noch immer nicht überzeugend aus.“ Goldnachfrage fällt! Und zu diesem Urteil muss man auch gelangen, wenn man sich die Angebots- und Nachfragesituation des Goldes betrachtet. Wie das World Gold Council herausfand, fiel die gesamte Goldnachfrage im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 736 Tonnen. Die Goldschmucknachfrage fiel im gleichen Vergleichszeitraum um 24 Prozent, während die Industrienachfrage um 5 Prozent nachließ. Das Goldangebot im zweiten Quartal wuchs hingegen um 1 Prozent. Die Goldminenproduktion stagniert zwar seit dem Jahr 2000 und erreichte in 2007 ein Elfjahrestief bei 2,477 Tonnen. Die positiven Trends bei der Goldbarren- und Goldschmucknachfrage kön nen aber noch nicht die Rückgänge der restlichen Nachfragegruppen ausgleichen, auch wenn die in Gold-ETFs weltweit gehaltene Goldmenge zum 24. September auf einen neuen Rekord auf 1,039 Tonnen anstieg. Eigenheiten des Papiergoldmarktes Es gilt außerdem festzuhalten, dass die Käufer physischen Goldes ein anderes Motiv verfolgen, als Spekulanten an den Terminbörsen. Physische Goldkäufer möchten Werterhalt, Spekulanten an den Terminbörsen Wertvermehrung. Außerdem müssen Händler am 200mal größeren Papiergoldmarkt auf einige Eigenheiten des Terminhandels achten, darunter auch der Hebel. Dieser zwingt Terminhändler dazu, auf kurzfristige Marktveränderungen genauestens zu achten. Somit wurde der Goldpreis am Terminmarkt am Freitag verkauft und fiel um über 105 USDollar/ Unze, als sich die Aktienmärkte festigten. Außerdem spielen die kurzfristigen Veränderungen des US-Dollars eine große Rolle. Wenn der US-Dollar an Wert gewinnt, fällt der Goldpreis in der Tendenz zurück. In der letzten Woche stieg der US-Dollar auf den höchsten Stand seit 13 1/2 Monaten. Daneben spielt auch das deflationäre Umfeld im Zuge des Deleveraging-Prozesses in den USA eine Rolle beim Orderfluss am terminierten Goldmarkt. Basismetalle Kupfer: Hoher Angebotsüberschuss erwartet Der Kupferpreis hat seinen nun schon seit 13 Wochen andauernden Abwärtstrend in der letzten Woche fortgesetzt und fiel auf das niedrigste Niveau seit 2 ? Jahren zurück. An der Angst, dass die sich ausweitende Finanzkrise die Kupfernachfrage belasten wird, änderte auch die letzte Woche nichts, als die Aktienmärkte kräftige Kursrückgänge verzeichneten. Kupfer wird vor allem in der Baubranche verwendet, in der im Falle einer Konjunkturabkühlung eine Auftragsschwäche erwartet wird. Diese Vermutung wurde untermauert von offiziellen Schätzungen des Internationalen Kupferverbandes ICSG. Die Experten sehen ein Überangebot von Kupfer im laufenden Jahr von 277,000 Tonnen, zuvor waren sie noch von 109,000 Tonnen ausgegangen. Auch die Entwicklung der Lagerbestände an der LME deutet darauf hin, dass es an Kupfer derzeit nicht mangelt. Sie sprangen im dritten Quartal bislang um 62 Prozent auf den höchsten Stand seit 1 1/2 Jahren an. Der ICSG hat in einer finalen Berechnung analysiert, dass die weltweite Kupferproduktion in 2007 um 3,2 Prozent auf 15,465 Millionen Tonnen angewachsen ist, womit der Kupfermarkt in 2007 in einem Angebotsdefizit von 40,000 Tonnen war, nach einem Überschuss von 290,000 Tonnen in 2006. RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 9 RohstoffReport 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 9 Aluminium: Schmelzer fahren Produktionsmengen zurück Der Aluminiumpreis fiel in der letzten Woche um 0,1 Prozent und hielt sich damit im Vergleich zu anderen Basismetallen relativ stabil. Der Preis liegt trotzdem auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang des Jahres 2006. Großvolumige Verkäufe von taktischen Investoren wie Hedgefonds oder CTAs im Zuge des Deleveraging-Prozesses in der laufenden Kreditkrise haben Aluminium belastet. Hinzu kommt die nachlassende Nachfrage nach dem silbrigen Metall. Das Angebot an Aluminium ist aktuell so hoch, dass die Schmelzer bereits damit beginnen, ihre Produktionskürzungen zu senken. Alcoa, der größte Aluminiumschmelzer der Welt und verantwortlich für 10 Prozent der Weltproduktion, gab in der letzten Woche bekannt, seine Produktionsmengen kürzen zu wollen. Außerdem seien alle neuen Investitionsprogramme auf Eis gelegt worden. Die Unternehmensplaner sehen sich mit dramatisch fallenden Kosten für den Absatz von Aluminiumprodukten einerseits und mit kräftig gestiegenen Produktionskosten andererseits konfrontiert. So wie Alcoa wird es zahlreichen weiteren Schmelzern gehen. Auch sie sind gezwungen, ihre Fertigungsmengen zu senken. Nachdem die Aluminiumnachfrage nun Anzeige seit fünf Jahren um durchschnittlich 7 Prozent pro Jahr gewachsen ist und sich die Preise auch entsprechend positiv entwickelten, hat sich der fundamentale Ausblick für das Metall in den letzten Wochen immer mehr eingetrübt. Außerdem wurde der seit 2005 bestehende Aufwärtstrend nun gebrochen, was auch aus technischer Sicht für weitere Preisabgaben in den kommenden Wochen spricht. Goldman senkt Prognosen für Kohle und Eisenerz Analysten von Goldman Sachs JBWere Pty haben ihre Preisprognosen für Eisenerz und Kohle gesenkt, um auf die “Verschlechterung” des Ausblicks für die Weltwirtschaft und auf die daraus resultierende Nachfragedelle bei Rohstoffen zu reagieren. Im neuen Vertragsjahr, das am 1. April 2009 beginnen wird, rechnen die Analysten mit einem gleich bleibenden Eisenerzpreis von 144,66 cents pro Tonne, am 17. September wurde noch ein Anstieg der Preise um 18 Prozent erwartet. Die Preise für Kokskohle und thermische Kohle würden in 2009 ebenfalls auf dem diesjährigen Niveau bleiben, zuvor waren Anstiege um 10 beziehungsweise 20 Prozent erwartet worden. Wissen? Das geht auch einfacher! Die Aus- und Weiterbildung liegt uns am Herzen! 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BörseGo AG, Infoabend, Marko Strehk -Teil 1 - Professioneller CFD Handel und Money Management Von und mit Marko Strehk Technischer Analyst Godmode-Trader.de 2,8% 1,8% 0,4% 0,0% 0,0% -0,1% -1,1% -2,5% -3,5%-4,0% -4,9%-5,3% -6,1%-6,2% -6,8% -7,5%-7,9% -11,6% -12,1% -13,6% -14,2% -16% -11% -6% -1% 4% PlatinSojabohnenGoldKaffeeRhodiumAluminiumPalladiumKakaoMaisZinkZuckerWeizenHolzOrangensaftSilberBaumwolleBleiBrentölKupferNicklZinn Charts an der LME 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 11 630000 730000 830000 930000 1030000 1130000 1230000 1330000 1430000 Mai. 06 Nov. 06 Mai. 07 Nov. 07 Mai. 08 Aluminium Aluminium Lagerbestände 80000 100000 120000 140000 160000 180000 200000 220000 Mai. 06 Nov. 06 Mai. 07 Nov. 07 Mai. 08 Kupfer Kupfer Lagerbestände 50000 100000 150000 200000 250000 06 06 07 07 08 Zink Zink Lagerbestände 0 20000 40000 60000 80000 100000 120000 140000 Mai. 06 Nov. 06 Mai. 07 Nov. 07 Mai. 08 Blei Blei Lagerbestände 0 10000 20000 30000 40000 50000 60000 Mai. 06 Nov. 06 Mai. 07 Nov. 07 Mai. 08 Nickel Nickel Lagerbestände 5500 7500 9500 11500 13500 15500 Mai. 06 Nov. 06 Mai. 07 Nov. 07 Mai. 08 Zinn Zinn Lagerbestände Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 12 Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 12 Interessante Rohstoffmixtur mit Garantie Die Aktienmärkte fallen und fallen. Auch der Rohstoffsektor leidet stark unter der Angst der Investoren vor einer deutlichen Abschwächung der Weltkonjunktur. So mussten neben den Agrarrohstoffen insbesondere die Basismetalle schon starke Kursrückgänge hinnehmen und notieren bis auf das Kupfer bereits nahe ihrer tatsächlichen Produktionskosten. Dagegen kann sich der US-Dollar aufgrund der starken Kapitalrückführungen in den Dollarraum infolge des dringenden Liquiditätsbedarfs immer weiter befestigen und notierte bereits auf einem 13-Monatshoch unter der Marke von 1,36 bezogen auf den Euro. Der einzige Rettungsanker scheint derzeit noch das Gold zu sein, dessen physische Verfügbarkeit in Form von Münzen oder Barren allerdings immer mehr zur Neige geht. Wer sich von der aktuellen Ausverkaufsstimmung an allen Fronten nicht anstecken lassen möchte und mittelfristig weiterhin auf den Rohstoffmarkt setzt, bekommt mit dem Rohstoff Garant Cap Zertifikat der HypoVereinsbank ein weiteres vollständig kapital- und währungsgeschütztes Produkt geboten, dass sich diesmal auf einen gleichgewichteten Basket bestehend aus den drei Segmenten Energie, Agrarrohstoffe und Edelmetalle bezieht. Als Basiswerte fungieren dabei im einzelnen der WTI Erdöl Future, die Feinunze Gold und der AIG Agriculture Excess Return Sub-Index aus dem Hause Dow Jones. Das mit einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattete Papier ermöglicht eine 1:1-Partizipation an der Wertentwicklung des Rohstoffkorbes, wobei die maximale Performance auf ein Niveau von 155 Prozent des Nennbetrages begrenzt ist, was einer annualisierten Rendite von 9,16 Prozent entspricht. Sollte der Basket bei Fälligkeit unter seinem Ausgangswert notieren, greift die 100prozentige Kapitalgarantie. Der Rohstoff-Report Tipp: Das neue HVB-Zertifikat bietet eine interessante Mischung aus den drei beliebtesten Rohstoffsektoren, die im Gegensatz zu manch anderem Produkt hier eine gleiche Gewichtung erfahren. Das Papier eignet sich insofern auch als eine Art Basisinvestment für sicherheitsorientierte Anleger, das bei Bedarf auch noch gezielt durch ein entsprechendes Exposure im Industriemetall-Bereich ergänzt werden könnte. Das einzig störende Element ist dabei der Cap, der Kursgewinne auf 55 Prozent begrenzt. Rohstoff Garant Cap Zertifikat Emittent/WKN: HypoVereinsbank / HV5AFQ Laufzeit: 22.10.2013 Preis: (in Zeichnung: 29.09.08-17.10.0 Autor: Armin Geier Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 13 Investieren in Rohstoffe 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 13 Wasser-Investment mit Kapital- und Währungsschutz Welcher Bloomberg-TV-Zuseher kennt ihn nicht den Werbespot von „Brot für die Welt“, in dem sehr eindringlich auf das Wasserproblem in vielen Entwicklungsländern hingewiesen wird. Jener Rohstoff, über dessen Verfügbarkeit und Qualität in unseren Breiten kaum jemand ernsthaft nachdenkt, ist heute für über 1 Mrd. Menschen Mangelware und nur unter Einschränkung zugänglich, kann doch nur etwa 1 Prozent der gesamten Wassermenge unseres Planeten überhaupt als Trinkwasser verwendet werden. Davon führt der Genuss für mehr als 400 Mio. Menschen aufgrund der starken Verschmutzung jährlich zum Tod. 2025 werden bereits drei Mrd. Menschen unter Trinkwassernot leiden. Dabei hat sich der Verbrauch in den vergangenen 100 Jahren versiebenfacht und sich die Süßwassermenge allein seit 1970 um 40 Prozent verringert. Das sind nur einige schockierende Zahlenbeispiele, die die Bedeutung des nicht zu unrecht auch als „blaues Gold“ bezeichneten Nasses unterstreichen und es nicht mehr ganz so unwahrscheinlich erscheinen lassen, dass Kriege in der nächsten Zukunft genau darum geführt werden. Das Potential dieses nicht direkt handelbaren Rohstoffs, ist natürlich auch der Investmentbranche nicht verborgen geblieben und hat zur Emission einer ganzen Reihe sogenannter Wasser-Zertifikate geführt, darunter auch einiger kapitalgeschützter Produkte für den sicherheitsorientierten Anleger. Wer beim Wasser auf Nummer sicher gehen möchte, findet ganz aktuell auch bei HSBC Trinkaus & Burkhardt ein neues Zeichnungsprodukt. Das bis zum 13.11.2013 laufende Papier bezieht sich auf den HSBC Optimised Global Water Price Index, der die Bereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette abdeckt, darunter die Wasserversorgung, -aufbereitung und –infrastruktur, sowie damit verbundene Segmente, die im Zusammenhang mit der Sammlung, Speicherung, Klärung, Distribution, Dosierung, Entsalzung, Entsorgung und Nutzung von Wasser stehen. Der Index enthält die Aktien der nach Marktkapitalisierung größten 15 bis 20 Unternehmen dieses Sektors, wobei jährlich eine Anpassung stattfindet. Von der Funktionsweise her ermöglicht das zum Laufzeitende vollständig kapital- und währungsgesicherte Produkt eine 100-prozentige Partizipation am Basiswert. Allerdings wird hierbei auf eine vierteljährliche Durchschnittsbildung über insgesamt 20 Feststellungstage zurückgegriffen, die zu einer Glättung der Gesamt-Performance führt. Der Rohstoff-Report Tipp: Das neue Wasser-Zertifikat eignet sich speziell für mittelfristige Investoren, die das Megathema ausgehend von dem aktuellen Kursniveau mit einer 100-prozentigen Absicherung zur Fälligkeit spielen möchten. Im Gegenzug muss allerdings die Durchschnittsbildung, sowie die relativ lange Laufzeit in Kauf genommen werden. Quanto Wasser Garantieanleihe Emittent/WKN: HSBC Trinkaus & Burkhardt / TB1ZZW Laufzeit: 13.11.2013 Preis: (in Zeichnung: 07.10.08-07.11.0 Autor: Armin Geier Basismetalle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 14 Basismetalle 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 14 Aluminium - Klicken, um Profichart zu laden Kupfer - Klicken, um Profichart zu laden Zink - Klicken, um Profichart zu laden Blei - Klicken, um Profichart zu laden Nickel - Klicken, um Profichart zu laden Zinn - Klicken, um Profichart zu laden Trackbox Rohstoffe Trackbox Rohstoffe Soft-Commodities 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 15 Soft-Commodities 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 15 Kaffee - Klicken, um Profichart zu laden Mais - Klicken, um Profichart zu laden Weizen - Klicken, um Profichart zu laden Kakao - Klicken, um Profichart zu laden Sojabohnen - Klicken, um Profichart zu laden Zucker - Klicken, um Profichart zu laden Trackbox Rohstoffe Trackbox Rohstoffe Energie & Indizes 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 16 Energie & Indizes 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 16 Amex Gold Index - Klicken, um Profichart zu laden Brent - Klicken, um Profichart zu laden RICI Absolute Return - Klicken, um Profichart zu laden Amex Oil Index - Klicken, um Profichart zu laden Henry Hub Erdgas - Klicken, um Profichart zu laden S&P GSCI Total Return - Klicken, um Profichart zu laden Trackbox Rohstoffe Trackbox Rohstoffe Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 17 Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 17 CONERGY - Kurzfristig auf Erholungskurs, Ziel bei ... Conergy WKN: 604002 ISIN: DE0006040025 Börse: Xetra in Euro Kursstand: 3,84 Euro Kursverlauf vom 08.02.2008 bis 13.10.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Tag) Rückblick: Die Conergy - Aktie wurde vom schwachen Umfeld in den letzten Wochen voll erfasst und stürzte weiter ab. Bereicht seit September 2007 steht die Aktie unter massivem Abgabedruck. Damals markierte sie ein Allzeithoch bei 69,91 Euro. Letzten Mittwoch markierte sie ein Tief bei 2,93 Euro. Sie verlor also in etwas über einem Jahr knapp 96% ihres Wertes. Am Freitag fiel sie sogar noch 2,93 Euro zurück, rettete sich aber zum Ende des Handels hin aufgrund eines bullischen Reversals deutlich über 2,93 Euro. Bei 5,06 Euro liegt eine alte untere Pullbacklinie. Diese hatte die Aktie am 03.10.2008 durchbrochen, was noch einmal zu einer Beschleunigung des Abverkaufs führte. Diese Trendlinie stellt eine wichtige Hürde dar. Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen könnte sich die Conergy -Aktie nochdeutlich erholen. Ein Anstieg in Richtung 5 Euro wäre denkbar, ohne dass die übergeordnete Abwärtsbewegung auch nur ansatzweise gefährdet werden würde. Sollte der Wert per Tagesschlusskurs unter 2,93 Euro abverkauft werden, dann wäre sofort ein weiterer Kursrutsch zu erwarten. Dieser könnte dann durchaus noch einmal zu einer Kurshalbierung führen. THYSSEN KRUPP - Erholungen für neue Verkäufe nutzen Thyssen Krupp WKN: 750000 ISIN: DE0007500001 Börse: Xetra in Euro Kursstand: 17,48 Euro Kursverlauf vom 01.01.1999 bis 13.10.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Rückblick: Nach dem Crashmonat September, in der die Aktie unter die Unterstützung bei 29,98 Euro zurückfiel und hier eine obere Umkehrformation in Form eines Doppelhochs vollendete, brach der Aktienkurs bis auf 19,39 Euro ein und hat damit das Minimalziel der Toppingformation quasi erreicht. Trotzdem ließen sich die Verkäufer auch im bisher laufenden Oktober nicht davon abbringen, die Aktie weiter abzugeben, womit sich die Abwärtsbewegung zunächst weiter fortsetzte. Im Rahmen dieser Kapitalflucht erreichen die Kurse nun das Unterstützungsniveau bei ca. 16,30 Euro, wo die Nackenlinie einer inversen Schulter-Kopf-Schulter Formation zu finden ist. An diesem Unterstützungsbereich kam es heute zu einer ersten Reaktion nach oben. . Charttechnischer Ausblick: Die Aktien von Thyssen Krupp haben einen Kursbereich erreicht, in dem sich die Aktie zumindest temporär etwas beruhigen könnte und eine Pullbackbewegung bis auf 22,39 Euro möglich wäre. Der Abwärtstrend ist damit jedoch noch lange nicht beendet und auch von einem Boden wäre die Aktie mit einer solchen Gegenbewegung noch weit entfernt. Vielmehr wären im Anschluss weitere Verkäufe bis auf 12,64 Euro zu erwarten. Conergy Thyssen Krupp Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 18 Commodities im Chartcheck 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 18 NORILSK NICKEL - Das war ein heftiger Crash NORILSK NICKEL WKN: 676683 ISIN: US46626D1081 Börse: Frankfurt in Euro Kursstand: 4,40 Euro Kursverlauf vom 03.10.2008 bis 13.10.2008 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Rückblick: Im Oktober 2001 startete die Aktie von Norilsk Nickel zu einer starken Aufwärtsbewegung. In die Aktie floß also über mehrere Jahre massiv Kapital. Erst im November 2007 stoppte die langfristige Aufwärtsbewegung nach einem Hoch bei 23,20 Euro. Auf diesem Kursniveau setzten Gewinnmitnahmen ein. Zunächst schien die Aktie in einer bullischen Flagge zu konsolidieren. Ende Juli 2008 fiel der Wert auf einen wichtigen Unterstützungsbereich um 12,50 - bis 12,40 Euro zurück. Dort bzw. knapp darunter zeigte sich auch ein gewissen Kaufinteresse. Eine Aufwärtsbewegung etablierte sich aber nicht. Vielmehr fiel der Wert Ende August/Anfang September 2008 unter diese Unterstützungszone zurück, was einen massiven Abverkauf auslöste. Auf 3,67 Euro wurde der Wert in der letzten Woche abverkauft. Besonders in der letzten Woche kam es zu starken Verkäufen. Charttechnischer Ausblick: In den nächsten Tagen und Wochen könnte es zu einer Stabilisierung im Kursverlauf der Aktie kommen. Eine Erholung bis ca. 7,30 Euro würde durchaus in diesen Rahmen passen. Sollte es aber zu einem Wochenschlusskurs unter 3,31 Euro kommen, dann wäre eine weitere Verkaufswelle bis ca. 1,05 Euro möglich. Ölpreis US - Kurseinbruch erreicht Unterstützung, aber... US Leichtöl (Light Sweet Crude Oil Future) Kürzel: CL Börse: NYMEX in USD Kursstand: 77,70 $ pro Barrel Kursverlauf vom 22.07.2005 bis 10.10.2008 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Woche) Rückblick: Der Future auf Light Crude Oil markierte nach einer langfristigen, seit Februar 2008 stark beschleunigten Rallyebewegung ein Allzeithoch bei 147,27 $ am 11.07.2008. Dort startete eine heftige Abwärtskorrektur, welche den Ölpreis deutlich bis an eine flache Aufwärtstrendlinie abrutschen ließ. Bei 91,36 $ startete Mitte September eine deutliche Kurserholung bis an den Widerstandsbereich bei 110,00 - 112,00 $, wo der Ölpreis wieder nach unten kippte. In den vergangenen Tagen zeigte sich der Future wieder extrem schwach und rutschte weiter bis an die markante Kreuzunterstützung bei 78,40 $ zurück, wo neben einer Horizontalunterstützung auch der EMA200 verläuft. Das kurzfristige Chartbild ist bärisch zu werten. Charttechnischer Ausblick: Der Future auf Light Crude Oil bleibt anfällig für fallende Notierungen, der mittelfristige Abwärtstrend beschleunigt sich aktuell. Allerdings wäre kurzfristig ausgehend von der 78,40 $ eine Kurserholung bis ca. 84,00 und darüber ggf. 91,36 - 93,00 $ möglich. Ein größerer Kursanstieg wäre aber erst oberhalb von 95,00 $ zu erwarten. Kippt der Ölpreis hingegen nachhaltig unter 77,00 $ zurück, wird eine Fortsetzung der laufende Abwärtsbewegung bis 68,00 - 71,00 $ möglich. NORILSK NICKEL US Leichtöl Terminausblick & Impressum 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 19 Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 22:00 Uhr Crop Progress 17:00 Uhr Weather – Crop Summary 15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA 20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery 15:30 Uhr EIA Erdgasbericht 13:30 Uhr US Geflügelpreise 20:30 Uhr EIA Erdgasbericht 22:00 Uhr Crop Progress 22:00 Uhr Weather – Crop Summary 15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA 20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery 15:30 Uhr EIA Erdgasbericht 20:30 Uhr Commitment of Traders WOCHE 1WOCHE 2 Terminausblick & Impressum 5. Jahrgang | Ausgabe 21 | 14.10.2008 19 Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 22:00 Uhr Crop Progress 17:00 Uhr Weather – Crop Summary 15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA 20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery 15:30 Uhr EIA Erdgasbericht 13:30 Uhr US Geflügelpreise 20:30 Uhr EIA Erdgasbericht 22:00 Uhr Crop Progress 22:00 Uhr Weather – Crop Summary 15:30 Uhr US Öllagerbestände API und EIA 20:00 Uhr USDA Broiler Hatchery 15:30 Uhr EIA Erdgasbericht 20:30 Uhr Commitment of Traders WOCHE 1WOCHE 2 Impressum, Urheberrechtshinweis & Disclaimer Herausgeber: BörseGo AG, Balanstraße 73, Haus 11 / 3.OG, 81541 München Telefon: +49 89 767369-0, Fax: +49 89 767369-290, E-Mail info@boerse-go.de, Internet _boerse-go.ag Aktiengesellschaft mit Sitz in München - Registergericht: Amtsgericht München - Register-Nr: HRB 169607 - Umsatzsteueridentifikationsnummer gemäß § 27a UStG: DE207240211 Chefredakteur: Jochen Stanzl (stanzl@boerse-go.de) Redaktion: Marko Strehk (strehk@boerse-go.de), Thomas Gansneder (gansneder@boerse-go.de) Armin Geier (geier@boerse-go.de) Vorstand: Robert Abend, Thomas Waibel, Harald Weygand Aufsichtsratsvorsitzender: Theodor Petersen Erscheinungsweise: 14-täglich |
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